skip to Main Content

Geranien Pflege: Schneiden, Gießen & Düngen

Geranien überzeugen durch farbenfrohe Blüten. Durch die richtige Pflege (schneiden, gießen, düngen) lassen sich Krankheiten vermeiden.

Pelargonien (Pelargonium, auch Geranien) gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Die meisten der ca. 250  Wildarten sind in Südafrika beheimatet, kamen aber schon im frühen 16. Jahrhundert nach Europa. Fälschlicherweise wurden sie damals in die Gattung Geranium eingeordnet. Pelargonium und Geranium unterscheiden sich jedoch im Blütenaufbau. Diesem taxonomischen Fauxpas verdanken Pelargonien ihre volksmundliche Bezeichnung als Geranie.

Seit ihrem Erfolgseinzug in Europa wurde die Geranie als solche nicht nur linguistisch etabliert. Es entstehen durch intensive Züchtung auch immer neue Farbvarianten. Die Blüten der vielzähligen Sorten erstrahlen von Mai bis zum ersten Frost in einem attraktiven Farbenspektrum von Weiß über Rot bis hin zum Violetten. Doch nicht nur ihre Optik lässt sie zu einer der beliebtesten Beet- und Balkonpflanzen der Deutschen werden.

Geranie hängend rot

Bewundern Sie das dichte Blütenmeer [Foto: iStock.com/Shaiith]

Sie sind wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge, können auch mal austrocknen und lassen sich sehr leicht vermehren sowie überwintern. Im Sommer kann man deshalb auf fast jedem Balkon die bunte Farbenvielfalt ihrer Blütenteppiche betrachten. Doch damit der eigene Balkon, wie die der typisch oberbayrischen Holzhütten, in einem Meer von Blüten erstrahlt, muss die Pflege stimmen.

Geranien düngen: Geraniendünger für die Blütenpracht

Gerade in der Wachstumsphase brauchen Geranien viele Nährstoffe. Damit die heranwachsenden Pflänzchen direkt bei den ersten Sonnenstrahlen anfangen können zu wuchern, sollte direkt beim Pflanzen auf eine ausreichende Düngung der Blumenerde geachtet werden. Lassen die Nährstoffgehalte des Substrates zu wünschen übrig, kann direkt beim Einpflanzen der Geranien ein Langzeit-Balkonblumen-Dünger verwendet werden.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Floragard Balkon- & Geranienerde: Spezialerde zum Pflanzen von Geranien und anderen anspruchsvollen Balkonpflanzen. Die Bio-Dünger Flora-Bio-Mix und Flora-Phyto-Mix sorgen für ein gesundes Pflanzenwachstum und schnelle Nährstoffversorgung.
  • Floragard Blumenerde: Allround-Erde für Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen. Aqua-Plus® sorgt für eine optimale Wasseraufnahme. Optimale Nährstoffversorgung für kräftige und vitale Pflanzen mit prachtvollen Blüten.
  • Plantura Bio Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.

Was Sie noch beim Pflanzen Ihrer Geranien beachten müssen und welches Substrat Sie am besten verwenden, können Sie hier in Erfahrung bringen.  Drei bis vier Wochen nach der Pflanzung sollten Sie regelmäßig  alle 1-2 Wochen mit handelsüblichem Balkonblumen-Dünger im Gießwasser  oder speziellem Geraniendünger, der besonders viel Eisen und Nährstoffe enthält, düngen; Mengen nach Herstellerangaben. Ab September können Sie die Nährstoffgaben minimieren und im Winterquartier komplett einstellen. Hat die Geranie im Sommer zu wenig Dünger zur Verfügung, wird das Laub hellgrün und die Blühwilligkeit lässt nach.

Geranie pflanzen in Korb

Achten Sie darauf beim Einpflanzen den Wurzelkranz am Ballen zu öffnen [Foto: iStock.com/KatarzynaBialasiewicz]

Zusammenfassung: Geranien düngen
  • Bei der Pflanzung Langzeit-Balkonblumen-Dünger verwenden
  • 3 – 4 Wochen nach Pflanzung: Alle 1-2 Wochen Balkonblumen-Dünger in Wasser
  • Ab September Düngung reduzieren
  • Bei der Überwinterung nicht düngen

Geranien gießen: Blühen macht durstig

Nicht nur Nährstoffe werden von Geranien regelrecht verschlungen, sie brauchen außerdem  viel Wasser. Zwar können Geranien auch austrocknen ohne Schaden zu nehmen, besonders üppig blühen sie jedoch nur, wenn man sie regelmäßig mit zimmerwarmem Regenwasser gießt. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht ständig nass stehen. Lieber einmal kräftig gießen, als häufiger mit kleinen Wassermengen. Gießen Sie erst wieder, wenn die Erde abgetrocknet ist und vermeiden Sie Staunässe.

Geranien gießen mit grüner gießkanne

Vermeiden Sie Staunässe und lassen Sie die Erde abtrocknen [Foto: iStock.com/chas53]

Zusammenfassung: Geranien gießen
  • Regelmäßig kräftig und durchgehend wässern
  • Staunässe vermeiden

Tipp: Sehen Ihre Geranien trotz ausreichender Wässerung schlapp und welk aus, kann dies an Wurzelschäden liegen, die durch Staunässe ausgelöst wurden.

Geranien schneiden: Blühkraft und einen buschigen Wuchs fördern

Geranien sind generell sehr verträglich was den Rückschnitt angeht. So kann man bei stehenden Geranien durch Formschnitte kleinere und größere Hochstämme oder Büsche kreieren und seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Wer kreativ eher auf kleinem Fuße lebt, kann sich im Frühjahr bis Frühsommer damit begnügen, die Spitzen der neuen Triebe abzuknipsen. So schießen die Pflanzen nicht so ins Kraut. Die Mutterpflanze wird zur Verzweigung angeregt und die abgeknipsten Triebe eignen sich hervorragend zum Ziehen von Stecklingen. Wie das funktioniert erfahren Sie hier.

In niederschlagsreichen Wochen besteht erhöhte Fäulnis- oder Schimmelbildungsgefahr an verwelkten Blüten. Zur Vermeidung sollten die verblühten Blütenstände regelmäßig mit der Hand entfernt werden (Ausputzen). Dies stärkt zusätzlich die Blütenneubildung, weil durch Entfernung der Blüten die Samenbildung unterdrückt wird und neue Blüten treiben. Optimal ist es, wenn Sie diese Pflegemaßnahme wöchentlich durchführen. Bei einer bestimmten Unterart der hängenden Geranien (Pelargonium peltatum) ist das Ausputzen nicht notwendig, weil sie sich selbst reinigen. Besonders beliebt dabei sind die „Cascade“- oder „Villetta“-Sorten.

pelargonium grandiflorum Edelgeranie lila weiße Blüte

Edelgeranien bestechen durch ihre ausgefallenen Blüten [Foto: iStock.com/NikShargin]

Das letzte Mal im Jahr werden die Geranien im September/ Anfang Oktober zurückgeschnitten bevor sie in ihr Winterquartier übergesiedelt werden. Die langen unverholzten Triebe werden auf ca. 10 cm gekürzt, sodass zwei bis drei Knoten pro Trieb übrig bleiben. Nach einer erfolgreichen Überwinterung erfolgt bei Austriebsbeginn (ca. Anfang Februar) der Frühjahrsrückschnitt. Da Geranien am Neutrieb blühen, führt ein radikaler Rückschnitt zu besonders vielen blütenreichen Trieben.  Genaueres über den Rückschnitt vor und nach der Überwinterung sowie andere nützliche Informationen, um Ihre farbenfrohen Gefährten über den Winter zu bringen, erfahren Sie hier.
rote Geranie im Topf mit Plantura Dünger

Zum Überwintern pflanzen Sie Geranien am besten in einen Topf um

  • Im Sommer: Gelegentlich Triebspitzen für eine bessere Wuchsform kürzen
  • Wöchentlich: Ausputzen toter Blüten, um Schimmel- und Fäulnisgefahr zu minimieren
  • Anfang Februar sowie im September/ Oktober: Radikaler Rückschnitt

Tipp: Wenn man beim Zurückschneiden von Hänge-Geranien ein oder mehrere Haupttriebe ausspart und nur die davon abgehenden Seitentriebe im Frühling zurückschneidet, kann man diese auch als Kletterpflanzen halten.

Geranien Krankheiten: Die wichtigsten im Überblick

Bei richtigen Standortbedingungen und Pflege sind Geranien reichblühende Pflanzen. Nachfolgende Schädlinge oder Krankheiten können aber trotzdem auftreten:

  • Geranienrost

Erhöhte Anfälligkeit: Hauptsächlich bei nassem Laub.

Symptome: Blätter verfärben sich gelb bis bräunlich, teilweise Pusteln an der Blattunterseite. Auf der Blattoberseite sind Flecken oder Ringe sichtbar, diese breiten sich schnell aus; ansteckend!

Was tun? Bei Anfangsbefall die betroffenen Blätter entfernen und entsorgen. Stärkung der Pflanze durch Pflanzenstärkungsmittel und Vermeidung Gießen und Regen von oben.

  • Botrytis

Erhöhte Anfälligkeit: Nasskalte Witterung.

Symptome: Faulstelle mit grauem Sporenbelag.

Was tun? Betroffene Pflanzenteile entfernen; Pflanze trockener halten; Stärkung der Pflanze durch mehrfache Spritzung mit Bio-Aktivmittel mit Ackerhalm und Hafer

  • Blattläuse

Erhöhte Anfälligkeit: Wenig Licht und geringes Wachstum (Winterquartier).

Symptome: Blätter wellen sich durch das Saugen der Blattläuse.

Was tun? Beim ersten Befall gründlich mit Wasser abspülen.

  • Spinnmilben

Erhöhte Anfälligkeit: Bei trockenwarmer Witterung.

Symptome: Befallene Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte und auf der Blattunterseite Gespinste  der Spinnmilbe auf.

Was tun? Meist ist es ausreichend, die Pflanzen mit Wasser abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln.

  • Weiße Fliege

Erhöhte Anfälligkeit: In windgeschützten, warmen Lagen und im Winterquartier.

Symptome: Siedeln sich an der Blattunterseite an und verursachen durch Saugen gelbe Stellen an den Blättern. Betroffene Blätter vertrocknen und fallen ab.

Was tun? Befallene Blätter entfernen. Gelbtafeln helfen bei geringem Befall. Als natürlicher Gegner eigenen sich Schlupfwespen.

Virginia

Ich studiere Pflanzenbiotechnologie und sehe mich im Studium häufig mit den schwerwiegenden Folgen konfrontiert, die Unwissenheit und Fehlinformationen für die Natur haben können. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, Mensch und Natur wieder näher zusammenzubringen.
Lieblingsobst: Himbeeren, Erdbeeren und Ananas
Lieblingsgemüse: Zucchini, Brokkoli und Gurken

Back To Top
[i]
[i]