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Olivenbaum im Topf: Pflege, Überwintern & Co.

Olivenbäume im Kübel verbreiten mediterranes Flair im Garten. Wir zeigen, wie man Olivenbäume im Topf pflegt und worauf es bei der Überwinterung ankommt.

Olivenbäumchen in Terrakottatöpfen vor Hauswand
Mit der richtigen Pflege haben Sie lange Freude an Ihren kleinen Olivenbäumchen [Foto: Katerina Planina/ Shutterstock.com]

Olivenbäume (Olea europea) sind das trockene, warme Klima des mediterranen Mittelmeerraumes gewöhnt. Sie sind zwar so robust, dass sie auch hierzulande gedeihen können, doch im Winter leiden sie aufgrund der bei uns herrschenden Kälte und Nässe. Damit das Olivenbäumchen schnell ins Winterquartier umziehen kann, ist eine Kultivierung im Topf optimal. So können Sie schnell auf die nasskalte Wetterlage reagieren. Außerdem ist die Olive als langsam wachsendes Gehölz genau das Richtige für eine langfristige und pflegeleichte Kübelpflanzung.

Olivenbaum im Topf: Der richtige Standort

Bei Topfpflanzen denken die meisten erst einmal an hübsche, kleine Zimmerpflanzen. Doch ein Olivenbaum will nach draußen und so lange wie möglich im Jahr frische Luft genießen. Im Zimmer wachsen Oliven nicht so schön und werfen aufgrund des mangelnden Lichtangebotes schnell die Blätter ab. Daher heißt es im Sommer: Ab nach draußen. Der gewählte Standort im Garten oder auf dem Balkon sollte vollsonnig und nicht zu zugig sein. Damit alle Astpartien genug Sonne bekommen, wird der Topf regelmäßig gedreht. Wählen Sie den Standort sorgfältig, denn dieser entscheidet größtenteils über das spätere Wohlbefinden Ihres Olivenbaums. Im Winter braucht das Olivenbäumchen einen Winterschutz, es sollte aber nicht im warmen Haus überwintern. Etwas Kälteeinwirkung ist wichtig für die normale Entwicklung des Gehölzes. Für eine gesunde Pflanzenentwicklung ist auch wichtig, welche Erde für den Olivenbaum im Topf eingesetzt wird. Olivenbäume benötigen im Kübel ein durchlässiges, strukturreiches Substrat.

Ausgewachsener Olivenbaum
Der Olivenbaum hat seine Heimat im mediterranen Raum und bevorzugt deshalb einen sonnigen Standort [Foto: bepsy/ Shutterstock.com]

Olivenbaum im Topf pflegen

Besonders bei Olivenbäumen im Kübel ist auf die richtige Pflege der Pflanzen zu achten. Denn ansonsten kommt es sehr schnell zu Krankheiten oder Schädlingsbefall. Doch wenn Sie Folgendes einhalten, haben Sie jahrelang viel Freude mit Ihrer Olive:

  • Gießen: Gelegentlich, Substrat darf oberflächlich austrocknen; Staunässe vermeiden.
  • Düngen: Ab 2 Jahren, März bis August, alle 2 Wochen mit Flüssigdünger im Gießwasser; Grunddüngung beim Umtopfen mit vornehmlich organischem Granulat-Dünger.
  • Erde: Strukturstabil, durchlässig; Gartenerde mit Pflanzerde, Tongranulat und Sand gemischt.
  • Umtopfen: Olivenbäume sollten regelmäßig umgetopft werden, junge Pflanzen mindestens alle 2 Jahre, ältere mindestens alle 5 Jahre. Wird das Umtopfen wegen zunehmender Größe unmöglich, ist die Wahl eines perfekten Kultursubstrates und einer guten Düngung umso wichtiger.
  • Schneiden: Im Frühjahr, wie weiter unten beschrieben.
Olivenbäumchen in Töpfen
Olivenbäumchen fühlen sich auch im Topf wohl [Foto: redzen2/ Shutterstock.com]

Zur Vermeidung von Staunässe wird am Boden des Topfes eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben ausgelegt. Ansonsten kommt es schnell zur Wurzelfäule. Außerdem sollten nur Töpfe mit einem Abflussloch verwendet werden, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Um für einen optimalen Wasserabfluss zu sorgen, stellen Sie den Topf auf kleine Füße und nicht direkt auf die Unterlage oder einen Untersetzer.

Für die Düngung des Olivenbaumes im Kübel eignet sich ein Flüssigdünger wie beispielsweise unser Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger optimal. Er versorgt die Olivenpflanze zuverlässig mit wichtigen Nährstoffen und stärkt ihre Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Schädlinge und Frost. Zudem sorgt er für ein vitales Wurzelwachstum. Wie man den Olivenbaum richtig düngt, erfahren Sie in unserem Spezialartikel zum Thema Olivenbaum düngen.

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Olivenbaum im Topf schneiden

Olivenbäume können als Strauch oder Baum geschnitten werden. Jüngere Pflanzen wachsen von Natur aus sparrig und sollten daher häufiger geschnitten werden – also einen Erziehungsschnitt erfahren. Auf diese Weise wird sich die Pflanze stärker verzweigen und eine echte Krone oder einen dichten Strauch bilden.

Ist die richtige Form erreicht, wird sie mit dem Erhaltungsschnitt kultiviert. Hierbei werden zu lange Triebe einfach auf Seitentriebe eingekürzt oder an ihrem Ursprung an einem stärkeren Ast abgeschnitten – Stummel sollten nicht stehen bleiben. Außerdem werden sich kreuzende Triebe abgeschnitten. Entfernen Sie bei zwei Ästen, die sich kreuzen, den schwächeren. Das gilt insbesondere im Inneren des Strauches, denn der Olivenbaum sollte auch nicht zu dicht wachsen.
Übrigens: Alte und große, gesunde Olivenbäume können problemlos sehr stark zurückgeschnitten werden, um verjüngt zu werden.

Kleine Rückschnitte können jederzeit vorgenommen werden. Der Frühling eignet sich jedoch am besten, denn hier ist der Baum durch die Winterpause ausgeruht und hat genug Energie für einen kräftigen Neuaustrieb. Wie genau Sie Ihren Olivenbaum zurückschneiden, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Olivenbaum umtopfen

Olivenbäume im Kübel lassen sich sehr viel Zeit beim Wachsen – vor allem wenn sie nicht regelmäßig umgetopft werden. Wer also schnell von einem kleinen zu einem großen Ölbaum kommen will, der sollte anfangs jährlich, später alle 2 bis 3 Jahre in hochwertige Erde umtopfen. Allerspätestens wenn die Wurzeln unten aus dem Kübel wachsen, wird es Zeit für einen größeren Topf. Lösen Sie den Baum vorsichtig aus dem Pflanzgefäß und gönnen Sie ihm ein etwas größeres Zuhause mit frischer Erde. Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Olivenbaum umtopfen, finden Sie im passenden Spezialartikel.

Eines sei aber schon hier verraten: Wer an der richtigen Erde spart, der hat tendenziell mehr Probleme mit Schädlingen, Krankheiten und Wuchsdepressionen seines Olivenbäumchens im Topf. Gute Oliven-Erden sind strukturstabil, nicht zu nährstoffreich und lassen Wasser gut abfließen. Etwas zu saure Erden können mit ein wenig Grünkalk versetzt werden: Olivenbäume lieben einen pH-Wert von 7 bis 8.

Pflege von Olivenbäumen
Trotz langsamen Wachstums tut regelmäßes Umtopfen gut [Foto: Andrea54/ Shutterstock.com]

Hinweis: Olivenbäume stecken beim Kauf häufig in der falschen Erde oder beherbergen manchmal sogar Schädlinge darin. Deshalb topfen Sie neu gekaufte Olivenbäume am besten gleich einmal um.

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Olivenbaum im Kübel überwintern

Olivenbäume sind nur bedingt winterhart. Das heißt, dass Ihnen eine leicht frostige Nacht nichts ausmacht. Längere Frostperioden und das nasse, kalte Wetter unserer heimischen Winter sind jedoch zu viel für die aus dem Mittelmeerraum stammenden Gewächse. Spätestens wenn die Erde im Topf durchfriert, ist es vorbei mit dem Traum vom eigenen Olivenhain. Damit Ihre Bäumchen den Winter überleben, muss ein ordentlicher Winterschutz her. Umwickeln Sie hierfür nur den Topf mit Zeitungspapier oder Luftpolsterfolie und lassen Sie Ihre Topfolive in ein geschütztes, frostfreies, aber helles Winterquartier umziehen.

Stellen Sie den Baum nicht ins beheizte Haus, denn zu warm mögen es Oliven im Winter auch nicht. Sie brauchen Temperaturen um den Gefrierpunkt und die damit verbundene Winterruhe, um Kraft für den Austrieb im Frühjahr zu sammeln und auch um Blütenknospen zu induzieren. Richtig gelesen: Wer Oliven zu warm überwintert, tut das auf Kosten einer reichlichen Blüte. Da die Pflanzen ruhen, wird im Winter nicht gedüngt und nur sehr sparsam gegossen. Nach draußen kommen die Bäumchen wieder, wenn keine längeren Frostperioden mehr zu erwarten sind – also ungefähr Ende März. Halten Sie aber bei Ansage von Frösten einen Jutesack als Schutz bereit.

Weitere Tipps zum Überwintern von Olivenbäumen finden Sie hier.

Olivenbaum im Topf kaufen: Darauf sollte man achten

Olivenbäume erfreuen sich aufgrund des mediterranen Flairs, das sie versprühen, auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Dementsprechend groß ist das Angebot im Gartencenter, Baumarkt oder Online-Pflanzenversandhandel. Jedoch kann dabei auch die Qualität stark schwanken. Wenn Sie auf der sicheren Seite stehen wollen, kaufen Sie Ihren Olivenbaum beim Fachhändler oder einer Fachbaumschule, die auf mediterrane Gewächse spezialisiert ist. Wählen Sie eine möglichst kältetolerante Sorte aus dem nördlichen Teil des Mittelmeerraums. Je widerstandfähiger der Baum, desto weniger Arbeit und Risiken birgt der heimische Winter.

Verkauf von Olivenbäumchen in Töpfen
Mediterrane Pflanzen kauft man am besten bei einem entsprechenden Fachhändler [Foto: VanoVasaio/ Shutterstock.com]

Tipp: Ist der Baum allerdings als vollständig winterhart angegeben, lassen Sie die Finger davon. Die Angabe kann nicht der Wahrheit entsprechen und lässt den Verkäufer unseriös wirken.

Achten Sie gerade im Jahr nach dem Kauf darauf, die sortentypische Winterhärte nicht auszureizen und gehen Sie lieber mit einem guten Winterschutz auf Nummer Sicher. Sorgen Sie für eine gute Kaliumversorgung im Spätsommer, zum Beispiel mit unserem flüssigen Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger. Gerade die günstiger angebotenen Olivenbäumchen sind häufig im warmen Klima und mit reichlich Dünger kultiviert und aus diesem Grund weit weniger winterhart als sie sein könnten oder sollten.

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Exotische Kübelpflanzen sind genau Ihr Ding? Zwei weitere elegante Exoten sind der Feigenbaum (Ficus carica) und der Zylinderputzer (Callistemon citrinus), die beide ebenfalls im Kübel kultiviert werden sollten. Im Sommer erfreuen sie uns mit ihrem südländischen Flair, im Winter können sie gemeinsam mit dem Olivenbäumchen überwintern.

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