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Rosen düngen: Profi-Tipps zum richtigen Zeitpunkt & Vorgehen

Rosen verzaubern jeden Garten mit ihren Blüten – wenn sie richtig gedüngt werden. Wann, wie und womit man Rosen am besten düngt, erfahren Sie hier.

Damit Ihre Rose (Rosa) wahre Bilderbuchblüten ausbildet, die Dornröschen alle Ehre machen würden, muss das zarte Pflänzchen sehr viel Energie aufwenden. Dafür brauchen die Blumen der Liebe regelmäßig und ausreichend Nährstoffe, denn die im Boden vorhandenen Speicher werden von den Starkzehrern rasch verbraucht. Damit Sie einen farbenfrohen Gewinn einfahren können, müssen Sie also ein wenig Liebesmüh investieren. Deshalb gehört zur fachgerechten Pflege einer Rose die regelmäßige Zufuhr eines geeigneten Düngemittels. Hierbei sollten Sie auch ein Auge auf den Boden unter der Rose werfen: Seine Leistungsfähigkeit und Pflege bestimmt unter anderem, wie gut die Nährstoffaufnahme erfolgen kann.

Rosen düngen

Damit Rosen mit majestätischen Blüten aufwarten können, investiert die Pflanze enorm viele Nährstoffe und Assimilate aus der Photosynthese in ihr betörendes Gewand. Die Nährstoffvorräte im Topf wie auch im Boden können dabei schnell erschöpft sein. Deshalb liegt es an Ihnen, die Nährstoffspeicher durch Düngegaben regelmäßig aufzufüllen. Damit Ihre Rosen sich nicht nur von ihrer stachligen Seite zeigen, erklären wir Ihnen, zu welchem Dünger Sie bei Rosen am besten greifen und wann Rosen gedüngt werden.

Wann düngt man Rosen am besten?

Für einen guten Start wird eine Rose gleich bei der Pflanzung im Herbst das erste Mal mit Nährstoffen versorgt. Mischen Sie dem Aushub des Pflanzloches einfach Kompost oder unseren Plantura Bio-Rosendünger bei. Wirksam wird diese Startdüngung im nächsten Frühjahr, wenn Ihr Garten – einschließlich Pflanzen und Bodenorganismen – wieder aus der Winterruhe erwacht. In der Zwischenzeit ist die frisch gepflanzte Gartenkönigin bereits ein wenig eingewurzelt. Sie muss erst im Juni oder Juli wieder gedüngt werden, um die letzten Blüten, die Bildung der knallroten Hagebutten und die Vorbereitung auf den nächsten Winter stemmen zu können.

Pflanzdüngung Rose

Rosen können gleich bei der Pflanzung im Herbst das erste Mal gedüngt werden [Foto: Sergey Mironov/ Shutterstock.com]

Rosen im Beet düngen

Die erste Düngung von etablierten Bestandspflanzen im Beet erfolgt im Frühjahr zwischen März und April. Zu diesem Zeitpunkt treibt die Rose gerade mit der Kraft des vergangenen Jahres aus: Sie hat nämlich Zucker (Assimilate) und Nährstoffe in Wurzel, Stämmchen und Trieben gespeichert. Damit sich die Mühe lohnt, sollte nun auch das Nährstoffangebot optimal sein, denn die Reserven der Pflanze sind natürlich begrenzt. Verwenden Sie einen organisch Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Rosendünger, dieser hat eine schnelle Wirkgeschwindigkeit und eine gleichmäßige sowie lange Nährstofffreisetzung. Die zweite – und in der Regel letzte Düngung des Jahres – erfolgt im Juni oder Juli. Erneut sollten Sie einen organisch-mineralischen Langzeitdünger wählen. Ein ausreichend hoher Kaliumgehalt ist hierbei bedeutsam, denn Kalium ist für die Frosttoleranz von Pflanzen enorm wichtig. Nach diesem Termin ist das Einbringen von Stickstoff Tabu, um den wichtigen Triebabschluss – also die Verholzung im Herbst – nicht zu behindern.

Rosen im Herbst düngen

Um Ihre Rosen fit für den Winter zu machen, genügt in den meisten Fällen der zweite Düngetermin im Juni oder Juli. Lediglich an sehr winterkalten, ungeschützten Standorten empfiehlt sich eine Herbstdüngung mit einem Kalidünger Ende August. Kalium wirkt dabei als eine Art Frostschutzmittel in der Vakuole der Pflanzenzellen: Wie das Salz im Meerwasser das Zufrieren verhindert, wird Kalium in die Zellen eingelagert, damit diese nicht durch die Bildung großer Eiskristalle zerstört werden.

Zusammenfassung: Rosen im Beet düngen

  • Rosen sollten bei der Pflanzung mit einem organischen Langzeitdünger versorgt werden.
  • Bestandspflanzen werden zwei Mal jährlich gedüngt: Im März/April und im Juni/Juli.
  • Rosen an winterkalten Standorten können von einer zusätzlichen Kaliumdüngung im Spätsommer profitieren.

Wann Rosen im Topf düngen?

Topfrosen im Freien werden genauso wie Freilandrosen direkt bei der Pflanzung mit einem Langzeitdünger versorgt. Die Düngetermine sind für Beet- und Topfrosen insgesamt die gleichen, wenn ein organischer oder organisch-mineralischer Dünger verwendet wird. Denn trotz des geringeren Substratvolumens kann mit organischem Dünger eine große Menge „auf Vorrat“ gedüngt werden, ohne dass es zur Überdüngung kommt.

Rose im Topf

Auch im Topf empfiehlt sich eine Düngung mit einem organischen Langzeitdünger [Foto: allstars/ Shutterstock.com]

Wenn Sie einen mineralischen Dünger ohne Langzeitwirkung nutzen möchten, sind zwischen März und Juli monatliche Düngegaben nötig. Bei Topfrosen, die im Zimmer stehen oder warm und hell überwintert werden, kann bis zum September gedüngt werden. Natürlich ist auch im Topf eine Düngung mit einem Langzeitdünger möglich. Versorgen Sie Ihre Rosen mit diesem wie die ausgepflanzten Exemplare zwei bis drei Mal im Jahresverlauf.

Zusammenfassung: Wann Rosen im Topf düngen?

  • Topfrosen, die im Freiland überwintern, werden so gedüngt wir Freilandrosen.
  • Topfrosen im Innenraum können bis in den September hinein gedüngt werden.

Wie und womit Rosen düngen?

Wer sich auf der sicheren Seite wissen will und nicht unbedingt den Drang verspürt, sich intensiv mit den Nährstoffbedürfnissen seiner Rosen auseinanderzusetzen, greift am besten zu einem speziellen Rosendünger. Dieser bietet den stachligen Gewächsen eine ideale Nährstoffkombination. Doch auch ohne Spezialdünger können Sie das Beste aus Ihren Rosen herausholen. Dabei sollten Sie bei der Wahl des Düngers darauf achten, dass der Kaliumanteil höher als der Stickstoffanteil ist. Denn ist der Dünger zu stickstofflastig, wächst Ihre Rose zwar im Handumdrehen in die Höhe, die Blütenbildung bleibt jedoch auf der Strecke. Außerdem benötigen Rosen einen relativ hohen Anteil an Phosphat im Dünger, damit die Blüten sich in voller Pracht und möglichst zahlreich zeigen.

Flüssigdünger weiße Rose

Mineralische Flüssigdünger und feste mineralische Dünger eignen sich kaum zur Versorgung von Gehölzen [Foto: Syndy1/ Shutterstock.com]

Doch nicht nur die enthaltenen Nährstoffe sind wichtig. Die Form der Darreichung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung des Düngers. Sie haben die Wahl zwischen mineralischen, organischen, organisch-mineralischen oder Bio-Düngern – hinzu kommen die Flüssigdünger. Mineralische Flüssigdünger und feste mineralische Dünger wie zum Beispiel Blaukorn sind eigentlich kaum zur Versorgung von Gehölzen geeignet. Die extrem schnelle und kurzweilige Nährstofffreisetzung führt zu stoßweisem Wachstum und schädlings-, frost- und trockenheitsanfälligen Rosen. Wie in vielen Fällen sollten Sie auch hier auf einen organischen Langzeitdünger setzen. Dieser hat für Sie folgende Vorteile:

  • Natürliche Langzeitwirkung und fließende Freisetzung, die für ein ebenso natürliches und gleichmäßiges Pflanzenwachstum sorgt.
  • Bodenpflege, Humusregeneration und damit steigende Bodenqualität, die für Rosen recht bedeutsam ist; Außerdem Eintrag wichtiger Spurennährelemente.
  • Die Herstellung bewahrt Ressourcen und die Anwendung schont Ihren Garten, Ihre Haustiere und auch Ihre Pflanzen.

Gerade bei Gehölzen ist eine gleichmäßige Langzeitwirkung wichtig. Unser Plantura Bio-Rosendünger bietet eine natürliche Langzeitwirkung mit einem NPK-Verhältnis von 4-2-7. So werden Ihre edlen Pflänzchen in zeitlicher wie auch ökologischer Hinsicht nachhaltig versorgt. Dabei werden im Vergleich zu mineralischen Düngern bereits bei der Produktion wertvolle Ressourcen gespart.

Achten Sie bei Rosen darauf, dass verschiedene Sorten auch verschiedene Ansprüche an den Boden-pH stellen. Während die meisten Sorten einen pH von 6,5 bis 7,5 bevorzugen, lieben andere einen eher sauren oder sogar alkalischen Boden. Solche, die es sauer mögen, vertragen eine Düngung mit Kalk schlecht und es kann sehr schnell zu Kalkchlorosen kommen. Diese liegen in einem Eisenmangel begründet, der durch eine geringere Eisenverfügbarkeit im Boden einerseits und das Fehlen einer wirksamen Aufnahmestrategie der Rose andererseits entsteht. Jene Rosen, die einen alkalischen Boden-pH lieben, besitzen bessere Aufnahmestrategien für Eisen und belohnen eine Kalkgabe mit besserem Wachstum.

Mehr Informationen zur Zusammensetzung und Wirkweise von Rosendüngern erhalten Sie in unserem Spezialartikel.

Rosen richtig düngen: Anleitung zur idealen Ausbringung

So wie auch Menschen bei der Ernährung das richtige Maß finden müssen, verhält es sich auch bei unseren Photosynthese-betreibenden Lieblingen. Damit Ihre Rosen in einer ausgeglichenen Nährstoffumgebung zu vitalen Prachtexemplaren heranwachsen können, sollten Sie daher auf die richtige Düngerdosierung achten. Daher haben wir für Sie eine kleine Anleitung zur richtigen Ausbringung unseres Plantura Bio-Rosendüngers zusammengestellt:

  1. Der perfekte Zeitpunkt zum Düngen ist der Abend. Lockern Sie den Boden oberflächlich, um keine Wurzeln zu zerstören.
  2. Im Anschluss wird die passende Menge unseres Plantura Bio-Rosendüngers rings um die Rose verteilt. Zur Abmessung der richtigen Mengen können Sie ein Trinkglas verwenden: 0,2 Liter entsprechen etwa 130 Gramm Dünger. Bedenken Sie die Ausbreitung des Wurzelsystems: Nährstoffe können vor allem mit den feinsten Verzweigungen der Wurzeln aufgenommen werden – also auch etwas entfernt vom Wurzelstock.
  3. Arbeiten Sie das Düngegranulat ein wenig ein und wässern Sie im Anschluss ausgiebig.
  4. Die richtigen Düngezeitpunkte und Dosierungen können Sie der nachstehenden Tabelle entnehmen.
DüngezeitpunktDosierungsempfehlung
Bei Neupflanzung100 – 150 Gramm/m2/pro Pflanzloch
Düngetermin 1 (März/April)80 – 120 Gramm/m2 oder 60 Gramm/Pflanze
Düngetermin 2 (Juni/Juli)80 – 120 Gramm/m2 oder 60 Gramm/Pflanze
Plantura Bio-Rosendünger
Plantura Bio-Rosendünger
Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
€14,99
inkl.MwSt.

Tipp: Unseren Plantura Bio-Rosendünger können Sie für einen Schnellstart im Frühjahr auch als Flüssigdünger anrühren: So wird er direkt mit viel Wasser eingebracht, das für die Freisetzung der Nährstoffe so wichtig ist.

Rosen mineralisch düngen: Blaukorn und Co.

Je nach Blühverhalten müssen Rosen entweder einmal jährlich oder sogar über eine lange Blühperiode hinweg eine Menge Energie in ihre Blüte investieren. Der prächtige Blütenflor kostet die Pflanzen dabei viel Kraft. Mineralische Dünger haben hier den Nachteil, dass sie schnell, doch nicht lange wirken. Das bedeutet für Sie als Anwender, dass Sie keine Düngegaben vergessen oder zum falschen Zeitpunkt durchführen dürfen – sonst kann es zur Mangelernährung oder Fehldüngung mit Düngeschäden kommen.

Rosen werden mit mineralischem Dünger besprüht

Die falsche Verwendung von mineralischem Dünger führt schnell zu Düngeschäden [Foto: NinaMalyna/ Shutterstock.com]

Ein Zuviel an Stickstoff führt zu verstärktem vegetativem Wachstum – viel Blatt und wenig Blüte können das Ergebnis sein. Von den negativen Auswirkungen auf Winterhärte, Bodenqualität und Bodenleben ganz zu schweigen. Besser eignen sich wegen der geringeren Überdüngungsgefahr und gleichmäßigeren Versorgung organische Dünger oder organisch-mineralische Dünger, am besten in Bio-Qualität.

Rosen mit Hausmitteln wie Kaffeesatz und Co. düngen

Den Standort einer Rose mit etwas säuerlichem Kaffeesatz zu versorgen kann für Bodenstruktur und Humusgehalt förderlich sein. Hier ist die Menge entscheidend: Zweimal jährlich vier Löffel getrockneten Kaffeesatz an eine Rose zu geben, ist völlig unbedenklich und bringt ein wenig zusätzlichen Stickstoff ein. Für kalktolerante oder kalkliebende Sorten können klein gemahlene Eierschalen oder kleine Mengen sauberer Holzasche von Vorteil sein, um den passenden pH-Wert zu erreichen und zugleich Calcium, Phosphor, Kalium und Magnesium zu düngen. Ein kleiner Tipp für eine üppige Blüte sind zerkleinerte Bananenschalen. Diese sind reich an Phosphatverbindungen und Kalium.

Warum spezielle Rosendünger sinnvoll sind, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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