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Heidelbeeren/Blaubeeren vermehren: Erfolgreiche Profi-Tipps

Heidelbeeren von einem selbst vermehrten Strauch schmecken nochmal viel besser. Wir zeigen, wie Sie Ihren Blaubeerstrauch erfolgreich selbst vermehren.

Blaubeeren an einem Strauch

Die Früchte der Heidelbeere sind sehr beliebt [Foto: Likee68/ Shutterstock.com]

Heidelbeeren (oder Blaubeeren, wie sie auch oft genannt werden) sind in vielen Gärten zu finden, Kein Wunder, denn sie schmecken nicht nur gut, sondern werfen bei der richtigen Pflege auch eine ordentliche Ernte ab. Wer gerne noch mehr süße, blaue Heidelbeeren (Vaccinium) aus dem eigenen Garten ernten möchte, kann den Beerenstrauch ganz einfach selbst vermehren. Wir zeigen Ihnen, wie die Vermehrung am besten gelingt.

Heidelbeeren/Blaubeeren vermehren

Die beliebtesten Methoden bei Heidelbeeren (beziehungsweise Blaubeeren) ist die Vermehrung über Absenker und Stecklinge. So haben Sie schon bald aus einem Blaubeerstrauch viele Blaubeersträucher gemacht und können sich an einer reichen Ernte erfreuen. Wir stellen Ihnen vor, wie Sie bei der Vermehrung vorgehen und was es sonst noch zu beachten gibt.

Heidelbeeren/Blaubeeren durch Absenker vermehren

Die Vermehrung über Absenker kann während der Vegetationsperiode erfolgen. Hierfür werden längere, junge Triebe in Bodennähe hinuntergedrückt und mit Erde bedeckt. Die Triebspitze sollte dabei noch aus dem Boden herausragen. Damit sich der Trieb nicht wieder nach oben biegt, sollten Sie ihn zusätzlich mit einem Haken verankern oder einfach mit einem Stein beschweren. Wenn der Absenker der Blaubeere dann nach einigen Monaten genug Wurzeln ausgebildet hat, können Sie ihn von der Mutterpflanze trennen und verpflanzen.

Blaubeere wird geplanzt

Junge Blaubeersträucher werden am besten im Herbst verpflanzt [Foto: Melinda Nagy/ Shutterstock.com]

So gehen Sie bei der Vermehrung über Absenker vor:

1.) Junge Triebe hinunterbiegen

2.) Mittelteil mit Erde bedecken

3.) Mit einem Stein beschweren oder einem Haken verankern

4.) Nach der Wurzelbildung abtrennen und umpflanzen

Heidelbeeren/Blaubeeren durch Stecklinge vermehren

Die Vermehrung durch belaubte Triebe ist eine sehr einfache und beliebte Methode bei Heidelbeeren. Schneiden Sie im August kräftige einjährige Triebe in etwa 10 cm lange Stücke und entfernen Sie die unteren Blätter, so dass nur die obersten zwei bis drei Blätter übrig bleiben. Anschließend wird der Steckling recht tief in einen Topf mit lockerem, saurem Substrat gesteckt und reichlich angegossen. Stellen Sie die Töpfe am besten an einen hellen, warmen Ort. In den ersten Wochen nach dem Stecken können die Töpfe mit Klarsichtfolie abgedeckt werden, um ein Austrocknen des Substrats zu vermeiden. Nun heißt es geduldig sein, denn bis sich die ersten Wurzeln zeigen, können gut und gerne zwei bis drei Monate vergehen. Sobald die Zupfprobe (leicht am Steckling ziehen) zeigt, dass neue Wurzeln vorhanden sind, können Sie die Folie entfernen. Wenn die Stecklinge ausreichend Wurzeln gebildet haben, können sie in ein größeres Pflanzgefäß umgesetzt werden, worin sie in der Regel auch noch kalt (bis -5 °C) überwintert werden. Im Frühjahr beginnen die Pflänzchen dann zu treiben und können ab Juni in das Freiland gepflanzt werden.

Blaubeere im Wald

Blaubeeren wachsen in natürlicher Umgebung auf sauren Wald- oder Moorböden [Foto: Jan Toula/ Shutterstock.com]

So gehen Sie bei der Vermehrung über Stecklinge vor:

1.) Einjährige Triebe abschneiden

2.) In etwa 10 cm lange Stücke teilen

3.) Untere Blätter entfernen

4.) Steckling in saures Substrat stecken

5.) Reichlich angießen und einige Wochen mit Folie abdecken

6.) Nach ausreichender Wurzelbildung in größere Gefäße umsetzen

Tipp: Heidelbeeren haben hohe Ansprüche an ihren Boden. Geeignetes Anzuchtsubstrat sollte einen niedrigen pH-Wert von 4 bis 5 aufweisen. Nähere Informationen zur Blaubeeren-Erde finden Sie auch hier.

Heidelbeeren/Blaubeeren durch Aussaat vermehren

Grundsätzlich wäre eine Vermehrung von Heidelbeeren über Samen möglich. Sie ist jedoch in der Gartenpraxis kaum von Bedeutung. Kulturheidelbeeren (Vaccinium corymbosum) wurden darauf gezüchtet, möglichst wenige Kerne auszubilden. In den Früchten von wilden Blaubeersträuchern (Vaccinium myrtillus) wird man da noch eher fündig.

Blaubeere mit kräftigen Trieben

In wilden Blaubeersträuchern sind noch Kerne zu finden [Foto: Juhku/ Shutterstock.com]

Wer das Ziehen von eigenen Sämlingen versuchen möchte, sollte vor allem Geduld mitbringen, denn Heidelbeeren entwickeln sich nur sehr langsam. Um sortenecht vermehren zu können und die Fruchteigenschaften der Kultursorte beizubehalten, wird aber eine Vermehrung über Stecklinge oder Absenker meist vorgezogen.

Tipp: Die blauen Beeren schmecken nicht nur uns Menschen sehr gut, auch Vögel haben es mitunter auf die süßen Früchte abgesehen. Schützen Sie Ihre Heidelbeersträucher daher früh genug mit Vogelschutznetzen vor den ungebetenen Gästen.

Folgende Produkte haben sich bei unseren Blaubeeren bewährt:
  • Floragard Bio Rhodohum: Bio Spezialerde ohne Torf zum Pflanzen von kalkempfindliche Moorbeetpflanzen. Die Bio-Dünger Flora-Bio-Mix und Flora-Phyto-Mix sorgen für ein gesundes Pflanzenwachstum und der niedrige pH-Wert optimiert die Nährstoffversorgung für ein gesundes Wachstum.
  • Cuxin DCM Horngrieß: Organischer Stickstoffdünger mit Sofort- und gleichmäßige Langzeitwirkung. Fördert durch wichtige Aminosäuren und Spurenelementen den Wuchs und regt die Aktivität der im Boden lebenden Mikroorganismen und Würmer an.
  • Plantura Bio-Universaldünger: 100% bio-zertifizierter und tierfreier Dünger für ein gesundes Bodenleben. Einsatzmöglichkeiten als Naturdünger, Blumendünger und Gemüsedünger.
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