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Himbeeren pflücken: Erntezeit & hilfreiche Tipps

Niaef
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Ich habe Biologie und Hortikulturelle Wissenschaften studiert. Meine Liebe gilt allen Pflanzen, die wild oder im Garten wachsen und insbesondere denen, die man verspeisen kann. In meiner Freizeit treibt es mich oft in den Wald oder auch in den Stadtpark, wo sich so manche Nutzpflanzen verstecken - man muss nur wissen, welche einen Mehrwert für die Küche haben.
Meinen Sammlertrieb kombiniere ich dann gerne auch mit meinem zweiten Hobby: Dem Kochen!

Lieblingsobst: Feige, Kaki und Felsenbirne
Lieblingsgemüse: Kürbis, Wirsing und Schalotte

Prall gefüllt und rot leuchtend lädt die Himbeere am Strauch zum Naschen ein. Für das ultimative Geschmackserlebnis lohnt es sich, die Himbeeren zum richtigen Zeitpunkt zu pflücken.

Himbeer-Ernte
Den Geschmack der gepflückten Himbeere bestimmt die Erntezeit [Foto: VH-studio/ Shutterstock.com]

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist mit ihren kräftigen Farben eine der beliebtesten Sommerfrüchte und erfrischt an heißen Sommertagen mit ihrem süß-fruchtigen Geschmack. Das Besondere an Himbeeren aus dem eigenen Garten ist, dass sie zum optimalen Reifezeitpunkt gepflückt werden können, wenn sie also ihren vollen Geschmack entfalten. Wir verraten Ihnen, wie Sie die erntereifen Himbeeren erkennen.

Wann kann man Himbeeren pflücken?

Die Erntezeit der Himbeere unterscheidet sich je nach Sorte. Während die meisten Sommerhimbeeren zwischen Anfang Juni und Ende Juli geerntet werden, kann sich die Erntezeit der Herbsthimbeeren von Mitte August bis in den Herbst erstrecken. Sogenannte Twotimer-Himbeeren tragen meist im Sommer und im Herbst jeweils eine kleinere Menge an Früchten. Sowohl bei Sommer- als auch bei Herbsthimbeeren gibt es frühe, mittelfrühe, mittelspäte und späte Himbeersorten. Je nach dem Verlauf des Frühjahrs und den Witterungsverhältnissen beginnt die Ernte der frühreifen Sommerhimbeeren etwa Ende Mai und dauert bis Mitte Juni. Die spätreifen Sommerhimbeeren tragen ihre Früchte ungefähr Ende Juli.

Entsprechend ist das Vorgehen bei den Herbsthimbeeren. Von den frühen Herbsthimbeersorten wie beispielsweise ‘Autumn Bliss’ können je nach Jahresverlauf ab August reife Himbeeren geerntet werden. Die späteren Herbstsorten, die mit einem Regendach vor den Herbstniederschlägen geschützt werden sollten, reifen teilweise erst im September und manchmal bis in den Oktober hinein.

Wer keinen eigenen Himbeerstrauch im Garten besitzt, kann sich in die Natur begeben, um dort Waldhimbeeren zu sammeln. Die Wilde Himbeere reift zwischen Juli und September.

Herbsthimbeeren
Bei manchen Himbeersorten fällt die Erntezeit auch auf den Herbst

Wer mehrere Sorten anbaut kann sich somit von Juni bis in den Herbst hinein mit leckeren Himbeeren versorgen. Eine Übersicht zu den verschiedenen Himbeersorten finden Sie hier. In unserem Online Shop können Sie ebenfalls eine Auswahl an Himbeersträuchern kaufen.

Der Reifezeitpunkt der Himbeeren schwankt oft unabhängig von der Sorte auch je nach Witterungsverhältnis stark. Daher ist es oft leider nicht möglich, sich auf die allgemeinen Zeitraumangaben für die Himbeerernte zu verlassen. Besser ist es, den perfekten Zeitpunkt selbst herauszufinden. Allgemein lässt sich sagen, dass Himbeeren reif sind, wenn man sie ohne großes Ziehen und Zerdrücken ganz leicht vom Strauch lösen kann.

Himbeeren-Sammeln
Damit sie nicht zerdrücken, legt man gepflückte Himbeeren in eine weite Schale [Foto: glebchik/ Shutterstock.com]

Woran erkennt man reife Himbeeren?

  • Die Früchte sind kräftig und gleichmäßig gefärbt.
  • Sie fühlen sich auf Fingerdruck hin weich an.
  • Die Himbeeren lassen sich einfach vom Strunk lösen.
  • Ein leichter Himbeerduft ist vorhanden.

Wenn all diese Punkte zutreffen, können Sie einige Himbeeren vom Strauch zu probieren. Schmecken die Früchte aromatisch und süßlich, dann sind wohl die ersten Himbeeren reif zum Pflücken. Dabei gibt es geschmacklich natürlich Unterschiede: Einige der beliebtesten Sorten bilden eher süßlichere Früchte und bei einigen Sorten ist der Geschmack ausgewogen süß-säuerlich.

Tipp: Die Größe der Himbeeren ist nicht ausschlaggebend dafür, ob die Früchte reif sind oder nicht. Schließlich ist die Größe hauptsächlich von der Himbeersorte sowie von der Wasserversorgung und den Schnittmaßnahmen der Pflanze abhängig.

erntereife Himbeeren
Eine intensive Färbung und ein aromatischer Duft sind gute Reife-Indikatoren [Foto: LaineN/ Shutterstock.com]

Tipps für die Himbeerernte

Sind die ersten Himbeeren reif zum Ernten, sollten Sie aber trotzdem geduldig sein und nur die Früchte pflücken, die sich leicht vom Strauch lösen. Die anderen werden in einigen Tagen noch viel besser schmecken.

Für das Pflücken von Himbeeren ist die beste Erntezeit frühmorgens. Hierfür sollte der Vortag möglichst regenfrei gewesen sein und die Früchte sind vorzugsweise trocken.

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Unreife Himbeeren werden nachträglich nicht mehr nachreifen. Bereits reife Himbeerfrüchte sollten schnell verarbeitet oder gegessen werden, da sie sich nicht lange halten. Am besten schneidet man die Himbeeren mit ihren Zapfen ab, was ein Zusammenfallen oder Zermatschen verhindert. Alternativ können Sie vor allem mittelreife Himbeeren einfrieren und lagern, falls Sie große Mengen auf einmal pflücken.

Pflücken Sie die Himbeeren nur ganz vorsichtig. Die Früchte sind sehr druckempfindlich und zerquetschen bei grober Handhabung leicht. Zur Aufbewahrung eignet sich ein luftdurchlässiges Gefäß, in das die Früchte am besten nebeneinander platziert werden.

Himbeeren-Pflücken
Die zarte Himbeere sollte man mit viel Feingefühl pflücken [Foto: SashaMagic/ Shutterstock.com]

Außerdem empfiehlt es sich für die Himbeerernte an stark bestachelten Sträuchern, längere Kleidung sowie Gartenhandschuhe zu tragen. Himbeersträucher sollten laufend abgeerntet werden, da reife Früchte schnell faulen oder leichter von Himbeer-Schädlingen wie der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) befallen werden. So hat man regelmäßig Nachschub und verhindert zudem die Ausbreitung von Himbeer-Krankheiten.

Sollten Strauch und Früchte Anzeichen eines Pilzbefalls oder anderer Himbeer-Krankheiten zeigen, so sollten die Früchte direkt entfernt und nicht verzehrt werden. Zusätzlich werden die befallenen Ruten unmittelbar zurückgeschnitten.

Tipp: Für eine reiche und aromatische Himbeerernte ist die richtige Erde essenziell. Wir empfehlen hierfür unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde, die nicht nur torffrei und nachhaltig ist, sondern Ihre Früchte dabei auch optimal versorgt.

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Himbeeren nach der Ernte pflegen

Nach erfolgreicher Ernte sollte der Himbeerpflanze weiterhin Aufmerksamkeit gewidmet werden. Um auch im nächsten Jahr reichlich zu ernten, hat man sie dementsprechend zu pflegen. Zur Pflege von Himbeeren nach der Ernte gehört das Schneiden der Himbeere. Je nachdem, ob es sich um Sommer- oder Herbsthimbeeren handelt, erfolgt dies zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Damit der Strauch nach der Ernte für das nächste Jahr Kraft tanken kann, sollte man die Himbeere düngen – und das im Juni oder Juli, nach der Ernte der Sommerhimbeeren oder zur Blüte der Herbsthimbeeren. Hierfür eignen sich am besten organische Dünger, wie beispielsweise unser Plantura Bio-Beeren- & Obstbaumdünger. Dieser komplett organische Flüssigdünger ist besonders umweltschonend und kann einfach dem Gießwasser beigemengt werden. Mit seinem abgestimmten NK-Verhältnis und seinem Anteil lebender Mikroorganismen sorgt er für ein gesundes Wachstum sowie für die Entwicklung Ihrer Himbeere und macht sie fit für das nächste Jahr.

Auch ohne eigenen Garten müssen Sie nicht auf die frisch gepflückte Frucht verzichten. Denn eine Himbeere im Topf lässt sich auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse halten.