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Sukkulenten pflegen: Sukkulenten richtig gießen, düngen & Co.

Sukkulenten sind im Allgemeinen anspruchslos. Dennoch sollte man bestimmte Tipps und Tricks kennen, um ihren Ansprüchen auch wirklich gerecht zu werden.

Sukkulenten pflanzen schaufel harke

Auch Sukkulenten erfreuen sich an einem Topf mit frischem Substrat [Foto: Chamille White/ Shutterstock.com]

Wer kennt sie nicht? Die wasserspeichernden Sukkulenten gelten als beliebte Zimmerpflanze und sind auch in Deutschland mit einigen Arten in Gärten zu sehen. Die wüstenhaften Pflanzen, die sich durch ihre dickfleischigen Blätter oder Stämme auszeichnen, gelten gemeinhin als besonders pflegeleicht und stellen selbst für Personen ohne „grünen Daumen“ kaum Probleme dar. Doch selbst bei diesen Pflanzen gilt es, auf einige Punkte bei der Pflege zu achten, die wir im Folgenden vorstellen.

Sukkulenten: Allgemeine Pflegeansprüche

Für den Großteil der Sukkulenten, die eine große Anzahl an Familien und Gattungen umfassen, ist der Pflegeaufwand sehr gering. Die wärmeliebenden Pflanzen vertragen beispielsweise das ausbleibende Gießen während des Sommerurlaubs ohne Probleme. Achten Sie bei Sukkulenten grundsätzlich aber auf den passenden Standort: Aufgrund der wüstenähnlichen Herkünfte vieler Arten ist ein sonniger und warmer Standort sinnvoll. Im Sommer können die dickblättrigen Gewächse auch problemlos im Garten verweilen.

Sukkulenten richtig gießen

Ein wichtiger Aspekt bei den anspruchslosen Sukkulenten ist immer die richtige Gießmenge. Es gilt: Lieber zu wenig als zu viel gießen, denn auf ein Überangebot an Wasser und Staunässe reagieren Sukkulenten mit Wurzelfäule. Der Pflanzenbau der ungewöhnlichen Gewächse ist auf die Speicherung von Wasser in den Pflanzenorganen spezialisiert, daher benötigen sie nur wenig Feuchtigkeit. Trotzdem sollte auch eine Sukkulente circa einmal die Woche leicht gegossen werden. Schütten Sie nach dem Gießen aber stets das Wasser vom Untersetzer oder Übertopf ab.

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Kakteen und anderen Sukkulenten benötigen nicht viel Wasser [Foto: Piyabuth/ Shutterstock.com]

Sukkulenten richtig düngen

Ebenso wie beim Thema Wasser ist auch der Einsatz von Dünger mit Vorsicht zu betrachten: Schnellwachsende Sukkulenten können circa alle drei Wochen mit speziellem Kakteen- und Sukkulentendünger gedüngt werden, um der Pflanze genügend Nährstoffe bereitzustellen. Die Dünger zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Kalium aus und sind auf die Bedürfnisse der wasserspeichernden Pflanzen zugeschnitten. Im Sinne einer ressourcenschonenden Nutzung bietet sich der Einsatz von Dünger in Bioqualität an, zudem wirkt dieser wesentlich schonender an der Pflanze als herkömmlicher Dünger. Auch hier gilt: Eine Überdosierung sollten Sie vermeiden, damit es an den Wurzeln nicht zu Verbrennungen kommt. Schwach wachsende Sukkulenten benötigen dagegen in der Regel gar keine Düngegaben.

Hier nochmal alle Tipps zur richtigen Pflege von Sukkulenten zusammengefasst:

  • Warmer und sonniger Standort
  • Nur wenig gießen; Staunässe unbedingt vermeiden
  • Nur schnellwachsende Sukkulenten düngen; circa alle drei Wochen

Sukkulenten umtopfen

Das Umtopfen von Sukkulenten ist von Zeit zu Zeit ein wichtiger Schritt, um neues Substrat bereitzustellen und das Volumen für die Wurzeln zu vergrößern. Ist der bisherige Topf zu klein geworden, sollte ein entsprechend größerer ausgewählt werden. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten.

Sukkulenten wann umtopfen?

Bei Sukkulenten reicht es aus, alle zwei bis drei Jahre einen Substratwechsel durchzuführen. Idealerweise bietet sich dafür das Frühjahr an, wenn die Wachstumsperiode langsam beginnt. Auf diese Weise bekommt die Pflanze genügend Zeit, sich während des Sommers auf die veränderten Bedingungen einzustellen.

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Bei Sukkulenten reicht es aus, alle zwei bis drei Jahre einen Substratwechsel durchzuführen [Foto: Chamille White/ Shutterstock.com]

Sukkulenten wie und mit welchem Substrat umtopfen?

Entscheidend für das richtige Umtopfen von Sukkulenten ist die Auswahl des richtigen Substrats, da die feuchtigkeitsempfindlichen Pflanzen durchlässige Erde benötigen. Im Handel kann spezielle Kakteen- und Sukkulentenerde gekauft werden, die aber in der Regel Torf enthält. Aus Gründen des Moorschutzes raten wir deshalb vom Kauf ab. Stattdessen lässt sich da passende Substrat bequem aus torffreier Gartenerde und ein wenig Sand selbst zusammenmischen. Achten Sie darauf, dass das Substrat luftig ist und genügend Ablauf für Wasser bietet. Wenn Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf entfernt haben, sollten Sie den neuen Topf zudem vor dem Einpflanzen mit Tonscherben auslegen. Diese dienen als Drainageschicht und verhindern automatisch Staunässe am Boden. Grundsätzlich ist ein Tontopf dem Kunststofftopf vorzuziehen, da sich die Feuchtigkeit in diesem wesentlich weniger staut.

Achten Sie beim Umtopfen von Sukkulenten unbedingt auf folgende Aspekte:

  • Alle 2 – 3 Jahre im Frühjahr
  • Durchlässige Erde mit hohem Sandanteil
  • Tontopf statt Kunststofftopf
  • Drainageschicht aus Tonscherben am Boden
Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte für Sukkulenten:
  • Floragard Kakteenerde: Gebrauchsfertige Spezialerde mit dosierter Aufdüngung für ein gesundes Wachstum aller Kakteen und Sukkulenten. Langfristig stabile Struktur und optimale Luft- und Wasserversorgung durch Tongranulat und reinem Quarzsand.
  • Floragard Blähton Tongranulat: Ideal als Drainagematerial in Pflanzkästen, Kübeln oder Töpfen. Sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt, wurzelfördernden Luftaustausch und verhindert Staunässe.
  • Cuxin Kakteen & Fettpflanzen Flüssigdünger: Organisch-Mineralischer NPK-Dünger (3-4-5) mit milder Düngewirkung für alle Kakteen und Dickblattgewächse.

Sukkulenten überwintern: Winterharte Sukkulenten auswählen

Nicht nur im Haus sind Sukkulenten beliebte Zierpflanzen – auch im Garten tragen sie zu einem schönen Bild bei. Doch längst nicht alle Sukkulenten überleben den frostigen Winter in Deutschland. Folgende Sukkulenten trotzen auch hier den Temperaturen in der kalten Jahreszeit:

  • Mehrere Yucca-Arten, darunter Yucca filamentosa und Yucca baccata
  • Kakteen wie Opuntien (Feigenkaktus), darunter Optuntia tortispina
  • Echeverien wie Echeveria elegans
  • Fetthennen, die auch im gemäßigten Klima sehr verbreitet sind; darunter beispielsweise die Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile)
Sukkulenten im Winter Frost

Es gibt durchaus winterharte Sukkulenten [Foto: Iuliia Kudrina/ Shutterstock.com]

Bei der Überwinterung von Sukkulenten in Deutschland ist vor allem der Faktor Nässe zu berücksichtigen. Sorgen Sie im Herbst dafür, dass die Pflanze möglichst regengeschützt überwintern kann, indem sie idealerweise an einer regengeschützten Stelle steht oder durch einen Überbau geschützt wird.

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