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Weihnachtskaktus: Vermehren, schneiden und umtopfen

Der Weihnachtskaktus kann einfach selbst vermehrt werden. Wie das geht und ob er geschnitten und umgetopft werden muss, erfahren Sie hier.

üppig blühender Weihnachtskaktus lila violett

Mit den richtigen Tipps wird man mit einer üppigen Blüte belohnt [Foto: OakleyOriginalsCC BY 2.0]

Weihnachtskaktus: Selbst vermehren

Die generative Vermehrung durch Samen ist beim Weihnachtskaktus (Schlumbergera x buckleyi) zwar relativ einfach und funktioniert sehr gut, doch ist sie eigentlich nur für die Arbeit von Züchtungsfirmen relevant. Noch einfacher kann man nämlich den Weihnachtskaktus im Frühsommer durch Stecklinge vermehren. Dazu werden einfach die jeweils am Ende eines Triebes befindlichen Endstücke entnommen. Die blattähnlichen Gebilde sind sogenannte Phyllokladien und der umfunktionierte Trieb des beliebten Kaktusgewächses (Cactaceae).

Die endständigen Phyllokladien sollten möglichst groß und ausgereift sein. Das kann man an der etwas dunkleren Grünfärbung erkennen; der Neuaustrieb ist eher hellgrün. Entweder können Triebstücke mit einem Phyllokladien-Glied oder aber mit mehreren Phyllokladien-Gliedern verwendet werden. Die Stecklinge lassen sich einfach an der Stelle zwischen zwei Gliedern von der Mutterpflanze lösen. Schneiden ist nicht erforderlich und würde auch nur unnötig Stress und Infektionsgefahr bedeuten. Die Stecklinge werden in spezielles, gut angefeuchtetes Stecklingssubstrat gesteckt. Es muss nicht mehr gegossen werden, bis sich nach etwa vier Wochen die ersten Wurzeln gebildet haben. Generell gilt für die richtige Vermehrung des Weihnachtskaktus:

  • Vermehrung gelingt am besten durch Stecklinge
  • Stecklinge können ein oder mehrere Phyllokladien (blattähnliche Sprossabschnitte) lang sein
  • Nur endständige Triebstücke verwenden
  • Bester Zeitpunkt: Frühsommer
  • Phyllokladien sollten möglichst groß und ausgereift sein
  • Einfach in gut befeuchtetes, handelsübliches Stecklingssubstrat stecken
  • Bewurzelung erfolgt nach etwa 4 Wochen
Blüte Weihnachtskaktus rot nah

Die Blüte ist wunderschön und einzigartig [Foto: -Lythy-CC BY 2.0]

Muss ein Weihnachtskaktus geschnitten werden?

Es ist nicht zwingend erforderlich, einen Weihnachtskaktus zu schneiden. Von Natur aus verzweigt er sich sehr freudig und nimmt bei genügend Licht eine ansprechende Verzweigung an. Bei mehrjähriger Kultur kann es jedoch sein, dass die Triebe sehr lang und der typische überhängende Wuchs etwas extrem wird. Falls dann der Wuchs des Weihnachtskaktus eingedämmt werden soll, nimmt man den kürzenden Schnitt am besten im Anschluss an die Blüte und vor dem Neuaustrieb – also im Februar/März – vor.

Dabei sollte an der markanten Stelle zwischen zwei Phyllokladien gebrochen oder geschnitten werden. Es ist davon abzuraten, die blattartigen Phyllokladien durchzuschneiden. Das ist unnötiger Stress und birgt die Gefahr, dass die Pflanze schnell von lebensbedrohlichen Infektionen heimgesucht wird. Ansonsten kann der einkürzende „Schnitt“ auch gut mit der eigenen Vermehrung durch Stecklinge im Frühsommer kombiniert werden. Generell gilt für den richtigen Schnitt des Weihnachtskaktus:

  • Kürzender Schnitt nicht zwingend erforderlich
  • Geeigneter Zeitpunkt: Februar/März
  • Am besten an markanter Stelle zwischen zwei Phyllokladien schneiden oder brechen
  • Keinesfalls ein Phyllokladium durchschneiden und so dem Weihnachtskaktus Stress und erhöhte Infektionsgefahr ersparen
  • Schnitt kann gut mit Vermehrung durch Stecklinge im Frühjahr kombiniert werden
rosa helle Blüte Weihnachstkaktus im Topf

Ein Weihnachtskaktus bringt Farbe in die triste Jahreszeit [Foto: Maja DumatCC BY 2.0]

Weihnachtskaktus: Wann und wie richtig umtopfen?

Der Weihnachtskaktus ist eine klassische Topfpflanze. Zwar kann er im Sommer auch einige Wochen im Freien verbringen, aber es lohnt sich nicht, ihn ins Beet auszupflanzen. Mit sinkenden Temperaturen muss er nämlich wieder ins Haus umziehen. Darf der mehrjährige Kaktus auch tatsächlich in mehreren Wintern seine Blüte entfalten, so kann es sinnvoll sein, ihn gelegentlich umzutopfen. Es schadet sogar nicht, wenn der Weihnachtskaktus im Rahmen des Umtopfens jedes Jahr in frisches Substrat gebettet wird. Der beste Zeitpunkt ist nach der Blüte, aber vor dem Neuaustrieb – also ungefähr im März.

Das alte Substrat wird so gut es geht, aber vorsichtig abgestreift. In einem neuen, etwas größeren Topf als der vorherige wird der Weihnachtskaktus mit frischem Substrat beglückt. Es eignet sich eine handelsübliche Blumenerde mit einem pH um 5,5 bis 6,0. Damit die für die Wurzeln des Weihnachtskaktus optimale Durchlässigkeit des Substrates erzielt wird, ist es empfehlenswert, die Blumenerde mit etwas Sand zu mischen. Vier Teile Substrat auf einen Teil Sand stellen ein gutes Verhältnis dar. Hat der mehrjährige Weihnachtskaktus den Weg in frisches Substrat und neuen Topf gefunden, ist er noch anzugießen. Generell gilt für das richtige Umtopfen des Weihnachtskaktus:

  • Optimaler Zeitpunkt für das Umtopfen: März (nach der Blüte)
  • Kann ruhig jährlich durchgeführt werden
  • Neuen Topf etwas größer wählen (1-2 cm im Durchmesser größer)
  • Alte Erde weitestgehend abstreifen
  • Handelsübliche Blumenerde kann verwendet werden
  • Für optimale Durchlässigkeit des Substrates und zur Vermeidung von Staunässe der Blumenerde Sand untermischen: 4 Teile Blumenerde auf 1 Teil Sand
  • Weihnachtskaktus im frischen Substrat nach dem Umtopfen angießen
Blüte Weihnachtskaktus rot

Die rote Blüte bringt Farbe ins Haus [Foto: Maja DumatCC BY 2.0]

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David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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