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Oleander düngen: Richtige Pflege für prächtige Blüten

Für eine prächtige Oleanderblüte ist ein ausgeglichenes Nährstoffverhältnis vonnöten. Wann, wie und womit man Oleander richtig düngt, erfahren Sie hier.

Blühender pinker Oleaner
Für eine reiche Blüte braucht der Oleander als Starkzehrer die richtige Menge an Nährstoffen [Foto: j.chizhe/ Shutterstock.com]

Auch wenn Vincent van Gogh vor allem für seine Liebe zur gemalten Sonnenblume bekannt ist, fand auch der Oleander (Nerium oleander), auch Rosenlorbeer genannt, einen Platz in der bunten Welt des Künstlers. Kein Wunder, denn die zart femininen Blüten verzaubern bis heute Hobbybotaniker und Freunde der schönen Dinge. Damit sich diese markanten Blüten in harmonischen weißen, gelben bis rosaroten Tönen den ganzen Sommer über zeigen, brauchen die Pflanzen jedoch nicht nur Wärme und Sonne. Auch für eine ausreichende Nährstoffzufuhr in Form regelmäßiger Düngergaben sollte bei diesen Starkzehrern besonders in Kübelkultur gesorgt werden. Dabei sollten Sie zugleich auf die besonderen Bedürfnisse des Oleanders hinsichtlich der Bodenbedingungen achten.

Oleander verbreiten im Kübel auf der Terrasse und dem Balkon, manchmal auch ausgepflanzt im Beet ein mediterranes Ambiente innerhalb der heimischen Flora. Doch damit die Blütenpracht sich von Mitte Juni bis in den September hinein hält, brauchen die Gewächse ordentlich Nährstoffe. Damit Sie wissen, wie Sie mit der richtigen Düngung die Blütenanzahl und -größe Ihres Oleanders in die Höhe treiben können, erklären wir Ihnen, wann, womit und wie oft Sie Ihre Pflanzen düngen sollten.

Oleander düngen: Der richtige Zeitpunkt

Wie bei jeder Pflanze spielt auch beim Oleander der richtige Zeitpunkt eine essentielle Rolle für eine erfolgreiche Düngung.

Bereits beim Pflanzen kann der Oleander z.B. mit Kompost gedüngt werden [Foto: Singkham/ Shutterstock.com]

Oleander bei der Pflanzung düngen

Schon bei der Pflanzung oder auch beim Umtopfen Ihres Oleanders können Sie Ihren grünen Liebling in reichlich Nährstoffen betten. Dafür werden der genutzten Erde reifer Kompost oder ein anderer organischer Langzeitdünger untergemischt. Eine zusätzliche Anreicherung mit Gesteinsmehl versorgt Ihren Oleander zudem mit allen wichtigen Spurenelementen und einer Ladung Kalk, die für den richtigen Boden-pH-Wert zwischen 5,8 und 7,0 sorgt. Nach dem Umtopfen oder der Pflanzung sollten Sie erst nach frühestens sechs Wochen erneut zum Dünger greifen.

Oleander im Frühjahr und Sommer düngen

Ansonsten wird der Oleander das erste Mal nach dem Verlassen des Winterquartieres im Frühjahr gedüngt. Diese Startdüngung erfolgt, sobald die Außentemperatur bei etwa 15 °C liegt. Nun beginnt die Wachstumszeit Ihres mediterranen Gewächses. Meist ist dies um April oder Mai herum der Fall. Auch die Pflanze selbst signalisiert, wenn sie wieder Nährstoffe benötigt. Verfärben sich die Blätter Ihres Oleanders nach der Winterruhe langsam wieder dunkler, ist der Zeitpunkt für die erste Düngung gekommen. Düngen Sie Ihren Oleander vom Frühjahr bis Ende August etwa einmal die Woche bis alle 14 Tage. Wird ein Langzeitdünger verwendet, reicht die Startdüngung im Frühjahr vollkommen aus sowie eine weitere Düngung im Frühsommer. Diese Wahl spart Ihnen nicht nur die eine oder andere Düngergabe. Verwenden Sie einen organischen Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Blumendünger, schützen Sie Ihren Oleander zusätzlich vor einer Überdüngung. Außerdem fördern sie dabei nicht nur die Gesundheit Ihrer Pflanze, sondern die des gesamten Bodenlebens.

Hände halten Dünger
Langzeitdünger, wie unser Plantura Bio-Blumendünger, fördern die Gesundheit der Pflanze und des Bodens

Oleander im Herbst düngen

Ab Herbst wird die Düngung des Oleanders eingestellt, damit die neu gebildeten Triebe bis zum Winter genug Zeit haben, um auszureifen. Zur Unterstützung dieses Reifeprozesses kann eine Herbstdüngung mit Kalidünger im August vorgenommen werden. Das Kalium unterstützt dabei ein schnelles Ausreifen der Trieb und macht Ihre Pflanze so widerstandsfähiger gegenüber tiefen Temperaturen. Dabei ist zu bedenken, dass der mediterrane Strauch auch mit dieser Unterstützung keinen Temperaturen unter -5 °C ausgesetzt werden sollte. Im Winter wird die Düngung dann komplett eingestellt, die Pflanzen brauchen Ihre Winterruhe. In dieser laufen sie auf Sparflamme und brauchen keine zusätzliche Nährstoffversorgung.

Zusammenfassung: Der richtige Zeitpunkt zum Düngen von Oleander

  • Bei der Pflanzung oder dem Umtopfen wird der Erde reifer Kompost, Gesteinsmehl oder ein anderer Langzeitdünger untergemischt; danach wird mindestens 6 Wochen nicht gedüngt
  • Vom Frühjahr (März/April) bis Ende August wird regelmäßig alle 1 – 2 Wochen gedüngt; bei Verwendung eines organischen Langzeitdüngers wie unserem Plantura Bio-Blumendünger reicht eine einmalige Düngung im Frühjahr und eine weitere im Frühsommer völlig aus
  • Herbstdüngung im August mit Kalidünger für eine höhere Widerstandsfähigkeit im Winter

Oleander düngen: Mangelerscheinungen

Verfärben sich die sonst so immerwährend grünen Blätter Ihres Oleanders gelb und fallen ab, kann dies an Mangelerscheinungen wie einem Wasser- oder Nährstoffmangel liegen. Allerdings kann es auch Teil des ganz normalen Lebenszyklus des Oleanders sein, denn die Blätter werden nur zwei Jahre alt und verabschieden sich dann. Vorher werden alle im Blatt enthaltenen Nährstoffe an die Pflanze abgegeben. Dadurch erfolgt die Gelbverfärbung vor dem Blattabwurf. Sorgen sollten Sie sich daher erst um Ihren Oleander machen, wenn viele Blätter über einen kurzen Zeitraum abgeworfen werden. Auch die Art und Weise, wie die Blätter sich vor dem Abwurf verfärben, kann die Suche nach dem Grund erleichtern. Blasse Blätter mit erkennbaren Blattadern sowie ausbleibender oder kümmerlicher Blüte deuten auf einen Nährstoffmangel hin.

Totes Oleanderblatt mit Gelbfärbung
Gelbe Verfärbungen an den Blättern des Oleanders können ein Zeichen von Wasser- oder Nährstoffmangel sein [Foto: Artography/ Shutterstock.com]

Hier hilft eine Notfalldüngung mit mineralischem Dünger. Dieser ist schneller verfügbar als die organische Variante, was bei der schnellen Bekämpfung einer Mangelerscheinung von Vorteil ist. Achten Sie jedoch darauf, dass durch die Gabe von hoch konzentrieren mineralischen Düngern aus dem Mangel keine Überdüngung wird. Oft liegt eine Unterversorgung mit Nährstoffen auch gar nicht an einer zu geringen Düngergabe, sondern an einem falschen Boden-pH-Wert durch die Verwendung von sehr weichem Gießwasser oder ansäuernden Nährstoffquellen wie Ammoniumdünger oder Kaffeesatz als Dünger. Diese senken den pH-Wert im Boden und schränken so die Verfügbarkeit der Nährstoffe ein. Abhilfe schafft ein Umtopfen, das Gießen mit hartem Leitungswasser oder eine Kalkdüngung mit Gesteinsmehl oder Eierschalen.

Dünger für Oleander: Wie und womit düngen?

Im Fachhandel werden spezielle Dünger für Oleander oder mediterrane Pflanzen angeboten. Diese enthalten neben den wichtigen Primärnährstoffen Stickstoff, Kalium und Phosphat auch Spurenelemente wie Magnesium, Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink. Gerade in der Topfkultur sind diese Mineralien aufgrund der geringen Bodenspeicherkapazität und des stark zehrenden Charakters des Oleanders schnell verbraucht. Es kann allerdings auch jeder andere Blumendünger genutzt werden. Falls wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe im Dünger fehlen, können Sie zusätzlich Gesteinsmehl geben. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie sehr stickstofflastige Dünger meiden, damit Ihr Oleander seine Energie in eine reiche Blüte steckt und nicht in ein starkes Höhenwachstum.

Der Plantura Bio-Blumendünger eignet sich perfekt für das Düngen von Oleander

Unser Plantura Bio-Blumendünger bietet mit einem NPK-Verhältnis (also von Stickstoff zu Phosphat zu Kalium) von 4 – 2 – 7 somit eine ideale Quelle, um den Nährstoffbedarf Ihres Oleanders zu decken. Das Extra an Kalium unterstützt dabei zusätzlich die Frosthärte der Pflanze im Winter, denn es beschleunigt die Verholzung der Triebe. Durch die Komplexform, in der die die organischen Bestandteile fast ausschließlich vorliegen, werden die Nährstoffe langsam im Boden freigegeben. So müssen Sie nur einmal im Jahr zum Dünger greifen und vermeiden eine schädigende Überdüngung. Wer die Blütenanzahl und -größe maximieren sowie eine Nachblüte fördern möchte, düngt am besten mit einem phosphorbetonten Dünger nach. Dieser wird maximal alle vier Wochen gegeben.

Plantura Bio-Blumendünger
Plantura Bio-Blumendünger
Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Organische Langzeitdüngung für Oleander: Anleitung und Dosierungsmengen

Unser Plantura Bio-Blumendünger mit organischer Langzeitwirkung bietet Ihnen eine lang anhaltende und umweltschonende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen, denn auch unter Ausschluss von tierischen Produkten und unter Verwendung fast ausschließlich organischer Quellen ist eine Rundumversorgung Ihres Oleanders möglich. Damit die Düngung gelingt, erklären wir Ihnen hier Schritt für Schritt die korrekte Anwendung unseres Plantura Bio-Blumendüngers.

  1. Vor der Pflanzung 100 – 150 g/m² (gut gefülltes 0,2-Liter-Glas) unseres Plantura Bio-Blumendüngers in die obere Bodenschicht einarbeiten
  2. Boden und frisch eingesetzten Oleander gut angießen, damit sich das Granulat gut lösen kann
  3. Bei der Pflegedüngung im Frühjahr sollten Sie nochmals 80 – 120 g/m² (0,2-Liter-Glas) pro Pflanze düngen
Pinker Oleaner im Topf
Gerade in der Topfkultur sollten Sie Ihren Oleander auch mit wichtigen Spurenelementen und Mineralstoffen versorgen [Foto: Marijana Batinic/ Shutterstock.com]

Besonders bei der Kübelkultur ist es wichtig, nicht nur an die üblichen Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphat und Kalium zu denken. Da Oleander zu den Starkzehrern gehört, sollten außerdem Spurenelemente wie Eisen, Magnesium und Kalzium ausgebracht werden. Denn in den begrenzten Bedingungen eines Kübels sind die in der Erde gespeicherten Vorräte schnell aufgebraucht. Abhilfe schafft hier Gesteinsmehl, welches einmal jährlich im Frühjahr im Wurzelbereich auf die Erde ausgestreut wird. Anschließend wird kräftig gegossen. Bringen Sie je nach Kalkgehalt des Bodens 150 bis 300 g pro m² aus. Je kalkhaltiger der Boden, desto weniger sollten Sie düngen. Das Gesteinsmehl bringt gleichzeitig den Vorteil, dass der Boden-pH-Wert für die mediterranen Gewächse abgepuffert wird. Besonders wohl fühlen sich die Pflanzen bei einem pH-Wert zwischen 5,8 und 7,0. Sehr hohe Ansprüche haben die Pflanzen hier also nicht.

Oleander mineralisch düngen: Blaukorn und Co.

Gerade bei Pflanzen wie dem Oleander, die meist in Kübelkultur gehalten werden, können Sie auch zur mineralischen Düngevariante greifen. Achten Sie jedoch darauf, bei Blaukorn und Co. nach den Angaben des Herstellers zu düngen und zusätzlich die erforderlichen Spurenelemente zuzuführen. Denn auch wenn beim Oleander eine Überdüngung nicht lebensbedrohlich ist, gut für die Gesundheit und das Aussehen der Pflanze ist es nicht. Dabei zeigt sich eine Überdüngung durch eine Braunverfärbung der Blattränder.

Blaukorn Dünger auf einer Schaufel
Bei Mineraldüngern wie Blaukorn kann es schnell zur Überdüngung kommen [Foto: Singkham/ Shutterstock.com]

Unsichtbar bleiben die Schäden an den Feinwurzeln der Pflanze, die durch die Versalzung des Bodens eintreten. Spülen Sie den Kübel mit Ihrem Oleander bei Überdüngung mit viel Wasser, ohne dass Staunässe entsteht, und düngen Sie erst wieder, wenn die Pflanze sich erholt hat. Dies kann mitunter ziemlich lange dauern, denn die beschädigten Blätter müssen erst abgeworfen und durch frisches Laub ersetzt werden.

Oleander mit Hausmitteln düngen: Kaffeesatz und Co.

Selbst was meist als Abfall deklariert wird, kann dem Oleander noch als Nährstoffquelle dienen. Lassen Sie Kaffeesatz oder Bananenschalen doch lieber in die Erde wandern als in den Biomüll. Getrocknet und in das Pflanzsubstrat eingearbeitet bieten Sie Ihrem Oleander so eine kostengünstige und organische Alternative zu gekauften Düngern. Kaffeesatz hat jedoch eine versauernde Wirkung auf den Boden. Wird es Ihrem Oleander zu sauer, ist die Verfügbarkeit der Nährstoffe im Boden eingeschränkt.

Düngen mit Kaffeesatz
Bei der Düngung mit Kaffeesatz sollte darauf geachtet werden, dass der Boden nicht zu sauer wird [Foto: Monthira/ Shutterstock.com]

Abhilfe vermag hier Kalk zu schaffen. Und auch in diesem Fall kann der Biomüll zur Fundgrube werden: Mischen Sie der Erde einfach eine Düngung aus zerstoßenen Eierschalen als Kalkquelle unter. Wer Gesteinsmehl nutzt, um seine Pflanzen mit wichtigen Spurenelementen zu versorgen, kann sich als Düngeralternative auch an das Ansetzen einer Jauche aus Pflanzenresten wagen, denn Gesteinsmehl mindert den unangenehmen Geruch der Jauche und macht diese so zur attraktiven Düngervariante. So können Sie im Garten anfallenden Pflanzenresten wie Unkräutern eine sinnvolle zweite Verwendung geben.

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