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Christrosen im Topf: Alles zum richtigen Pflanzen & Pflegen im Kübel

Christrosen machen sich auch im Kübel gut. Hier erfahren Sie, was Sie beim Pflanzen und Pflegen von Christrosen im Topf besonders beachten müssen.

Weiße Christrosen in braunem Korbtopf
Christrosen sind pflegeleicht und lassen sich wunderbar im Topf oder Kübel kultivieren [Foto: Natalia Greeske/ Shutterstock.com]

Wenn kein eigener Garten zur Verfügung steht, können Christrosen (Helleborus niger) auch wunderbar in einen Topf gepflanzt werden. Die Winterkönigin unter den Blumen öffnet ihre Blüten, wenn viele andere Pflanzen sich gerade in Winterruhe befinden. Der Kälte trotzen die Christrosen ohne Probleme, ein Standort an einem halbschattigen, geschützten Platz auf dem Balkon oder der Terrasse ist ideal. Ob groß oder klein, weiß oder rot – Christrosen gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen. Haben Sie sich für ein Exemplar entschieden, gilt es, die Christrose so rasch wie möglich einzupflanzen. Trotz der großen Robustheit der Pflanze sollten Sie sich von da an gut um Ihren Liebling kümmern, denn nur wenn sich Ihre Christrose rundum wohlfühlt, wird sie Sie mit vielen Blüten erfreuen.

Christrosen im Topf

Welche Christrosen-Sorten sich für die Pflanzung in einen Topf eignen und wie Sie beim Pflanzen am besten vorgehen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel. Außerdem haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte zur Pflege der Schneerosen – wie sie auch genannt werden – zusammengefasst.

Geeignete Christrosen-Sorten für den Topf

Es gibt rund 20 verschiedene Helleborus-Arten, die oft fälschlicherweise alle als Christrosen bezeichnet werden. Sehr bekannt sind beispielsweise die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis) und die „echte“ Christrose (Helleborus niger), die wie einige andere Arten auch in Europa wildwachsend zu finden sind. Da es allerdings nur noch wenige Exemplare gibt, stehen diese meist unter besonderem Schutz. Glücklicherweise gibt es heute aber auch eine große Auswahl an verschiedenen Christrosen-Sorten, die Sie zur Kultivierung erwerben können. Hier haben wir eine kleine Auswahl an Christrosen für Sie vorbereitet, die sich für die Kübelpflanzung eignen:

  • Helleborus niger ‘HGC Joel’: Leuchtend weiße Blüten; blüht ab Dezember; kompakter, mittelstarker Wuchs; bis zu 20 cm hoch; für halbschattige und schattige Standorte geeignet
  • Helleborus niger ‘Double Fashion’: Weiße, gefüllte Blüten; blüht von Dezember bis April; erreicht Wuchshöhen von etwa 20 cm; für sonnige und halbschattige Standorte geeignet; sehr gut winterfest
Christrose mit roter Blüte
Einige Helleborus-Sorten bilden leuchtend rote Blüten aus [Foto: nnattalli/ Shutterstock.com]
  • Helleborus niger ‘HGC Jacob’: Weiße Blüten; blüht von November bis Februar; kräftig und standfest; mittelstarker Wuchs; wird etwa 20 cm hoch; für halbschattige und schattige Standorte geeignen
  • Helleborus niger ‘Praecox’: Frühblühende Sorte; weiße, schalenförmige Blüten; blüht von November bis Dezember; ausladender Wuchs; wird etwa 25 cm hoch; bevorzugt halbschattige Standorte
  • Helleborus niger ‘HGC Jericho’: Große, weiße Blüten; blüht ab Dezember; dunkelgrünes Laub; ausladender Wuchs; wird etwa 25 bis 30 cm hoch; für halbschattige Standorte geeignet

Tipp vom Profi: Christrosen können auch wunderbar mit anderen Frühlingsblühern wie zum Beispiel Schneeglöckchen (Galanthus) kombiniert werden.

Christrosen im Topf pflanzen

Damit Ihre Christrose im Topf gut gedeiht, sind bereits beim Pflanzen einige Aspekte zu beachten. Christrosen sind Tiefwurzler, weshalb Sie für Ihren Liebling ein ausreichend großes Pflanzgefäß auswählen sollten. Eine kleine Öffnung am Boden sorgt außerdem dafür, dass überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Füllen Sie daher auch zuallererst eine Drainageschicht aus Tonscherben, Splitt oder Blähton in den Topf, um Staunässe zu vermeiden. Als Substrat eignet sich gute Blumenerde auf Kompostbasis, die Sie in jedem Gartencenter erhalten. Um sie durchlässiger zu machen, können Sie die Erde gegebenenfalls mit etwas Sand oder einer Handvoll Vitalkalk anreichern. Geben Sie etwas Erde in den Topf, formen Sie ein Pflanzloch und setzen Sie die Christrose mittig ein. Füllen Sie anschließend mit dem Substrat auf und gießen Sie gut an, damit sich die Erde setzen kann.

Zwei Christrosen in Töpfen im Garten
Achten Sie darauf, dass Ihre Christrosen ausreichend Platz im Pflanzgefäß haben [Foto: Natalia Greeske/ Shutterstock.com]

Als Standort eignet sich ein halbschattiges Plätzchen auf dem Balkon oder der Terrasse wunderbar. Wenn kleine Kinder oder Tiere in Ihrem Haushalt leben, sollte die Christrose allerdings außer Reichweite gestellt werden, da alle Teile der Pflanze giftig sind. Weitere Informationen zur richtigen Standortwahl für Christrosen finden Sie hier. Über die Giftigkeit der Christrosen können Sie sich zudem hier informieren.

Wie pflanzt man Christrosen im Topf richtig?

  1. Ausreichend großen Topf oder Kübel auswählen
  2. Drainageschicht einbringen
  3. Substrat gegebenenfalls mit Sand mischen
  4. Christrose einsetzen
  5. Mit Substrat auffüllen
  6. Gut angießen

Tipp vom Profi: Tragen Sie beim Pflanzen von Christrosen unbedingt Handschuhe. Austretende Pflanzensäfte des giftigen Hahnenfußgewächses (Ranunculaceae) könnten sonst zu Hautreizungen führen.

Christrosen im Topf pflegen: Darauf sollten Sie achten

Damit Ihre Christrose im Topf gut anwächst und sich auch auf Dauer wohlfühlt, sollten Sie sich gut um Ihren Liebling kümmern. Folgende Aspekte sind bei der Pflege Ihrer Christrose besonders zu beachten:

Christrosen im Topf gießen

Gießen Sie Ihre Christrosen regelmäßig, damit sie nicht austrocknet. Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Auch im Winter sollte an frostfreien Tagen regelmäßig gegossen und gegebenenfalls eine Mulchschicht aus Laub oder Kompost aufgebracht werden, um Feuchtigkeitsunterschiede so gut es geht zu vermeiden. Bei Minusgraden wirken die Blüten manchmal „schlapp“. Dies liegt allerdings nicht an Wassermangel, sondern stellt eine Schutzreaktion der Pflanze dar. Die Christrose entzieht den Leitungsbahnen Wasser, damit der Frost sie nicht sprengt. Wenn die Temperaturen ansteigen, richtet sich die Pflanze von selbst wieder auf und blüht weiter.


Christrosen im Topf düngen

Damit Ihre Christrose viele Blüten hervorbringt, können Sie bereits beim Einpflanzen etwas Dünger in das Substrat mit einarbeiten. Greifen Sie hierfür am besten auf einen Dünger in Bioqualität mit organischer Langzeitwirkung – wie beispielsweise unseren Plantura Bio-Blumendünger – zurück. Dieser wird langsam zersetzt und gibt die Nährstoffe nach und nach für die Pflanze frei.

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Christrosen im Topf überwintern

Damit der Wurzelballen der Christrose in den kalten Wintermonaten nicht durchfriert, sollten Sie den Topf in dieser Zeit am besten mit einer Luftpolsterfolie oder einem Jutesack umwickeln. Wenn Sie das Pflanzgefäß auf eine Holz- oder Styroporplatte stellen, ist die Christrose auch von unten vor Kälte geschützt. Im Frühjahr können Sie die verwelkten Blüten, sofern Sie keine Samen ernten möchten, nach und nach abschneiden. Das Laub wird so lange belassen, bis es restlos verdorrt ist.

Tipp vom Profi: Wenn Sie Christrosen im Haus kultivieren möchten, sollten Sie einen hellen, kühlen Platz mit einer Raumtemperatur von 10 bis 15 °C auswählen. Ein Stellplatz im beheizten Wohnzimmer ist für Christrosen hingegen nicht geeignet.

Ausführliche Informationen zum Thema „Christrosen pflegen“ finden Sie in unserem Spezial-Artikel.

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