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Giftige Efeutute: Gefährlich für Mensch & Tier?

Die Efeutute lässt sich in vielen Büros und Wohnungen finden: Immer wieder kommt daher die Frage auf, ob die Efeutute giftig für Mensch oder Tier ist.

Efeutute im Topf
Die Efeutute ist eine beliebte, aber auch giftige Zimmerpflanze [Foto: Aphichart/ Shutterstock.com]

Efeututen (Epipremnum) zählen zu den beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Doch die immergrüne Zimmerpflanze hat es in sich. Deswegen schon mal vorweg: Genießen Sie den Anblick Ihrer Efeutute – mehr aber auch nicht. Wir verraten Ihnen, ob die Efeutute giftig für Menschen und Tiere ist, wie Sie eine Vergiftung erkennen können und was in einem solchen Fall zu tun ist.

Ist die Efeutute giftig?

Generell enthalten alle Pflanzen der Familie der Aronstabgewächse (Araceae), zu der auch die Efeutute zählt, giftige Inhaltsstoffe. In allen Pflanzenteilen der Efeutute befinden sich nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle, die reizend wirken.

Ist die Efeutute für den Menschen giftig?

Für Menschen ist die Efeutute giftig. Insbesondere nach dem Verzehr großer Mengen von Pflanzenteilen kann es je nach betroffener Person zu unterschiedlich starken Vergiftungen kommen. Aus diesem Grund ist die Efeutute vor allem gefährlich für Kinder, da ihr geringes Körpergewicht bereits nach kleinen Verzehrmengen in einem ungünstigen Verhältnis zur eingenommenen Giftmenge steht. Verzehren Sie also auf keinem Fall Teile der Efeutute und tragen Sie beim Umtopfen oder Schneiden Handschuhe. Stellen Sie die Efeutute unerreichbar für Kinder und Haustiere ab oder verzichten Sie ganz auf die Pflanze. Abgefallene Blätter sollten so schnell wie möglich entfernt werden.

Efeututenblatt mit Wassertropfen
Auch die Wassertropfen, die bei Wasserüberschuss gebildet werden, enthalten potentiell Giftstoffe [Foto: Jose Prieto Arenas/ Shutterstock.com]

Trotz vieler Vorsichtsmaßnahmen kann es dennoch zu einem versehentlichen Verzehr oder zur Berührung kommen. Durch die nadelige Struktur der Calciumoxalat-Kristalle ist es möglich, dass eine Berührung zu Hautreizungen oder Blasenbildung führt. Nach dem Verzehr kommt es strukturbedingt auch im Körper zu Reizungen und somit zu verschiedenartigen Symptomen. Woran aber können Sie eine Vergiftung durch die Efeutute erkennen?

Symptome einer Vergiftung durch Efeutute nach oraler Aufnahme bei Menschen:

  • Anschwellen und Brennen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum
  • Übelkeit
  • Magenkrämpfe
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen

Durch übermäßiges Gießen ist es möglich, dass die Efeutute Wasser über die Blätter abgibt: Sie tropft. Diese Tropfen können potentiell ebenfalls Giftstoffe enthalten. Versuchen Sie deshalb, einen Wasserüberschuss zu vermeiden, und sorgen Sie auch hier dafür, dass Kinder und Haustiere nicht mit den Tropfen in Berührung kommen.

Handschuhe für Arbeit mit der Efeutute
Tragen Sie bei der Arbeit mit der Efeutute unbedingt Handschuhe [Foto: Aphichart/ Shutterstock.com]

Ist die Efeutute für Katzen, Hunde und Co. giftig?

Wenn Sie sowohl eine Efeutute als auch eine Katze ihr Eigen nennen, sollten Sie gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen – oder am besten auf die Pflanze verzichten, da die Efeutute giftig für Katzen ist. Die neugierigen Tiere knabbern gerne an grünen Pflanzen und können so versehentlich die Giftstoffe zu sich nehmen. Daneben ist die Efeutute auch giftig für Hunde und viele weitere Haustiere. Die Anzeichen für eine Vergiftung durch Efeutute bei Ihrem Haustier können folgende sein.

Symptome einer Vergiftung durch Efeutute bei Tieren:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Zittern
  • Lähmungserscheinungen
  • Vermehrter Speichelfluss

Sollten Sie eine Vergiftung durch Efeutute bei Ihrem Tier vermuten, geben Sie ihm ausreichend Wasser zu trinken und suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Eine Efeutute-Vergiftung kann im schlimmsten Fall nämlich sogar zum Tod bei Haustieren führen.

Katze neben Efeutute
Vor allem neugierige Katzen sollten von der Efeutute ferngehalten werden [Foto: Foto2rich/ Shutterstock.com]

Behandlungsmaßnahmen bei einer Vergiftung durch die Efeutute

Haben Sie oder andere aus Versehen von der Efeutute gegessen, sollten Sie unbedingt die folgenden Schritte einleiten.

Behandlungsmaßnahmen bei einer Vergiftung durch die Efeutute:

  • Ausreichend Flüssigkeit trinken
  • Kein Erbrechen erzwingen
  • Bei Augenkontakt dieses sofort mit klarem Wasser ausspülen
  • Bei Hautkontakt die betroffene Stelle unter laufendes, kaltes Wasser halten
  • Im Fall von Atemnot und Herzrasen umgehend den Notarzt rufen
  • Bei Kindern und Babys bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Arzt aufsuchen
  • Dem Arzt mitteilen, dass es sich um eine Efeututen-Vergiftung handelt

Tipp: Auch Efeu (Hedera helix) ist eine giftige Pflanze. Seien Sie beim Arzt deshalb unbedingt deutlich, um welche Pflanzenart es sich handelt.

Efeutute auf einem Regal
Stellen Sie die Efeutute am besten auf ein hohes Regal [Foto: KrongPhoto/ Shutterstock.com]

Schnelle Hilfe bringt ein Anruf bei einer Giftzentrale – eine Übersicht über alle Giftnotrufzentralen finden sie hier. Dort wird man Ihnen sagen, wie Sie bei Verdacht auf eine Vergiftung weiter handeln sollen. Bei Kindern und Babys sollten Sie allerdings umgehend einen Arzt aufsuchen, da eine Vergiftung mit Efeutute rasch sehr gefährlich werden kann.

Möchten Sie zuhause lieber auf Nummer sicher gehen, raten wir Ihnen zu ungiftigen Zimmerpflanzen. Unsere Top 10 haben wir in einem Artikel für Sie zusammengestellt.

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