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Kirschlorbeer pflegen: Die besten Pflegetipps für Ihren Kirschlorbeer

Der Kirschlorbeer freut sich in Ihrem Garten über eine ausgewogene Pflege. Welche Pflegemaßnahmen besonders wichtig sind, verraten wir Ihnen hier.

Kirschlorbeer mit kleinen Blüten

Der Kirschlorbeer braucht eine ausgewogene Pflege [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) zählt zu den beliebtesten immergrünen Heckenpflanzen in deutschen Gärten. Er ist schnell wüchsig, blickdicht und unglaublich standorttolerant. Doch auch dieser einfach zufriedenzustellende Genosse benötigt eine ausreichende Pflege, um einen gesunden Zuwuchs zu garantieren und diesen auch im Zaun zu halten. Daher sind besonders bei der Düngung und beim Rückschnitt einige Dinge zu beachten. Im Gegenzug dafür werden Sie mit einer prächtigen und vitalen Pflanze belohnen, die Sie in Windeseile vor neugierigen Blicken schützt.

Kirschlorbeer pflegen

Eine Pflanze, die im Jahr bis zu 40 Zentimeter an Neuaustrieb verzeichnet, muss unbedingt mit ausreichend Energie in Form von Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Daher gilt es, den ansonsten sehr anspruchslosen Kirschlorbeer ordentlich zu düngen und gießen. Auch das immergrüne Laub trägt zum hohen Nährstoffverbrauch bei. Trotzdem hält der robuste Strauch mit etwas Vorbereitung auch ohne Verluste unsere frostigen Winter aus.

Kirschlorbeer gießen

Durch die großen Blätter bildet der Kirschlorbeer rasch blickdichte, grüne Wände. Allerdings verliert der Strauch durch die große Oberfläche auch viel Wasser über Transpiration. Dementsprechend sollten Sie besonders an sonnigen und warmen Tagen regelmäßig zur Gießkanne greifen. Generell gilt: Es wird gegossen, sobald die Erde oberflächlich ausgetrocknet ist. Schwemmen Sie den Wurzelbereich dabei, denn der Kirschlorbeer gehört zu den Tiefwurzlern und auch die Wurzelspitzen wollen etwas von dem belebenden Feucht abbekommen. Allerdings kann sich der sonst an ziemlich jedem Standort gedeihende Kirschlorbeer mit einem Umstand gar nicht anfreunden: Er ist sehr empfindlich gegenüber Staunässe und reagiert mit großer Zeitverzögerung auf falsche Wasserverhältnisse. Bei der Pflanzung eines Kirschlorbeers ist es daher unverzichtbar, eine Drainageschicht auszulegen und schweren Boden mit Sand aufzulockern.

grüner Kirschlorbeer mit Regentropfen im Garten

Über die großen Blätter verliert der Kirschlorbeer viel Wasser. Deshalb ist eine ausreichende Wasserversorgung besonders wichtig [Foto: Anna Bogush/ Shutterstock.com]

Hinweis: Vor allem bei großblättrigen Sorten besteht im Winter erhöhte Kahlfrostgefahr. Daher muss auch im Winter gegossen werden, jedoch nur an frostfreien Tagen.

Kirschlorbeer düngen

Die Düngung ist beim Kirschlorbeer das A und O, denn bei Nährstoffmangel verfärben sich die ansonsten sattgrünen Blätter gelb und fallen im Extremfall sogar ab. In diesem Fall nützt Ihnen Ihre Hecke auch nicht mehr viel. Deshalb ist es wichtig, ein- bis zweimal im Jahr mit einem organischen Dünger zu düngen. Gehen Sie dabei einfach wie folgt vor:

Vor der Düngung sollten Sie den Boden auflockern und wässern. Der Dünger wird oberflächlich eingearbeitet, anschließend kann mit Rindenmulch, Rasenschnitt oder Holzhäckseln gemulcht. Mehr Tipps und Alternativen zur optimalen Düngung Ihres Kirschlorbeers finden Sie hier.

Kirschlorbeer mit strahlend grünen Blättern

Damit die Blätter das ganze Jahr über sattgrün leuchten, muss die Nährstoffzufuhr stimmen [Foto: NeydtStock/ Shutterstock.com]

Kirschlorbeer schneiden

Der gute Zuwuchs trägt besonders bei Hecken oder in Form geschnittenen Kirschlorbeeren dazu bei, dass regelmäßig zur Schere gegriffen werden muss. Geschnitten wird daher mindestens einmal im Jahr direkt nach der Blüte. Bei schnell wachsenden Sorten empfiehlt sich ein stärkerer Schnitt im Februar und ein weiterer, leichter Schnitt Ende Juni nach der Blüte. Schneiden Sie Ihren Kirschlorbeer an einem frostfreien, trockenen und leicht bewölkten Tag, um so viel Stress wie möglich für die Pflanze zu vermeiden und die Gefahr einer Pilzinfektion zu minimieren. Ansonsten gilt es, Folgendes zu beachten:

  • Verwenden Sie lieber eine Handschere als eine elektronische Schere
  • Tragen Sie beim Rückschnitt Handschuhe (Kirschlorbeeren sind giftig)
  • Die Triebe werden vor dem Blattansatz geschnitten
  • Kranke Triebe werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten
  • Nach innen wachsende Triebe werden entfernt, damit mehr Licht in die Pflanze fällt
  • Entfernen Sie verletzte Triebe (z.B. infolge von Frostschäden auftretende)

Auch einen radikalen Rückschnitt verträgt die Pflanze gut, allerdings sollte man dies nicht ohne triftigen Grund tun. Mehr zum richtigen Schneiden Ihres Kirschlorbeers finden Sie hier.

Kirschlorbeer im Winter

Trotz des immergrünen Laubs gelten sehr viele Sorten des Kirschlorbeers bei uns als wenigstens bedingt winterhart, sodass sie in der Regel auch ohne aufwendigen Winterschutz gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Hierzu zählen Sorten wie ‚Caucasica‘, ‚Herbergii‘ oder auch ‚Genolia‘. Mit den richtigen Handgriffen können Sie zusätzlich beeinflussen, wie viel Frostschäden im Frühjahr auf Sie zukommen. Niedrig wachsende Sorten gelten zum Beispiel als winterhärter als hoch wachsende Varianten. Dies liegt daran, dass die Pflanze den kalten Winden weniger Angriffsfläche bietet. Diese kann jedoch auch durch eine gute Standortwahl minimiert werden.

Etna Kirschlorbeer mit Frost

Einige Kirschlorbeeren sind besonders winterhart und eignen sich auch für Regionen mit harschen Wintern [Foto: Iuliia Kudrina/ Shutterstock.com]

Steht die Pflanze schön windgeschützt, besteht auch weniger Gefahr, dass Sie im nächsten Frühjahr Frostschäden entdecken. Zum zusätzlichen Schutz sollten Sie zudem, wenn dies bei der Düngung nicht ohnehin schon geschehen ist, eine schützende Mulchschicht auslegen. So wird der Wurzelbereich vor den kalten Temperaturen und vor Verdunstung geschützt. In besonders kalten Regionen oder bei etwas empfindlicheren Sorten sollten Sie zusätzlich eine dicke Schicht aus Laub, Reisig, Moos oder Ähnlichem auftragen.

Hinweis: Eine kalibetonte Herbstdüngung fördert die Frosttoleranz zusätzlich.

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