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Wildrosen-Arten: Die 15 beliebtesten wilden Rosenarten

Ganz ihrem Namen entsprechend sind Wildrosen äußerst robust und betören mit wundervollem Duft. Wir stellen Ihnen die 15 schönsten Wildrosen-Sorten vor.

Rosa Wildrosen
Bei vielen Wildrosen-Arten ist noch die fünfteilige Blüte zu erkennen [Foto: Volodymyr Nikitenko/ Shutterstock.com]

Die Gattung der Rosen (Rosa) kann bereits auf eine lange Züchtungsgeschichte zurückblicken, aus der viele verschiedene Sorten hervorgegangen sind. Den Ursprung dieser Erfolgsgeschichte bildeten die wunderbar duftenden, aber stacheligen Wildrosen, die in vielen Teilen der Welt wachsen. Wie andere Rosengewächse (Rosaceae) auch, ist bei den wilden Formen die fünfteilige Blüte noch sehr gut zu erkennen, aus denen sich später Hagebutten entwickeln. Daher sind Wildrosen nicht nur bei Gärtnern, sondern auch bei Insekten und Vögeln äußerst begehrt. Im Vergleich zu den moderneren Sorten sprechen auch der geringe Pflegeaufwand und die hohe Krankheitsresistenz für eine Pflanzung ins Gartenbeet. Wer im Garten nicht genug Platz hat, kann die wüchsigen Pflanzen aber auch sehr gut zur Befestigung von Hängen und Böschungen nutzen.

Wildrosen-Arten

Wodurch sich Wildrosen von modernen Rosensorten unterscheiden und worauf beim Schneiden von Wildrosen zu achten ist, erklären wir Ihnen nachfolgend. Außerdem möchten wir Ihnen einige der beliebtesten Arten von Wildrosen vorstellen.

Wildrosen: Eigenschaften und Herkunft

Der Begriff „Wildrosen“ bezeichnet eine Rosenklasse mit nicht über Artgrenzen hinaus gekreuzten Arten der Gattung Rosen. Meist sind die Blüten dieser Arten noch ungefüllt und man kann die fünf Kronblätter und die zahlreichen Staubblätter sehr gut erkennen. Aufgrund dieser einfachen Blütenform stellen sie eine ideale Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten dar. Im Gegensatz zu den gefüllten Blüten der Kulturrosen können Wildrosen außerdem besser bestäubt werden und bilden daher oft sehr fleischige Früchte (Hagebutten), die dann wiederum als Futter für Vögel dienen.

Pinke Wildrose mit Biene darauf
Wildrosen werden von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln bestäubt [Foto: Pisarenko Olga/ Shutterstock.com]

Ansonsten ist das Erscheinungsbild der wilden Rosen sehr variabel. Grundsätzlich zählen Wildrosen zu den Sträuchern. Es gibt allerdings auch Arten, die sehr groß werden und sich als Kletterrosen ziehen lassen. Aufgrund ihres Platzbedarfs sind sie in der Regel aber nur für größere Gärten geeignet. Der Pflegeaufwand hält sich bei Wildrosen allerdings glücklicherweise in Grenzen. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn die Triebe sind häufig mit zahlreichen kleinen Stacheln besetzt, die im Volksmund fälschlicherweise oft als Dornen bezeichnet werden. Zu den positiven Eigenschaften von Wildrosen zählt wiederum der betörende Duft von Blüten und Blättern, den bereits die Babylonier in Salben konservierten.

Die 15 schönsten Wildrosen-Arten

Wildrosen gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen – da fällt es gar nicht so leicht, den Überblick zu bewahren. Vielleicht kann Ihnen daher die nachfolgende Auflistung bei der Entscheidung für den Kauf einer eigenen Wildrose helfen.

  • Hundsrose (Rosa canina)
    Einheimische Wildrose; schalenförmige, weiß-rosa Blüten; leichter Duft; scharlachrote Hagebutten; blüht von Juni bis Juli; aufrechter Wuchs mit bogig überhängenden Trieben (bis zu 300 cm hoch); hitze- und trockenresistent; winterhart
  • Sandrose/Wiesenrose (Rosa carolina)
    Wird auch Carolina-Rose genannt; kleine, einfache Blüten in Hellrosa; angenehmer Duft; bildet runde, rote Hagebutten; orangerotes bis gelbes Herbstlaub; strauchartiger Wuchs (bis zu 150 cm hoch); stachelig; bildet starke Ausläufer; zur Befestigung von Böschungen ideal
Heiderose
Rosa canina wird auch Heckenrose oder Heiderose genannt [Foto: LuciaP/ Shutterstock.com]
  • Moos-Rose (Rosa centifolia var. muscosa)
    Mittelgroße, halbgefüllte Blüten in intensivem Rosa; einmalblühend; Duft nach flüssigem Harz; bemoost wirkende Knospen; kräftiger, buschiger Wuchs (bis 150 cm hoch); robust; winterhart; für die Kübelpflanzung geeignet
  • Keilblättrige Rose (Rosa elliptica)
    Nah verwandt mit Rosa rubiginosa; hellrosa Blüten; längliche, rote Früchte; Laub duftet nach Äpfeln; dichter, aufrechter Strauch; leicht überhängende Triebe mit Stacheln; wird bis zu 200 cm hoch; bevorzugt kalkhaltige Böden und sonnige Standorte
  • Essig-Rose (Rosa gallica)
    Halbgefüllte, rosarote Blüten; kräftiger Duft; blüht von Juni bis Juli; buschig aufrechter Wuchs mit überhängenden Trieben (bis zu 120 cm hoch); schattenverträglich; hohe Blattgesundheit; auch für Kübelpflanzung geeignet
  • Hechtrose (Rosa glauca)
    Auch als Rotblättrige Rose bekannt; schalenförmige, hellrosarote Blüten; starker Fruchtbehang ab August; Laub im Sommer bläulich schimmernd; buschig, aufrechter Wuchs; erreicht Höhen von 150 bis 250 cm; robust und pflegeleich
  • Chinesische Goldrose (Rosa hugonis)
    Einfache, kleine Blüten in hellem Goldgelb; sehr frühe Blüte (Mai); bildet schwarzrote Hagebutten; breitbuschiger, überhängender Wuchs; erreicht Wuchshöhen von bis zu 200 cm; mittlere Blattgesundheit; bedingt winterhart
Wildrose
Rosa glauca war ursprünglich in vielen europäischen Gebirgen verbreitet [Foto: Henri Koskinen/ Shutterstock.com]
  • Alpen-Heckenrose (Rosa pendulina)
    Auch als Hängefrucht-Rose bekannt; einfache Blüten in Purpur-Rosa; flaschenförmige, rote Hagebutten; leichter Wildrosenduft; kompakter Wuchs mit überhängenden Trieben (bis zu 150 cm hoch); kaum Stacheln; wächst auch in höheren Lagen; robust; winterhart
  • Kleinblütige Rose (Rosa micrantha)
    Einfache, hellrosa bis weißliche Blüten; verströmt besonderen Duft; kugelige bis ovale Früchte; dichtbuschiger, aufrechter Wuchs mit überhängenden Trieben; wird bis zu 350 cm hoch; anspruchslos; winterfest; auch für magere und felsige Standorte geeignet
  • Mandarin-Rose (Rosa moyesii)
    Wird auch Rote Büschelrose genannt; chinesische Herkunft; zahlreiche blutrote Blüten; auffällige Staubgefäße; reichblühend ab Juni; bildet flaschenförmige Hagebutten; breit ausladender Wuchs; erreicht Höhen von bis zu 200 cm; winterhart
  • Büschelrose (Rosa multiflora)
    Zahlreiche kleine, einfache Blüten in Weiß; starker Duft nach Honig; sehr reiche Blüte; bildet rundliche Hagebutten; aufrechter Wuchs mit bogig überhängenden Trieben; erreicht Wuchshöhen von bis zu 300 cm; winterhart
  • Glanzblättrige Rose (Rosa nitida)
    Kleine, einfache Blüten in leuchtendem Rosa; flachkugelige, hellrote Früchte; glänzendes, dunkelgrünes Laub; wächst als aufrechter Kleinstrauch; wird etwa 50 bis 70 cm hoch; borstige Triebe; starke Ausläuferbildung möglich; eignet sich zur Befestigung von Böschungen
Weiße Wildrose
Die Büschelrose Rosa multiflora ist sehr wuchsfreudig [Foto: Tamotsu Ito/ Shutterstock.com]
  • Weinrose (Rosa rubiginosa)
    Auch als Schottische Zaunrose bekannt; einfache, schalenförmige Blüten in hellem Karminrosa; Blätter duften stark nach Apfel oder Wein; dichter, aufrechter Wuchs mit leicht überhängenden Trieben (bis zu 350 cm hoch); stark bestachelt; bildet keine Ausläufer
  • Kartoffelrose (Rosa rugosa)
    Auch als Apfelrose bekannt; große, einfache Blüten in Lila bis Rosa oder Weiß; blüht von Juni bis Oktober; leichter Duft; bildet orange Hagebutten; straff aufrechter Wuchs (bis zu 180 cm hoch); bildet Ausläufer; sehr robuste Wildart; winterhart
  • Rosa sweginzowii
    Alte chinesische Gartenrose; einfache, mittelgroße Blüten in Karminrot bis Rosarot; reiche Blüte ab Juni; wenig duftend; bildet orange Hagebutten; bogig überhängender Wuchs (bis zu 250 cm hoch); stark bestachelt; gute Krankheitsresistenz

Wenn Sie nun auf den Geschmack gekommen sind und noch weitere Rosenarten und -sorten suchen, finden Sie hier eine Übersicht mit den schönsten Beetrosen, Kletterrosen und Co.

Wildrosen schneiden: Das sollten Sie beachten

Wildrosen sind relativ pflegeleicht und müssen nur wenig bis gar nicht geschnitten werden. In der Regel genügt es, wenn Sie Ihre Wildrosen im Frühjahr oder Sommer auslichten. Schneiden Sie jedoch nicht zu viel, damit noch Blütenknospen übrigbleiben, die sich bereits im Vorjahr gebildet haben. Wenn Ihre Wildrosen doch zu stark wuchern, können Sie sie im Frühjahr (März/April) radikal zurückschneiden, denn sie werden wieder kraftvoll austreiben. Gleiches gilt auch für ältere Rosenstöcke, die mit der Zeit verkahlen. Ein kräftiger Verjüngungsschnitt der Triebe auf etwa 50 Zentimeter fördert den Neuaustrieb und sorgt dafür, dass Ihre Rose wieder viele Blüten bildet. Wildrosenhecken sollten Sie allerdings regelmäßig einmal jährlich im Frühjahr schneiden, damit sie blickdicht werden.

Rosenschnitt mit der Heckenschere
Das richtige Werkzeug und die richtige Ausrüstung sind bei jedem Rosenschnitt wichtig [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Tipp vom Profi: Die Triebe von Wildrosen können mitunter sehr stark mit Stacheln besetzt sein. Damit Sie sich nicht verletzen oder Ihre Kleidung beschädigen, sollten Sie beim Rosenschnitt unbedingt Handschuhe und alte Kleidung tragen.

Wie Sie beim Schnitt von Kletterrosen, Stammrosen & Co am besten vorgehen, erklären wir Ihnen in unserem Spezialartikel zum Thema „Rosen schneiden“.

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