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Lavendel düngen und kalken: Wann, wie viel & womit?

Der Lavendel ist kargen Boden gewohnt. Ob er trotzdem gedüngt werden muss und was es mit dem Kalken von Lavendel auf sich hat, erfahren Sie hier.

Frau düngt Lavendel

Lavendel ist eine recht anspruchslose Pflanze, kann aber durch Düngung noch besser wachsen [Foto: bane.m/ Shutterstock.com]

Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) stellt keine großen Ansprüche an den Boden, in den er gepflanzt wird, und braucht nicht viel, um Wurzeln zu schlagen. Seine Heimat liegt im Mittelmeerraum, weshalb er dürre, nährstoffarme und steinige Böden gewohnt ist. Wie man seinem lila Liebling durch eine Düngung trotzdem ein bisschen unter die Arme greifen kann, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Lavendel düngen

Sollte man Lavendel überhaupt düngen und, wenn ja, wann? Welche Dünger sind für Lavendel geeignet und wie geht man bei der Düngung am besten vor? Wir haben für Sie die Antworten auf diese Fragen in diesem Artikel zusammengefasst.

Warum Lavendel düngen?

Wie jede andere Pflanze auch benötigt der Lavendel ausreichend Nährstoffe, um gut gedeihen zu können. In seiner ursprünglichen Heimat, den Küstenregionen des Mittelmeerraums, wächst er an trockenen und felsigen Hängen. Grundsätzlich bevorzugt das mediterrane Kraut also nährstoffarme Böden. Düngen Sie daher nicht zu viel, sonst wird der Lavendel frostempfindlich und verholzt schneller. Im schlimmsten Fall kann eine Überdüngung sogar zum Absterben der Pflanze führen, weshalb man die Ansprüche des Lavendels genau kennen sollte. Eine bedarfsgerechte Düngung wird Ihnen der Lavendel mit einem prächtigen Wuchs und vielen duftenden Blüten danken.

Lavendel bevorzugt nährstoffarme, felsige Böden [Foto: Catalin Petolea/ Shutterstock.com]

Lavendel düngen: Wann und wie oft?

Generell benötigt der Lavendel eigentlich keine Düngung, da er an nährstoffarme Böden gewöhnt ist. Regelmäßige Düngegaben sind deshalb keinesfalls erforderlich und können sogar eher schaden. Bei einem Übermaß an Nährstoffen schießen die Triebe durch und der Lavendel büßt an Winterhärte ein. Außerdem wird er anfälliger für einen Schädlingsbefall. Ein einmaliges Düngen mit der Vorbereitung des Beetes vor der Pflanzung ist mehr als ausreichend. In den Folgejahren genügt eine jährliche Düngegabe zu Beginn der Wachstumsphase (März/April). Setzen Sie hierbei am besten auf organische Langzeitdüngung, wie sie beispielsweise unser Plantura Bio-Universaldünger ermöglicht. Diese versorgen Ihren Lavendel langfristig mit ausreichen Nährstoffen und sind zudem besonders schonend für Pflanzen, Boden und Tiere im Garten.

In Topfkultur unterstützt eine zusätzliche zweite Düngung zum Sommerbeginn (Ende Juni / Anfang Juli) Ihren Lavendel optimal. Außerdem sollten Sie bei der Kultivierung in Pflanzgefäßen darauf achten, den Lavendel jährlich in einen größeren Topf umzupflanzen und mit frischem Substrat aufzufüllen.

Zusammenfassung: Wann den Lavendel düngen?

  • Bei der Pflanzung
  • Grunddüngung im Frühjahr (März/April)
  • Zweite Düngung (Juni/Juli) in Topfkultur
Lavendel Beet mit Kanne

Es genügt, wenn das Lavendel-Beet einmal gedüngt wird [Foto: Kotkoa/ Shutterstock.com]

Lavendel düngen: Wie und womit?

Zur bedarfsgerechten Düngung Ihres Lavendel stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben dem Einsatz von organischen Düngern und Mineraldüngern können Sie die Entwicklung des mediterranen Krauts auch mit Naturdüngern unterstützen.

Lavendel organisch düngen: Ausbringungsempfehlung

Wenn Sie Ihren Lavendel mit eigenem Kompost düngen möchten, ist eine einmalige Gabe im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr völlig ausreichend. Stickstoffhaltige Düngemittel wie verrotteter Stallmist sollten aber nur sparsam verwendet werden. Auf das Mulchen, zum Beispiel mit Rasenschnitt, sollten Sie lieber vollkommen verzichten, denn das organische Mulchmaterial speichert zu viel Feuchtigkeit, was dem Lavendel, der keine Staunässe verträgt, gar nicht gefällt.

Wer im eigenen Garten keine natürlichen Düngemittel zur Verfügung hat, kann auch auf organische Langzeitdünger aus dem Fachhandel zurückgreifen. Diese haben bei der Düngung von Lavendel viele Vorteile, so zum Beispiel:

  • Langfristige Nährstoffversorgung des Lavendels durch langsame Zersetzung über Mikroorganismen im Boden
  • Förderung eines gesunden, aktiven Bodenlebens (gut für Mikroorganismen, Regenwürmer & Co)
  • Durch den Verzicht auf Chemie besonders schonend für die Umwelt

Anstelle von natürlichem Dünger, kann auch organischer Langzeitdünger verwendet werden

Unser Plantura Bio-Universaldünger besteht zu einem überwiegenden Anteil aus organischen Ausgangsstoffen und eignet sich aufgrund seiner Nährstoffzusammensetzung ideal für die Versorgung Ihres Lavendels. Der hohe Stickstoffanteil fördert gerade zu Beginn der Wachstumsperiode das Pflanzenwachstum und die Blattbildung. Ausreichend Phosphor und Kalium sorgen dann später im Jahr für eine reiche Blüte. Die Herstellung aus pflanzlichen Reststoffen der Lebens-, Futter- und Genussmittelindustrie ist zudem besonders nachhaltig und ressourcenschonend.

Doch natürlich kommt es bei einer bedarfsgerechten Düngung nicht nur auf die Nährstoffzusammensetzung, sondern auch auf die Menge des Düngemittels an. Damit Sie Ihren Lavendel mit der richtigen Menge an Nährstoffen versorgen, haben wir nachfolgend für Sie eine genaue Düngeanleitung vorbereitet.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung & Dosierungsmengen für Lavendel

  1. Vor der Pflanzung: 40 – 60 g/m² (3 bis 5 Esslöffel) unseres Plantura Bio-Universaldüngers in die oberen Bodenschichten einarbeiten
  2. Den Boden und den frisch eingesetzten Lavendel gut angießen, damit sich das Granulat lösen kann
  3. Jährlich im Frühjahr (März/April) etwa 30 – 50 g/m² (2 bis 4 gehäufte Esslöffel) düngen

Eine zweite Düngegabe (Juni/Juli) unterstützt Ihren Lavendel in der Topfkultur optimal.

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Lavendel mineralisch düngen: Blaukorn und Co.

Neben organischen Langzeitdüngern sind auch verschiedene Mineraldünger wie Blaukorn oder Flüssigdünger im Fachhandel erhältlich. Diese eignen sich jedoch nur bedingt für die Düngung von Lavendel. Mineraldünger enthalten zwar viele Nährsalze in konzentrierter Form, welche in kürzester Zeit direkt von der Pflanze aus der Bodenlösung aufgenommen werden können. Die hohe Löslichkeit führt jedoch dazu, dass überschüssige Nährstoffe in tiefere Bodenschichten ausgewaschen werden und dort das Grundwasser verunreinigen können. Organische Dünger wirken im Gegensatz dazu zwar wesentlich langsamer, stellen dem Lavendel aber auch langfristig genügend Nährstoffe zur Verfügung. Außerdem fördern sie das Bodenleben und verbessern die Bodenstruktur nachhaltig.

Mineraldünger

Es gibt verschiedene Mineraldünger, die sich jedoch nur bedingt für Lavendel eignen

Lavendel mit Kaffeesatz düngen

Grundsätzlich eignet sich auch herkömmlicher Kaffeesatz, der ohnehin in fast jedem Haushalt anfällt, für die Düngung von Kräutern. Das eigentliche Abfallprodukt enthält viele Nährstoffe und hält gleichzeitig Schädlinge von den Pflanzen fern. Beim Düngen von Lavendel ist allerdings Vorsicht geboten. Das mediterrane Kraut bevorzugt nämlich kalkhaltige Böden mit einem neutralen bis leicht basischen pH-Wert. Der saure Kaffeesatz kann auf Dauer den pH-Wert des Bodens senken und sollte daher nur sehr sparsam verwendet werden.

Lavendel kalken: Wann, wie oft und wie viel?

Wichtiger ist es, darauf Acht zu geben, dass der Lavendel kalkigen Boden bevorzugt. Daher bietet es sich an, insbesondere bei kalkarmen Böden wie zum Beispiel Sandböden im Frühjahr mit einer Handvoll handelsüblichen Gartenkalk nachzuhelfen. Diesen können Sie einfach gleichmäßig um die Pflanze streuen und mit einer Hake einarbeiten. Der Regen sorgt mit der Zeit dafür, dass der Kalk sich auch im Wurzelraum gleichmäßig verteilt. Doch es sollte auch nicht einfach drauflos gekalkt werden. Der für Lavendel optimale pH-Wert zwischen 6,5 und 8 ist natürlich einzuhalten. Einen guten Anhaltspunkt erhält man bereits durch preiswerte Boden-pH-Messgeräte. Aber Vorsicht: Gehen Sie sicher, dass wirklich der Echte Lavendel bei Ihnen im Garten steht. Es gibt noch enge Verwandte wie den Schopflavendel (Lavandula stoechas), für dessen Wachstum kalkige Böden eher von Nachteil sind. Nachlesen und vergleichen können Sie die Lavendelsorten in unserem Spezialartikel.

Mehr Informationen zum Schneiden und Pflegen von Lavendel erhalten Sie außerdem in diesem Spezialartikel.

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