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Kirschlorbeer-Sorten: Wuchsfreudige, winterharte & Sorten für Hecken

Kirschlorbeeren sind immergrün, winterhart und wuchskräftig und besonders gut als Hecke geeignet. Doch die Sorten unterscheiden sich teilweise erheblich.

Kirschlorbeer

Kirschlorbeeren sind immergrün, winterhart und besonders gut als Hecke geeignet [Foto: FMB/ Shutterstock.com]

Es gibt insgesamt über 25 verschiedene Sorten der Kirschlorbeere (Prunus laurocerasus). Diese unterscheiden sich nicht nur bezüglich ihres Aussehens. Auch ihre Ansprüche an die Umgebung und Pflege weichen stark voneinander ab. So sollten Sie sich vor der Wahl einer Sorte Gedanken darüber machen, wo die Pflanze später leben soll, welche Bodenbedingungen am Standort herrschen und wie viel Platz ihr zur Verfügung steht.

Kirschlorbeersorten: Die besten Sorten in der Übersicht

Aber auch Ihre eigenen Wünsche sollten Sie bei der Sortenauswahl berücksichtigen. Wollen Sie eine besonders robuste Sorte? Wollen Sie eine Hecke pflanzen? Soll diese schnell wachsen oder doch lieber weniger schnittintensiv sein? Wir helfen Ihnen mit einer kleinen Sortenübersicht bei der Entscheidung für die richtige Kirschlorbeer-Sorte. In Deutschland sind ungefähr 20 unterschiedliche Sorten eingeführt worden, während die Wildform der Lorbeerkirsche hier kaum in Kultur zu finden ist.

Besonders winterharte Kirschlorbeersorten

Sorten mit einer hohen Winterhärte kommen auch mit eisigen Wintern zurecht und das ohne zusätzlichen Winterschutz. Mit diesen Sorten brauchen Sie zum Frühlingsanfang nicht zu bangen, ob noch etwas von Ihrer Pflanze übriggeblieben ist, denn Winterschäden halten sich hier mit der richtigen Pflege in Grenzen.

Etna: Das Besondere an dieser Sorte ist die ungewöhnliche Farbe der jungen Blätter. Sie wird sowohl zwei Meter breit als auch hoch und hat einen mittleren Wuchs von etwa 30 cm pro Jahr. Die bronzefarbenen beziehungsweise bronzeroten Austriebe haben breite und dicke Blätter. Außerdem ist die Sorte gut schnittverträglich und eignet sich auch für kleine Gärten. Weitere Details zu dieser Sorte finden Sie auch hier in diesem Spezialartikel.

Kirschlorbeer mit Frost

‘Etna’ ist außergewöhnlich frostresistent [Foto: Iuliia Kudrina/ Shutterstock.com]

Aufrechte Lorbeerkirsche ‚Herbergii: Diese besonders schlank wachsende Sorte mit starkem, ovalem Wuchs erreicht Höhen von 3,5 m. Die Pflanzen legen jährlich gut 30 cm zu und haben dicke Blätter, die im Vergleich zu anderen Sorten relativ klein sind. Diese robuste Sorte ist die am häufigsten im Garten anzutreffende. Sie hat zudem eine hohe Toleranz gegenüber der Schrotschusskrankheit. Weitere Details zu ‚Herbergii‘ können Sie hier nachlesen.

Zwerg-Kirschlorbeer ‚Piri: Mit einer Endhöhe von gerade einmal einem Meter und einer Breite von 1,2 m eignet sich diese sehr gut winterharte Sorte für niedrige Hecken, Formschnitte oder auch zur Flächenpflanzung in Vorgärten oder auf Friedhöfen. Durch seinen kompakten Wuchs, seine Robustheit, hohe Standorttoleranz und Gesundheit bietet dieser Kirschlorbeer eine gute Alternative zum krankheitsanfälligen Buxbaum.

Kleopatra: Diese besonders winterharte und robuste Sorte punktet mit einer wunderschönen kupferroten Blattfärbung am Neuaustrieb. Sie wird bis zu 1,25 m breit und 2 m hoch.

Brenella: Diese asiatische Sorte erreicht in kalkarmen, durchlässigen Böden eine Höhe von etwa 2 m und eine Breite von 1,2 m. Dank ihrer guten Frosthärte verträgt sie auch Temperaturen unter -35° C spielend. Das längliche, eiförmige Laub erstrahlt in einem kräftigen Dunkelgrün.

Winterstar: Schon der Name verrät die Vorzüge dieser Sorte: Auch bei langen Frostperioden tief unter dem Nullpunkt und starker Sonneneinstrahlung übersteht dieser Kirschlorbeer den Winter gut. Er erreicht Wuchshöhen von 2 m und Breiten von 1,8 m. Somit eignet sich der robuste Strauch auch hervorragend als Heckenpflanze. Das Laub ist glänzend dunkelgrün und an der Unterseite hellgrün.

Kirschlorbeer Winter Schnee

Sorten mit einer hohen Winterhärte kommen auch mit eisigen Wintern zurecht und das ohne zusätzlichen Winterschutz [Foto: Roel Meijer/ Shutterstock.com]

Portugiesischer Kirschlorbeer (Prunus lusitanica): Diese Sorte ist von schlankem, mittelstarkem Wuchs mit länglichen, kleinen Laubblättern. Sie wächst dicht und kompakt bis in eine Höhe von bis zu 6 m und eignet sich daher ideal als Heckenpflanze. Zudem ähnelt sie sehr dem echten Lorbeer. Die Winterhärte soll die von P. laurocerasus noch übertreffen.

Myrtifolia: Diese Variante verfügt über grünes, glänzendes Laub. Am besten sollten sie einen sonnigen Standort mit schwerem Boden auswählen. Zudem ist die Sorte gut winterhart bis unter -35 °C, wird 2 m breit und 2,5 m hoch und ist als Hecke, Solitär- und Kübelpflanze geeignet

Angustifolia: Diese Sorte hat trotz ihrer mediterranen Herkunft eine gute Winterhärte. Sie hat besonders grazile, schmale Blätter in glänzendem Dunkelgrün, die besonders dicht wachsen. Zudem handelt es sich um eine sehr schnittverträgliche und robuste Sorte. Der Kirschlorbeer eignet sich ideal für Hecken bis zu 4 m Höhe.

Angustifolia à Italia: Diese Sorte verfügt über längliche, eiförmige Blätter in ledrigem, glänzendem Grün sowie einen gut verzweigten, aufrechten Wuchs bis 4 m Höhe und 1,5 m Breite. Sie sollte besser vor der Wintersonne geschützt werden, ist aber sonst winterhart bis -35° C sowie gut als Heckenpflanze geeignet

Kirschlorbeersorten besonders geeignet für Hecken

Kirschlorbeeren sind wegen ihrer immergrünen Blätter und schnellen Wüchsigkeit beliebte Heckenpflanzen. Doch auch hier gilt: Manche Sorten sind als Hecke besser geeignet als andere. Nachfolgend nun einige Sorten, die gut für Hecken geeignet sind. Weitere Informationen finden Sie hierzu auch in unserem Spezialartikel.

Säulen-Kirschlorbeer ‚Genolia: Diese gut winterharte Sorte ist aufgrund ihres sehr aufrechten und schlanken Wuchses (1 m Breite) die ideale Heckensorte. Sie wächst nur schwach und muss daher nicht allzu oft zurückgeschnitten werden. Die Pflanzen werden bis zu 3,5 m hoch und haben dunkelgrüne, lederartige und schmale Blätter. Weitere Details zu der Sorte finden Sie auch hier.

Genolia Kirschlorbeer mit geschlossenen Blüten

Die Sorte ‘Genolia’ ist ideal für schmale Hecken [Foto: FMB/ Shutterstock.com]

Leander: Diese mittelstark wachsende Sorte gilt als der typische Heckenlorbeer. Sie ist gut winterhart und hat ungeschnitten einen sehr breitbuschigen Wuchs.

Prudonti: Die Sorte erreicht schnell Höhen von 3 m bei einer Breite von nur etwa 1 m und eignet sich daher wunderbar zur Heckenpflanzung als Sicht- und Windschutz auch in kleineren Gärten. Das längliche Laub ist glänzend mittelgrün.

Reynvaanii: Diese schön aufrechte und anpassungsfähige Heckensorte kommt durchaus auch mit nicht optimalen Standortbedingungen im Schatten klar. Das lange, schmale Laub präsentiert sich in glänzendem Dunkelgrün. Sie kann bis 3 m hoch sowie 2 m breit werden und ist sehr gut winterhart.

Renault Ace: Diese Sorte wächst schnell zu einer kompakten, blickdichten Hecke von bis zu 3 m Höhe und 2,5 m Breite heran. Durch ihre Schattentoleranz und die hohe Standfestigkeit gegenüber Wurzeldruck gedeiht sie auch unter großen Bäumen hervorragend. Die elliptischen Laubblätter glänzen dabei in sattem Dunkelgrün.

Linus: Der sehr aufrechte, dicht verzweigte Wuchs macht diesen Kirschlorbeer zur idealen Wahl für freistehende Hecken. Denn bei einem genügend großen Freiraum muss der gerade einmal 1,2 m breite und 3,5 m hochwachsende Strauch nicht geschnitten werden. Des Weiteren überzeugt die Sorte mit einer guten Wüchsigkeit und Frosthärte.

Zabeliana: Diese Sorte eignet sich für breite Hecken und zeichnet sich durch ihre gute Schnittverträglichkeit, Windfestigkeit sowie Winterhärte aus. Durch diese Eigenschaften kann dieser Kirschlorbeer auch wunderbar zur Flächenbepflanzung dienen, denn seine Breite beträgt bis zu 5 m.

Breitwüchsige Lorbeerkirsche ‚Otto Luyken: Diese sehr frostharte Sorte überzeugt mit einem niedrigen (1,5 m Höhe), breitbuschigen und dichten Wuchs. Sie eignet sich somit in Gruppen gepflanzt hervorragend als Bodendecker oder niedrige Hecke. Zudem hat sie relativ kleine, schmale Blätter und wächst mit 20 cm pro Jahr nur schwach.

Hecke Kirschlorbeer Otto Luyken im Garten

Die Sorte ‘Otto Luyken’ hat relativ kleine Blätter [Foto: Anna Gratys/ Shutterstock.com]

Mano: Die Wuchsform dieser Sorte punktet mit einem ebenso breiten wie hohen Wuchs von ca. 1,5 m. So lässt sie sich – in Kombination mit ihrer guten Schnittfestigkeit – wunderbar gestalten.

Greentorch: Diese Sorte erreicht eine Höhe von etwa 2,5 m und eine Breite von 1,4 m. Sie wächst für einen Kirschlorbeer recht langsam, ist aber trotzdem sehr schnittverträglich. Die ovalen Laubblätter sind glänzend dunkelgrün.

Greenpeace: Die pflegeleichte Sorte ist wunderbar winterhart und wächst im mäßigen Tempo zu einer bis zu 4 m hohen und 1,8 m breiten Hecke heran. Die elliptischen Laubblätter sind am Rand gezahnt und zeigen sich in einem belebenden Sattgrün.

Mari: Hier handelt es sich um eine ideale Heckensorte mit dichter Verzeigung für den schnittfaulen Hobbygärtner, denn die Sorte muss bei einer Höhe von 1 bis 2 m nicht geschnitten werden.

Besonders schnell wachsende Kirschlorbeersorten

Schnell wachsende Sorten gewinnen pro Jahr bis zu 70 cm Höhe und werden insgesamt bis zu fünf Meter hoch. Sie dienen zwar rasch als guter Sichtschutz und eignen sich hervorragend als Solitärpflanze, doch die Pflanzen müssen sehr oft zurückgeschnitten werden, um in Form zu bleiben.

Schmalblättriger Kirschlorbeer ‚Caucasica: Dieses Wuchswunder hat schlanke, spitze Blätter und ist relativ frostempfindlich. Die Pflanzen treiben nach einem harten Winter aber wieder neu aus. Die Sorte eignet sich als Solitärpflanze, aber auch hervorragend für die Heckenpflanzung. Außerdem überzeugt sie mit einer hohen Resistenz gegenüber gängigen Krankheiten. Weitere Informationen zu dieser Sorte finden Sie auch hier.

Kirschlorbeer im Garten

Von der kleinen Jungpflanze zur meterhohen Heckenfront dauert es bei der Sorte ‚Caucasica‘ nicht lange [Foto: Alena Gavrilchik/ Shutterstock.com]

Großblättriger Kirschlorbeer ‚Rotundifolia: Diese dickblättrige Sorte hat eine mittlere Frostempfindlichkeit und sollte nur an geschützten Orten gepflanzt werden. Sie treibt aber dennoch jedes Jahr wieder aus. Die relativ hellen Blätter sind groß und breit.

Dunkelblättriger Kirschlorbeer ‚Schipkaensis Macrophylla: Diese Sorte weist die größten Laubblätter in tiefem Dunkelgrün auf. Sie ist nicht nur besonders schnellwüchsig, sondern auch sehr winterhart und robust gegenüber Krankheiten. Zudem wird sie bis zu 3 m hoch und 3 m breit.

Diana: Diese Sorte hat einen starken, trichterförmigen Wuchs mit eiförmig, zugespitzten Laubblättern. Der Austrieb ist leicht kupferfarben. Die Sorte ist zudem sehr winterhart (auch unter -35 °C) und eignet sich zur Einzel-, Gruppen- oder Heckenpflanzung. Der Wuchs erreicht Höhen bis 3 m und Breiten von etwa 2 m.

Hibani: Hierbei handelt es sich um eine einzigartig schöne Neuzüchtung mit starkem, hohem und breitem Wuchs sowie schmalen, zugespitzten Laubblättern. Der Austrieb ist leicht kupferfarben. Sie wird bis zu 3 m hoch und 1,5 m breit.

Novita: Diese Sorte besitzt die gleichen Eigenschaften wie ‚Rotundifolia‘, nur ihre Blattfarbe ist etwas dunkler. Näheres zu dieser finden Sie auch hier in einem eigens zusammengestellten Artikel.

Kirschlorbeer Novita

Der Kirschlorbeer ‘Novita’ kommt in deutschen Gärten zu Recht sehr häufig vor [Foto: a9photo/ Shutterstock.com]

Übrigens: Die meisten großblättrigen Sorten sind schnellwüchsig.

Besonders hübsche und kleinwüchsige Kirschlorbeersorten

Bei einer so großen Sortenauswahl sind auch unter den Kirschlorbeersorten einige echte Hingucker und Besonderheiten zu entdecken. So gibt es Sorten, die mit ihrer ungewöhnlichen Wuchsform oder Ästhetik punkten.

Kriech-Kirschlorbeer ‚Mount Vernon: Diese Sorte hat einen kriechenden, sich flach ausbreitenden Wuchs von 35 cm Höhe und bis zu 120 cm Breite. Daher eignet sie sich ideal als Bodendecker. Die dunkelgrünen Laubblätter sind länglich. Diese Sorte ist ausreichend winterhart bis -35 °C und gedeiht auch an sehr schattigen Plätzen mit großer Wurzelkonkurrenz.

Breitwüchsiger Kirschlorbeer ‚Cherry Brandy: Mit einer Höhe von nur 80 cm und einer Breite von bis zu 3 m eignet sich die Sorte wunderbar zur Flächenbepflanzung. Dabei ist sie äußerst frost- und trockenresistent und verträgt Rückschnitte ohne Probleme. Die elliptischen, länglichen Blätter sind mittel- bis dunkelgrün glänzend.

Gajo: Die kleinbleibende, langsam wachsende Sorte wird gerade einmal 1 m hoch und eignet sich daher wunderbar zur Umrandung von Wegen oder Beeten sowie für die Kübelkultur. Die elliptischen Blätter glänzen dunkelgrün.

Mischeana: Diese Sorte wird 1,5 m hoch und 2,5 m breit. Sie ist gut winterhart, überzeugt mit dunkelgrünem Laub, einer hohen Standorttoleranz und blüht im September noch einmal nach.

Cherry Laurel Marbled White mit Marmor Muster

Die Blätter der Sorte ‘Marbled White’ haben eine auffällige Marmorierung [Foto: eigens/ Shutterstock.com]

Marbled White: Die Laubblätter dieser Sorte sind auffällig weiß marmoriert. Sie wächst recht langsam, verzweigt und dicht. Dabei wird eine Höhe von 2,5 m sowie eine Breite von etwa 2 m erreicht.

Ani: Der Blattaustrieb dieser Sorte ist leuchtend rot und grünt mit der Zeit aus, was sie zu einer besonders attraktiven Sorte macht. Bei einer Endhöhe von nur 1,5 m eignet sie sich für mittelhohe Hecken wie auch als Solitär- oder Kübelpflanze.

Prunus lusitanica ‚Tico: Das Besondere an dieser Sorte sind ihre bronzefarbenen Blüten. Dazu punktet sie mit einer sehr guten Winterhärte, Schnittverträglichkeit und einer Wuchshöhe von um die 2,5 m.

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