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Koniferen düngen: Tipps zum Düngen von Thuja & Co.

Thuja, Eiben, Zypressen – sie alle zählen zu den Koniferen. Wir zeigen, was man beim Düngen von Koniferen bezüglich Zeitpunkt und Vorgehen beachten sollte.

Nahaufnahme Koniferen-Hecke

Koniferen sind das ganze Jahr über grün, dafür benötigen sie aber auch genügend Nährstoffe [Foto: g0d4ather/ Shutterstock.com]

Koniferen (Coniferales, Pinales) sind beliebte Heckenpflanzen, denn gut genährte, gesunde Vertreter dieser Gewächse stehen das ganze Jahr über in sattem Grün ihrer nadeligen Schuppenblätter. Dabei sind Gattungen wie Thujen (Thuja) und Eiben (Taxus) ideal an die Bedingungen im heimischen Garten angepasst. Trotz dieser Angepasstheit benötigen die Pflanzen aber gerade als Hecke oder auf sandigem Boden gepflanzt eine zusätzliche Nährstoffzufuhr. Denn gerade die besonders schönen, aber empfindlichen Zuchtvarianten bilden erst durch eine zusätzliche Düngung eine ausreichende Widerstandsfähigkeit aus, um ein vitales und sattgrünes Nadelwerk zu bilden.

Koniferen düngen

Damit Ihre Koniferen blickdichte Hecken bilden, brauchen die buschigen Gewächse die richtigen Nährstoffe. Doch wann werden Koniferen am besten gedüngt? Bevorzugen Koniferen dabei einen bestimmten Dünger? Wir klären hier alle wichtigen Fragen zur fachmännischen Düngung Ihrer Konifere.

Koniferen Hecke Nahaufnahme

Mit der richtigen Düngung steht Ihre Koniferen-Hecke das ganze Jahr über in sattem Grün [Foto: vladdon/ Shutterstock.com]

Wann Koniferen düngen?

Ob die Koniferen direkt beim Einzug in den Garten gedüngt werden sollten, hängt vom Boden am Pflanzstandort und von der gekauften Pflanzware ab. Eine Pflanzdüngung ist bei Koniferen nur nötig, wenn der Boden einen hohen Sandanteil hat oder wenn Sie Wurzelware erworben haben. In diesen Fällen wird der ausgehobenen Erde eine Ladung Kompost oder ein anderer Langzeitdünger untergemischt. Nach der Pflanzung sollten Sie frühestens vier Wochen nach Pflanzung wieder zum Dünger greifen. Düngen Sie von Ende Februar bis Mitte Juni regelmäßig. Verwenden Sie einen Langzeitdünger, reicht eine einmalige Düngung im Frühjahr. Gerade eine organische Düngevariante bietet diesen Langzeitversorgungseffekt und schont dabei im Vergleich zu einem mineralischen Dünger wichtige Ressourcen. Im Herbst zwischen September und Oktober können Sie Ihre Koniferen mit einem Kaliumdünger dann fit für den Winter machen.

Zusammenfassung: Wann die Koniferen düngen?

  • Pflanzdüngung auf nährstoffarmen Böden und bei wurzelnackten Pflanzen
  • Pflegedüngung von Ende Februar bis Mitte Juni regelmäßig oder einmalige Gabe von Langzeitdünger im Frühjahr
  • Herbstdüngung (September/Oktober) mit Kaliumdünger
Pflanzung von Koniferen im Garten

Schon bei der Pflanzung von Koniferen kann eine kleine Startdüngung fällig werden [Foto: Mendenhall Olga/ Shutterstock.com]

Koniferendünge: Düngerempfehlung

Das immergrüne Erscheinungsbild der Konifere verlangt dem hübschen Baum einiges ab. Denn die Blattmasse will nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter mit genügend Nährstoffen versorgt werden. Für das satte Grün werden dabei neben Stickstoff, Kalium und Phosphat besonders hohe Mengen an Eisen, Schwefel und Magnesium gebraucht. Spezieller Koniferendünger ist dabei genau an diese Bedürfnisse angepasst. Auf diese Weise schützen Sie Ihre Konifere vor dem Braunwerden. In der Regel lohnt sich die Verwendung eines speziellen Koniferendüngers jedoch nur als Startversorgung bei der Pflanzung von Koniferen auf sehr kargem Boden, denn sandige Böden können Nährstoffe letztlich nur sehr schlecht speichern. Verbunden damit, dass Magnesium mit Calcium um den ohnehin knappen Bodenspeicher konkurriert und dass Koniferen besonders Hunger nach dem Nährstoff verlangen, kommt es häufig zu Mangelerscheinungen. Eher lehmiger Boden kann Nährstoffe speichern, hier ist ein spezieller Koniferendünger nicht nötig.

Wer den Umgang mit tierischen Hinterlassenschaften und Pflanzenresten scheut oder aber schlichtweg nicht an diese gelangt, kann auch zu einem normalen NPK-Dünger mit geringem Phosphatanteil greifen. Achtet man bei der Wahl des Düngers auf eine umweltfreundliche Produktion und wertvolle Inhaltsstoffe, kann der Griff zum gekauften Dünger sogar genauso nachhaltig sein wie der Gebrauch von Kompost und Co. Achten Sie dabei auf einen organischen Dünger, müssen Sie diesen auch nur einmal jährlich ausbringen. Dabei sparen Sie nicht nur Zeit, die stetige Freisetzung der Nährstoffe im Boden schützt Ihre Konifere auch noch vor einer Überdüngung. Unser Plantura Bio-Universaldünger bietet genau diese Kombination aus Vorteilen für die Umwelt und für Ihre Gartenpflanze. Dabei sind alle Bestandteile tierfrei und stammen aus biologischem Anbau.

Koniferen-Hecke im Winter

Durch speziellen Dünger verlieren die Koniferen auch im Winter nichts von ihrer Grüne [Foto: gaikova/ Shutterstock.com]

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Koniferen-Hecken

Damit die Düngung ganz im Sinne Ihrer Pflanzen und somit auch im Sinne der guten Laune des Gärtners abläuft, sollte man nicht nur den richtigen Zeitpunkt für die Düngung, sondern auch die Dosierung und Handhabung des Düngemittels kennen. Deshalb haben wir für Sie nachfolgend eine kurze Anleitung zusammengestellt, die Ihnen helfen soll, Ihren Koniferen zum organischen Düngeglück zu verhelfen:

  1. Vor der Pflanzung 100 – 150 g/m² (gut gefülltes 0,2-Liter-Glas) unseres Plantura Bio-Universaldüngers in die obere Bodenschicht einarbeiten
  2. Boden und frisch eingesetzte Konifere gut angießen, damit sich das Granulat gut lösen kann
  3. Bei der Pflegedüngung im Frühjahr sollten Sie nochmals 80 – 120 g/ m² (0,2-Liter-Glas) pro Pflanze düngen
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Wird zusätzlich mit einer Schicht aus Laub oder Rasenschnitt gemulcht, sorgt diese im Winter für eine wärmende Isolation im Wurzelbereich und es wächst weniger Unkraut. Außerdem setzt die sich zersetzende Mulchschicht über das ganze Jahr allmählich Nährstoffe frei, die der Eibe für ihre Versorgung dienen.

Koniferen-Hecken mineralisch düngen

Besonders als Hecke gepflanzt haben Koniferen einen hohen Nährstoffbedarf. Denn unter den Pflanzen bricht gerne mal der Futterneid aus. Das gilt besonders für Gattungen mit schwach ausgebildetem Wurzelwerk – wie Thuja. Daher kann auch, wenn richtig dosiert, ein mineralischer Dünger wie Blaukorn verwendet werden. Es werden hierbei 50 Gramm Blaukorn pro Quadratmeter ausgebracht. Granulate werden im Gießwasser aufgelöst oder oberflächlich in die Erde im Wurzelbereich eingearbeitet. Achten Sie aber darauf, den Boden nach der Gabe von mineralischem Dünger immer gut zu wässern. Flüssigdünger werden nach Herstellerangabe im Gießwasser gegeben.

Koniferen-Hecke

Für Koniferen-Hecken kann auch ein mineralischer Dünger verwendet werden [Foto: visuals-and-concepts/ Shutterstock.com]

Selbst wenn Koniferen mineralischen Dünger vertragen, fördern Sie nur mit einem organischen Dünger letztlich auch das Umfeld der Pflanze. Durch die langsame Freigabe der Nährstoffe wird das Bodenleben gefördert und es landen weniger Düngerreste im Grundwasser. Wird kein magnesiumhaltiger Dünger genutzt, sollte den Pflanzen zusätzlich Magnesium zugeführt werden. Bittersalz bietet dabei eine mineralische Variante, die Ihre Koniferen mit Magnesium versorgt und gleichzeitig den Boden-pH-Wert senkt. Koniferen bevorzugen schließlich einen eher sauren Boden-pH. Die Düngung mit Bittersalz erfolgt einmal jährlich im April. Die auszubringende Menge ist dabei von der Bodenbeschaffenheit abhängig:

  • Sandige Böden: etwa 3 mg pro 100 g Boden
  • Lehmige Böden: etwa 6 mg pro 100 g Boden

Bei Böden, die Sand und Lehm enthalten, setzen Sie bei der Dosierung je nach Verhältnis zwischen drei und sechs Milligramm pro 100 Gramm Boden an. Bei bereits bestehenden Mangelerscheinungen an den Pflanzen hilft zudem eine einmalige Gabe von Bittersalz. Hier ist die schnelle Verfügbarkeit mineralischer Dünger von Vorteil, generell empfehlen wir, auf organische Langzeitdünger zu setzen.

Koniferen-Hecke sehr grün

Im Notfall sorgen mineralische Dünger für eine rasche Versorgung mit Nährstoffen [Foto: Nadia Kompan/ Shutterstock.com]

Koniferen-Hecken mit Hausmitteln düngen

Auch das eine oder andere Hausmittel kann helfen, Ihre Eibe mit Nährstoffen für einen gesunden Wuchs zu versorgen. Sammeln und trocken Sie zum Beispiel Tee- und Kaffeesatz. Diese sind wunderbare Stickstofflieferanten, welche in fast jedem Haushalt anfallen. Der Satz wird entweder mit dem Gießwasser gegeben oder oberflächlich im Wurzelbereich auf der Erde verteilt. Bei Gärten fallen zudem mitunter über das Jahr eine ganze Menge an Pflanzenresten an. Setzen Sie mit diesen einfach einen Sud oder eine Jauche an, womit die Eiben dann gegossen werden. Jauchen werden vor Gebrauch etwa im Verhältnis eins zu zehn mit Wasser verdünnt. Ungern gesehene Unkräuter wie Brennnessel und Beinwell finden so einen sinnvollen Gebrauch.

Was es beim Düngen von Thujen zu beachten gibt, haben wir hier in unserem Spezialartikel für Sie zusammengefasst.

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