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Berberitzen-Hecke: Tipps zum Pflanzen & Pflegen

Als Sichtschutz hält die Berberitze neugierige Blicke fern, ist aber trotzdem ein echter Hingucker. Wir zeigen, wie man eine Berberitzen-Hecke pflanzt.

Berberitzen-Hecke im Garten
Der hübsche Strauch ist sehr gut als Hecke geeignet [Foto: CharMoment/ Shutterstock.com]

Ihre scharfen Dornen halten unerwünschte Besucher auf Abstand und durch ihre geringen Pflege- und Standortansprüche ist die Berberitze perfekt als Heckenpflanze geeignet. Nur der Rückschnitt kann zu einer pieksigen Angelegenheit werden – dafür belohnt die Berberitze jedoch mit Robustheit und leuchtenden Blüten, die Insekten magisch anziehen.

Passende Berberitzen-Arten für Hecken

Die Berberitze macht sich hervorragend als blühende Hecke und glänzt damit, dass sie sich gut an Stadtklima, Trockenheit oder auch Hitze anpassen kann. Außerdem ist sie winterhart, verträgt ohne Probleme einen Schnitt und schützt mit ihren scharfen Dornen außerdem vor ungebetenen Gästen.

Berberitzen sind eine überaus artenreichte Gattung, bei der für jeden Garten mit Sicherheit eine passende Pflanze dabei ist. Während die Berberitze aus ganz unterschiedlichen Teilen der Erde kommt, ist bei uns die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris)heimisch. Eine Hecke aus heimischen Wildsträuchern eignen sich nicht nur als Sichtschutz, sondern bietet ein perfekt passendes Angebot an Nahrung, Verstecken und Brutmöglichkeiten für Vögel, Kleinsäuger und Insekten. Dies ist bei exotischen Heckenpflanzen wie der Thuja (Thuja) leider nur in geringem Umfang gegeben. Damit können Sie mit einem heimischen Strauch einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz in Ihrem Garten leisten. Die Blüten der Gewöhnlichen Berberitze sind beispielsweise bei Bienen und Hummeln sehr beliebt, Amseln und Kernbeißer finden in ihren Früchten außerdem einen leckeren Snack.

Aber auch andere Berberitzen-Arten fühlen sich in unseren Gärten wohl und können als Hecke gepflanzt werden. Dazu zählen zum Beispiel die Blutberberitze (Berberis thunbergii ‘Antropurpurea’), die sich perfekt als große Hecke eignet oder die Kleine Blutberberitze (Berberis thunbergii ‘Antropurpurea Nana’)für niedrigere Hecken. Beide bestechen ab dem Frühjahr mit rot gefärbten Blättern, die im Herbst in noch kräftigeren Farben leuchten. Wenn Sie auch im Winter das Laub Ihrer Berberitze nicht missen wollen, eignet sich die Großblättrige Berberitze (Berberis julianae) als breiter Sichtschutz, der bis zu drei Meter in die Höhe wächst und Sie so vor allen neugierigen Blicken bewahrt. Immergrüne Hecken bilden außerdem die Berberitze Telstar (Berberis frikartii Telstar‘) und die Kugelberberitze Amstelveen (Berberis frikartii ‘Amstelveen’).

Berberitzen-Zweige mit Dornen
Die scharfen Dornen halten ungebetene Gäste fern [Foto: Go Studio/ Shutterstock.com]

Passende Arten und Sorten für Ihre Berberitzen-Hecke:

NameBotanischer NameWuchshöheBlattfarbe
Gewöhnliche BerberitzeBerberis vulgaris2 – 3 mFrischgrün
BlutberberitzeBerberis thunbergii 'Antropurpurea'2 – 3 mBraunviolett
Kleine BlutberberitzeBerberis Berberis thunbergii 'Antropurpurea Nana'30 – 50 cmDunkelrot
Großblättrige BerberitzeBerberis julianae2 – 3 mDunkelgrün
Berberitze TelstarBerberis frikartii 'Telstar'1 – 1,5 mDunkelgrün
Kugelberberitze AmstelveenBerberis frikartii 'Amstelveen'60 cm – 1 mDunkelgrün

Berberitzen-Hecke pflanzen: Das sollten Sie beachten

Da die Berberitze mit verschiedensten Standorten vorliebnehmen kann, sind Sie bei der Platzwahl Ihrer Hecke kaum eingeschränkt. Nur komplett schattige Standorte oder Staunässe verträgt das Gehölz nicht. Außerdem bevorzugen immergrüne Arten den Halbschatten, während sommergrüne Arten auch problemlos in der Sonne stehen können. Haben Sie sich den Ort Ihrer Wahl ausgesucht, bietet es sich an, für das Ausheben der Pflanzlöcher zuerst eine Schnur zu spannen, damit die Hecke später schön gerade ist. Das Pflanzloch selbst sollte die 1,5-fache Größe des Wurzelballens aufweisen. Bei nährstoffarmen oder auch sehr schweren oder leichten Böden lohnt es sich außerdem, die ausgehobene Erde mit Kompost oder Dünger anzureichern, um dem jungen Strauch beste Startmöglichkeiten zu geben. Ein weiterer bedeutsamer Aspekt bei der Neupflanzung ist die ausreichende Wasserversorgung. Direkt bei der Pflanzung wird deshalb der Strauch kräftig mit Wasser eingeschlämmt und auch nach der Pflanzung, bis sich der Strauch richtig etabliert hat, ist es wichtig, regelmäßig zu gießen. Bei Pflanzungen im Herbst besorgen stetige Niederschläge dies meist von selbst, bei Trockenheit sollte jedoch einen Monat lang regelmäßig nach Bedarf gewässert werden. Bei trockenen Standorten können Sie zusätzlich eine Mulchschicht aus Laub, Grasschnitt oder Rindenmulch anlegen. Damit wird die Feuchtigkeit besser im Boden gehalten, da durch die Mulchauflage die Verdunstung verringert wird.

Pflanzen können Sie prinzipiell das ganze Jahr über, jedoch kommt es darauf an, ob Sie Containerware oder Ballenware gekauft haben. Containerware ist ganzjährig pflanzbar, während bei Ballenware Frühling oder Herbst die idealen Zeiträume sind. Bei Containerware ist es außerdem wichtig, vor dem Pflanzen die Wurzeln leicht anzureißen, da somit die Verzweigung gefördert wird. Vergessen Sie beim Einpflanzen aber besser nicht, feste Gartenhandschuhe zu tragen, da Sie sonst schnell von den spitzen Dornen verletzt werden können.

Berberitzen-Blätter und -Früchte
Die Früchte der Großblättrigen Berberitze leuchten in einem schönen Blau [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Tipp: Entfernen Sie vor dem Auspflanzen bereits unerwünschte Pflanzen in nächster Umgebung. Wachsen diese nämlich in den dornigen Strauch hinein, kann das Entfernen eine pieksige Angelegenheit werden.

Berberitzen-Hecke pflegen: Besonderheiten in der Pflege

Da es sich bei dem dornigen Strauch um eine recht anspruchslose Pflanze handelt, lässt sich die Pflege in wenigen Zeilen zusammenfassen. Ist direkt nach der Neupflanzung regelmäßiges Gießen noch essentiell, so muss der Strauch später nur bei langanhaltenden Trockenphasen zusätzlich gegossen werden. Für die perfekte Nährstoffversorgung bietet es sich an, im Frühjahr eine kleine Gabe Kompost oder vornehmlich einen organischen Dünger wie unseren Plantura Bio-Universaldünger einzuarbeiten. Dieser versorgt Ihren Zierstrauch langfristig mit allen wichtigen Nährstoffen – und das ganz ohne tierische Inhaltsstoffe wie Schlachtabfälle oder Hornmehl.

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Wie oft Sie Ihre Hecke schneiden müssen, hängt davon ab, ob Sie eine Schnitthecke oder eine naturnahe Hecke bevorzugen. Naturnahe Hecken bieten einen höheren ökologischen Wert und müssen nur alle zwei bis drei Jahre verjüngt werden. Dabei werden alte sowie störende Äste bis auf Bodenhöhe zurückgeschnitten. Schnitthecken werden ein- bis zweimal im Jahr gestutzt, damit sie ihre Form behalten. Der Rückschnitt erfolgt hier zwischen Oktober und März. Es ist wichtig, diesen Zeitraum einzuhalten, um beispielsweise brütende Tiere nicht zu stören.

Rotkehlchen auf Berberitzen-Zweig sitzend
Naturnahe Hecken haben einen hohen ökologischen Wert [Foto: Olexandr Reznikov/ Shutterstock.com]

Tipp: Achten Sie darauf, dass sich die Hecke von der Basis zur Krone um wenige Zentimeter verjüngt. Diese minimale Trapezform schützt sie beispielsweise vor Wind- und Schneedruck.

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