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Bananenpflanze kaufen: Darauf sollten Sie achten

Am schnellsten kommt man in den Genuss einer schönen Bananenpflanze, wenn man die fertige Pflanze kauft. Je nach Anspruch gibt es dabei einiges zu beachten.

Bananen Bananenpflanze

Die Früchte nur weniger Arten sind zum Verzehr geeignet [Foto: vincentchuls/ Shutterstock.com]

Inzwischen gibt es in fast jedem Gartencenter exotische Gewächse zu kaufen, daher findet man dort auch immer mehr Bananenpflanzen (Musa). Da ist die Verlockung groß, sich dem Spontankauf hinzugeben. Denn die Pflanzen locken nicht nur mit ihrem imposanten Blattwerk, sondern auch mit großen, kräftig gefärbten Blütenständen und natürlich den uns wohl bekannten gelben Früchten. Doch die unterschiedlichen Arten und Sorten der Gattung Musa haben sehr unterschiedliche Ansprüche, weshalb Sie sich vor dem Kauf lieber ein paar mehr Gedanken machen sollten. Auf welche Pflanze die Wahl fällt, sollte davon abhängig gemacht werden, ob Sie die Pflanze zur Nahrungsmittelproduktion oder als Zierpflanze nutzen wollen. Falls Sie Ihre Banane ganzjährig draußen halten möchten, ist ebenfalls auf den Grad der Winterhärte zu achten. Wir helfen Ihnen, die richtige Wahl beim Kauf Ihrer Bananenpflanze zu treffen.

Bananenpflanze kaufen: Wahl der richtigen Art und Sorte

Es gibt über 70 verschiedene Bananenarten, deren Verbreitungsgebiet sich über das tropische bis subtropische Asien und den westlichen Pazifikraum erstrecken. Genauso unterschiedlich wie die weiträumigen Verbreitungsgebiete und die dort herrschenden Wetterbedingungen sind auch die Bedürfnisse und Erscheinungsbilder der Bananenpflanzen. Man sollte demnach schon vor dem Kauf wissen, welchen Zweck die Bananenpflanze erfüllen soll und an welchem Platz die Staude später steht. Erfragen Sie daher beim Kauf die genaue Sorte, diese gibt Aufschluss über Winterhärte, Fruchtbildung und Erscheinungsbild.

Winterharte Bananenpflanzen

Winterharte Sorten sind besonders gefragt, vor allem wenn die Banane später den eigenen Garten zieren soll. Ausgepflanzte Exemplare dieser Sorten müssen im Winter nicht ausgebuddelt und in ein geschütztes Winterquartier umgesiedelt werden. Als winterhärteste Art gilt bislang die Japanische Faserbanane (Musa basjoo). Sie wird auch „Garten-Banane“ genannt. Die Sorten ‚Nana‘ und ‚Saporro‘ haben ebenfalls eine verbesserte Frosttoleranz und sind bis -12°C winterhart. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von rund drei Metern und sind pflegeleicht. Doch nicht erschrecken, der oberirdische Teil stirbt nach dem ersten Frost ab, da die Blätter nur bis -3°C winterhart sind. Doch mit einem entsprechenden Winterschutz werden unsere winterlichen Temperaturen vom unterirdischen Rhizom gut überstanden, sodass die exotische Staude im Frühjahr neu austreibt.

4 Musa basjoo (Japanese Banana)

Die Japanische Faserbanane bildet nach einem milden Winter sogar Früchte aus [Foto: Vahan Abrahamyan/ Shutterstock.com]

Es gibt auch Arten, die kürzere, leichte Frostperioden vertragen, weil sie aus dem japanischen Hochgebirge stammen. In Regionen mit mildem Winter können Sie Ihr Glück versuchen und eine Pflanze der folgenden Arten mit entsprechendem Schutz draußen überwintern:

Musa sikkimensis (winterhärteste, essbare Früchte tragende Art), Musa itinerans (Sorte ‚Burmese Blue‘ ist besonders gut winterhart), Musa balbisiana, Musa cheesmanii, Musa yunnanensis

Bananenpflanzen mit essbaren Früchten

Nur wenige Arten und Hybride bilden essbare Früchte. Für die Lebensmittelproduktion wird vor allem die Dessertbanane (Musa × paradisiaca) angebaut. Von dieser Art und den aus ihr entstandenen Hybriden gibt es heutzutage über 1000 Kreuzungen und Varianten. Die herzhaftere Alternative bieten Kochbananen, die, wie ihr Name schon sagt, nicht für den Rohverzehr geeignet sind. Diese zwei Varianten tragen süße Früchte:

  • Darjeeling-Banane (Musa sikkimensis): Erreicht Höhen von bis zu viereinhalb Metern; trägt kleine, essbare, süße Früchte; kann in milden Regionen auch draußen überwintern
  • Zwerg-Essbanane (Musa ‚Dwarf Cavendish‘): Bis zwei Meter; gut für die Kübel-Kultur geeignet; wird bei 12° bis 18° C im Hellen überwintert

Die meisten Arten sterben nach der Fruchtung ab. In der Regel bilden sich danach Ausläufer, durch die die Pflanze in Form einer neuen Generation überdauert. Allerdings ist eine Bananenernte in unseren Breitengraden nur drinnen mit einem großen Topf und viel Licht sowie Wärme möglich. Zwar können sich auch bei ausgepflanzten Exemplaren nach einem milden Winter Früchte bilden. Diese reifen aufgrund unserer kurzen Vegetationsperiode jedoch nicht aus. Übrigens sind auch die Bananenblüten essbar. Und auch die geschmacksneutralen Blätter können als Servierunterlage oder zum Umwickeln von Fisch und Fleisch beim Garen oder Grillen genutzt werden.

Hinweis: Die Krümmung der Banane hat übrigens mit dem negativen Gravitropismus zu tun. Mit anderen Worten: Die Banane wächst entgegengesetzt der Anziehungskraft der Erde.

Bananenpflanzen mit besonderem Zierwert

Bananen punkten nicht nur mit leckeren Früchten. Die Stauden haben ebenfalls große Blütenstände, die von hübsch gefärbten Hochblättern umgeben sind. Die am weitesten verbreitete Zierpflanze unter den Bananen ist die Musa ornata. Diese Art wird auch Schmuck- oder Prachtbanane genannt. Die unterschiedlichen Sorten punkten mit verschieden gefärbten Hochblättern. Außerdem werden kleine, samenreiche, sehr dekorative Zierbananen ausgebildet. Weitere hübsche Arten beziehungsweise Sorten sind:

  • Rosa Zwerg-Banane (Musa velutina): Trägt schon nach einem Jahr rosa essbare Bananen; Wuchshöhe: Über einen Meter; nicht winterhart; hoher Wasserbedarf
  • Himalaya-Banane (Musa hookerii): Gut für die Kübelpflanzung geeignet; prächtige Blüten, große Blätter und kleine Früchte
  • Silber-Banane (Musa balbisiana ‚Black Thai‘): Sehr schnell wachsend; sehr dekorativ; bis fünf  Meter; essbare, kernhaltige Früchte; bis -5°C winterhart
  • Golden Lotus Banane (Musella lasiocarpa): Trägt im zweiten Jahr eine gelbe, duftende Riesenblüte; blaugrünen, puderartige Blätter; nicht winterhart; Wuchshöhe: 60 – 80 cm

Bananenpflanzen kaufen: Auf Schädlinge und Krankheiten achten

Generell treten Schädlinge und Krankheiten bei Bananen eher selten auf. Das heißt aber nicht, dass blindlings jede Bananenstaude im Einkaufwagen laden sollte. Achten Sie immer darauf, dass die Pflanze einen gesunden Eindruck macht und auf die Bedingungen, denen die Pflanze am Verkaufsstandort ausgesetzt ist. Stehen die Pflanzen zu kühl oder trocken, steigt das Risiko für einen Befall durch Spinnmilben oder Wollläuse. Das gilt übrigens auch für den späteren Standort zu Hause. Einen Spinnmilbenbefall erkennen Sie durch einen fahlen Blattton und feine Gespinste, die sich im Blattbereich bilden. Wollläuse verraten sich durch weiße, watteähnliche Gespinste an der gesamten Pflanze.

Bananenpflanzen: Standort, Pflege und Co.

Nach dem Kauf reicht es nicht, die Pflanze einfach in eine beliebige Ecke zu stellen und ab und zu zu gießen. Besonders beim Standort sind die Exoten wählerisch und auch die Pflege muss stimmen, damit Sie länger etwas von Ihrer Bananenstaude haben. Grundlegend sollten Sie folgendes beachten:

  • Standort: Möglichst sonnig, keine direkte Sonneneinstrahlung, windgeschützt
  • Boden: Locker und wasserdurchlässig
  • Gießen: Nicht zu viel oder zu wenig, keine Staunässe, nicht komplett austrocknen lassen
  • Düngen: Ganzjährig, regelmäßig und in Maßen mit Flüssigdünger im Gießwasser

Was Sie noch bei der Pflege beachten müssen, damit Ihre Bananenstaude bei Ihnen Zuhause oder im Garten gedeiht, sowie weitere nützliche Tipps und Tricks zum Pflanzen, Vermehren, Schneiden und Überwintern, finden Sie hier.

Folgende Produkte empfehlen wir für Palmen und Grünpflanzen:
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
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  • Cuxin Universaldünger plus: Verbessert die Bodenstruktur, liefert Humus sowie Nährstoffe für Obst-, Gemüse- und Ziergarten und stimuliert das Bodenleben.

Virginia

Ich studiere Pflanzenbiotechnologie und sehe mich im Studium häufig mit den schwerwiegenden Folgen konfrontiert, die Unwissenheit und Fehlinformationen für die Natur haben können. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, Mensch und Natur wieder näher zusammenzubringen.
Lieblingsobst: Himbeeren, Erdbeeren und Ananas
Lieblingsgemüse: Zucchini, Brokkoli und Gurken

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