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Buchsbaum pflegen: Experten-Tipps zu allen Maßnahmen

Eigentlich ist der Buchsbaum recht pflegeleicht. Schon ein bisschen Dünger und Pflege reichen aus, um die immergrüne Pracht genießen zu können.

Buchsbaum nah

Mit etwas Wissen gelingt die optimale Pflege der immergrünen Buchsbäume [Foto: HANA/ Shutterstock.com]

Der Buchsbaum (Buxus) ist prinzipiell ein unkompliziertes Ziergehölz. Bei der Pflege gibt es aufgrund seiner Besonderheiten dennoch einiges zu beachten. Für sein immergrünes Laub und sehr hartes, hochwertiges Holz benötigt der Buchs trotz seines langsamen Wuchses eine gute Nährstoffversorgung durch einen Dünger. Sein Wasserbedarf will auch im Winter gedeckt sein, ein regelmäßiger Rückschnitt garantiert zudem eine kompakte und dichte Wuchsform. Nicht zuletzt gilt es, die möglichen Krankheiten und Schädlinge des Buchses zu erkennen und diese einzudämmen. Wie genau Sie bei all dem vorgehen sollten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Buchsbaum pflegen

Wenn wir dem Buchs die richtige Pflege angedeihen lassen, wird er es uns mit Gesundheit und dunkelgrünem Laub danken. Dabei gilt es ein paar einfache Regeln zu beachten, die wir im Folgenden für Sie zusammengestellt haben.

Buchsbaum düngen

Generell ist es völlig ausreichend, seinen Buchsbaum zweimal im Jahr mit Dünger zu versorgen. Dabei sollte im Frühjahr ab Beginn der Wachstumsperiode im April stickstoffbetont gedüngt werden. Im Herbst sollte man dann zu einem eher kaliumbasierten Dünger greifen, um den Buchs auf den Winter und die kalten Temperaturen vorzubereiten. Optimal sind hier Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie unser Plantura Bio-Universaldünger. Aufgrund ihrer Granulatform kann dieser einfach in den Boden eingearbeitet werden, liefert langfristig Nährstoffe und ist zudem völlig unbedenklich für Mensch und Tier.

In der Regel reicht es, den Buchsbaum zweimal im Jahr zu düngen

Genauere Informationen zum Düngen Ihres Buchsbaums können Sie auch hier in unserem Spezialartikel finden.

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Buchsbaum gießen

Mit kurzen Trockenepisoden kommt der Buchsbaum durchaus zurecht. Zu lange sollte die Dürre jedoch nicht anhalten, denn der Buchs fühlt sich auf frischen Böden am wohlsten. Die vielen kleinen Blätter eines Buchsbaumes bilden zudem insgesamt eine große Verdunstungsoberfläche. Oberstes Gebot beim Gießen ist, die oberirdischen Teile der Pflanze trockenzuhalten, denn Feuchtigkeit auf den Blättern bereitet den Nährboden für einige Krankheitserreger, und der dichte Wuchs bei Bäumen mit Formschnitt bewirkt, dass das Laub schlechter trocknet. Als immergrüne Pflanze benötigt der Buchs auch im Winter Wasser.

Buchsbaum schneiden

Das Bild von akkurat geschnittenen Buchsbäumen in geometrischen Formen ist in unseren Köpfen so fest verankert, dass wir ein wildes Exemplar im Wald auf den ersten Blick womöglich gar nicht gleich erkennen würden – so anders ist der natürliche Habitus. Dass derartig strenge Schnitte so beliebt sind, liegt wohl in einer Eigenart der menschlichen Wahrnehmung begründet: Regelmäßigkeit erfreut unser Auge. Wir suchen hierbei nach sich wiederholenden Mustern, die helfen, unsere Eindrücke zu ordnen. Unser Spezialartikel hilft Ihnen dabei, sich Ihren Buchsbaum im Garten selbst zurechtzustutzen.

Buchs schneiden mit Buchsbaumschere

Mit speziellen Buchsbaumscheren gelingt Ihnen der Feinschliff beim Schneiden des Buchsbaums [Foto: Ralf Geithe/ Shutterstock.com]

Kurzübersicht Buchsbaum schneiden:

  • Geschnitten wird in der Wachstumsperiode von April bis September, im besten Fall bei trockener und bewölkter Witterung
  • Das verwendete Gerät sollte sehr scharf sein, um die Blätter nicht zu quetschen und braune Ränder zu vermeiden. Elektrische oder händische Heckenscheren eignen sich für die gröberen Arbeiten, für den Feinschliff gibt es auch spezielle Buchsbaumscheren
  • Man unterscheidet hierbei zwischen drei Arten des Schnittes: Rückschnitt, Formschnitt und Pflegeschnitt
  • Während der Rückschnitt im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb erfolgt und bis in den verholzten Teil reicht, um grundlegende Formkorrekturen vorzunehmen, wird ab April beim Formschnitt noch einmal feiner nachkorrigiert
  • Pflegeschnitte können ab da alle vier Wochen erfolgen und erhalten die gewünschte Form, neue Triebe werden gekürzt
  • Für eine perfekte Umsetzung von geometrischen Formen können Sie auch Schablonen aus Karton und Lotschnüre zu Hilfe nehmen

Buchsbaum überwintern

Der Buchsbaum ist zwar winterhart, benötigt aber dennoch eine fachgerechte Zuwendung und Schutz in der kalten Jahreszeit. Als eines der wenigen wirklich immergrünen Laubgehölze, die bei uns heimisch sind, erfreut uns der Buchs ganzjährig mit seinen glänzend dunkelgrünen Blättern. Die Krux dabei ist, dass er ganzjährig Photosynthese betreibt und damit auch Wasser verdunstet. Das macht den Buchs, dessen Wurzelwachstum sogar vorrangig in der kalten Jahreszeit stattfindet, anfällig für Austrocknung. Die meisten Schäden, die im Winter entstehen, sind dementsprechend keine Erfrierungen, sondern Trockenschäden. Der Buchs sollte daher bei frostfreier Witterung regelmäßig gegossen werden.

Buchs mit Schnee bedeckt

Die kalte Jahreszeit macht den Buchsbaum anfällig für Austrocknung [Foto: Roman Kyryliuk/ Shutterstock.com]

In der Gartenerde wurzelnde Buchsbäume sind durch den Boden wie durch einen Puffer vor Frost geschützt. Doch viele Buchsbäumchen leben im Topf – für sie ist ein Wintermantel aus Vlies und Jute ratsam, denn die Wurzeln neigen dazu, raumgreifend am äußersten Rand des Pflanzgefäßes entlang zu wachsen, wo sie großen Temperaturschwankungen andernfalls schutzlos ausgeliefert wären. Zusätzlich können Sie die offene Topferde mit Tannenzweigen abdecken und den Topf vor der direkten Kälte von unten schützen, indem Sie eine isolierende Schicht aus Holzbrettern darunter platzieren. Gibt es einen Innen- und Außentopf, kann zwischen den beiden ein Bett aus Holzwolle gebaut werden. Auch ein eigenes „Winterquartier“ kann bei der Überwinterung helfen: An einem schattigen und windgeschützten Standort im Freien verringert sich der Wasserverlust.

Buchsbaum: Häufige Krankheiten und Schädlinge

Die gefürchtetsten Krankheiten und Schädlinge des Buchsbaumes sind jene, die erst vor relativ kurzer Zeit eingeschleppt wurden. Durch fachgerechte Pflege können Sie dem Befall oft vorbeugen und so den Einsatz von Pestiziden minimieren.

Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist der prominenteste Schädling. Er stammt aus China, frisst unentdeckt ganze Hecken kahl und wurde bis vor einigen Jahren von der heimischen Fauna als Mahlzeit verschmäht. Mittlerweile lässt sich aber beobachten, dass vor allem Sperlinge gezielt auf der Suche nach den kleinen grünen Raupen sind und so die Gefahr in Schach halten. Vorbeugung ist das beste Mittel bei der Bekämpfung des Zünslers. Regelmäßige Sichtkontrollen ab Mitte März helfen dabei, die Vermehrung des Falters mit dem kurzen Reproduktionszyklus im Frühstadium zu unterbinden. Dafür stehen mehrere biologische Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Buchsbaumzünslers empfehlen wir unser Plantura Zünslerfrei XenTari®, ein biologisches Spritzmittel, das nicht-bienengefährlich und nützlingsschonend ist. Weitere Informationen zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers finden Sie hier.

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Buchsbaumzünsler auf einem Buchsbaumzweig

Regelmäßige Kontrollen ab Mitte März helfen, dem Buchsbaumzünsler frühzeitig beizukommen [Foto: FCerez/ Shutterstock.com]

Das Buchbaum-Triebsterben (Cylindrocladium buxicola) ist ein aggressiver Pilz, der seit 2004 in Mitteleuropa ganzen Buchsbeständen den Garaus macht. Orangefarbene bis braunschwarze Flecken an den Blättern und schwarze Streifen an den Trieben kündigen den baldigen totalen Laubfall an. Ein Fungizid mit dem Namen Tebuconazol wirkt gegen den Pilz, ist allerdings auch schädlich für viele Nützlinge. Wirksame biologische und natürliche Hausmittel gibt es nicht – mit einer Ausnahme: Seit einiger Zeit scheint die Behandlung mit Algenkalk Erfolge zu zeigen. Eine vorbeugende Pflege bleibt jedoch die wichtigste Maßnahme: Es gilt, bei der Wahl einer robusten Sorte und eines windexponierten, lichten Standortes anzusetzen. Das Laub sollte beim Gießen nicht benetzt werden und Schnittmaßnahmen sollten ausnahmslos bei trockenen Blättern durchgeführt werden. Mehr über die Bekämpfung des Triebsterbens können Sie hier nachlesen.

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