Zitronenbaum umtopfen: Pflege-Tipps & Anleitung zum Vorgehen

Regina
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Ich habe Gartenbauwissenschaften am WZW in Freising studiert und pflanze in meiner Freizeit auf einem Stück Acker alles an, was Wurzeln hat. Das Thema Selbstversorgung und saisonale Ernährung liegt mir dabei besonders am Herzen.

Lieblingsobst: Quitte, Kornelkirsche und Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Erbsen, Tomaten und Knoblauch

Zitronenbäume werden bei uns hauptsächlich im Kübel gepflanzt. Hier erfahren Sie, wann und wie Sie Ihren Zitronenbaum umtopfen sollten.

Zitronenbaum
Junge wie alte Zitronenbäume sollten regelmäßig in einen neuen Topf umziehen und frische Erde erhalten [Foto: Sandra Dangl/ Shutterstock.com]

Der kälteempfindliche Zitronenbaum (Citrus x limon) wird in unseren Breiten meist in Töpfen kultiviert. Im Boden entwickeln Bäume in der Regel ein dichtes, weitreichendes Wurzelgeflecht, das in etwa so groß wie ihre Krone ist. Kein Wunder also, dass ein eingetopfter Zitronenbaum schnell an die Grenzen seines Topfes gerät.

Beim Umtopfen wird nicht nur der Topf oder Kübel um eine Stufe vergrößert und den Wurzeln dadurch mehr Platz geboten. Bedeutung für die Zitrone hat besonders auch die frische, nährstoffreiche Pflanzerde, die auf diese Weise in den Topf gelangt. Das regelmäßige Umtopfen ist daher eine wichtige Maßnahme, um den Wurzeln neuen Freiraum zu schaffen und den Nachschub an Nährstoffen zu sichern.

Wann topft man Zitronenbäume um?

Junge Zitronen sind starkwüchsig und sollten bis zu einem Alter von fünf Jahren jährlich ein neues Gefäß und frische Erde erhalten. Es ist aber mit zunehmendem Alter nicht jedes Jahr notwendig, den Baum in einen neuen Topf umzusetzen. Ältere, schwachwüchsigere Zitronenbäume sollten nur alle zwei bis drei Jahre umgesetzt werden, wenn das vorhandene Substrat gänzlich durchwurzelt wurde. Der richtige Zeitpunkt, um den Zitronenbaum umzutopfen, liegt im Frühjahr. Von März bis April topfen Sie Ihre Zitronen im Winterquartier um, da nun bereits das Wachstum der mediterranen Pflanze beginnt. Zu dieser Zeit erwacht der Baum allmählich aus seiner Winterruhe und der Nährstoffnachschub aus frischer Pflanzerde unterstützt Blatt- und Blütenbildung.

Tipp: Erst ab Mitte Mai sollte der Zitronenbaum ungeschützt nach draußen gestellt werden. Davor herrschen zu kühle Frühjahrstemperaturen und Spätfrostgefahr.

Umtopfen des Zitronenbaums
Eine Drainageschicht verbessert den Wasserabfluss und verhindert effektiv Staunässe an den Wurzeln des Zitronenbaums [Foto: Miriam Doerr Martin Frommherz/ Shutterstock.com]

Zitronenbaum umtopfen: Anleitung

Das Umtopfen von Zitronen ist nicht kompliziert und rasch erledigt. Bei der Auswahl des Topfes sollten Sie beachten, dass Gefäße aus Ton besser Feuchtigkeit speichern, jedoch mit zunehmender Größe immer schwerer zu händeln sind. Für schwere, alte Zitronenbäume ist ein Topf aus leichtem Plastik daher eine gute Alternative, auch wenn die Wasserspeicherung durch den Ton ausbleibt. Doch welche Topfgröße sollte man für das Umtopfen wählen?

Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Zitrone einen um ein Drittel größeren Topf bekommt, als der Wurzelballen misst. Zu allen Seiten sollte eine Handbreit Abstand zwischen Topfwand und Wurzeln gegeben sein. Entscheidend ist vor allem, dass der Baum nicht tiefer gesetzt wird als im vorherigen Gefäß. Der Topf sollte zudem einen guten Wasserablauf besitzen. Eine etwa 5 cm hohe Drainageschicht aus Blähton, Sand oder Kies am Grund des Topfes verbessert zusätzlich den Wasserabfluss und verhindert Staunässe.

Zitronenbaum umtopfen – Schritt für Schritt:

  • Wählen Sie einen größeren, neuen Topf mit gutem Wasserablauf.
  • Füllen Sie eine 5 cm hohe Drainageschicht aus Kies, Blähton oder Sand ein und darüber eine Handbreit frische Pflanzerde.
  • Der Wurzelballen wird vorsichtig aus dem alten Pflanzgefäß befreit.
  • Lockern Sie den Wurzelballen mit Ihren Fingern auf. Nicht durchwurzelte Erde darf dabei ruhig abfallen. Beschädigte oder kranke Wurzeln werden herausgeschnitten.
  • Der Wurzelballen wird mittig in den neuen Topf gestellt. Füllen Sie die Lücken mit frischem Substrat auf und drücken sie rundherum leicht an.
  • Abschließend wird die Zitrone gewässert.
Zitronenbäumchen-Umtopfen
Zitronen bevorzugen nährstoffreiche, aber durchlässige Pflanzerde [Foto: Miriam Doerr Martin Frommherz/ Shutterstock.com]

Zitronenbaum umtopfen: Welche Erde eignet sich am besten?

Die einfachste Variante, an ein passendes Substrat für Ihren Zitronenbaum zu kommen, ist spezielle Zitruserde zu kaufen. Gutes Substrat für Zitruspflanzen lässt sich aber auch ganz einfach selbst mischen. Eine hochwertige Pflanzerde, wie unsere Plantura Bio-Universalerde, beinhaltet essentielle Nährstoffe und fördert durch den hohen Kompostgehalt das Wurzelwachstum. Um die Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen, benötigen Sie zusätzlich Sand, Perlite, Blähton oder Tongranulate. Vermischen Sie die beiden Komponenten etwa in einem Verhältnis von 2:1.

Nach dem Umtopfen des Zitronenbäumchens sollten Sie die erste Düngung etwa vier bis sechs Wochen später durchführen. Nach dieser Zeit hat sich die Zitrone im neuen Topf etabliert und bereits frische Wurzeln gebildet. Ein vornehmlich organischer Flüssigdünger, wie unser Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger, lässt sich über das Gießwasser leicht ausbringen. Düngen Sie Ihre Zitronenbäume bis September etwa einmal wöchentlich, um sie gut mit Nährstoffen zu versorgen.

Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger
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Hochwirksamer Bio-Flüssigdünger
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Tipp: Wurde der Zitronenbaum nicht umgetopft, sollten Sie mit der ersten Düngung grundsätzlich bis zum Austrieb der Blätter warten.

Im Frühjahr beginnen neben dem Austrieb auch bald die Blüte und Fruchtbildung der Zitrone. Eine gute Nährstoffversorgung ist in dieser Zeit besonders wichtig für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte. Weitere Tipps, wie man seinen Zitronenbaum düngen sollte, finden Sie in unserem Spezialartikel.

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