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Hibiskus im Topf: Anleitung zum Pflanzen & geeignete Sorten

Viele kennen Hibiskus nur als ausladende Büsche und Hecken. Wir stellen ein paar kleinere Sorten vor, die sich auch prima im Topf pflanzen lassen.

Hibikus mit roten Blüten
Mit der richtigen Pflege kann Hibiskus auch im Topf sehr gut gedeihen [Foto: GalinaSh/ Shutterstock.com]

Manche möchten auch in der Wohnung oder auf dem Balkon nicht auf einen Hibiskus (Hibiscus) verzichten. Müssen sie auch nicht, denn Hibiskus kann man auch im Topf pflanzen. Natürlich gibt es ein paar Unterschiede zum Anbau im Freiland. Sobald Sie diese allerdings kennen, steht dem Anbau von Hibiskus im Topf nichts mehr im Wege. Wir verraten Ihnen in unserem Artikel alles über geeignete Arten und Sorten, wie man Hibiskus im Topf pflanzt und was bei der Pflege zu beachten ist.

Hibiskus im Topf

Ursprünglich stammt der Hibiskus aus Asien und zählt zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Auf Deutsch wird der Hibiskus auch Eibisch genannt. Mit seinen großen bunten Blüten ist der Exot ein echter Hingucker. Verschiedene Sorten bringen die unterschiedlichsten Farben in Ihre Wohnung oder auf den Balkon. Wird der Hibiskus als Zimmerpflanze richtig umsorgt, kann er nahezu das ganze Jahr lang blühen.

Hibiskus – Sorten für den Topf

Hibiskus-Sorten für den Anbau im Topf sollten vor allem klein sein. Die Frostresistenz spielt hier eher keine Rolle, da die Pflanzen ja den Winter im Haus verbringen.
Am besten geeignet für den Anbau im Topf ist der Rosen Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis), auch genannt Chinesischer Hibiskus. Diese Hibiskus-Art trägt auch den Namen Zimmerhibiskus – ist also bestens geeignet, um als Zimmerpflanze, auf der Terrasse oder dem Balkon angebaut zu werden. Zu der Art des Rosen Hibiskus zählen unglaublich viele und teilweise auch seltene Sorten. Keine davon ist winterhart. Einige Sorten, die sich als besonders geeignet für den Anbau im Topf erwiesen haben, stellen wir Ihnen nun vor.

Hibiskus mit oragenen Blüten
Kleine Hibiskus-Sorten sind besonders für den Anbau im Topf geeignet [Foto: TINAKRIT/ Shutterstock.com]
  • ‚Standing Ovation‘: Diese Sorte überzeugt mit rot-orangen und gelben, sehr großen Blüten. Die Pflanze kann bis zu 15 Zentimeter hoch werden.
  • ‚Tahitian Flaming Dragon‘: Diese Sorte blüht rosarot mit weißen Streifen. Die Pflanze kann bis zu 30 Zentimeter hoch werden und blüht von April bis in den November hinein.
  • ‚Dark Continent‘: Mit außen braunen und innen rubinroten Blüten und einem Durchmesser von bis zu 18 Zentimetern überzeugt diese Sorte. Die Pflanze selbst kann bis zu 30 Zentimeter hoch werden und blüht von April bis November.
  • ‚Jolanda Gommer‘: Die Blüten dieser Sorte sind violett, rot und orange. Die Pflanze wird selten sehr hoch, maximal 30 Zentimeter.
  • ‚Voodoo Magic‘: Ihren Namen verdankt diese Hibiskus-Sorte ihren ganz besonderen Blüten. Diese sind dunkelbraun und tragen in der Mitte ein oranges Auge. Blütezeit ist von April bis November.

Noch mehr Hibiskus-Sorten finden Sie hier in unserem Spezialartikel.

Hibiskus im Topf pflanzen

Bevor der Hibiskus im Topf gepflanzt werden kann, gilt es, den richtigen Standort für ihn zu finden. Im Sommer kann der Topf-Hibiskus sowohl im Zimmer als auch draußen auf dem Balkon, der Terrasse oder direkt im Garten stehen. Der Hibiskus mag es sonnig und warm – sowohl draußen als auch drinnen. Im Zimmer stellen Sie ihn deswegen am besten auf die Fensterbank. Die pralle Mittagssonne mag der Hibiskus jedoch nicht, deswegen sollte mittags der Vorhang vor dem Fenster zugezogen oder ein Platz außerhalb dieser ausgewählt werden. Ein Platz über der Heizung macht dem Hibiskus nichts aus, solange er ausreichend mit Wasser und Luftfeuchtigkeit versorgt wird. Deswegen ist regelmäßiges Gießen und Befeuchten im Zimmer sehr wichtig, mehr dazu erfahren Sie weiter unten.

Rosen-Hibiskus im Topf
Die richtige Pflege des Hibiskus sorgt für eine üppige Blüte [Foto: Luisa Fumi/ Shutterstock.com]

Hibiskus im Topf: Standort

Bei Temperaturen zwischen 18 und 28 °C im Zimmer fühlt sich der Hibiskus im Topf am wohlsten. Wenn die Temperaturen draußen konstant über 15 °C liegen, kann Ihr Zimmerhibiskus im Sommer nach draußen ziehen. Hier bevorzugt er einen halbschattigen und geschützten Standort. Sowohl im Zimmer als auch im Freien gilt: Der Hibiskus ist äußerst standorttreu. Das bedeutet, dass er sobald er anfängt zu blühen, nicht mehr umgestellt werden sollte. Ein Standortwechsel bedeutet sehr großen Stress für die Pflanze und kann zum Abwerfen der Blüten führen. Fallen im Herbst die Temperaturen unter 15 °C, muss der Hibiskus in sein Winterquartier umziehen.

Zusammenfassung Topf-Hibiskus Standort:

  • Im Zimmer: Sonnig, aber keine pralle Mittagssonne
  • Optimaler Temperaturbereich drinnen zwischen 18 ­und 25 °C
  • Erst ins Freie stellen, wenn die Temperaturen konstant über 15 °C sind
  • Draußen: Halbschattiger und geschützter Standort
  • Im Herbst herein hohlen, wenn die Temperaturen unter 15 °C sinken
  • Sobald Blüten angesetzt sind, nicht mehr den Standort wechseln 
Hibiskus im Blumentopf am Fenster
Ein Platz auf der Fensterbank, geschützt vor der Mittagssonne, ist perfekt für den Hibiskus im Topf [Foto: servickuz/ Shutterstock.com]

Hibiskus im Topf: Das geeignete Substrat

Am besten gedeiht Ihr Hibiskus im Topf in humusreicher und nährstoffhaltiger Erde. Wichtig ist auch, dass diese sehr durchlässig ist und überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Bei sehr kompaktem Substrat kann es daher sinnvoll sein, dieses mit Sand aufzulockern. Im Topf sollten Sie eine Drainage anlegen, damit das Wasser gut ablaufen kann. Ansonsten kann Staunässe zu Wurzelfäule am Hibiskus führen. Achten Sie deshalb auch darauf, dass der Topf über ein Abflussloch verfügt.

Zusammenfassung Topf-Hibiskus Substrat:

  • Humusreich
  • Nährstoffhaltig
  • Durchlässig
  • Mit Drainage

Nachfolgend haben wir nochmal alle wichtigen Punkte zum Pflanzen von Hibiskus im Topf zusammengefasst:

  • Ausreichend großen Topf auswählen
  • Drainageschicht anlegen
  • Topf zu 1/3 mit Substrat füllen
  • Hibiskus-Pflanze hineinsetzen
  • Den Topf mit Substrat auffüllen
  • Großzügig angießen

Weitere Tipps zum Pflanzen und für die Vermehrung von Hibiskus finden Sie hier.

Hibiskus im Topf pflegen

Nur ein optimal gepflegter Hibiskus wird Sie mit einer üppigen Blütenpracht belohnen. Wir verraten Ihnen deshalb, worauf es beim Gießen, Düngen, Schneiden und Umtopfen von Hibiskus im Topf ankommt.

Damit der Hibiskus im Topf gut wachsen kann, sind einige Pflegemaßnahmen notwendig [Foto: afarland/ Shutterstock.com]

Allgemeine Tipps zur Pflege von Hibiskus können Sie hier nachlesen.

Hibiskus im Topf gießen

Der Hibiskus ist ein durstiger Zimmergenosse. Der hohe Wasserbedarf setzt also ein regelmäßiges Gießen der Topfpflanze voraus. Das Substrat sollte niemals ganz austrocknen, vor allem im Sommer müssen Sie daher mehr gießen. Das erfordert allerdings etwas Fingerspitzengefühl. Mit der Daumenprobe – einfach den Daumen einige Zentimeter ins Substrat drücken – können Sie den Feuchtigkeitsgehalt der Erde bestimmen. Wenn diese sich trocken anfühlt, müssen Sie gießen. Dabei sollte das ganze Substrat von Wasser durchdrungen werden. Allerdings darf auch keine Staunässe entstehen. Steht der Hibiskus im Zimmer auf der Fensterbank direkt über der Heizung, freut er sich auch über das regelmäßige Besprühen mit Wasser.

Zusammenfassung Topf-Hibiskus gießen:

  • Im Sommer mehr gießen
  • Regelmäßig und durchdringend gießen
  • Keine Staunässe
  • Keine Ballentrockenheit

Hibiskus im Topf schneiden

Damit Ihr Hibiskus im Topf nicht zu groß wird und klein und kompakt bleibt, sollten Sie ihn jährlich zurückschneiden. Da der Hibiskus seine Blüten an einjährigen Trieben bildet, ist das Frühjahr der ideale Zeitpunkt für den Schnitt. Schneiden Sie Ihren Hibiskus dann ruhig um 15 Zentimeter zurück. Je stärker der Hibiskus zurückgeschnitten wird, desto dichter wird die Pflanze. Außerdem können Sie sämtliche vertrocknete Triebe, Blätter und Blüten entfernen.

Eine ausführliche Anleitung zum Schneiden von Hibiskus finden Sie hier.

Hibiskus im Topf düngen

Um genügend Energie für die üppigen und großen Blüten aufzubringen, braucht der Hibiskus ausreichende und regelmäßige Düngergaben. Im Topf sollten Sie Ihren Hibiskus in der Wachstumsphase von März bis Oktober einmal wöchentlich mit Nährstoffen versorgen.

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Ein Langzeitdünger, wie der Plantura Bio-Blumendünger, versorgt den Hibiskus optimal mit Nährstoffen

Hierzu eignet sich beispielsweise unser Plantura Bio-Blumendünger. Dieser besteht vornehmlich aus organischen Stoffen und versorgt Ihren Hibiskus langfristig und schonend mit ausreichend Nährstoffen. Im Winter wird der Hibiskus im Topf nicht gedüngt.

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Weitere Informationen zum Düngen von Hibiskus finden Sie in unserem Spezialartikel.

Hibiskus umtopfen

Zur richtigen Pflege Ihres Hibiskus zählt auch das regelmäßige Umtopfen. Im dritten Jahr nach der Anschaffung sollte der Hibiskus umgetopft werden – spätestens aber, sobald der gesamte Topf mit den Wurzeln der Pflanze durchdrungen ist. Nach dem ersten Umtopfen erfolgt der Topfwechsel dann alle zwei Jahre. Wählen Sie als neues Gefäß einen Topf, der nur wenige Zentimeter größer ist als der alte. Die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr. Zum Umtopfen gehen Sie dann wie folgt vor:

  • Hibiskus vorsichtig aus dem alten Topf lösen
  • Wurzelballen gut auflockern
  • Lange, überstehende Wurzeln mit der Schere einkürzen
  • Neue Pflanzerde verwenden
Umtopfen einer Pflanze
Der Hibiskus im Topf sollte regelmäßig umgetopft werden [Foto: Sheila Fitzgerald/ Shutterstock.com]

Hibiskus im Topf überwintern

Der Rosen-Hibiskus ist nicht winterhart und muss die kalte Zeit deswegen drinnen verbringen. Während der Winterruhe sollte der Hibiskus an einem kühlen, aber stehts hellen Platz stehen. Die optimale Raumtemperatur zum Überwintern liegt zwischen 12 und 15 °C. Unter 12 °C sollten die Temperaturen nie fallen, da es sonst sein kann, dass der Hibiskus sein gesamtes Blätterkleid abwirft. Verliert Ihr Hibiskus im Winter einige wenige Blätter müssen Sie aber nicht sofort die Heizung aufdrehen. Ein wenig Blattverlust im Winter ist ganz normal. Temperaturen über 20 °C schaden Ihrem Hibiskus jetzt eher. Auch im Winter muss der Hibiskus aber regelmäßig gegossen werden. Das Substrat sollte niemals austrocknen, allerdings müssen Sie im Winter deutlich weniger gießen als im Sommer. Düngegaben sind in der Ruhephase im Winter nicht nötig.

Das Wichtigste zum Überwintern von Hibiskus im Überblick:

  • Heller Standort
  • Temperaturen zwischen 12 und 15 °C
  • Wenig aber regelmäßig gießen
  • Nicht düngen

Noch mehr Informationen zum richtigen Überwintern von Hibiskus finden Sie hier.

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