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Rasen sanden: Nutzen & Profi-Anleitung

Beim Thema Rasen sanden kommen viele Fragen auf. Wir klären die Wichtigsten und haben weitere Tipps parat, damit beim Sanden auch sicher nichts schief geht.

In Verbindung mit dem Vertikutieren und Lüften steht ebenfalls das anschließende Sanden des Rasens. Beim Vertikutieren wird die oberste Bodenschicht leicht angekratzt, um Filzschichten zu entfernen. So können Luft und Regenwasser besser in den Boden eindringen. Außerdem wird durch das Vertikutieren unerwünschter Moosbewuchs beseitigt. Beim Rasenlüften dringen verschiedene, sogenannte Aerifizierungsgeräte noch etwas tiefer in den Boden ein und führen zu verbessertem Luft- und Wassertransport im Oberboden. Das Sanden ergänzt diese beiden Maßnahmen optimal – vor allem bei sehr lehmigen und stark zu Verdichtung neigenden Böden.

Warum Rasen sanden?

Das Sanden des Rasens optimiert den Erfolg des Vertikutierens und Lüftens, indem es deren Effekte für längere Zeit aufrechterhält. Sand ist viel gröber als Lehm und sorgt im Boden für eine gute Struktur und Hohlräume für Luft- und Wasserbewegungen. Deshalb ist das Sanden vor allem bei lehmigen Böden von großem Vorteil. Sand steigert die Durchlässigkeit von Luft und Wasser und sorgt für eine gute Drainage des Bodens. Wasser kann so leichter abfließen und staut sich weniger im Oberboden. Funktionierender Luft- und auch Wassertransport sind wichtige Bedingungen für einen schönen Rasen. Wenn sich Wasser im Oberboden staut, werden vor allem Moos, Flechten und Unkräuter gefördert, Gräser hingegen geschwächt.

Rasen sanden: Profi-Anleitung in 7 Schritten

Im Folgenden finden Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Ihren Rasen in wenigen Schritten erfolgreich sanden. Wir zeigen, welcher Sand die richtige Wahl ist, wie er ausgebracht wird und worauf es nach dem Sanden zu achten gilt.

1. Wann sollte man den Rasen sanden?

Sanden Sie im Frühjahr, nach dem Vertikutieren und/oder Lüften des Bodens. Bei sehr lehmigen Böden wiederholen Sie das ganze gegebenenfalls nochmals im Herbst. Vor dem Sanden sollten Sie Ihren Rasen 2 – 3 cm tief mähen und übriges Schnittgut von der Rasenfläche rechen. Das Aerifizieren mithilfe von Nagelschuhen hilft zusätzlich dabei, dass der Sand in den Boden rieseln und diesen auflockern kann.

Wasserlache auf Rasen
Durch das Sanden kann Wasser leichter abfließen [Foto: stockphotofan/ Shutterstock.com]

2. Welcher Sand und welche Körnung sind geeignet?

Verwenden Sie scharfgewaschenen, reinen Quarzsand mit einer Korngröße von 0,06 bis 2 mm. Ein hochwertiger Rasensand lüftet den Rasen und verbessert die Wasserdurchlässigkeit. Dadurch erreicht Regenwasser tiefere Bodenschichten und regt zum Wurzelwachstum an. Auch die Belastbarkeit der Rasenfläche kann so erhöht werden.

Floragard Rasen-Sand
Nach dem Vertikutieren sowie zum Ausgleichen von Unebenheiten, lüftet den Rasen und verbessert die Wasserdurchlässigkeit, erhöht die Belastbarkeit.
*in Kooperation mit Floragard
Floragard Rasen-Sand

3. Wie viel Sand/welche Menge?

Bei leichten Böden streuen Sie 2 kg Sand pro m², bei sehr lehmigen Böden sind 4 kg pro m² zu empfehlen. Sandige Böden benötigen keinen zusätzlichen Rasen-Sand. Im Herbst wird auch auf den lehmigsten Böden maximal 5 l/m² Sand verstreut.

Sandwagen auf Rasen
Mit einer Sandkarre lässt sich der Sand gleichmäßig ausbringen [Foto: Le Do/ Shutterstock.com]

4. Sand mit Dünger mischen?

Eine Zugabe von Dünger – zum Beispiel unserem Plantura Bio-Rasendünger – kann dem Rasen einen Wachstumsschub verschaffen und ihn nach der stressigen Vertikutier- und Aerifizier-Behandlung etwas stärken. 30 bis 60 g Bio-Rasendünger kann pro Quadratmeter zur passenden Sandmenge beigemischt werden. Beides wird dann gleichzeitig ausgebracht.

Plantura Bio-Rasendünger
Plantura Bio-Rasendünger
Vitaler, satt-grüner Rasen,
gut für den Boden,
unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

5. Sand mit Saatgut mischen?

Wenn der Rasen nach dem Vertikutieren sehr licht aussieht, ist es manchmal angebracht, mit einer Rasen-Nachsaat nachzusäen. Dichterer Rasen sieht nicht nur schöner aus, sondern verhindert auch neuen Moos- und Unkrautbefall. Will man gleichzeitig sanden und nachsäen, ist allerdings Vorsicht geboten. Der ausgestreute Sand hält Wasser sehr schlecht, die nachgesäten Samen brauchen aber über einige Wochen kontinuierlich Wasser. Um nicht jeden Tag bewässern zu müssen, kann man entweder nach dem Vertikutieren nachsäen (wenn der Rasen sehr licht ist) und dann mit dem Sanden warten, bis der junge Rasen das erste Mal gemäht wurde. Oder man sandet nach dem Vertikutieren (und gegebenenfalls auch Lüften) und wartet mit der Nachsaat einige Wochen, bis sich der Sand abgesetzt hat.

Düngerstreuwagen Rasensamen verteilend
Es sollte nicht gleichzeitig gesät und gesandet werden [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

6. Wie sandet man den Rasen?

Sie geben die für Ihren Boden passende Menge Sand auf jeweils ungefähr 1 m² Ihres Rasens. Dann verteilen Sie den Sand mit dem Rücken eines Rechens oder einem hartborstigen Besen auf der entsprechenden Fläche. Anschließend sollten keine Grasspitzen mehr von Sand bedeckt sein.

7. Was folgt nach dem Rasensanden?

In der Hauptwachstumszeit im Frühjahr wird der Rasen den Sand innerhalb von ungefähr einer Woche überwachsen haben. Sollte es nach dem Sanden längere Zeit nicht oder nicht ausreichend regnen, freut sich der Rasen über eine Bewässerung. Das Vertikutieren und Lüften bedeutet schließlich sehr viel Stress für den Rasen, weshalb dieser genügend Wasser braucht, um sich von diesem Pflege-Marathon zu erholen. Durch einen kräftigeren Niederschlag oder eine künstliche Beregnung gelangt der Sand auch dorthin, wo er hin soll: In die oberen Bodenschichten.

Neben dem Sanden ist auch das Düngen eine wichtige Pflegemaßnahme für den Rasen. In unserem Spezialartikel erfahren Sie alles zum Rasendüngen, was Sie wissen müssen.

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