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Clematis vermehren: Anleitung & Tipps

Clematis können Sie erfolgreich und einfach selbst vermehren. Doch was ist zu beachten und wie geht man am besten beim Vermehren von Clematis vor?

Rosa Clematis an Holzzaun

Clematis können Sie mit wenigen Tricks auch selbst vermehren [Foto: Werner Spiess/ Shutterstock.com]

Clematis gehören zu den beliebtesten Kletterpflanzen und punkten jedes Jahr mit ihrer reichen und schönen Blüte. Statt sich eine neue Clematis im Gartencenter zu kaufen, lässt sich das blütenreiche Hahnenfußgewächs (Ranunculaceae) allerdings auch problemlos zu Hause vermehren. Wir zeigen, wie Sie innerhalb kürzester Zeit Ihre eigene kleine Clematispflanze heranziehen können.

Clematis durch Stecklinge vermehren

Die wohl unkomplizierteste Art der Vermehrung bei Pflanzen ist das Ziehen von Stecklingen. Es handelt sich dabei um eine vegetative Vermehrung, bei der aus einem abgeschnittenen Zweig genetisch betrachtet dieselbe Pflanze hervorgeht. Bei dieser Methode sind die Erfolgschancen recht groß, es sollten sicherheitshalber trotzdem immer mehrere Stecklinge gleichzeitig gezogen werden. Gehen Sie dafür wie folgt vor.

Clematisstecklinge: Wie und wann schneiden?

Die ideale Zeit zur Stecklingsvermehrung bei der Clematis ist die Zeit der Blüte, in der die Pflanze besonders viel Energie hat. Verwenden Sie für das Schneiden von Stecklingen einen Trieb aus der Mitte der Pflanze und schneiden ihn bei einer Länge von circa 15 cm ab. Optimalerweise befindet sich am unteren Ende des abgeschnittenen Triebs mindestens ein Auge, das später bei der Wurzelbildung relevant ist.

Clematis schneiden mit Gartenschere 3

Schneiden Sie im Sommer einen circa 15 cm langen Zweig von der Clematis ab und entfernen Sie das Laub am unteren Ende [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Clematisstecklinge: Richtig pflegen

Nach dem Schneiden sollten Sie zunächst am unteren Teil des Triebes alle Blätter entfernen, damit diese nicht im Substrat landen. Pflanzen Sie anschließend den Steckling in Anzuchterde ein, sodass sich der Großteil des Zweiges unter der Erde befindet. Eine lichtdurchlässige Haube sorgt während der Wurzelbildung für ein humides und warmes Klima. Halten Sie das Substrat stets feucht und warten Sie einige Wochen ab, bis sich neue Wurzeln gebildet haben.

Kleiner Tipp: Die Anwendung von Bewurzelungspulver vor dem Einpflanzen hilft, die Wurzelbildung zu beschleunigen.

Clematis aussäen und vermehren

Wer einen langen Atem hat, kann es neben der Stecklingsaufzucht auch mit der Aussaat von Clematissamen versuchen. Die Anzucht kann allerdings länger als ein Jahr dauern und erfordert mitunter viel Aufwand. Säen Sie zur Anzucht die Samen in Anzuchterde aus und bedecken diese nur leicht mit Substrat. Die Töpfchen sollten stets feucht gehalten und mit einer lichtdurchlässigen Abdeckung versehen werden, um ein geeignetes Klima unter der Haube zu erzeugen. Lüften Sie trotzdem von Zeit zu Zeit durch, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt. Für die Keimung ist das Aussetzen von Frost während des Winters wichtig, dazu sollten die Töpfe den Winter über in der Kälte gelassen werden. Mit ein wenig Geduld sprießen nach einer langen Wartezeit die ersten Pflänzchen und Sie können sich über Ihre eigenen Clematis freuen.

Clematis Samen

Wer einen langen Atem hat, kann sich auch in der Aussaat von Clematissamen versuchen [Foto: kalmukanin/ Shutterstock.com]

Folgende Produkte sorgen für eine erfolgreiche Anzucht:
  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • Zimmergewächshaus: Mini-Gewächshaus mit wasserdichter Plastikwanne und durchsichtiger Abdeckhaube.
  • Anzuchttöpfe: Aus natürlichem Torf mit Spurennährstoffen für ein kontrolliertes Wachstum der Sämlinge.

Leo

Ich bin Student der Geographie und außerdem Hobbybotaniker. Deshalb stecke ich viel Zeit in meinen eigenen Nutzgarten, in dem ich mit viel Erfolg verschiedene Gemüsesorten anbaue. Dabei ist mir ein nachhaltiger und ökologischer Anbau im Einklang mit dem Naturschutz sehr wichtig.
Lieblingsobst: Feigen
Lieblingsgemüse: Aubergine und verschiedene Kohlsorten

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