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Rasen im Garten: In 5 Schritten zum perfekten Rasen

Sie möchten Ihren ersten Rasen oder einen bestehenden Rasen neu anlegen? Oder Sie haben beschlossen, dass Sie Ihren Rasen besser pflegen wollen und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Hier finden sie alle Tipps & Tricks für Ihren Rasen:

Ein sattes, dichtes Grün kann mit einigen Tipps erreicht werden [Foto: R. 1000 Words/ Shutterstock.com]

1. Rasen anlegen: Tipps vom Experten

Sie stehen noch ganz am Anfang und fragen sich, ob Sie sich für das günstigere Rasenaussäen oder das kostspielige Verlegen von Rollrasen entscheiden sollen? Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Wichtiger als die Wahl zwischen Aussaat und Rollrasen ist die Bodenvorbereitung und die Qualität des Saatguts beziehungsweise des Rollrasens. Die Bodenvorbereitung sollte gut und möglichst früh geplant werden, schließlich gibt es vom Boden planieren, drainieren, fräsen, setzen lassen bis zur Zugabe von Kalk, Sand und Kompost je nach Boden eine ganze Reihe von Arbeiten zu erledigen.

Bodenvorbereitung

Schlecht drainierter Boden wird beispielsweise immer besonders anfällig für Moos und Unkraut sein. Deshalb lohnt es sich, Sorgfalt walten zu lassen und sich Zeit für die Bodenvorbereitung zu nehmen.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor für langfristig schönen und gut wachsenden Rasen ist das Saatgut. Es sollte möglichst standortspezifisch ausgewählt werden, da es sich bei Rasen um eine empfindliche Kultur handelt, die schnell von Moos und Unkraut verdrängt wird. Deshalb müssen wir mit gut angepassten Gräsern dafür sorgen, dass es dem Rasen an seinem zukünftigen Standort gefällt. Für Spiel- und Gebrauchsrasen gibt es andere Rasensaatmischungen als für Zierrasen. Auf schattigen oder besonders lehmigen und schweren Standorten, die sich eigentlich nicht so gut für Rasen eignen, lohnt sich die Suche nach speziell an diese Bedingungen angepasste Rasengräser. Denn gerade auf diesen Böden bezwingen Moos und Unkraut schnell den Rasen, wenn dieser zu schwach ist.

Auch wenn Sie sich für das Verlegen von Rollrasen entscheiden, denken Sie daran, sich vor dem Erwerb der Rollrasen-Soden über die Zusammensetzung der Gräser zu erkundigen.

Was ist vor der Rasenanlage zu tun und zu bedenken?

Nehmen Sie sich Zeit für eine gründliche Bodenvorbereitung oder lassen Sie diese professionell durchführen. Bedenken Sie, wie lange der Rasen bestehen wird und dass die Bodenvorbereitungen nie nachgeholt werden können – außer, Sie wollen Ihren Rasen nochmal neu anlegen.

Egal, ob Sie sich für das Aussäen von Rasen oder das Verlegen von Rollrasen entscheiden: Achten Sie auf die Zusammensetzung der Grasarten. Überprüfen Sie, ob die Gräser für Ihren Standort und die zukünftige Nutzung geeignet sind.

Rasen ausbessern und reparieren

Für manche kommen die Tipps zur Rasenanlage und Bodenvorbereitung vielleicht schon zu spät. Wer bereits Kahlstellen oder Unebenheiten im Rasen vorfindet, dem bleiben nur noch verschiedene Möglichkeiten, seinen Rasen zu reparieren. Mancherorts kann es sogar besser sein, den Rasen mit der richtigen Bodenvorbereitung aufwendig neu anzulegen, als jahrelang Probleme zu flickschustern, ohne deren Ursachen zu bekämpfen.

Tipp: Kahler Rasen mit lichter Grasnarbe sollte so bald wie möglich nachgesät werden. Alle Pflanzen konkurrieren grundsätzlich um Platz, Wasser, Nährstoffe und Licht. Freie Stellen im Rasen sind deshalb ein Willkommensgruß für Unkräuter und Moos. Mit dem rechtzeitigen Nachsäen des Rasens können Sie sich also viele Probleme vom Hals halten.

2. Rasen pflegen: Wege zum perfekten Rasengrün

Den idealen Standort für den schönsten, grünsten und gesündesten Rasen könnte man ungefähr so beschreiben:

  • Nährstoffreich
  • Regelmäßiger Niederschlag
  • Sandig-lehmiger Boden mit guter Durchlässigkeit für Luft und Wasser; gut drainiert
  • Sonnig bis maximal halbschattig
  • pH-Wert des Bodens zwischen 5,5 und 6,5
  • Ohne Moos und Rasenfilz (sowieso selten unter den obigen Bedingungen)

Einige dieser Standortbedingungen (genauso wie das regelmäßige Mähen) kann man sehr gut und mit relativ wenig Aufwand beeinflussen. Der pH-Wert kann durch das Kalken optimiert werden, Dünger und Mulch sorgen für ausreichende Nährstoffe und ausbleibender Niederschlag kann mit Bewässerung ausgeglichen werden. Schwieriger wird es bei der Bodenart und deren Durchlässigkeit.

Verschiedene Rasenpflege-Maßnahmen wie das Vertikutieren, Lüften und Sanden dienen dazu, schlecht durchlässige, schwere Böden zu verbessern und dadurch dem Befall von Unkraut, Moos und Rasenfilz vorzubeugen.

Rasenpflege: Konkrete Maßnahmen

  • Das Vertikutieren steht an erster Stelle und sorgt für moos- und filzfreien Rasen. Luft und Wasser dringen besser an die Bodenoberfläche vor.
  • Auf schweren Böden wird der Rasen im Anschluss an das Vertikutieren gelüftet und gesandet. Beide Maßnahmen haben zum Zweck, die Durchlässigkeit des Bodens zu verbessern, also die Graswurzeln besser mit Sauerstoff zu versorgen und Wasserstau zu vermeiden.
  • Durch das Vertikutieren wird zwar das Moos entfernt, nicht jedoch dessen Ursachen. Auf mittelschweren Böden ist leichter Moosbefall zwar ganz normal, trotzdem kann es sein, dass bestimmte Faktoren wie beispielsweise ein ungünstiger pH-Wert oder schlecht drainierter Boden zu besonders viel Moosbildung führen.
  • Ebenso verhält es sich mit den Unkräutern. Bei der richtigen Saatgutwahl und Rasenpflege sollten eigentlich keine Probleme mit Unkräutern entstehen. Das vermehrte Auftreten und die Zusammensetzung der Unkräuter im Rasen lassen daher meist auf ganz besondere Ursachen schließen. Identifizieren Sie die Unkräuter in Ihrem Rasen und versuchen Sie, die Ursachen für deren Auftreten (Nährstoffmangel; zu tiefer oder zu seltener Schnitt etc.) zu bekämpfen.

3. Rasen düngen: Nährstoffe für den perfekten Wuchs

Eine häufig unterschätzte Maßnahme im Zuge der Rasenpflege ist das Düngen. Rasengräser gehören zu den Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf. Eine gute Versorgung der Gräser mit Stickstoff ebenso wie mit Kalium, Phosphor, Eisen und Magnesium ist wichtig, damit die Gräser dauerhaft schön, gesund und konkurrenzstark gegenüber Moos und Unkraut bleiben. Stickstoff nimmt für Rasen ungefähr die Rolle ein, die Proteine für die menschliche Ernährung bedeuten. Wer sich für das Rasenmulchen statt dem Rasenmähen entscheidet, führt die im Rasenschnitt enthaltenen Nährstoffe zurück und muss sich daher weniger Gedanken über Nährstoffmangel machen. In geringeren Mengen wird jedoch auch gemulchter Rasen gedüngt. Erfahren Sie hier, wann Ihr Rasen wie viel Dünger braucht.

Oft wird auch das Rasenkalken fälschlicherweise als Düngemaßnahme betrachtet. Das Kalken von Rasen ist jedoch keinesfalls als Standard-Pflegemaßnahme zu erachten und ist nur in ganz bestimmten Fällen notwendig. Mit dem Ausbringen von kohlensaurem Calciumkarbonat, auch Kalk genannt, wird der pH-Wert des Bodens erhöht. Rasen fühlt sich bei einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5 am wohlsten. In diesem Bereich sind alle notwendigen Nährstoffe (falls im Boden vorhanden) gut erreichbar. Sinkt der pH-Wert, wird Rasen tendenziell geschwächt und Moos gewinnt im Rasen an Wettbewerbsfähigkeit. Um das zu verhindern, wird der Rasen bei einem pH-Wert von 5 oder tiefer gekalkt.

4. Rasen mähen oder Rasen mulchen

Egal, ob der Rasen als Gebrauchsrasen, Spielwiese oder zu Zierzwecken dient: Der regelmäßige Rasenschnitt fällt überall an. Da die Rasenpflege ja ohnehin schon ein kompliziertes und für weniger leidenschaftliche Gartenbesitzer noch dazu lästiges Thema ist, verwundert es wohl kaum, dass auch der perfekte Raschschnitt besonderes Feingefühl benötigt. Denn Schnitt ist nämlich nicht gleich Schnitt: Es gibt die Möglichkeit, den Rasenschnitt während des Mähens in einem Fangkorb aufzufangen und dann auf den Kompost zu bringen. Oder man mulcht den Rasen mit einem speziellen Mulch-Rasenmäher, der den Rasenschnitt zerkleinert und dann auf dem Rasen verteilt. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. An den meisten Standorten profitiert der Rasen vom Mulchen. Es gibt aber auch Regionen beziehungsweise Böden, auf denen das Mulchen nicht zu empfehlen ist und daher das klassische Rasenmähen den Vorzug erhalten sollte.

5. Rasen bewässern

Wer hier auf pauschale Tipps hofft, wird leider enttäuscht werden. Wie viel Wasser ein Rasen benötigt, ist unter anderem vom Bodentyp, der Witterung und der Gräserart abhängig. Angaben wie „Wässern Sie Ihren Rasen einmal in der Woche“ sind deswegen völlig fehl am Platz. Wenn Sie bewässern, dann bitte nicht täglich mit homöopathischen Dosen. Durch die häufigen kleinen Wassergaben wurzelt das Gras nicht in tiefere Erdschichten und die Pflanzen werden gegenüber Trockenheit noch empfindlicher. Außerdem können so auch kaum Nährstoffe aus tieferen Erdschichten aufgenommen werden. Gießen Sie lieber seltener und dann dafür durchdringend.

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