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Auberginen ernten & lagern

Auberginen können im Garten erfolgreich angebaut werden. Doch wann sind die Früchte reif und wie kann man die Haltbarkeit durch richtiges Lagern verlängern?

Reife Auberginen an der Pflanze
Die violetten Beeren der Aubergine können neben ihrem Aussehen auch mit einer reichen Ernte glänzen [Foto: PHILIPPE MONTIGNY/ Shutterstock.com]

Der Anbau von Auberginen (Solanum melongena) im eigenen Garten ist bisher noch selten. Dabei lässt sich das violette Gemüse am geeigneten Standort mit der richtigen Pflege prima selbst pflanzen. Besonders schwierig ist es für Hobbygärtner, den richtigen Erntezeitpunkt abzuschätzen. Wir zeigen, wann Auberginen reif sind, wie Auberginen richtig geerntet werden und wie man sie am besten lagert.

Aubergine ernten: Wann sind Auberginen reif?

Bei Auberginen handelt es sich tendenziell um ein langsam wachsendes Gemüse. Während man mit der Aufzucht bereits früh im Jahr beginnt (Aussaat im Haus ab Anfang Februar), kann vom Spätsommer bis zu den ersten Nachtfrösten geerntet werden. Im Gewächshaus kann man die eigene Ernte durch die wärmeren Temperaturen allerdings schon ab Juli einholen. Im Freiland liegt die Erntezeit von Auberginen von August bis in den Herbst. Wichtiger als der genaue Kalenderzeitpunkt ist bei der Ernte jedoch zu erkennen, ob die Auberginen auch wirklich reif sind.

Reife Graffiti Auberginen
Nicht alle Auberginensorten sind zum Reifezeitpunkt dunkellila gefärbt [Foto: J.A. Johnson/ Shutterstock.com]

Für die Ernte von Auberginen gilt: Die richtige Reife ist entscheidend für den Erntezeitpunkt. Die runde Frucht (botanisch handelt es sich bei ihr tatsächlich um eine Beere) gehört ebenso wie Tomaten und Kartoffeln zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), die das Toxin Solanin produzieren. Solanin befindet sich unter anderem in unreifen Früchten, die an der grünen Farbe zu erkennen sind. Aufgrund des giftigen Solanins in unreifen Auberginen sollten Sie von diesen in jedem Fall die Finger lassen. Um reife Auberginen zu erkennen, sind folgende Anhaltspunkte zu beachten.

Daran erkennen Sie reife Auberginen:

  • Dunkelviolette und glänzende Schale (je nach Sorte abweichend)
  • Schale lässt sich leicht eindrücken
  • Weißes Fruchtfleisch ohne grüne Stellen
  • Leicht grünliche Samen

Tipp: Neben unreifen Auberginen kommt es durchaus auch vor, dass Früchte schnell überreif werden. Erkennbar ist dies meistens an einer matten Schale. Solche Früchte sollten schnell geerntet und verarbeitet werden.

Reife Aubergine aufgeschnitten
Die Reife von Auberginen ist unter anderem durch regelmäßiges Beobachten der Färbung sowie der Druckempfindlichkeit zu erkennen [Foto: bergamont/ Shutterstock.com]

Auberginen lagern und aufbewahren

Damit reif geerntete Auberginen länger als wenige Tage haltbar bleiben, bieten sich diverse Methoden zur Lagerung an. Werden Auberginen versehentlich im unreifen Zustand geerntet, sollten sie in jedem Fall einige Tage nachreifen, damit der Stoff Solanin abgebaut wird.

Auberginen im Kühlschrank lagern

Als optimale Lagertemperatur bieten sich 10 – 13 °C an. Im kälteren Kühlschrank ist die Aufbewahrung ebenfalls möglich. Bei zu niedrigen Temperaturen muss jedoch mit Flecken an der Schale gerechnet werden.

Kleiner Tipp: Wenn Auberginen mit Äpfeln oder Tomaten zusammen gelagert werden, reifen sie schneller. Grund dafür ist das Reifegas Ethylen, welches auch bei Auberginen schnell zur Überreife führt. Bereits überreife Auberginen sollten daher am besten an einer anderen Stelle gelagert werden – bei unreifen Exemplaren kann das schnellere Nachreifen jedoch von Vorteil sein.

Auberginen einlegen

Das Einlegen ist eine beliebte Methode, um die Haltbarkeit zu verlängern und gleichzeitig leckere Antipasti herzustellen. Für das Einlegen werden neben einer Aubergine nur folgende Zutaten nach individuellem Geschmack benötigt: Wasser, Essig, Knoblauch, Salz, Olivenöl und Gewürze. Gehen Sie dabei wie folgt vor: Schneiden Sie die Aubergine in wenige Zentimeter dicke Scheiben und garen diese für einige Minuten in einem halben Liter Wasser und 100 ml Essig. Anschließend schöpfen und tupfen Sie die Auberginenscheiben ab. Zum Einlegen benötigen Sie ein Einmachglas, das zuvor zum Sterilisieren für wenige Minuten abgekocht werden sollte. Die Auberginenscheiben werden nun zusammen mit dem Knoblauch, Gewürzen und Salz im Glas geschichtet und mit Olivenöl bedeckt. Fertig sind die eingelegten Auberginen, die nun mit italienischem Flair genossen werden können. Auf diese Weise halten sich die Auberginen über mehrere Wochen lang an einem dunklen und kühlen Ort.

Eingelegte Auberginen
Ein verlockendes Geschmackserlebnis: In Olivenöl eingelegte Auberginen mit Chili und Knoblauch [Foto: istetiana/ Shutterstock.com]

Auberginen einmachen

Beim Einmachen handelt es sich in der Regel um eine Methode, um Gemüse sehr lange haltbar zu machen. Das Gemüse wird mit verschiedenen Zutaten im verschlossenen Zustand eingekocht. Bei Auberginen ist die Methode allerdings eher unüblich, da die aromatischen Früchte schnell weich werden. Grundsätzlich bietet es sich eher an, sie in Öl einzulegen. Das Aroma kann sich nämlich auf diese Weise noch besser entfalten.

Auberginen einfrieren

Wer überschüssige Auberginen frisch halten möchte, kann das Gemüse auch einfrieren. Am besten eignen sich dafür rohe Exemplare, die noch nicht überreif sind. Bereits gekochte Auberginen können aber ebenfalls noch eingefroren werden. Wir zeigen, wie das Einfrieren von Auberginen am besten klappt.

Anleitung zum Einfrieren von Auberginen:

  1. Waschen und schälen Sie die Aubergine zunächst und schneiden Sie diese in 8 mm dicke Scheiben.
  2. Bringen Sie Wasser im Topf zum Kochen und fügen Sie ein wenig Zitronensaft hinzu (dies verhindert die natürliche Braunfärbung).
  3. Blanchieren Sie die Scheiben für wenige Minuten in dem heißen Wasser und lassen diese anschließend kurz trocknen.
  4. Füllen Sie die Aubergine zuletzt in Gefrierbeutel oder Dosen und stellen diese ins Gefrierfach.

Auf diese Weisen hält sich Aubergine für mehrere Monate frisch und kann bei Bedarf zubereitet werden.

Schon beim Anbau können Sie für eine reiche Auberginen-Ernte sorgen. Worauf es dabei zu achten gilt, erfahren Sie in unserem Spezialartikel zum Thema „Aubergine anbauen“.

Tipp: Da Auberginen Starkzehrer sind, brauchen sie regelmäßige Düngergaben, um eine reiche Ernte hervorzubringen. Versorgen Sie Ihre Auberginen am besten schon beim Einpflanzen mit einem vornehmlich organischen Bio-Dünger wie unserem Plantura Bio-Tomatendünger. Nach etwa drei Monaten steht dann eine zweite Düngung an.

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