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Giftiger Liguster: Gefährlich für Menschen & Tiere?

Auch wenn der Liguster in unseren Gärten häufig anzutreffen ist, wissen die wenigsten, dass er für Menschen und Tiere giftig sein kann. Wir klären auf.

Vögel sitzen auf Ligusterstrauch im Garten
Liguster ist bei uns als Sichtschutz sehr beliebt – viele wissen nicht, dass er zum Teil giftig sein kann [Foto: Mateusz Sciborski/ Shutterstock.com]

Liguster (Ligustrum) zählt zu den gering giftigen Pflanzen. Eine große Gefahr geht von ihm also nicht aus, für viele Wildtiere ist er sogar eine willkommene Nahrungsquelle. Werden allerdings größere Mengen von Menschen verzehrt, so kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Giftiger Liguster

Liguster befindet sich nicht in der Giftpflanzenliste des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Sehr giftig ist er also nicht. Dennoch enthält das Gewächs in allen Pflanzenteilen giftige Substanzen, deren Verzehr in höheren Mengen zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Giftiger Liguster: Symptome und Behandlung bei Menschen

Zwar enthalten die Blatter und Äste des Ligusters Giftstoffe, der pure Kontakt mit der Haut schadet aber nicht. Werden die schönen dunklen Beeren, die im Herbst erscheinen, allerdings von einem unbedarften Kind in den Mund geschoben oder mit essbaren Beeren verwechselt, kann es zu Erscheinungen einer Vergiftung kommen. Dafür braucht es allerdings schon größere Mengen. Eine kritische Dosis ist bisher nicht bekannt. Auch das Universitätsklinikum Bonn stuft Liguster als gering giftig ein.

Mögliche Symptome einer Vergiftung durch Liguster:

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kreislaufstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle

Wurden Beeren verzehrt oder treten bereits Symptome auf, dann sollten Sie der oder dem Betroffenen viel stilles Wasser zu trinken geben. Das verdünnt die Giftstoffe und mildert deren Wirkung ab. Bei schwereren Symptomen sollten Sie mit der betroffenen Person unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Giftiger Liguster: Symptome und Behandlung bei Tieren

Ob Liguster für Tiere giftig ist oder nicht, lässt sich so pauschal nicht sagen. Für viele Wildtiere sind seine Beeren eine wertvolle Nahrungsquelle. Nach dem ersten Frost im Winter erfreuen sich die verschiedensten Vogelarten an den reichhaltigen Früchten. Und auch so manches wilde Nagetier findet hier eine gute Mahlzeit. Ihre eigenen Nager sollten Sie allerdings fernhalten von der Pflanze. Auch Pferde vertragen Liguster nicht.

Schwarze Ligusterbeeren am Strauch
Erklären Sie Ihren Kindernam besten, dass Beeren und Blätter nicht einfach in den Mund gesteckt werden dürfen [Foto: Iva Vagnerova/ Shutterstock.com]

Katzen hingegen werden wohl kaum auf die Idee kommen, an dem Gewächs zu nagen. Da Liguster im deutschsprachigen Raum weit verbreitet ist, lässt sich ein Stubentiger ohnehin nicht von der Pflanze fernhalten. Auch Hunde sind kaum gefährdet. Nur bei jungen Hunden, die verspielt alles annagen, sollten Sie achtsam sein. Geben Sie dem jungen Hund als Alternative besser einen Nageknochen, damit er nicht alles anknabbert.

Die Symptome bei Tieren ähneln denen des Menschen. Entfernen Sie bei betroffenen Tieren Pflanzenreste aus dem Maul und versuchen Sie, es mit klarem Wasser auszuspülen. Treten die genannten Symptome auf, dann sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Wenn Sie sich trotz der leichten Giftigkeit für einen Liguster in Ihrem Garten entschieden haben, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zum Thema.

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