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Geranien pflegen: Alles zur richtigen Pflege & zu Krankheiten

Geranien überzeugen durch farbenfrohe Blüten. Mit der richtigen Pflege – dem richtigen Schneiden, Gießen und Düngen – lassen sich Krankheiten vermeiden.

Pelargonien (Pelargonium, auch Geranien) gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Die meisten der etwa 250 Wildarten sind in Südafrika beheimatet, kamen aber bereits im frühen 16. Jahrhundert nach Europa. Fälschlicherweise wurden sie damals in die Gattung Geranium eingeordnet. Pelargonium und Geranium unterscheiden sich jedoch im Blütenaufbau. Diesem taxonomischen Fauxpas verdanken Pelargonien ihre volksmundliche Bezeichnung als Geranie. Seit ihrem Erfolgseinzug in Europa wurde die Geranie als solche nicht nur linguistisch etabliert, es entstehen durch intensive Züchtung auch immer neue Farbvarianten. Die Blüten der vielzähligen Sorten erstrahlen von Mai bis zum ersten Frost in einem attraktiven Farbenspektrum von Weiß über Rot bis hin zum Violetten. Doch nicht nur ihre Optik lässt sie zu einer der beliebtesten Beet- und Balkonpflanzen der Deutschen werden. Sie sind zudem wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge, können auch einmal austrocknen und lassen sich sehr leicht vermehren sowie überwintern. Im Sommer kann man deshalb auf fast jedem Balkon die bunte Farbenvielfalt ihrer Blütenteppiche betrachten. Doch damit der eigene Balkon wie die Balkone der typisch oberbayrischen Holzhütten in einem Meer von Blüten erstrahlt, muss die Pflege stimmen.

Geranien pflegen

Geranien sind nicht gerade hochgradig pflegeintensiv. Doch damit an kräftigen Trieben wunderschöne Blüten in großer Anzahl erscheinen, benötigt Ihre Geranie viel Treibstoff in Form von Wasser und regelmäßigen Düngungen. Auch der Griff zur Schere stärkt einen gesunden Wuchs und ist vor der Überwinterung der südafrikanischen Schönheiten unumgänglich. Damit Sie Ihre Balkonlieblinge rundum glücklich wissen können, erfahren Sie in diesem Artikel alles über das Gießen, Düngen, Schneiden und Überwintern von Geranien.

Geranien richtig gießen

Nicht nur Nährstoffe werden von Geranien regelrecht verschlungen, sie brauchen außerdem viel Wasser. Zwar können Geranien auch austrocknen, ohne Schaden zu nehmen, besonders üppig blühen sie jedoch nur, wenn man sie regelmäßig mit zimmerwarmem Regenwasser gießt. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht ständig nass stehen. Daher gilt: Lieber einmal kräftig gießen als häufiger mit kleinen Wassermengen. Gießen Sie erst wieder, wenn die Erde abgetrocknet ist und vermeiden Sie Staunässe.

Geranie gießen

Geranien benötigen viel Wasser und viele Nährstoffe [Foto: Isa Long/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Geranien gießen:

  • Regelmäßig kräftig und durchgehend wässern
  • Staunässe vermeiden

Tipp: Sehen Ihre Geranien trotz ausreichender Wässerung schlapp und welk aus, kann dies an Wurzelschäden liegen, die durch Staunässe ausgelöst wurden.

Geranien richtig düngen

Geranien gehören zu den Starkzehrern. Dies kombiniert mit der häufigen Topfkultur bedeutet, dass Sie um eine Düngung nicht herumkommen werden. Düngen sollten Sie die hungrigen Pflanzen von der Pflanzung bis in den Oktober hinein. Dabei können Sie bei Geranien auf folgende Dünger zurückgreifen:

Bei der Pflanzung können Sie auf einen Langzeitdünger wie Kompost und Hornspäne zurückgreifen. In der Regel werden dabei drei Liter Kompost pro Quadratmeter sowie eine Handvoll Hornspäne in die Pflanzerde eingearbeitet. Danach brauchen Sie drei bis vier Wochen nicht zu düngen. Anstelle von Kompost oder Hornspänen können Sie auch einen vornehmlich organischen Langzeitdünger in die Erde einarbeiten.

Bei der Düngerwahl sollten Sie darauf achten, dass der Stickstoffanteil (erkennbar am „N“ des NPK-Verhältnisses) größer sein sollte, der Phosphatanteil (P) sollte hingegen am kleinsten sein. Unser Plantura Bio-Blumendünger ist da die ideale Wahl. Er besteht überwiegend aus organischen Bestandteilen. Auf diese Weise schonen Sie nicht nur die Umwelt, es werden außerdem die Mikroorganismen im Boden unterstützt, denn die Nährstoffe liegen in Komplexform vor und müssen erst durch das Bodenleben aufgeschlossen werden. Dadurch haben organische Dünger zudem eine natürliche Langzeitwirkung. Sie müssen nur einmal im Frühjahr düngen und ab und zu nachdüngen. Mineralische Dünger werden hingegen alle ein bis zwei Wochen im Gießwasser gegeben. Wie genau Sie bei der Düngung Ihrer Geranie vorgehen, können Sie hier nachlesen – darüber hinaus finden Sie wertvolle Infos zu den Nährstoffbedürfnissen der Exoten.

Geranie im Topf mit Plantura Dünger

Unser Plantura Bio-Blumendünger versorgt Ihre Geranien optimal mit allen wichtigen Nährstoffen

Zusammenfassung Geranien düngen:

  • Bei der Pflanzung Langzeitdünger wie Kompost, Hornspäne oder Bio-Dünger verwenden
  • Im Anschluss gelegentlich Nachdüngen; mineralische Dünger: Alle ein bis zwei Wochen im Gießwasser
  • Unsere Empfehlung: Vornehmlich organische Dünger mit hohem Kaliumanteil und Phosphat wie unseren Plantura Bio-Blumendünger verwenden
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Geranien richtig schneiden

Geranien sind generell sehr verträglich, was den Rückschnitt angeht. So kann man bei stehenden Geranien durch Formschnitte kleinere und größere Hochstämme oder Büsche kreieren und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Wer kreativ eher auf kleinem Fuße lebt, kann sich im Frühjahr bis Frühsommer damit begnügen, die Spitzen der neuen Triebe abzuknipsen. So schießen die Pflanzen nicht so ins Kraut. Die Mutterpflanze wird zur Verzweigung angeregt und die abgeknipsten Triebe eignen sich hervorragend zum Ziehen von Stecklingen. Wie das funktioniert, erfahren Sie im Folgenden.

In niederschlagsreichen Wochen besteht erhöhte Fäulnis- oder Schimmelbildungsgefahr an verwelkten Blüten. Zur Vermeidung sollten Sie die verblühten Blütenstände regelmäßig mit der Hand entfernen (ausputzen). Dies stärkt zusätzlich die Blütenneubildung, weil durch Entfernung der Blüten die Samenbildung unterdrückt wird und neue Blüten treiben. Optimal ist es, wenn Sie diese Pflegemaßnahme wöchentlich durchführen. Bei einer bestimmten Unterart der hängenden Geranien (Pelargonium peltatum) ist das Ausputzen nicht notwendig, weil sie sich selbst reinigen. Besonders beliebt dabei sind die Sorten ‘Cascade’ oder ‘Villetta’.

Das letzte Mal im Jahr werden die Geranien im September/Anfang Oktober zurückgeschnitten, bevor sie in ihr Winterquartier übergesiedelt werden. Die langen, unverholzten Triebe werden auf etwa zehn Zentimeter gekürzt, sodass zwei bis drei Knoten pro Trieb übrig bleiben. Außerdem werden sämtliche Blätter entfernt. Nach einer erfolgreichen Überwinterung erfolgt bei Austriebsbeginn (etwa Anfang Februar) der Frühjahrsrückschnitt. Da Geranien am Neutrieb blühen, führt ein radikaler Rückschnitt zu besonders vielen blütenreichen Trieben.

Geranie mit toten Blüten

Verblühte Blütenstände sollten regelmäßig entfernt werden [Foto: Hecos/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Geranien schneiden:

  • Im Sommer: Gelegentlich Triebspitzen für eine bessere Wuchsform kürzen
  • Wöchentlich: Ausputzen toter Blüten, um Schimmel- und Fäulnisgefahr zu minimieren
  • Anfang Februar sowie im September/Oktober: Radikaler Rückschnitt

Tipp: Wenn man beim Zurückschneiden von Hänge-Geranien einen oder mehrere Haupttriebe ausspart und nur die davon abgehenden Seitentriebe im Frühling zurückschneidet, kann man diese auch als Kletterpflanzen halten.

Geranien überwintern

Geranien überstehen die frostigen Winter außerhalb der sonnigen afrikanischen Heimat draußen leider nicht. Damit Sie sich trotzdem über Jahre hinweg an Ihren Geranien erfreuen können, müssen diese vor dem ersten Frost ins geschützte Winterquartier. Dies ist idealerweise ein dunkler, kühler Raum wie beispielsweise ein Keller. In diesem verweilen Ihre Geranien nach folgender Vorbereitung bis zum Frühjahr:

  • Geranie vorsichtig ausgraben
  • Erde behutsam von den Wurzeln klopfen
  • Rückschnitt wie oben erwähnt
  • Wurzeln in Topf oder Tüte mit Sand und Blumenerde bedecken
  • Geranie ins Winterquartier stellen

Gegossen wird nur so, dass der Wurzelballen nicht ganz austrocknet. Gedüngt wird während der Winterruhe gar nicht.

Genaueres über alternative Überwinterungsstrategien sowie andere nützliche Informationen, um Ihre farbenfrohen Gefährten über den Winter zu bringen, erfahren Sie hier.

Die wichtigsten Geranien-Krankheiten im Überblick

Bei richtigen Standortbedingungen und richtiger Pflege sind Geranien reichblühende Pflanzen. Die nachfolgend genannten Schädlinge oder Krankheiten können aber nichtsdestotrotz auftreten.

Geranienrost bei Geranien

Besonders bei nassem Laub ist die Anfälligkeit für Geranienrost erhöht. Einen Befall erkennen Sie daran, dass die Blätter sich gelb bis bräunlich verfärben und an der Blattunterseite teilweise Pusteln auftreten. Auf der Blattoberseite sind Flecken oder Ringe sichtbar, die sich schnell ausbreiten. Da Geranienrost ansteckend ist, sollten Sie bei einem Anfangsbefall schnellstmöglich betroffene Blätter entfernen und entsorgen. Außerdem können Sie die Pflanze mit einem Pflanzenstärkungsmittel unterstützen und sollten unbedingt vermeiden, die Pflanze von oben zu gießen. Auch vor Regen sollte die Geranie geschützt werden.

Geranienrost

Bei Geranienrost handelt es sich um eine ansteckende Geranien-Krankheit [Foto: Floki/ Shutterstock.com]

Botrytis bei Geranien

Bei der sogenannten Botrytris (auch Grauschimmel genannt) handelt es sich um eine häufige Pilzerkrankung. Ähnlich dem Geranienrost besteht eine erhöhte Anfälligkeit bei nasskalter Witterung. Weist Ihre Geranie Faulstellen mit grauem Sporenbelag auf, ist sie höchstwahrscheinlich betroffen. Dann sollten Sie zunächst befallene Pflanzenteile entfernen und die Pflanze prinzipiell trockener halten. Für eine zusätzliche Stärkung sorgt das Spritzen mit Bio-Aktivmittel mit Ackerhalm und Hafer.

Blattläuse bei Geranien

Auch Blattläuse haben es häufig auf Geranien abgesehen. Ein Befall tritt häufig auf im Winterquartier auf, wenn die Pflanze dunkel steht und wenig wächst. Durch das Saugen der Blattläuse wellen sich die Geranienblätter und machen so den Befall erkennbar. Sollte es sich um den ersten Befall durch Blattläuse handeln, spülen Sie die Geranie gründlich mit Wasser ab. Bei häufigerem Auftreten können Sie die Blattläuse auch mit einer Seifenlauge bekämpfen.

Spinnmilben bei Geranien

Während Grauschimmel und Geranienrost meist bei nasser Witterung auftreten, können Geranien bei trockenwamer Witterung von Spinnmilben befallen werden. Erkennbar ist der Befall durch silbrige Punkte auf der Blattoberseite und Gespinste auf der Blattunterseite. Meist reicht es zur Bekämpfung, die Geranie mit Wasser abzubrausen und sie mit einem Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln.

Weiße Fliege bei Geranien

Besonders in windgeschützten, warmen Lagen und im Winterquartier sind Geranien anfällig für einen Befall durch weiße Fliegen. Die Schädlinge siedeln sich an der Blattunterseite an und verursachen durch Saugen gelbe Stellen an der Blättern. Betroffene Blätter vertrocknen dann und fallen ab. Zur Bekämpfung sollten Sie befallene Blätter entfernen und bei geringem Befall Gelbtafeln anbringen. Für eine natürliche Bekämpfung durch Nützlinge sind Schlupfwespen gut geeignet.

Zusammenfassung der wichtigsten Geranien-Krankheiten:

  • Bei Geranienrost verfärben sich die Blätter gelb bis bräunlich; teilweise treten Pusteln an der Blattunterseite auf; auf der Blattoberseite sind Flecken oder Ringe sichtbar, die sich schnell ausbreiten; ansteckend
  • Bei einem Befall von Botrytis oder Grauschimmel treten Faulstellen mit grauem Sporenbelag auf
  • Ein Befall durch Blattläuse ist an den gewellten Blättern zu erkennen
  • Spinnmilben hinterlassen an der Blattoberseite silbrige Punkte und auf der Blattunterseite Gespinste
  • Weiße Fliegen siedeln sich an der Blattunterseite an und verursachen durch Saugen gelbe Stellen an den Blättern; betroffene Blätter vertrocknen und fallen ab

In diesem Spezial-Artikel erfahren Sie außerdem, was Sie tun können, wenn Ihre Geranien gelbe Blätter aufweisen.

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