skip to Main Content

Clematis pflegen: Experten-Tipps zum Gießen, Schneiden & Düngen

Damit Clematis ihre volle Blütenpracht entfalten, kommt es auf die richtige Pflege an. Wir geben Ihnen wertvolle Tipps zum Gießen, Schneiden und Düngen.

pink clematis montana rubens an Holzzaun
Für solch eine Blütenpracht braucht die Clematis die richtige Pflege [Foto: Carol Blaker/ Shutterstock.com]

Clematis gelten als perfekte Pflanze zur Begrünung eines Zauns oder einer Hausfassade – und präsentieren nebenbei auch noch ihre üppige und überaus schöne Blüte. Obwohl die beliebte Kletterpflanze als recht anspruchslos gilt, sollten Sie bei der Pflege des Hahnenfußgewächses (Ranunculaceae) einige Aspekte beherzigen. Wir zeigen, was Sie vom Gießen bis zum Düngen alles wissen sollten.

Clematis sorgen mit ihren grazil beblätterten Ranken und den bunten Blüten für Freude beim Betreten des heimischen Gartens oder Balkons. Damit diese Freude auch lang über den Pflanzzeitpunkt hinaus erhalten bleibt, sollten Sie Ihrer Clematis jedoch ein wenig Zuwendung zukommen lassen. So gilt es, bei der Pflege Ihrer Clematis eine gekonnte Balance hinsichtlich der Wasserzufuhr zu finden, für ausreichend Nährstoffe zu sorgen und ab und an die Gartenschere zu zücken. Deshalb erfahren Sie in diesem Artikel wie man eine Clematis fachmännisch gießt, düngt und beschneidet. Gelingt dann noch die Überwinterung, können Sie sich über Jahrzehnte an Ihrer Clematis erfreuen.

Clematis richtig gießen

Das Gießen Ihrer Clematis ist generell recht unkompliziert, wird aber bei den durstigen Kletterpflanzen gerade im Sommer sehr oft nötig. Die Pflanzen mögen ein ständig feuchtes Bodenmilieu und sollten daher regelmäßig Wasser erhalten. Insbesondere bei der Kultivierung im Kübel müssen Sie deshalb öfter einmal zur Gießkanne greifen, denn bei dieser Variante kann das Wasser schlechter gehalten werden. Der Gießbedarf ist hier dementsprechend noch höher als im Beet. Ein übermäßiges Gießen sollten Sie dennoch vermeiden, damit keine Staunässe auftritt und es nicht zur Fäule kommt. Gießen Sie Ihre Clematis daher, sobald das Substrat oberflächlich auch nur leicht ausgetrocknet ist. Lassen Sie sie allerdings nie im Wasser stehen und vermeiden Sie ebenfalls das Benetzen der Ranken mit Gießwasser. Und selbst im Winter sollten Sie Ihre Clematis bei Trockenheit an frostfreien Tagen mit Wasser versorgen.

Zusammenfassung Clematis richtig gießen:

  • Hoher Wasserbedarf – im Topf höher als im Beet
  • Ständig feucht halten, aber Staunässe vermeiden
  • Gießen, sobald Substrat oberflächlich leicht ausgetrocknet ist
  • Im Winter bei Trockenheit an frostfreien Tagen gießen

Clematis mit Rankhilfe hochbinden

Die meisten Clematisarten sind wahre Kletterkünstler und erreichen bisweilen Höhen von zehn Metern oder mehr. Es ist daher besonders wichtig, früh genug für eine geeignete Rankhilfe zu sorgen. Die Auswahl der optimalen Rankhilfe richtet sich stets nach der Wuchshöhe der jeweiligen Clematisart: Für niedrig wachsende Clematisarten wie Clematis alpina bietet sich ein Spalier an, an dem sich die Pflanze festhalten kann. Für höherwachsende Arten und Sorten können Sie zur Fixierung entweder ein Seil oder ein Ranknetz verwenden, das mehrere Meter nach oben reicht.

Violette Clematis Rankhilfe aus Holz
Die Auswahl der optimalen Rankhilfe richtet sich stets nach der Wuchshöhe der jeweiligen Clematisart [Foto: StevenRussellSmithPhotos/ Shutterstock.com]

Clematis düngen

Clematis kombinieren Triebwuchs und Blütenbildung in ungeahnten Maßen. Dementsprechend umfangreich ist ihr Bedürfnis nach einer zusätzlichen Düngung in der Wachstumsphase von März bis August. Zu dieser Zeit brauchen die rankenden Schönheiten besonders viel Phosphat für die Blüte und Kalium, um die neu gebildeten Triebe für den Winter zu stärken. Für die Düngung einer Clematis eignen sich daher folgende Mittel besonders gut:

  • Reifer Kompost oder Mist in Kombination mit einer Beinwelljauche
  • Blumendünger mit hohem Kalium- und Phosphatanteil

Unser Plantura Bio-Blumendünger bietet nicht nur Phosphat und extra viel Kalium. Er ist zudem fast ausschließlich aus organischen Materialien zusammengestellt. Dies bietet im Vergleich zu mineralischen Düngern viele Vorteile. So werden organische Dünger ressourcensparender hergestellt, sind ungefährlich für Kinder und Tiere, waschen sich nicht so schnell aus dem Boden aus und unterstützen ein gesundes Bodenleben. Dazu kommt noch die Langzeitwirkung dieser Düngemittel. Während Sie beim Mineraldünger alle zwei Wochen zum Dünger greifen müssen, werden organische Langzeitdünger nur zwei bis drei Mal im Jahr ausgebracht. Wie und wie oft Sie die verschiedenen Düngevarianten ausbringen und wie Sie Ihre Clematis düngen sollten, erfahren Sie in unserem Spezial-Artikel.

Clematis mit Plantura Bio-Blumendünger
Unser Plantura Bio-Blumendünger mit Langzeitwirkung versorgt die Clematis optimal mit Nährstoffen und fördert ein gesundes Bodenleben

Zusammenfassung Clematis düngen:

  • Pflegedüngung von März bis August
  • Langzeitdünger: Zwei bis drei Mal jährlich
  • Mineralische Dünger: Alle zwei Wochen im Gießwasser
  • Am besten überwiegend organische Dünger mit viel Kalium und Phosphat wie unseren Plantura Bio-Blumendünger verwenden
Plantura Bio-Blumendünger
Plantura Bio-Blumendünger
Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
€14,99
inkl.MwSt.

Clematis schneiden

Mit einem jährlichen Schnitt sorgen Sie dafür, dass Ihre Clematis zu einer gut verzweigten und gesunden Pflanze heranwächst. Dabei ist der Schnittzeitpunkt abhängig von der jeweiligen Clematisart. Eine grobe Richtlinie bietet dabei jedoch die Blütezeit. Frühblühende Clematis und mehrfach blühende Hybride sollten Sie nach der Blüte im Frühjahr schneiden. Bei sommerblühenden Arten wird nach der Blüte im frühen Winter zur Schere gegriffen. Die Triebe werden dabei auf gut 20 bis 30 Zentimeter eingekürzt. Auf diese Weise sprießen besonders viele neue Triebe. Auch Folgendes ist beim Schneiden zu beachten:

  • Ein Auslichten wird nötig, wenn nicht mehr genug Licht ins Innere fallen kann
  • Ein Verjüngungsschnitt etwa alle vier Jahre oder bei verkahlten Pflanzen durchführen
  • Schnitt nach der ersten Blüte bei mehrmals blühenden Hybriden zur Unterstützung der zweiten Blüte durchführen

Mehr zum perfekten Schnitt Ihrer Clematis können Sie in unserem Spezial-Artikel nachlesen.

Zusammenfassung Clematis schneiden:

  • Jährlicher Rückschnitt auf 20 bis 30 cm
  • Frühblühende und mehrfach blühende Sorten nach der Blüte im Frühjahr schneiden
  • Sommerblühende Sorten nach der Blüte im frühen Winter schneiden

Clematis überwintern

Was das Thema Überwinterung angeht, sollten Sie unbedingt wissen, was für eine Clematis Sie Ihr Eigen nennen, denn es gibt vollständig winterharte Clematis – wie die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) –, die sich wunderbar für die Auspflanzung ins Beet eignen, denn diese können auch im Winter im Beet verweilen. Achten Sie allerdings schon bei der Pflanzung darauf, einen möglichst geschützten Standort zu wählen. Nicht winterharte Clematis benötigen hingegen ein geschütztes Winterquartier. Pflanzen Sie diese am besten gleich in einen Kübel. So ist es einfacher, die Clematis gegen September/Oktober direkt ins Winterquartier zu stellen. Hier sollten die Pflanzen den Winter über dann bei 0 bis 10 °C stehen. Gegossen wird nur so, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet. Immergrüne Clematis brauchen außerdem auch im Winter etwas Licht. Ansonsten können die Pflanzen dunkel stehen. Auch im Freiland sollten Sie Ihrer Clematis dabei helfen, auch besonders harte Frostperioden zu überstehen. Decken Sie den Wurzelbereich über den Winter einfach mit einer Schicht aus Reisig ab. Auf diese Weise sorgen Sie für eine isolierende Schicht, die gleichzeitig vor der Verdunstung von Wasser schützt. Überwintern Sie Ihre winterharte Clematis draußen im Topf an einer geschützten Stelle, sollten Sie die Pflanze samt Topf zusätzlich mit einem luftdurchlässigen Vlies oder einer Schilfmatte umwickeln und auf eine hölzerne Unterlage stellen. Andernfalls droht ein Durchfrieren des Topfes.

Clematis Alpina mit Schnee
Bei der Alpen-Waldrebe handelt es sich um eine vollständig winterharte Clematis [Foto: moglimoglzahn/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Clematis überwintern:

  • Winterharte Clematis im Beet: Wurzelbereich mit Reisig abdecken
  • Winterharte Clematis im Topf: Geschützten Platz auswählen, Wurzelbereich mit Reisig abdecken, Ummanteln mit Vlies oder Schilfmatte
  • Nicht winterharte Clematis: Im Topf im frostfreien Winterquartier überwintern
Erhalten Sie unsere Garten-Post

Jetzt für unsere kostenlose Garten-Post anmelden und tolle Garten-Tipps sowie Inspirationen regelmäßig ins Email-Postfach bekommen.

Back To Top