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Weihnachtstern wieder zum Blühen bringen: Tipps für eine zweite Blüte

Nach dem Weihnachtsfest weichen die Weihnachtssterne meist aus der Wohnung. Das ist aber gar nicht notwendig, denn mit der richtigen Pflege über den Sommer können Christsterne durchaus öfter blühen.

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) säumt meist nur in der Adventszeit die heimischen Fensterbänke – danach wandert er in den Abfall. Denn was viele gar nicht zu wissen scheinen: Beim Weihnachtsstern handelt es sich um ein mehrjähriges Wolfsmilchgewächs (Euphorbiaceae). Auch in unseren Breitengraden kann der farbenfrohe Weihnachtsbote problemlos über mehrere Jahre hinweg leben. Damit er jedoch immer pünktlich zu Weihnachten blüht, muss man ihn im Sommer gut umsorgen. Wir geben Tipps zur Pflege und zeigen, wie Sie Ihren Weihnachtsstern erneut zum Blühen bringen.

Weihnachtsstern im Sommer pflegen

Soll der farbenfrohe Weihnachtsstern im folgenden Winter erneut erstrahlen, so muss er zunächst erfolgreich über den Sommer gebracht werden. Nach der Blüte kann er zunächst aus dem Blickfeld an einen etwas kühleren und dunkleren Ort weichen. Die Wasserversorgung kann ebenfalls reduziert werden. Mitte Mai, wenn kein Frost mehr droht, kann man den Weihnachtsstern entweder nach draußen pflanzen, oder in einem Topf nach draußen stellen. Vor diesem Schritt bietet es sich an, die verblühten Triebe zurückzuschneiden und ihn in frisches Substrat und einen etwas größeren Topf umzutopfen.

Mit dem Austrieb neuer Triebe nach dem Rückschnitt sollte dann die Düngung wiederaufgenommen werden und auch der Wasserbedarf ab jetzt steigen. Optimal ist es, in vielen kleinen Gaben den Weihnachtsstern mit Nährstoffen zu versorgen. Dafür bietet sich ein Volldünger wie zum Beispiel unser Plantura Bio-Universaldünger an, der mit der Bewässerung ein- bis zweiwöchentlich verabreicht werden kann. Der Wuchs des Weihnachtssterns wird nicht so schön kompakt bleiben wie bei frisch gekauften Exemplaren vom Profi-Gärtner. Diese verwenden nämlich spezielle Wachstumsregulatoren, um das Längenwachstum der Triebe zu regulieren und so für eine kompakte Form zu sorgen. Durch sparsames Gießen können Sie einem extremen Längenwachstum allerdings gegensteuern. Der mäßige und nicht gesundheitsgefährdende Trockenstress dämmt nämlich das Wachstum des Weihnachtssterns ein. Trotzdem bleibt es ein schmaler Grat zwischen nützlichem Trockenstress und nachhaltigen Trockenschäden.

Weihnachtstern in Rosa in der Sonne draußen
Im Sommer darf der Weihnachtsstern auch nach draußen in den Garten ziehen [Foto: pilialoha/ Shutterstock.com]

Weihnachtsstern nach der Blüte und im Sommer pflegen:

  • Nach der Blüte an etwas kühleren und dunkleren Ort platzieren; Gießen reduzieren
  • April: Rückschnitt der verblühten Triebe und Umtopfen in frisches Substrat
  • Mitte Mai: Weihnachtsstern kann nach draußen umziehen (Topf oder Beet)
  • Regelmäßiges Düngen (ein- bis zweimal wöchentlich) mit einem Volldünger während der Hauptwachstumszeit (Mai – August)
  • TIPP: Nach dem Rückschnitt können die frischen Austriebe auch für die Stecklingsvermehrung des Weihnachtssterns verwendet werden
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Wie wird der Weihnachtsstern erneut zum Blühen gebracht?

Um seinen Christstern erneut zum Blühen zu bringen, muss das Blühverhalten des Wolfsmilchgewächses bekannt sein. Die Ausbildung der farbigen Hochblätter und der eigentlichen Blüten kann man über die Tageslänge nämlich gezielt steuern. Beim Weihnachtsstern handelt es sich um eine sogenannte Kurztagpflanze. Ab einer spezifischen, kritischen Tageslänge von weniger als zwölf Stunden schaltet der Weihnachtsstern sozusagen die Blütenbildung an. Je nach Kürze des Tages dauert es noch acht bis zwölf Wochen, bis die farbigen Hochblätter des Weihnachtssterns voll ausgebildet sind. Umso kürzer der Tag, desto schneller bilden sich also die farbigen Hochblätter aus.

Damit sich der Stern pünktlich zu Weihnachten von seiner besten Seite zeigt, muss bis Anfang Oktober dafür gesorgt werden, dass der „Tag“ länger als zwölf Stunden andauert. Das erreicht man durch ein sogenanntes Störlicht – wofür schon eine normale Glühbirne reicht. Ab Anfang Oktober gilt es dann, die Pflanze maximal nur noch zwölf Stunden täglich dem Licht auszusetzen. Anschließend ist der Weihnachtsstern dunkel zu stellen.

Weihnachtsstern in Topf auf Fensterbrett
Um die Blütenentwicklung des Weihnachtssterns anzuregen, muss das Licht richtig dosiert werden [Foto: Andrei Lavr/ Shutterstock.com]

Steht er auf der Fensterbank, kann man beispielsweise einen Karton über ihn stülpen. Bei einem Gewächshaus wird die Sache schon aufwändiger: Hier kann man zwar eine schwarze Folie anbringen, die allerdings jeden Morgen entfernt und jeden Abend wieder lückenlos angebracht werden muss. Bereits an kleinen Stellen durchscheinendes Licht (zum Beispiel von einer Straßenlaterne) kann die durch den „Kurztag“ induzierte Blütenbildung des Weihnachtssternes stören und sogar verhindern. Einfacher ist es, sich einfach nach der natürlichen Tageslänge zu richten, auch dann wird der Weihnachtsstern blühen. Allerdings ist er auch dann penibel vor Störlicht zu schützen.

Weihnachtsstern (erneut) zum Blühen bringen:

  • Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagpflanze mit einer kritischen Tageslänge von 12 Stunden
  • Tageslängen unter 12 Stunden induzieren die Ausbildung der Blüten
  • Je nach Tageslänge dauert es vom ersten Kurztag bis zur Blüte 8 bis 12 Wochen – umso kürzer der Kurztag, desto schneller kommt in der Regel die Blüte
  • In der Kurztagphase muss der Weihnachtsstern vor jeglichen anderen störenden Lichtquellen geschützt und dunkel gestellt werden
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