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Rosen im Topf: Pflanzen & Pflegen von Rosen im Kübel

Dass Rosen viel Platz brauchen, ist ein Mythos. Wir zeigen Ihnen, dass man Rosen auch im Topf pflanzen kann und geben Tipps zu Sortenwahl und Pflege.

Rosa Rosen im Topf
Viele Rosen lassen sich auch im Topf oder im Kübel kultivieren [Foto: Siriporn-88/ Shutterstock.com]

Wenn Sie in Ihrem Gartenbeet nicht genug Platz für eine Rose (Rosa) haben, aber trotzdem nicht auf die Königin der Blumen verzichten möchten, haben wir eine ganz einfache Lösung für Sie: Kleinere Rosen gedeihen schließlich auch im Topf auf dem Balkon oder im Kübel auf der Terrasse wunderbar. Generell eignen sich hierfür Rosensorten mit einem eher kompakten Wuchs am besten. Damit Ihre auserwählte Rose dann auch viele schöne Blüten hervorbringt und Sie möglichst lange Freude an Ihrer Topfpflanze haben, sollten Sie allerdings bereits beim Einpflanzen einige Aspekte beachten. Außerdem erklären wir Ihnen in diesem Artikel, wie man Rosen im Topf richtig pflegt und welche Maßnahmen Sie für eine erfolgreiche Überwinterung treffen sollten.

Topfrosen haben aufgrund des eingeschränkten Platzangebotes spezielle Anforderungen an ihren Standort und ihre Pflege. Welche Rosensorten am besten für den Topf geeignet sind und was es beim Pflanzen sowie bei der Pflege zu beachten gilt, erklären wir Ihnen nachfolgend.

Kleine Rosensorten für Topf und Kübel

Für die Kultivierung im Topf eignen sich blühfreudige Zwergrosen, Beetrosen oder Edelrosen mit einem kompakten Wuchs hervorragend. Strauch- und Kletterrosen sollten für eine Topfkultur nicht allzu starkwüchsig sein, denn der Platz im Topf oder Kübel ist nur begrenzt. Hier eine kleine Auswahl an Rosen, die für die Topfkultur geeignet sind:

  • Zwergrose ‘Lavender Ice’
    Lavendelfarbige, mittelgroße Blüten mit leichtem Duft; buschiger Wuchs; erreicht Höhen zwischen 30 und 50 cm; sehr gut winterhart.
  • Zwergrose ‘Roxy’
    Stark gefüllte pinke bis violette Blüten; duftet nicht; Wuchshöhe von 30 bis 40 cm; buschige Wuchsform; gute Blattgesundheit; bedingt winterhart.
  • Zwergrose ‘Maidy’
    Rote, halbgefüllte Blüten mit weißer Unterseite; wächst eher aufrecht buschig; erreicht Höhen von bis zu 40 cm; nur bedingt winterhart.
  • Beetrose ‘Amber Queen’
    Wird in Österreich auch Prinz Eugen von Savoyen genannt; bringt gelbe Blüten mit leichtem Rosenduft hervor; lange Blütezeit; erreicht Höhen bis zu 60 cm; wächst eher aufrecht buschig.
  • Beetrose ‘Sirius’
    Wunderschöne halbgefüllte, cremeweiße Blüten; buschiger bis aufrechter Wuchs; wird bis zu 80 cm hoch; sehr gute Blattgesundheit; gute Winterhärte.

Eine umfassende Sammlung an Rosensorten für den Topf und das Gartenbeet finden Sie hier.

Amber Queen Rose
Auch die Beetrose ‘Amber Queen’ eignet sich für die Topfkultur [Foto: patjo/ Shutterstock.com]

Rosen im Topf pflanzen: Standort und Vorgehen

Achten Sie bereits beim Kaufen der Rose darauf, dass sie gesund und frei von Schädlingen ist, um böse Überraschungen zu vermeiden. Als Nächstes gilt es, einen geeigneten Standort auf dem Balkon oder der Terrasse auszuwählen. Rosen bevorzugen hierbei ein luftiges Plätzchen mit viel Sonne und Wärme. Starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht können vor allem im zeitigen Frühjahr die Gefahr von Frostschäden für Ihren Liebling erhöhen, daher sollte die Rose im Kübel mit Beginn des Winters an einen windgeschützten Platz umgestellt werden und einen Winterschutz erhalten.

Da Rosen zu den Tiefwurzlern zählen, sollten Sie einen ausreichend tiefen Topf oder Kübel auswählen. Der Topf sollte kein offenporiger Tontopf sein, da diese sehr viel Wasser über Verdunstung verlieren und die Rose so schnell in Trockenstress gerät. Da Topfrosen dauerhafte Staunässe gar nicht gut vertragen, bringen Sie am besten gleich zu Beginn eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton ein, damit überschüssiges Gießwasser aus dem Loch im Topfboden abfließen kann. Anschließend füllen Sie das Pflanzgefäß mit spezieller Rosenerde oder einer Mischung aus Gartenerde, Fertigkompost und Tongranulat wie Bentonit. Zusätzlich arbeiten Sie am besten gleich zu Beginn einen vornehmlich organischen Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Rosendünger in den Boden. Alle paar Jahre sollten Sie das Substrat dann vollständig austauschen, da auch das beste Substrat irgendwann zusammenfällt und sich zuungunsten der Rosenwurzeln immer weiter verdichtet.

Zusammenfassung Rosen im Topf pflanzen:

  1. Trockenen Topfballen oder nackte Wurzeln der Rose vor dem Einsetzen in Wasser tauchen
  2. Wurzeln etwas einkürzen
  3. Drainage-Material und etwas Erde einfüllen
  4. Rose nicht zu tief einsetzen, Veredelungsstelle knapp über Erden-Niveau
  5. Mit Erde auffüllen, Langzeitdünger hinzugeben
  6. Erde leicht festdrücken und gut angießen
  7. Die Erde mit Mulch abdecken, um schnelles Austrocknen zu verhindern

Rosen im Topf pflegen

Wenn Sie beim Pflanzen bereits für gute Startbedingungen gesorgt haben, hält sich der Pflegeaufwand bei Topfrosen später in Grenzen. Was es beim Gießen, Düngen und Schneiden von Rosen im Topf zu beachten gilt, haben wir nun nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Gestutzte Rosen im Topf
Rosen sollten neben anderer Pflege auch gestutzt werden [Foto: Liga Petersone/ Shutterstock.com]

Rosen im Topf gießen

Rosen haben generell einen recht hohen Wasserbedarf. Um herauszufinden, ob Ihre Topfrose gegossen werden sollte, machen Sie am besten eine Fingerprobe. Wenn sich das Substrat 5 cm unter der Oberfläche trocken anfühlt, wird es wieder höchste Zeit für eine Wassergabe. Nach dem Gießen sollte Ihre Rose aber nie in Wasser versinken, denn Staunässe vertragen Topfrosen überhaupt nicht gut. Ein Abflussloch an der Unterseite des Topfes und eine Drainageschicht sorgen dafür, dass überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

Tipp vom Profi: Auch während der Winterruhe sollten Sie bei der Kultivierung von Topfrosen darauf achten, dass die Pflanze nicht vollständig austrocknet. Gießen sollten Sie aber nur an frostfreien Tagen, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen.

Rosen im Topf schneiden

Für die Beibehaltung eines natürlichen und gesunden Wuchses und eine reiche Blüte sollten Sie im Frühjahr (März/April) kurz vor dem Neuaustrieb Ihre Rosen beschneiden. Entfernen Sie zuerst mit einer scharfen Gartenschere alle kranken, vertrockneten und zu dicht stehenden Triebe. Je nach Rosenklasse unterscheidet sich dann die weitere Vorgehensweise. Strauchrosen etwa werden fast gar nicht angetastet, nur alle paar Jahre werden alte Triebe entfernt. Beetrosen hingegen werden jährlich im Frühjahr radikal auf einige Knospen über dem Boden zurückgeschnitten. Öfter blühende Kletterrosen werden meist ausschließlich in der Peripherie geschnitten: Hier werden die Seitentriebe der Leittriebe eingekürzt. Für Zwergrosen (Zwergbengalrosen) gilt, dass etwa vier bis maximal acht gesunde Triebe bestehen bleiben, welche um etwa ein Drittel eingekürzt werden. Alles zum Schnitt der verschiedenen Rosenklassen können Sie als einfache Anleitungen in unserem Artikel zum richtigen Rosen schneiden nachlesen.

Hinweis: Setzen Sie den Schnitt egal bei welcher Rose immer etwa 5 mm schräg über einer nach außen zeigenden Knospe an. Kranke Triebe sollten auch während der Vegetationsperiode entfernt werden, um eine Ausbreitung von Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Pinke Rosen im Topf
Für eine solche Blütenpracht ist die Anwendung von Dünger zu empfehlen [Foto: Veena Nair/ Shutterstock.com]

Rosen im Topf düngen

Bereits bei der Pflanzung von Topfrosen können Sie etwas vornehmlich organischen Langzeitdünger wie unseren speziell für die Bedürfnisse von Rosen entwickelten Plantura Bio-Rosendünger verwenden, der sich mit der Zeit zersetzt und die Nährstoffe auf diese Weise nach und nach für die Pflanze freigibt. Rosen haben einen relativ hohen Nährstoffbedarf. Ab Mitte Mai und solange die Blüte anhält können Sie Ihre Pflanze im Topf daher regelmäßig mit Flüssigdünger versorgen, beispielsweise mit einem organischen Flüssigdünger wie unserem Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger. Topfrosen im Zimmer können Sie sogar noch bis in den September hinein düngen. Setzen Sie lieber auf einen Dünger mit Langzeitwirkung, so reichen zwei bis drei Düngegaben im Jahr völlig aus. Mehr zur Düngung von Rosen erfahren Sie in unserem zugehörigen Spezialartikel.

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Rosen im Topf überwintern

Möchten Sie Ihre Topfrose draußen überwintern, ist zu bedenken, dass einige Rosensorten nicht vollständig winterhart sind und bei starken Frösten Schaden nehmen können. Daher sollten Sie für die kalte Jahreszeit einen geschützten Stellplatz – zum Beispiel an einer Hauswand – auswählen und früh genug geeignete Schutzmaßnahmen treffen. Hierbei ist vor allem ein zusätzlicher Schutz der Wurzeln von großer Bedeutung. Direkter Bodenkontakt sollte möglichst vermieden werden. Stellen Sie den Topf oder Kübel daher am besten auf eine Holz- oder Styroporplatte. Anschließend häufeln Sie die Rose mit Erde, Mulch, oder Tannengrün an, um die Veredelungsstelle bestmöglich zu schützen. Grundsätzlich empfiehlt es sich auch, das gesamte Zentrum des Rosenstocks mit Tannengrün abzudecken und Hochstammrosen mit einem Kronenpolster sowie einem Stammschutz zu versehen. Zum Abschluss ummanteln Sie den Topf noch mit Jutesäcken oder Bambusmatten und schnüren diese fest. Gut geschützt steht dann einer erfolgreichen Überwinterung meist nichts mehr im Wege. Wenn Ihr Garten sehr spätforstgefährdet ist und bei Ihnen in der Regel ein raues Klima herrscht, holen Sie die Topfrosen aber sicherheitshalber ins Haus und stellen diese in einen kühlen, dunklen Raum, beispielsweise in den Keller.

Stammrosen sind besonders dekorativ und können sehr gut im Topf gehalten werden. In unserem Spezialartikel finden Sie die besten Stammrosen-Sorten.

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