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Oleander-Schädlinge: Befall erkennen & bekämpfen

Leider gibt es einige Schädlinge, die es auf den Oleander abgesehen haben. Wir zeigen, wie Sie die Symptome eines Schädlingsbefalls erkennen und bekämpfen.

Schädlinge an Oleandertrieb
Ist der Oleander geschwächt, ist er anfällig für Schädlinge [Foto: nnattalli/ Shutterstock.com]

Schwächelnde Oleanderpflanzen (Nerium oleander) werden leicht Opfer von Schädlingen. Insbesondere einige Lausarten sowie Spinnmilben haben den Oleander zum Fressen gern. Da sie die Pflanzen allerdings deutlich schwächen, müssen sie unbedingt bekämpft werden.

Die richtige Pflege Ihres Oleanders ist natürlich die beste Vorsorge gegen Schädlinge. Gesunde Pflanzen sind widerstandsfähiger und werden nicht so schnell befallen wie schwächliche. Oft weist ein Schädlingsbefall also auf einen Pflegefehler wie den falschen Standort hin. Auch ein Zuviel an Stickstoff kann die Ursache sein, da das Gewebe dadurch weicher und anfälliger wird.

Spinnmilbenbefall beim Oleander erkennen und bekämpfen

Bei geringer Luftfeuchtigkeit können Spinnmilben (Tetranychidae) zum Problem werden. Die kleinen achtbeinigen Tiere sind mit bloßem Auge schwer zu erkennen und sitzen vor allem auf der Blattunterseite nahe der Blattadern. Die befallenen Blätter sind anfänglich zart gesprenkelt, ehe sie erst silbrig, dann graubraun werden und schließlich abfallen. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind Gespinste, die in Blattachseln und an Blatträndern zu finden sind. Vermuten Sie einen Befall mit Spinnmilben, nehmen Sie ein Taschentuch und streichen die Blattunterseite ab. Anschließend können Sie die Rückstände auf dem Taschentuch eingehend betrachten. Hat sich der Verdacht bestätigt, sollten Sie unbedingt etwas gegen die Milben tun.

Spinnmilbenbefall beim Oleander bekämpfen:

  • Vorbeugend sollten Pflanzen, die an einem trockenen Ort, der nicht kühl genug ist, überwintern, ab und an mit Wasser angesprüht werden
  • Bei Befall die ganze Pflanze lauwarm abduschen und drei bis vier Tage in eine Plastiktüte oder einen lichtdurchlässigen Müllsack einpacken; die hohe Luftfeuchtigkeit tötet die Spinnmilben ab
  • Pflanzenschutzmittel auf Rapsölbasis ersticken die Spinnmilben; besonders die Blattunterseiten sollten behandelt werden

Oleanderblattläuse erkennen und bekämpfen

Blattläuse (Aphidoidea) sind aufgrund ihrer Größe von einigen Millimetern wesentlich einfacher zu erkennen als Spinnmilben. Am Oleander sitzen sie nur an frischen Trieben und Blütenständen, wo sie die Pflanze anstechen, um an ihren süßen Saft zu kommen. Ihr Farbspektrum liegt im Bereich zwischen Grün, Schwarz oder Gelb. Als Erstes nimmt man meistens die weißen Hüllen war, die bei der Häutung von Blattläusen entstehen und an der Pflanze haften.

Blattläuse auf Oleanderblatt
Zwischen den lebenden Blattläusen liegen überall die weißen Hüllen ihrer Häutung [Foto: ViktoriaIvanets/ Shutterstock.com]

Als Folge der Blattläuse wird die Pflanze selbstverständlich geschwächt. Es kommt außerdem zu Blattverformungen und Rußtau. Bei Letzterem handelt es sich um schwarze Beläge auf den Blättern. Dies sind die Ausscheidungen der Blattläuse, auf denen sich schwarze Pilze ansiedeln, sogenannte Rußtaupilzartige (Capnodiales).

Vorgehen bei der Bekämpfung von Blattläusen an Oleandern:

  • Ganze Pflanze mit einem harten Wasserstrahl abspülen. Das Ganze wird einige Tage später wiederholt.
  • Fördern Sie Fressfeinde der Blattläuse wie Marienkäfer und Florfliegen. Beide kommen bevorzugt in naturnahen Gärten vor, da sie dort den besten Lebensraum finden. Achten Sie darauf, sie bei der Bekämpfung der Blattläuse nicht zu schädigen.
  • Wenn alles nichts hilft, einen Esslöffel Schmierseife zusammen mit einem kleinen Schluck Spiritus auf einen Liter Wasser verdünnt geben und die Pflanze damit gründlich einsprühen. Marienkäfer sollten vorher sanft abgestreift werden.

Schildläuse beim Oleander erkennen und bekämpfen

Schildläuse (Coccoidea) sind sehr unangenehme Zeitgenossen und ebenso wie Blattläuse schwächen sie die Pflanze durch das Abzapfen der Nährstoffe und ein giftiges Sekret, welches sie dabei in die Pflanze geben. Der Befall mit Schildläusen ist an ihrem klebrigen Sekret und dem darauf entstehenden Rußtau sowie an Blattverformungen zu erkennen. Die Schildläuse selbst sitzen vor allem auf der Blattunterseite und sind meist bräunlich.

Vorgehen bei der Bekämpfung von Schildläusen an Oleandern:

  • Ganze Pflanze mit einem Gemisch von Schmierseife und Wasser ordentlich einsprühen und einwirken lassen
  • Anschließend mit einem harten Wasserstrahl die Pflanze gründlich abspülen
  • Schildläuse sind hartnäckig und können grob auch mit einem Lappen und einem Gemisch aus Schmierseife und Wasser entfernt werden
  • Fressfeinde der Schildläuse sind Marienkäfer und Florfliegen; einige Schlupfwespenarten parasitieren Schildläuse sogar
  • Neemöl ist ein wirksames Pestizid, das auf die Läuse direkt aufgetragen werden kann; versuchen Sie dabei jedoch, so wenig wie möglich direkt auf die Pflanze zu bringen
Schildläuse an Blatt nah
Schildläuse sitzen oft dicht an dicht und vermehren sich schnell – so weit sollte man es allerdings gar nicht erst kommen lassen [Foto: Somogyi Laszlo/ Shutterstock.com]

Woll- und Schmierläuse beim Oleander erkennen und bekämpfen

Wollläuse und Schmierläuse (Pseudococcidae) sind das Gleiche. Sie gehören zu den Schildläusen, unterscheiden sich jedoch durch ihre Behaarung eindeutig von anderen Schildlausarten. Sie sind meist weiß oder bräunlich und schützen sich durch eine wachsartige Hülle. Diese erschwert auch ihre Bekämpfung. Dennoch ist eine solche unbedingt erforderlich, da die Wollläuse ebenso wie die Schild- und Blattläuse den Pflanzensaft saugen und dabei ein Gift an die Pflanze abgeben. Außerdem produzieren auch Wollläuse ein süßes Sekret, das zu Rußtaubildung führt. Zur Bekämpfung gilt die gleiche Vorgehensweise wie für Schildläuse.

Generell gilt natürlich, dass starke und gesunde Pflanzen weniger schädlingsanfällig sind. Alles Wichtige rund um die richtige Oleander-Pflege erfahren Sie hier. Über die häufigsten Krankheiten am Oleander können Sie sich außerdem hier informieren.

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