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Hortensien Pflege: Anleitung zum richtigen Gießen, Schneiden & Co.

Die schönen Hortensienblüten entstehen nur bei optimaler Pflege. Wir zeigen alles Wichtige zum richtigen Gießen, Schneiden und Düngen von Hortensien.

Pinke Hortensien mit Hand

Mit der richtigen Pflege verhelfen Sie Ihren Hortensien zu einer wahren Blütenpracht [Foto: Volodymyr Tverdokhlib/ Shutterstock.com]

Hortensien (Hydrangea) können eine wahre Pracht im Garten sein. Doch ist es manchmal gar nicht so einfach, die üppige Blüte jedes Jahr wie gewünscht zu erreichen. Mit dem Pflegen von Hortensien muss man sich ein wenig auseinandersetzen, um Blüteausfälle oder gar gelbe Blätter zu vermeiden. Mit der Befolgung unserer Experten-Tipps müssen Sie sich über derlei Ausfälle nicht mehr ärgern.

Hortensien pflegen

Hortensien sind zuverlässig blühende Klassiker im Garten – allerdings nur mit der richtigen Pflege. Vom Gießen über das Düngen bis zum Abstützen der großen Blütenstände von Hortensien – hier erfahren Sie alles über die richtige Handhabung der schönen Diven.

Hortensien gießen

Hortensien haben sehr viel Durst. Regelmäßiges Gießen ist deshalb insbesondere bei Exemplaren in Pflanzgefäßen unumgänglich. Doch auch Hortensien, die ins Beet ausgepflanzt wurden, freuen sich über eine gelegentliche Wassergabe. Bei Wassermangel macht sich bei Hortensien schnell bemerkbar: Erschlaffende Blätter und Blüten sind ein erstes Anzeichen. Zuvor kann man außerdem beobachten, dass die Farbe des Laubes in ein deutlich dunkleres Grün übergeht.

Anleitung Hortensien gießen:

  • Erde/Substrat regelmäßig kontrollieren, bei beginnendem Austrocknen ist es Zeit für eine Wassergabe
  • Am besten mit Regenwasser gießen, Leitungswasser ist oft alkalisch und hebt den pH-Wert im Boden an
  • Nicht monsunartig alles auf einmal gießen, sondern das Gießwasser lieber auf mehrere kleine Gaben verteilen
  • Staunässe vermeiden, Kübel daher mit Abflusslöchern versehen
  • Hortensien im Kübel müssen eventuell im Sommer mehrmals täglich gegossen werden, am besten morgens oder abends
  • Im Winter muss die Hortensie nicht gegossen werden
Hortensien werden gegossen

Hortensien freuen sich über ausreichend Regenwasser aus der Gießkanne [Foto: Marina Andrejchenko/ Shutterstock.com]

Hortensien düngen

Hortensien sollten organisch oder organisch-mineralisch gedüngt werden. Eine rein mineralische Düngung ist zwar möglich, schadet der Pflanze jedoch langfristig durch eine Verschlechterung der Bodenqualität und macht das Auftreten von Spurennährstoffmängeln wahrscheinlicher.

Anleitung Hortensien düngen:

  • Eine organische Düngegabe zur Pflanzung sollte gleichmäßig im Pflanzloch verteilt und gut eingegossen werden.
  • Hortensien im Freiland genügt eine organische oder organisch-mineralischen Düngung im Jahr, die streng zwischen März und Mai liegen sollte. Spätere Düngungen können die Blüte des Folgejahres in Gefahr bringen und bei zu hohen Stickstoffgaben auch die gesamte Pflanze durch Frostschäden beeinträchtigen.
  • Topfhortensien werden wegen des geringeren Substratvolumens zweimal jährlich gedüngt: Zwei Drittel der Düngegabe erhalten sie zwischen März und Mai, das letzte Drittel zwischen Juni und August. Gerade am zweiten Termin ist die Verwendung organischer, kaliumbetonter Dünger wichtig. Stickstoff wird von diesen eher bedarfsgerecht freigesetzt und führt nicht zur Bildung neuer, frostanfälliger Triebe. Durch das Kalium steigt die Frosttoleranz, es dient als eine Art Frostschutzmittel in den Vakuolen der Zellen.

Bei der Nährstoffversorgung von Hortensien muss stets auch der pH-Wert des Bodens beachtet werden. Die reichblühenden Schönheiten kommen auf saurem Boden sehr viel besser zurecht, als auf neutralem oder leicht alkalischem. Zur Ausbildung von blauen Blüten wird ein pH-Wert um die 4,5 benötigt. Auch der recht häufige Eisenmangel von Hortensien hängt mit dem Säuregrad des Bodens zusammen: Ist dieser nicht ausreichend sauer, ist Eisen für Hortensien schlecht verfügbar. Bedenken Sie dies bereits bei der Pflanzung und verwenden Sie zum Beispiel Rhododendron-Erde, Eichenlaub oder Nadelerde, um den Boden sauer zu halten.

Unser Plantura Bio-Hortensiendünger ist organisch-mineralisch und schützt Ihre geliebten Hortensien durch eine kaliumbetonte Nährstoffzusammensetzung vor Frostschäden. Die fließende Umsetzung fördert ein gleichmäßiges Wachstum und die Blütenbildung. Um einem Eisenmangel vorzubeugen, ist das Spurennährelement ebenfalls enthalten, sodass auch kleine Topfvolumina nicht daran verarmen.

Plantura Bio-Hortensiendünger
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inkl.MwSt.

Genaue Informationen zur Düngung von Hortensien sowie eine Dosieranleitung können Sie hier in unserem Spezial-Artikel finden.

Hortensien schneiden

Für prächtige Blüten ist der richtige Schnitt unabdingbar. Hortensien können entweder im Herbst oder im Frühjahr geschnitten werden. Um den richtigen Zeitpunkt festzustellen, sollte man zunächst wissen, um welche Hortensien-Art es sich handelt. Denn Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) und Eichblatt-Hortensien (Hydrangea quercifolia) bilden ihre Blütenanlagen für das nächste Jahr bereits im Herbst aus. Sie blühen also am vorjährigen Holz. Wird hier zu stark zurückgeschnitten, kann das den Verlust der schönen Blüte bedeuten. Rispen- (Hydrangea paniculata) oder Schneeball-Hortensien (Hydrangea arborescens) blühen hingegen am sogenannten einjährigen Holz – das heißt, sie bilden ihre Blüten im gleichen Jahr, in dem sie blühen. So zählen diese beiden beliebten Hortensien zu den Arten, die unbehelligt zurückgeschnitten werden können.

Weitere Informationen zum Schneiden von Hortensien und eine Anleitung finden Sie in diesem Spezial-Artikel.

Hortensien werden geschnitten

Beim Pflegeschnitt von Hortensien ist Vorsicht geboten [Foto: OlgaPonomarenko/ Shutterstock.com]

Hortensien überwintern

In der Regel kann man sich darauf verlassen, dass alle in Deutschland angebotenen Hortensien-Arten einigermaßen winterhart sind. Einigermaßen heißt in diesem Fall, dass Frostschäden leider durchaus möglich sind und auch die Blüte beeinträchtigen können. Um dies zu vermeiden sollten Sie Folgendes beachten:

  • Bereits bei der Pflanzung sollte ein geschützter Platz im Halbschatten gewählt werden.
  • Ein Winterschutz aus Laub, einem Jutesack, Tannenzweigen oder Mulch schützt die Pflanze. Bedecken Sie vor allem immer auch die bodennahen, äußeren Triebe.
  • Eine Düngung mit mineralischem Stickstoff ist ab Mitte Juli Tabu. Organische Dünger können bis in den August hinein verwendet werden.
  • Der verwendete Dünger sollte einen ausreichend hohen Kaliumgehalt aufweisen, da dieser für die Frostresistenz unerlässlich ist.
  • Auch wenn die Temperaturen steigen, sollten Sie bis zum Verstreichen der Eisheiligen (11. bis 15. Mai) den Winterschutz noch nicht vollständig entfernen. Halten Sie für frostige Nächte den Jutesack bereit. Selbstverständlich ist ein Freilegen der Pflanze in den ersten warmen Wochen möglich und wichtig.
  • Hortensien in Töpfen werden genauso geschützt wie ihre Verwandten im Freiland. Zusätzlich sollten sie den Winter in geschützte Gartenbereichen verbringen. Gefäße mit einem Durchmesser von weniger als 35 Zentimeter werden besser frostfrei (3 – 5 °C) in einem Schuppen oder einer Garage überwintert.

Nähere Informationen zum Überwintern von Hortensien finden Sie im zugehörigen Spezial-Artikel.

Hortensie im WInter

An einem geschützten Standort und mit der richtigen Pflege kommt die Hortensie gut durch die kalte Jahreszeit [Foto: Leke Fowung/ Shutterstock.com]

Tipp: Achten Sie beim Kauf von Hortensien darauf, in welchem Zustand sich diese befinden. Manche Gartencenter bieten noch im Herbst blühende, im Gewächshaus angetriebene Pflanzen an. Diese im Freiland zu überwintern führt unweigerlich zu starken Frostschäden, denn um ansprechende Pflanzen zu erzeugen, werden diese oft während der Anzucht viel zu reichlich gedüngt. Baumschulen bieten häufig etwas teurere, jedoch hochwertigere Ware und eine bessere Beratung an.

Hortensien stützen

Vor allem Schneeball-Hortensien (Hydrangea arborescens) neigen aufgrund ihres Wuchses und der großen Blütenstände dazu, sich wegen der zu großen Last zur Blütezeit Richtung Boden zu neigen. Aber auch die klassische Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) lässt manchmal den Kopf hängen, obwohl es ihr nicht an Wasser mangelt – insbesondere, wenn sie an zu schattigen Standorten steht und die Triebe eher lang und instabil werden.

Natürlich wirken Hortensien umso imposanter, wenn sie aufrecht stehen und ihre Blütenpracht gen Himmel emporstrecken. Es bestehen zwei Möglichkeiten, zum Hängen neigende Hortensien zu einem aufrechten Dasein zu verhelfen:

  • Hortensien mit Bambusstäben stützen
  • Hortensien mit Staudenringen oder Staudenhaltern stützen
Hortensien neigen die Köpfe zu Boden

Sind die Blütenstände der Hortensie zu schwer, neigen sie sich Richtung Boden [Foto: Anna Gratys/ Shutterstock.com]

Man kann die einzelnen Triebe der Hortensie jeweils mit einem Bambusstab stützen. Das verhilft zu mehr Stabilität, sieht aber auch sehr schnell unschön aus. Eine gute Alternative zu den Bambusstäben stellen im Fachhandel erhältliche Staudenringe oder Staudenhalter dar. Die kreisrunden Staudenringe mit einem Befestigungsstab in der Mitte können zur Stabilisierung kleinerer Hortensien-Exemplare verwendet werden. Größere Pflanzen werden besser mit den halbkreisförmigen Staudenhaltern gestützt und in aufrechter Position gehalten.

Schädlinge und Krankheiten an Hortensien

Bei guter Pflege sind Hortensien in der Regel nicht besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Falls Ihre Hortensie dennoch betroffen ist, stellen wir Ihnen im Folgenden vor, was Sie gegen gelbe Blätter und Wollläuse an Hortensien unternehmen können.

Gelbe Blätter an Hortensien: Eisenmangel

Wenn sich die Blätter Ihrer Hortensie gelb verfärben, kann die Ursache ein Eisenmangel, auch Chlorose genannt, sein. Gerade bei Hortensien ist eine solche Chlorose häufig anzutreffen. Ursache dafür ist meistens ein Nährstoffmangel. Der fehlende Nährstoff ist bei Hortensien fast ausschließlich Eisen, obwohl davon fast immer genug im natürlichen Boden vorliegt. Grund für den Mangel ist also nicht fehlendes Eisenvorkommen im Boden, sondern, dass die Hortensie das vorhandene Eisen nicht aufnehmen kann. Dies tritt bei Hortensien bei einem zu hohen pH-Wert auf. Die Moorbeetpflanze ist an niedrige pH-Werte um 4 – 5,5 angepasst. Damit der pH-Wert richtig bestimmt werden kann, ist ein pH-Test nötig. Ist der gemessene pH-Wert zu hoch, kann dieser mit Rhododendronerde, kalkfreien Torf oder Bittersalz gesenkt werden. Hortensien in Kübeln sollte man am besten gleich in pure Rhododendronerde pflanzen, dann müssen Sie auch keine Chlorosen befürchten.

Weiter Informationen zu Eisenmangel an Hortensien finden Sie in diesem Artikel.

Wollläuse an Hortensien

Wollläuse (Pseudococcidae) werden auch oft Schmierläuse genannt und setzen sich besonders gerne auf unsere Hortensien. Sie sind sehr einfach zu erkennen, da sie von einem weißen Gespinst umgeben sind, das winzigen weißen Haaren oder Fusseln ähnelt. Die Wollläuse saugen sich an den Pflanzen fest und nehmen dann den Pflanzensaft auf, wobei sie schädliche Viren auf die Pflanzen übertragen können. Sie scheiden zudem den klebrigen Honigtau aus, an dem sich oftmals noch Pilze ansiedeln. Daher kann man auch nicht selten klebrige Stellen an den Pflanzen entdecken, die sich durch die Pilze häufig dunkel oder schwarz verfärben. Durch das Saugen der Läuse an den Hortensien werden die befallenen Blätter gelb und fallen schließlich ab. Wenn der Befall mit Wollläusen sehr stark ist, können die Hortensien sogar absterben.

Wie Sie Wollläuse an Hortensien erfolgreich bekämpfen können, erfahren Sie hier.

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