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Hortensien pflanzen: Standort, Umpflanzen & Begleitpflanzen

Alles, was Sie über das Pflanzen von Hortensien wissen müssen: Vom Standort über die richtige Erde bis hin zum Umpflanzen und passenden Begleitpflanzen.

Hortensien Blüten blau rot

Hortensien verzaubern mit ihren zarten Blüten (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Die Gattung der Hortensien (Hydrangea) umfasst eine Vielzahl an verschiedenen Arten. Der berühmteste Vertreter in unseren Gärten ist jedoch mit Abstand die Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla). Alles, was Sie wissen müssen, um den Star unter den Hortensien im eigenen Garten zu pflanzen, erfahren Sie hier.

Hortensien Standort

Für Hortensien einen Schattenplatz

Eine Vielzahl der verholzenden und zumeist strauchig wachsenden Hortensien stammt aus den gemäßigten Breiten Ostasiens. Ihr natürlicher Wohnraum liegt dort im Unterholz einheimischer Wälder. Ihrem natürlichen Vorkommen nach sind sie also nicht besonders viel Licht ausgesetzt. Und so bevorzugen auch die hier beliebten Hortensien eher einen etwas schattigeren Platz im Garten. Optimal ist jedoch ein halbschattiger Standort. Denn bei zu viel Schatten wird die Wuchsform der Hortensie in Mitleidenschaft gezogen. Über die Jahre entwickeln sich nur lange, dünnbelaubte Triebe und die Blühkraft leidet. An einen sonnigen Standort können sich Hortensien zwar mit der Zeit recht gut gewöhnen, jedoch kann es hier aufgrund des hohen Wasserbedarfs unverhofft schnell zu Trockenschäden kommen.

Der Boden, auf dem sich Hortensien wohl fühlen

Was den Boden anbelangt, in den die Hortensie ihre Wurzeln schlagen soll, so muss dieser den etwas speziellen Ansprüchen gerecht werden. Es ist nämlich nicht von Nachteil, wenn der pH-Wert des Bodens etwas saurer ist. Liegt er zwischen 4 und 5, so ist er optimal. Über 5,5 sollte er jedoch nicht steigen. Sollen die Hortensien in kräftigem Blau oder Lila erstrahlen, so darf der pH-Wert des Bodens generell etwas niedriger sein als für rosa, rote oder weiße Hortensien-Sorten. Ist der pH etwas alkalischer, so hat dies zwar keine drastischen oder lebensbedrohlichen Auswirkungen auf das Wachstum der Hortensie. Sehr wohl kann es aber zu Mangelerscheinungen (Eisen) oder nicht zu der gewünschten Farbausbildung (bei blauen Sorten) führen.

tiefblaue Hortensienblüte

Tiefblau wie das Meer leuchten diese Blüten [Foto: Luca TemporelliCC BY-SA 2.0]

Doch der pH-Wert von Erde oder Substrat ist nicht alles beim Pflanzen von Hortensien. Bei Hortensien handelt es sich um Pflanzen, deren hoher Wasserbedarf zu decken ist. Ansonsten kann es schnell zu Trockenschäden kommen. Deshalb ist es von Vorteil, einen Standort auszuwählen, an dem der Boden gute Wasserspeicherfähigkeiten aufweist. Allerdings darf der Untergrund auch nicht zu Staunässe neigen, denn das könnte zügig zu Wurzelfäule und dem Absterben der Hortensie führen.

Der optimale Standort für Hortensien

  • pH zwischen 4 und 5,5
  • gute Wasserspeicherung/-verfügbarkeit
  • aber nicht zu Staunässe neigend
  • halbschattiger Standort

Hortensien pflanzen

Hortensien im Topf oder Kübel

Natürlich machen sich Hortensien auch prima im Topf oder Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse. Hinsichtlich der Standortansprüche macht es natürlich keinen Unterschied, ob in ein Gefäß oder ins Beet gepflanzt wird. Gerade im Topf freut sich die Hortensie, wenn ihr Wunsch nach einem halbschattigen Standort erfüllt werden kann. Denn bei der Kultur im Topf ist es sehr wahrscheinlich, dass noch eher gegossen werden muss, als wenn sie ins Beet ausgepflanzt werden würde. Deshalb ist das Pflanzgefäß auch nicht zu klein auszuwählen. Da Hortensien einen etwas saureren pH-Wert im Wurzelraum bevorzugen, empfiehlt es sich, Rhododendron- oder Azaleensubstrat für das Pflanzen zu verwenden. Die Hortensie ist vor dem Pflanzen beispielsweise durch Eintauchen des Topfes in einen mit  Wasser gefüllten Eimer vor dem Pflanzen gut zu wässern. Der Topf wird dabei so lange komplett unter Wasser gehalten, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nachdem die Hortensie ihren Weg in das Pflanzgefäß gefunden hat, ist sie nochmals gut anzugießen, damit sich das aufgelockerte Substrat setzt und die Wurzeln somit Zugang zu Wasser und Nährstoffen haben.

Hortensien im Topf mit geschlossenen Blüten

Hortensien können auch im Topf gepflanzt werden [Foto: TauralbusCC BY 2.0]

  • Halbschattiger Standort
  • Pflanzgefäß nicht zu klein wählen
  • Hortensie vor dem Pflanzen gut wässern
  • Rhododendron- oder Azaleensubstrat verwenden
  • Nach dem Pflanzen angießen nicht vergessen

Hortensien im Beet

Soll die Hortensie ins Beet ausgepflanzt werden und ist der passende Standort gefunden, so sollte man zunächst das weitere Vorgehen durchdenken. Bei Böden mit einem zu hohen pH kann es sich nämlich anbieten, ein etwas größeres Loch auszuheben. Dann kann man etwas Substrat mit passendem pH-Wert (z.B. Rhododendronsubstrat) einfüllen, um die optimale Umgebung für Hortensien zu schaffen. Natürlich ist auch hier die Hortensie vor dem Pflanzen noch einmal gut zu wässern und im Anschluss anzugießen. Um die Pflanzung herum kann der Boden etwas aufgelockert werden, um der Hortensie das Einwurzeln zu erleichtern. Keinesfalls sollte der aufgelockerte Boden um die eingepflanzte Hortensie mit energischen Tritten verdichtet werden, um ihr zu „besserem“ Halt im Boden zu verhelfen.

  • Gegebenenfalls etwas Boden durch passendes Substrat (z.B. Rhododendronsubstrat) ersetzen
  • Hortensie vorher gut wässern
  • Boden um die Hortensie auflockern
  • Hortensie nicht zu tief pflanzen (gesundes Maß: Topfoberfläche = Beetoberfläche)
  • Substrat/Boden leicht andrücken und nicht durch energisches Andrücken mit dem Fuß verdichten
  • Als letztes Hortensie angießen, damit sich das Substrat/der Boden setzt

Hortensien als Hecke

Oftmals wird es gewünscht, eine Hortensien-Hecke anzulegen. Die klassische Bauernhortensie eignet sich hierfür leider nicht so gut. Einerseits ist der Wuchs eher unpassend und andererseits können die meisten Sorten nicht unbehelligt geschnitten werden, ohne an Blühkraft einbüßen zu müssen. Grund hierfür ist die bereits im Herbst erfolgte Anlage der Blüten bei den Bauernhortensien. Doch kann auf andere Hortensien-Arten ausgewichen werden, um den Wunsch nach einer Hortensien-Hecke zu verwirklichen. Sehr gut eignet sich hierfür zum Beispiel die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata). Sie kann durch Schnittmaßnahmen eher in den eckenförmigen Wuchs erzogen werden. Allerdings besteht bei den Rispenhortensien keine große Auswahl hinsichtlich der Blütenauswahl: Neben Weiß und einem Hauch von Rosa ist nichts vorzufinden. Bei einem Pflanzabstand von 1 m entsteht zügig eine dichte Hecke. Allerdings muss diese in einem trockenen Sommer durchaus regelmäßig gegossen werden und darf nicht einfach bis zum alljährlichen einmaligen Schnitt im Herbst oder Frühjahr vergessen werden.

  • Hortensien-Hecke: Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) der Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) vorziehen
  • Pflanzabstand von 1 m passend
  • Bei Bedarf regelmäßiges Wässern erforderlich
  • Einmal jährlicher Formschnitt im Herbst oder Frühjahr (bis auf die Hälfte der Trieblänge möglich)

Hortensien umpflanzen

Ein Umzug ist natürlich immer mit Stress und Mühen verbunden – so auch für Hortensien. Ideal wäre es deshalb, wenn sie erst gar nicht von ihrem Platz weichen müsste. Doch werden ein paar Tricks beachtet, so meistert sie in der Regel auch den Standortwechsel unbeschadet.

Hortensien umpflanzen – Der richtige Zeitpunkt

Am besten werden Hortensien im Herbst umgepflanzt. Dann steht ihr kein Austrieb der kräfte- und wasserzehrenden Belaubung bevor. Somit bleibt zunächst eine Atempause für das Wurzelnschlagen am neuen Platze. Natürlich kann eine Hortensie auch im Frühjahr oder Sommer umgepflanzt werden. Allerdings ist dann die Gefahr von Trockenschäden erhöht oder man kann sich gar nicht mehr trauen, die Gießkanne aus der Hand zu stellen, um eben jene zu verhindern.

Hortensien umpflanzen – Das richtige Vorgehen

Natürlich ist auch beim Umpflanzen von Hortensien ein Verhaltenskodex zu empfehlen. Wir listen in kurz und knapp auf:

  • Optimaler Zeitpunkt: Herbst
  • Zuerst neues Pflanzloch vorbereiten (siehe oben: „Hortensien im Beet“)
  • Großzügigen Wurzelballen ausstechen
  • Durchmesser des Wurzelballens sollte sich mehr oder weniger am Pflanzendurchmesser orientieren
  • Pflanze behutsam lockern
  • Darauf achten, dass der Wurzelballen möglichst intakt bleibt und nichts herausbricht
  • Hortensie an neuem Standort einpflanzen (siehe oben: „Hortensien im Beet“)
Wir von Plantura empfehlen für Hortensien folgende Produkte:
  • Floragard Endless Summer Hortensienerde rosa & weiß: Spezialerde für gesunde und kräftige Hortensien. Das Tongranulat verbessert die Luft- und Wasserzirkulation.
  • Floragard Endless Summer Hortensienerde blau: Spezialerde für gesunde und kräftige Hortensien. Durch Aluminiumdünger wird langfristig die kräftig leuchtend blaue Blüte erhalten. Das Tongranulat verbessert die Luft- und Wasserzirkulation.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Hortensien Begleitpflanzen: Prachtvolle Kombinationen

Hortensien sind alleine zwar schon ein echter Hingucker im Garten. Doch in Kombination mit anderen Schönheiten kann der Wow-Effekt im Beet verstärkt werden. Wir zeigen geeignete Begleitpflanzen der Hortensie für verschiedene Zwecke.

Hortensien und Begleitpflanzen im (Stauden)Beet

Interessant wird ein Beet erst, wenn immer etwas blüht. So ist es zum Beispiel auch in einem Staudenbeet. Allerdings handelt es sich bei der Hortensie nun ja keinesfalls um eine klassische Staude. Deshalb ein paar Begleitpflanzen neben der Hortensie, bei denen stets eine Blütenpracht oder auch ein Hingucker ohne Blüte aus dem Beet emporgeht:

  • Kontrastreiche und herbst-/winterfärbende Gräser
  • Farbenfrohe Windröschen (Anemonae)
  • Frauenmantel (Alchemilla epipsila)
  • Winterschöne Christ- oder Lenzrosen (Helleborus niger & Helleborus x hybridus)
  • Satt-grüne Farne
  • Blühfreudige Wiesenknöteriche (Bistorta)

Natürlich kann noch eine Vielzahl anderer Pflanzen mit Hortensien kombiniert werden. Das Wichtigste ist, dass sie die gleichen Standortvorlieben wie die Hortensie haben, wobei der schattige Standort am stärksten berücksichtigt werden sollte.

Unter der Hortensie pflanzen

Denkbar ist es außerdem, im Schatten der Hortensie zu pflanzen. Vor allem bei großen, ausladenden Exemplaren, bietet sich hier viel Raum, der nicht ungenutzt bleiben muss. Dabei gibt es  verschiedene Möglichkeiten:

  • Frühjahrstreibende und -blühende Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Narzissen, Tulpen oder Krokusse stecken.
  • Schattenverträgliche Bodendecker wie Efeu (Hedera helix) oder Günsel (Ajuga) im Schatten der laubtragenden Hortensie gedeihen lassen.

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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