skip to Main Content

Stiefmütterchen: Tipps zur Pflege und zum Überwintern

Im Frühjahr und Herbst können Stiefmütterchen mit ihrer Blütenpracht überzeugen. Doch wie sind sie zu pflegen und wie überwintert man sie erfolgreich?

Stiefmütterchen blau violett

Bereits im März kann man den ersten Stiefmütterchen munter beim Blühen zuschauen

Nicht nur wegen ihres Namens fallen Stiefmütterchen (Viola × wittrockiana) auf. Sie überzeugen mit ihren bunten, charakteristischen Blüten, die uns ab März aus Pflanzschalen oder dem Beet entgegen strahlen. Doch trotz ihres imposanten Äußeren, sind Stiefmütterchen, wie fast alle Vertreter der Gattung der Veilchen (Viola), unglaublich bescheiden und mit der richtigen Pflege äußerst robust. Auch winterliche Minusgrade sind kein Problem, wenn für einen vernünftigen Winterschutz gesorgt wird.

Stiefmütterchen richtig pflegen

An einem halbschattigen bis sonnigen Plätzchen im Garten oder auf der Terrasse können sich Ihre Stiefmütterchen gelassen der Sonne entgegen räkeln und viele farbenfrohe Blüten bilden. Dafür müssen Sie nicht einmal tief in die Trickkiste greifen. Abgesehen von einem nährstoffreichen, wasserdurchlässigen Boden, brauchen die robusten Pflänzchen nicht viel zum Glücklich sein. Kein Wunder, dass sie zu den beliebtesten Beet- und Balkonpflanzen gehören. Wollen Sie die Blütephase in die Verlängerung schicken, putzen Sie einfach regelmäßig verwelkte Blütenstände und kaputte Pflanzenteile aus.

Stiefmütterchen gießen

Stiefmütterchen sind extrem empfindlich, wenn es um Staunässe geht. Bei zu viel Feuchtigkeit sind die Pflanzen anfällig für Wurzelfäule oder die Blattfleckenkrankheit. Das Substrat sollte demnach niemals nass, aber immer feucht sein. Als Gießwasser empfiehlt sich kalkarmes Regenwasser.

Stiefmütterchen düngen 

In Bezug auf den Nährstoffbedarf ist das Stiefmütterchen recht genügsam – düngen ist also nicht unbedingt notwendig. Es reicht dem Boden vor der Auspflanzung der Stiefmütterchen Humus oder Kompost zuzumischen. Dies dient einer Langzeitversorgung mit Nährstoffen. Topfpflanzungen bekommen alle zwei bis vier Wochen eine leichte Düngergabe. Hierfür wird dem Gießwasser Flüssigdünger beigemischt. Anstatt auf handelsüblichen mineralischen Dünger zurückzugreifen, können Sie einen organischen Dünger verwenden. Diese sind umweltfreundlicher und fördern das Bodenleben nachhaltig. Doch auch hier gilt: Mehr ist nicht immer besser. Bei Überdüngung neigen Stiefmütterchen zu Längenwachstum und Krankheitsbefall. Außerdem wird das Wurzelwachstum gehemmt.

Zusammenfassung: Stiefmütterchen richtig pflegen, gießen und düngen

  • Standort: Sonnig bis halbschattig
  • Boden: nährstoffreich, wasserdurchlässig
  • Ausputzen verwelkter Blütenstände
  • Gießen: Substrat feucht halten, aber nicht nass; sehr staunässeempfindlich
  • Düngen: Untermischung von Humus/ Kompost zur Erde
  • Topfpflanzen: alle 2 – 4 Wochen Flüssigdünger im Gießwasser

Stiefmütterchen erfolgreich überwintern

Das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) ist auf Wiesen, an Wegrändern und auf Brachflächen in Mitteleuropa zu Hause. Die Wildform muss demnach auch mal ein bisschen Schnee vertragen können. Diese Winterhärte hat sie an ihre domestizierten Verwandten weitergegeben. Im Beet ausgepflanzt, vertragen Garten-Stiefmütterchen auch winterliche Temperaturen. Wie winterhart die Pflanzen sind, ist jedoch von Sorte zu Sorte verschieden. Doch mit ein paar Handgriffen können Sie die Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Überwintern bei jeder Sorte erhöhen:

  • Oktober: Rückschnitt bis kurz über die Erde
  • Pflanzen abdecken mit Nadelbaumzweigen, Vlies, Reisig, Laub, Moos oder Rindenmulch
  • Weder gießen, noch düngen
  • Ende Februar/Anfang März: Entfernen des Winterschutzes

Die Abdeckung der Pflanzen dient nicht nur als Schutz vor längeren Frostperioden. Sie schützt die Pflanzen in schneefreien Wintern auch vor Kahlfrost. Sind die Wurzelballen gefroren, kann die Pflanze kein Wasser aufnehmen. Wenn kein Schutz vor der Wintersonne besteht, kommt es zur Verdunstung von Wasser und die Pflanze stirbt. Stiefmütterchen im Topf brauchen einen Rundum- Winterschutz. Sie werden zurückgeschnitten, mit Vlies abgedeckt und der Topf wird mit Vlies oder Zeitungspapier umwickelt. Anschließend werden die Töpfe an einem geschützten, kühlen Ort wie dem Keller oder der Gartenlaube überwintert. Überdachte Pflanzen werden auch im Winter leicht gegossen. Eine Düngung entfällt. Anfang bis Ende März werden die Pflanzen wieder von ihrem wohlig warmen Schlafsack befreit.

Hinweis: Wenn Schnee fällt, sollte er auf den Stiefmütterchen liegen bleiben, da er wie eine wärmende Decke wirkt.

Diese Produkte schützen Ihre Pflanzen vor Frost:
  • Thermo-Gartenvlies: Optimal um Ihre Pflanzen im Winter vor Kälte und Frost zu schützen. Individuell zuschneidbar.
  • Jutesack/-decke: Zuverlässiger Schutz vor Kälte und Frost aus 100 % Jute. Dekoratives Naturgewebe mit langer Lebensdauer.
  • Kokosmatte: Hervorragender Wärmespeicher aus Naturfaser. Atmungsaktiv, witterungsbeständig und langlebig.

Stiefmütterchen mehrjährig anbauen

Die im Handel erhältlichen Stiefmütterchen sind einjährige oder zweijährige Pflanzen. Nach dem zweiten Jahr haben die Pflänzchen die Blütephase ihres Lebens hinter sich gelassen und überschreiten die Schwelle zur wohl verdienten Altersruhe. Schönheit ist nun mal ein vergängliches Attribut. Es liegt bei Ihnen, ob das „Stief-Omichen“ nun jüngeren, ansehnlicheren Exemplaren weichen muss oder einen ruhigen Lebensabend in einer Ecke Ihres Gartens verbringen darf.

Wir empfehlen zum Anbau von Zierpflanzen folgende Produkte:
  • Plantura Bio Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.
  • Floragard Blumenerde: Allround-Erde für Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen. Aqua-Plus® sorgt für eine optimale Wasseraufnahme. Optimale Nährstoffversorgung für kräftige und vitale Pflanzen mit prachtvollen Blüten.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
Back To Top