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Hortensien Pflege: Düngen, Gießen & Stützen

Alles, was Sie über die Pflege von Hortensien wissen müssen: Vom Düngen über Gießen bis hin zum Stützen der schönen Blüten.

Hortensien an Mauer im Garten rot zu blau

Hortensien machen aus jedem Garten ein Blütenmeer [Foto: Marina Andrejchenko/ Shutterstock.com]

Hortensien können eine wahre Pracht im Garten sein. Doch bedarf es auch einiger Pflegemaßnahmen, dass sie jährlich und gewünscht üppig blühen. Mit dem Pflegen von Hortensien sollte man sich deshalb in jedem Fall auseinandersetzen, um zu vermeiden, dass die Hortensien nicht mehr blühen oder nur noch gelbe Blätter die Pflanze bekleiden. Vom Gießen über das Düngen bis zum Abstützen der großen Blütenstände der Hortensien – hier erfahren Sie alles über die spezielle Pflege des beliebten Strauches.

Hortensien pflegen: Allgemeine Pflegetipps

Auch bei der Pflege von Hortensien können Fehler gemacht werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Hortensie ihren Platz im Beet hat oder einen Kübel auf dem Balkon bewohnt. Hier sind die wichtigsten Pflegetipps für den Anbau von Hortensien:

  • Ausreichend gießen
    Eine Hortensie will ausreichend mit Wasser versorgt werden. So können Trockenschäden (vertrocknete Blätter und im schlimmsten Fall Blüten) vermieden werden. Staunässe ist zu vermeiden.
  • Der richtige Pflegeschnitt
    Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) dürfen nicht zu tief heruntergeschnitten werden. Ansonsten kann es im nächsten Frühjahr zu Ausfällen in der Blüte kommen
    Hortensien schneiden per Hand mit Schere

    Bei Hortensien sollte man es mit dem Schneiden nicht übertreiben [Foto: OlgaPonomarenko/ Shutterstock.com]

  • Schutz vor Frösten
    Hortensien sind relativ frostempfindlich. Vor allem die Zeit des Austriebs ist eine kritische Zeit. Wird die Hortensie dann nicht richtig vor frostigen Temperaturen geschützt, kann es ebenfalls zu Verlusten in der Blütenpracht kommen.
  • Die richtige Erde
    Im Wurzelraum bevorzugen Hortensien einen relativ sauren pH-Wert zwischen 4 und 5. Rhododendron- oder Azaleen-Substrat eignet sich hervorragend, um dieses Milieu für die Hortensie zu schaffen. Vor allem wenn die Hortensien in Blau oder Lila erstrahlen sollen, muss dieser saure pH eingehalten werden.

    Hortensien im Topf mit Erde

    Mit der richtigen Erde gedeihen Hortensien noch besser (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

  • Manchmal mangelt es an Nährstoffen
    Hortensien haben einen gewissen Bedarf an Nährstoffen, der gedeckt werden muss. Deshalb ist gelegentliches Düngen unumgänglich und zählt somit zu den üblichen Pflegemaßnahmen der Hortensien. Kommt es zu Mangelerscheinungen, so ist entweder zu wenig gedüngt worden oder die Nährstoffe sind aufgrund eines zu hohen pH-Wertes im Boden nicht für die Pflanze zugänglich.
Wir von Plantura empfehlen für Hortensien folgende Produkte:
  • Floragard Endless Summer Hortensienerde rosa & weiß: Spezialerde für gesunde und kräftige Hortensien. Das Tongranulat verbessert die Luft- und Wasserzirkulation.
  • Floragard Endless Summer Hortensienerde blau: Spezialerde für gesunde und kräftige Hortensien. Durch Aluminiumdünger wird langfristig die kräftig leuchtend blaue Blüte erhalten. Das Tongranulat verbessert die Luft- und Wasserzirkulation.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Hortensien düngen

Die Ernährung der Hortensien darf nicht unterschätzt werden. Sie entscheidet darüber, ob die Pflanzen vital sind und stellt die Weichen für die ausgebildete Blütenfarbe.

Hortensien in Beet und Kübel düngen

Bei der Düngung von Hortensien ist es wichtig, das gesunde Maß zwischen zu viel und zu wenig zu finden. Beide Extrema können für krankheitsanfällige und nicht vitale Pflanzen sorgen und dazu führen, dass man nicht mehr mit dem gewohnten Blütenreichtum verwöhnt wird. Bei der Düngung kann man auf mineralische oder organische Dünger zurückgreifen. Letztere kann man mit einem Kompost sogar selbst herstellen. Die Häufigkeit des Düngens richtet sich natürlich nach dem verwendeten Dünger. Ab Ende Juli wird die Düngung jedoch eingestellt, um das Pflanzengewebe ausreifen zu lassen und somit auf den langsam aber sicher bevorstehenden Winter vorzubereiten.

Hortensie im Topf mit Dünger

Hortensien dürfen nicht zu viel und nicht zu wenig gedüngt werden (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Hortensien mineralisch düngen

  • Können den Hortensien mit dem Gießwasser verabreicht werden
  • Sind direkt für die Pflanze verfügbar
  • Lieber mehrmals ein wenig als einmal kräftig düngen
  • Speziellen Hortensiendünger oder für Moorbeetpflanzen verwenden
  • Dünger sollte einen gewissen Eisenanteil aufweisen

Hortensien organisch düngen

  • Abgelagerter Rinderdung optimal
  • Nährstoffe nicht sofort für Pflanze verfügbar
  • Am besten mit Beginn des Austriebes zu Jahresbeginn etwas in den Boden/in das Substrat einarbeiten
  • Alternative organische Dünger: Hornspäne, Kompost, Guano-haltige Flüssigdünger
  • Kompost mit Kaffeesatz eignet sich gut, da der Kaffeesatz den pH-Wert niedrig hält

Die Düngung macht Hortensien blau

Die richtige Düngung entscheidet bei Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) über die Farbe der zierenden Blütenstände. Werden sie mit einem aluminiumhaltigen Dünger versorgt, so können rosa oder rote Sorten in Blau oder Lila erstrahlen. Nicht alle Sorten lassen sich gleichgut färben, weißen Sorten bleibt diese Fähigkeit gänzlich verwehrt. Gemeinsam mit dem Farbpigment Delphinidin sorgt das Aluminium für die Blaufärbung der Hortensien.

Entscheidend ist hierbei jedoch auch der pH-Wert in der Bodenlösung. Ist dieser zu hoch, so wird Aluminium festgelegt und ist nicht mehr pflanzenverfügbar. Eine zu ausgiebige Aluminiumdüngung kann jedoch auch schnell zu Wurzelschäden führen und die Pflanze somit gefährden. Um blaue oder lila-farbige Hortensien stets in der gewohnten Farbe erstrahlen zu lassen, muss mit aluminiumhaltigen Düngern nachgedüngt werden.

tiefblaue Hortensienblüte

Tiefblau wie das Meer leuchten diese Blüten [Foto: Luca TemporelliCC BY-SA 2.0]

Folgendes ist für das Blaufärben von Hortensien wichtig:

  • Aluminiumhaltige Dünger verwenden (Kali-Alaun aus der Apotheke oder spezielle Hortensien-Blau-Dünger)
  • Niedrigen pH-Wert einhalten (um 4 bis 4,5)
  • Nicht zu oft mit Aluminium düngen, da es im Wurzelbereich toxisch wirken kann
  • Nachdüngen, sobald man das Gefühl hat, dass die Farbintensität nachlässt
  • Einmal jährlich zu Jahresbeginn ausreichend düngen
  • Teilweise kann es einige Zeit dauern, bis die Aluminiumdüngung in eine Blaufärbung umschlägt – Geduld ist gefragt
Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
  • Cuxin Hortensiendünger: Spezialdünger für prächtige Blüten. Der spezielle Blaumacher sorgt für eine tiefblaue Blütenfärbung.
  • Cuxin BIO Rosen- & Blumendünger: Organischer BIO-Spezialdünger für Rosen, Blumen und Clematis mit 3 Monate Langzeitwirkung. Die optimale N-P-K-Verteilung sorgt für ein gutes Wachstum mit schneller und gesunder Blattbildung sowie für kräftige Pflanzenwurzeln und eine reiche Blütenbildung.
  • Cuxin DCM Horngrieß: Organischer Stickstoffdünger mit Sofort- und gleichmäßige Langzeitwirkung. Fördert durch wichtige Aminosäuren und Spurenelementen den Wuchs und regt die Aktivität der im Boden lebenden Mikroorganismen und Würmer an.

Hortensien gießen

Hortensien haben sehr viel Durst. Regelmäßiges Gießen ist deshalb insbesondere bei Exemplaren in Pflanzgefäßen unumgänglich. Doch auch Hortensien, die ins Beet ausgepflanzt wurden, freuen sich über eine gelegentliche Wassergabe. Bei Wassermangel machen sich Hortensien schnell bemerkbar: Erschlaffende Blätter und Blüten sind ein erstes Anzeichen. Zuvor kann man beobachten, dass die Farbe des Laubes in ein deutlich dunkleres Grün übergeht. Hier ein paar Tipps für das richtige Gießen von Hortensien:

Hortensien Gießkanne gießen rote und blaue Hortensien im Topf im GArten

Hortensien haben sehr viel Durst [Foto: Galina Grebenyuk/ Shutterstock.com]

  • Erde/Substrat regelmäßig kontrollieren – bei beginnendem Austrocknen ist es Zeit für eine Wassergabe.
  • Am besten mit Regenwasser gießen – Leitungswasser ist oft alkalisch und hebt den pH-Wert im Boden an.
  • Nicht monsunartig alles auf einmal gießen, sondern lieber auf kleine, mehrere Gaben das Gießwasser verteilen.
  • Staunässe vermeiden – Kübel deshalb mit Abflusslöchern versehen.
  • Kübel müssen eventuell im Sommer mehrmals täglich gegossen werden – am besten morgens oder abends.
  • Im Winter muss die Hortensie nicht gegossen werden.

Hortensien stützen – Wenn die Blüte zur Last wird

Vor allem Schneeball-Hortensien (Hydrangea arborescens) neigen aufgrund ihres Wuchses und der großen Blütenstände dazu, dass sie sich wegen der zu großen Last zur Blütezeit Richtung Boden neigen. Aber auch die klassische Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) lässt den Kopf hängen, obwohl es ihr nicht an Wasser mangelt – insbesondere, wenn sie an zu schattigen Standorten steht und die Triebe eher lang und instabil werden.

H. arborescens weiße Blüten zu schwer

Wenn die Blüten zu schwer werden, können die Stiele das Gewicht nicht mehr tragen [Foto: Jane NearingCC BY-ND 2.0]

Natürlich wirken Hortensien umso imposanter, wenn sie aufrecht stehen und ihre Blütenpracht gen Himmel emporstrecken. Es bestehen zwei Möglichkeiten, zum Hängen neigende Hortensien zum aufrechten Dasein zu verhelfen:

  • Hortensien mit Bambusstäben stützen
    Man kann die einzelnen Triebe der Hortensie jeweils mit einem Bambusstab stützen. Das verhilft zu mehr Stabilität, sieht aber auch sehr schnell unschön aus.
  • Hortensien mit Staudenringen oder Staudenhaltern stützen

Eine gute Alternative zu den Bambusstäben stellen im Fachhandel erhältliche Staudenringe oder Staudenhalter dar. Die kreisrunden Staudenringe mit einem Befestigungsstab in der Mitte können noch zur Stabilisierung kleinerer Hortensien-Exemplare verwendet werden. Größere Pflanzen werden besser mit den halbkreisförmigen Staudenhaltern gestützt und in aufrechter Position gehalten.

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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