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Zaubernuss pflanzen: Experten-Anleitung zum Einpflanzen

Mit kräftigen Farben läutet die Zaubernuss das Gartenjahr ein. Doch wann ist die richtige Zeit, um das schöne Gehölz in den eigenen Garten zu pflanzen?

Zaubernuss Sorte Pallida gelbe Blüten

Die Sorte Pallida blüht in milden Gebieten bereits zu Weihnachten [Foto: Del Boy/ Shutterstock.com]

Die Zaubernuss (Hamamelis) ist eine Gattung der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae), zu der weltweit nur fünf Arten gehören. Hybridformen aus den zwei asiatischen Arten, die Hamamelis × intermedia, bieten eine unglaubliche Varianz an Blütenfarben von Grün, Gelb, Orange bis hin zu Rot. Dieses bunte Blütenmeer durchbricht von Dezember bis in den März hinein die triste Winterlandschaft Ihres Gartens. Trotz ihrer filigranen Blütenpracht und ihres leuchtend bunten Herbstlaubs ist die Zaubernuss eine in ihrer Pflege sehr anspruchslose Pflanze. Doch die mangelnden Ansprüche in der Pflege werden bei der Pflanzung wieder wettgemacht, denn hier muss langfristig geplant werden. Wir zeigen Ihnen, was bei der Pflanzung beachtet werden muss, damit sich das edle Gewächs in Ihrem Garten wie Zuhause fühlt.

Zaubernuss: Wann pflanzen?

Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung einer Zaubernuss ist im Herbst vor dem ersten Frost. So können sich im Winter (solange kein Frost herrscht) schon mal feine Wurzelhaare bilden. Diese sind für die Wasser- und Nährstoffaufnahme wichtig und verankern die Pflanze am neuen Standort. Falls Sie Containerware erworben haben, kann diese auch im Frühjahr nach dem letzten Frost gepflanzt werden. Bei Containerpflanzen ist bei der Pflanzung im Allgemeinen weniger zu beachten, denn die Pflanzen wachsen wesentlich besser an.

Zaubernuss pflanzen: Den richtigen Standort auswählen

Zaubernüsse wachsen nicht nur langsam nach oben, auch die Wurzelbildung braucht ihre Zeit. Es gehen gut und gerne zwei bis drei Jahren ins Land, bis die Pflanzen ordentlich angewurzelt sind. Erst dann gibt es den ersten sichtbaren Wachstumsschub. Außerdem wird ein Standortwechsel ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gut vertragen. Überlegen Sie sich daher gut, ob Ihre Zaubernuss langfristig an ihrem Standort bleiben kann. Dabei gilt zu beachten:

  • Standort: Sonne bis lichter Schatten, möglichst geschützt
  • Boden: Locker, tiefgründig, durchlässig, frisch bis leicht feucht, sehr humusreich
  • Wuchshöhe: 2 – 4 Meter
  • Kronendurchmesser: 4 – 5 Meter
  • Sehr konkurrenzschwaches Wurzelwerk
Zaubernussstrauch rot Zaubernuss im Garten

Die Zaubernuss ist eines der besonders zeitig blühenden Gehölze im Garten [Foto:  R. Maximiliane/ Shutterstock.com]

Um der Kälte des Winters zu entrinnen, rollen sich die Blüten bei Frost ein und entfalten sich bei wärmeren Temperaturen wieder. So werden Temperaturen von bis zu -10°C ohne Schäden überstanden. Sind die Temperaturen jedoch zu kalt, kann es auch zur Verzögerung oder gar zum Ausbleiben der Blüten kommen. Deshalb gilt es, die ansonsten sehr winterharte Pflanze besonders vor harschen Ostwinden geschützt zu platzieren. Noch wichtiger ist es auf die Eigenschaften des Bodens zu achten, nicht nur weil ein Umpflanzen tunlichst vermieden werden sollte, sondern weil der Edelstrauch sehr empfindlich auf Trockenheit, Verdichtungen und Staunässe reagiert.

Zaubernuss vergesellschaften: Ideale Beetpartner für die Zaubernuss 

Beachten Sie bei der Wahl der grünen Nachbarschaft, dass die Wurzeln der Zaubernuss sich sehr schlecht gegen Stärkere durchsetzen. Verzichten Sie daher nach der Pflanzung auf Stauden oder Bodendecker als Unterpflanzung, denn diese machen der Zaubernuss schnell das Wasser streitig. Falls Sie bis zum Anwurzeln ein paar Farbakzente unter Ihre Zaubernuss setzen wollen, können Sie kleine Zwiebelblumen wie Strahlen-Anemone (Anemone blanda), Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) oder Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) setzen. Sind ein paar Jahre vergangen, sollten die Wurzeln so gut ausgebildet sein, dass im größeren Umfang vergesellschaftet werden kann. Doch auch bei etablierten Zaubernüssen muss auf die Verträglichkeit des Nachbargrüns geachtet werden. Verträglich sind Bodendecker wie das Kleine Immergrün (Vinca minor) und die Golderdbeere (Waldsteinia ternata) oder Frühblüher wie Winterlinge (Eranthis) und Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus). Auch Lungenkräuter (Pulmonaria) und Duft-Veilchen (Viola odorata) sind eher konkurrenzschwach und daher gute Beetpartner.

Zaubernuss im Frühjahr Schneeglöckchen

Schneeglöckchen und Krokusse sind geeignete Pflanzpartner der Zaubernuss [Foto: R. Maximiliane/ Shutterstock.com]

Hinweis: Die Blüten bieten in der sonst so kargen Umgebung die ersten Nahrungsquellen für Bienen und Hummeln. Daher ist die Zaubernuss eine ideale Bepflanzung für Bienenweiden. Weitere bienenfreundliche Pflanzen finden Sie hier.

Zaubernuss richtig pflanzen: Die wichtigsten Schritte

Die Zaubernuss soll sich möglichst lange an ihrem Standort wohl fühlen. Da muss schon bei der Pflanzung einiges beachtet werden. Eine gute Vorbereitung des Bodens ist daher bei den sonst so anspruchslosen Gewächsen ein absolutes Muss. So geben Sie den konkurrenzschwachen Pflanzen ein optimales Umfeld, um Wurzeln zu schlagen. Bei der Pflanzung einer wurzelnackten Zaubernuss müssen die Wurzeln unmittelbar zuvor etwa eine Stunde in Wasser eingeweicht werden. Danach werden die Wurzeln vorsichtig aufgelockert und vereinzelt. Bei Containerpflanzen fallen diese vorbereitenden Schritte weg. Hier kann es gleich ans Einpflanzen gehen:

Zaubernussstrauch Standort im Garten Zaubernuss

Eine Zaubernuss braucht Jahre, um richtig gut anzuwurzeln und ordentlich zu wachsen [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

  • Boden gut auflockern
  • Pflanzloch: Etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen
  • Ausgehobene Erde mit Kompost anreichern und nochmals gut auflockern
  • Pflanze gerade in das Pflanzloch setzen
  • Pflanze nur so tief setzen, dass der Topfballen oberflächlich noch zu sehen ist
  • Pflanzloch mit vorbereiteter Erde auffüllen
  • Wurzelbereich mit Rindenmulch abdecken
  • Boden nach der Pflanzung nicht mehr bearbeiten

Die frisch gepflanzte Zaubernuss kann etwas zurückgeschnitten werden. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie hier.

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  • Floragard Blumenerde: Allround-Erde für Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen. Aqua-Plus® sorgt für eine optimale Wasseraufnahme. Optimale Nährstoffversorgung für kräftige und vitale Pflanzen mit prachtvollen Blüten.
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Virginia

Ich studiere Pflanzenbiotechnologie und sehe mich im Studium häufig mit den schwerwiegenden Folgen konfrontiert, die Unwissenheit und Fehlinformationen für die Natur haben können. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, Mensch und Natur wieder näher zusammenzubringen.
Lieblingsobst: Himbeeren, Erdbeeren und Ananas
Lieblingsgemüse: Zucchini, Brokkoli und Gurken

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