Rasen düngen im Sommer: Vorteile & der richtige Dünger

Kati
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Ich bin gelernte Gärtnerin und studierte Gartenbauwissenschaftlerin und liebe alles was wächst und grünt! Egal ob Strauch, Baum, Nutzpflanze oder vermeintliches Unkraut: Für mich ist jede Pflanze ein kleines Wunder.
Im Garten versorge ich meine 13 Hühner, baue Obst & Gemüse an und beobachte ansonsten, wie sich die Natur selbst verwaltet und gestaltet.

Lieblingsobst: Heidelbeere, Apfel
Lieblingsgemüse: Schmorgurke, Grünkohl, grüne Paprika

Rasen sollte im Frühjahr und Sommer gedüngt werden. Wir erklären Ihnen, wie und wann die Düngung im Sommer durchgeführt wird.

Grünes Gras
Auch wenn es warm und sonnig ist, kann eine Rasendüngung sinnvoll sein [Foto: Anest/ Shutterstock.com]

In den warmen Sommermonaten läuft das Rasenwachstum bei ausreichender Feuchtigkeit auf Hochtouren. Deswegen ist das Rasendüngen im Sommer besonders sinnvoll, wenn man sich eine dichte, gesunde Rasenfläche wünscht. Mit unseren Tipps erhält Ihr Rasen auch in der heißen Jahreszeit die bestmögliche Nährstoffversorgung.

Tipp: Das Rasendüngen im Sommer und Frühjahr zielt auf eine gute Stickstoffversorgung der Gräser ab, denn Stickstoff sorgt für ausreichend Wüchsigkeit und Verzweigung, sodass der Rasen dicht wird. Außerdem ist so die Bildung von grünem Blattchlorophyll optimal möglich, der Rasen hat also eine gesunde Farbe. Mit der letzten Rasendüngung im Herbst oder Spätsommer hingegen wird weniger auf Stickstoff, dafür mehr auf Kalium gesetzt. Dieses ist wichtig für die Frosthärte der Gräser.

Warum sollte man den Rasen im Sommer düngen?

Oft wird angenommen, dass Rasen nur im Frühjahr und Herbst gedüngt werden muss. Eigentlich ist es aber eher andersherum: Nährstoffreiche Böden können notfalls auf die Düngung am Jahresbeginn und -ende verzichten, wichtiger ist das Rasendüngen im Sommer. Denn jetzt ist das vegetative Wachstum durch Wärme und gute Belichtung am stärksten, entsprechend viele Nährstoffe werden umgesetzt. Durch den häufigen Schnitt, der zur Bildung einer dichten Narbe dient, werden aber auch immer wieder große Mengen von Nährstoffen entfernt – diese müssen nachgeführt werden. Im Umkehrschluss heißt das: Wer regelmäßig den Mulchmäher verwenden kann, weil sein Boden biologisch aktiv ist und das Schnittgut schnell umsetzt, der muss weniger düngen.

Experten-Tipp: Eine späte Herbstrasendüngung im Oktober ist nur für stark belastete Rasenflächen wie Sportplätze für Fußball oder Polo sowie feinste englische Zierrasenflächen geeignet. Für den normalen und auch gehobenen Rasen des Hausgartens wird empfohlen, die letzte Düngung im August oder September durchzuführen.

Ohne ausreichend Stickstoff würde ein Rasen langsam und licht wachsen [Foto: Thawatchai Kt/ Shutterstock.com]

Wann sollte man den Rasen im Sommer düngen?

Ist es im Hochsommer sehr heiß und trocken, stellt auch der Rasen sein Wachstum ein. In diesem Fall ist es sinnvoll, die heiße Phase zunächst vorübergehen zu lassen. Der Juli als durchschnittlich heißester und trockenster Monat wird aus diesem Grund nicht selten bei der Düngung ausgelassen. Gerade bei hoher Sonneneinstrahlung und Trockenheit sollte keine Düngung erfolgen. Zum einen ist die Wirkgeschwindigkeit bei Trockenheit herabgesetzt. Zum anderen kann es durch das schnelle Verdunsten von Gießwasser nach der Düngung zu schädlichen Nährstoffkonzentrationen an den Rasenwurzeln kommen – das gilt allerdings nur für schnell lösliche, mineralische Düngemittel. Für jede Düngung im Sommer gilt: Die Witterung sollte möglichst feucht und die Einstrahlung gering sein. Die kühleren Abendstunden bieten sich am ehesten an und auf das Ausbringen des Düngers sollte ein gründliches Wässern folgen.

Mit einer Schaufel wird im Boden gegraben
Zu welchem Zeitpunkt gedüngt wird, hängt auch von der vorliegenden Bodenart ab [Foto: Microgen/ Shutterstock.com]

Tipp: Sie haben im Sommer oft mit Trockenheit zu kämpfen, weil Ihr Boden kaum Wasser speichert und Ihre Gräser darunter leiden? Dann ist es wichtig, jährlich im Herbst auf einen kaliumbetonten Herbstrasendünger zu setzen. Dieser hebt die Trockenheitstoleranz der Gräser. Außerdem kann bei einer Neuanlage eine Trockenrasen-Saat verwendet werden. Denn Mischungen wie unser Plantura Trockenrasen sind aus speziellen Gräsern zusammengesetzt, die Trockenphasen besser überstehen.

Plantura Trockenrasen
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Düngeplan für verschiedene Bodenarten

Wann man welche Menge Rasendünger ausbringen sollte, hängt auch von der vorliegenden Bodenart ab.

Rasen auf leichten Sandböden düngen

Düngen Sie leichte Böden einmalig vor dem Austrieb und mindestens noch einmal im Frühsommer. Durch das gelegentliche Mulchmähen und das organische Düngen kann ein leichter Sandboden langfristig verbessert werden – vorausgesetzt, er wird feucht genug gehalten. Verteilen Sie beispielsweise unseren Plantura Bio-Rasendünger in 3 Gaben zu je 40 g/ m², um auf insgesamt 120 g Granulat pro m² zu kommen. Ab August sollte wegen der meist schlechten Kaliumversorgung von Sandböden ein kaliumbetonter Herbstrasendünger wie unser Plantura Bio-Herbstrasendünger eingesetzt werden.

Rasen auf fruchtbarem, lehmigem oder schluffigem Boden düngen

Ein fruchtbarer Boden begnügt sich mit 1 bis 2 Düngergaben im Sommer, verteilt auf die Zeit zwischen März und Juli. Indem der Rasenschnitt auf der Fläche verbleibt, werden ausreichend Nährstoffe zurückgeführt. Sie können zum Beispiel unseren Plantura Bio-Rasendünger aufgeteilt auf 2 Gaben von 50 g/ m², also insgesamt 100 g Granulat pro m², verteilen. Spätestens im September sollte noch ein Herbstrasendünger für eine ausreichende Kaliumversorgung hinzukommen.

Qualität der Erde und des Boden wird getestet
Wächst Ihr Rasen auf einem fruchtbaren Boden, können Sie Dünger sparen [Foto: sharon kingston/ Shutterstock.com]

Rasen auf schweren Tonböden düngen

Tonböden benötigen bei ausreichender Versorgung im Sommer keine Frühjahrsdüngung und häufig auch keine Herbstrasendüngung. Zweimal je 60 g unseres Plantura Bio-Rasendüngers pro m² zwischen Mai und Juli genügen, sodass Sie im Jahr mindestens 120 g organischen Dünger verteilen. Mit Kalium sind Tonböden häufig besser versorgt als andere Böden. Prüfen Sie daher den Kaliumgehalt, ehe Sie sich für einen Herbstrasendünger entscheiden.

Plantura Bio-Rasendünger
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Tipp: Tonböden speichern Nährstoffe effektiv, können aber wegen des geringen Luftanteils in der Krume nur von wenigen Mikroorganismen bevölkert werden. Das Einsparen von Dünger durch das Mulchmähen kommt daher weniger infrage – zu schnell würde unzersetzter „Rasenfilz“ entstehen, der das Wachstum behindert. Mit einer organischen Düngung kann die Aktivität des Bodenlebens erhalten oder verbessert werden, sodass auch der Rasen besser wächst.

Kaputter Rasen mit Rasenfilz
Auf schweren Tonböden entsteht leicht Rasenfilz – organische Düngung kann dem vorbeugen [Foto: mykhailo pavlenko/ Shutterstock.com]

Hinweis: Die genannten Dosierungen sind Beispiele, die sich auf unsere Plantura Bio-Dünger beziehen. Wenn Sie einen anderen Rasendünger verwenden, können unter Umständen durch eine andere Nährstoffzusammensetzung abweichende Dosierungsempfehlungen gelten.

Der richtige Rasendünger für den Sommer

Zur Auswahl stehen rein mineralische Dünger, organisch-mineralische Dünger und organische Dünger für den Rasen im Sommer.

Rein mineralische Dünger haben insgesamt sehr viele Nachteile für den Anwender. Einerseits erfordert das Ausbringen hohe Genauigkeit, Düngetermine sollten möglichst eingehalten werden und eine Fehldüngung führt schnell zu Schäden am Rasen. Andererseits sorgt die alleinige Anwendung mineralischer Dünger nachweislich zu einem Verlust von Humus und Bodenqualität. Weil beides für Ihren Rasen nicht wünschenswert ist, empfehlen wir Ihnen, die mineralischen Dünger besser links liegen zu lassen. Ganz besonders gilt das im Sommer, wo durch Hitze eine nicht bedarfsgerechte Freisetzung von Nährstoffen am schnellsten zu Rasenschäden führt.

Rasen mit Schäden
Mineralische Dünger führen insbesondere im Sommer manchmal zu Rasenschäden [Foto: SingjaiStock/ Shutterstock.com]

Organische und organisch-mineralische Rasendünger haben durch ihre langsame und witterungsabhängige Umsetzung den Vorteil, dass das Zeitfenster zur Anwendung länger und die mögliche Ausbringungsmenge sehr hoch ist. Natürlich ist es sinnvoll, sich an die oben genannten Zeitrahmen und Dosierungen zu halten. Doch sollten Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, führt ein anderer Zeitpunkt nicht sofort zur Überdüngung des Rasens oder zu einem Verlust durch Auswaschung.

Abgesehen von diesen Vorteilen bieten organische Dünger aber noch viele weitere: Der Eintrag von organischem Strukturmaterial nährt das Bodenleben und fördert die Bodenqualität. Das hat zur Folge, dass Ihr Rasen in lockerem Untergrund wachsen darf und die Verfilzung der Grasnarbe effektiv von nützlichen Bodenorganismen verhindert wird. Hierdurch ist das Vertikutieren nicht mehr unbedingt notwendig.

Plantura Rasendünger und Herbstrasendünger
Organischer Dünger kann den Humusgehalt des Bodens steigern – und so die Fruchtbarkeit

Da wir von den Vorteilen vornehmlich organischer Dünger überzeugt sind, haben wir unseren Plantura Bio-Rasendünger und den Plantura Bio-Herbstrasendünger entwickelt. Diese bestehen aus rein natürlichen Ausgangsstoffen und sind vollkommen tierfrei produziert. Damit sind sie für die Anwendung durch Rasenbesitzer perfekt geeignet.

Zusammenfassung: Welcher Rasendünger eignet sich für den Sommer?

  • Im Sommer sollte der Rasen stickstoffbetont gedüngt werden. Bei der Nährstoffangabe N-P-K auf der Verpackung sollte also die erste Zahl – N steht für Stickstoff – die höchste sein.
  • Mineralischer Sommer-Rasendünger ist möglich und oft günstig, hat jedoch viele Nachteile für den Anwender und die Umwelt.
  • Vornehmlich organischer Rasendünger für den Sommer ist anwenderfreundlich und sorgt langfristig für einen widerstandsfähigeren und pflegeleichteren Rasen.
Plantura Bio-Rasendünger ausgestreut
Ein stickstoffbetonter, vornehmlich organischer Rasendünger eignet sich für den Sommer

Ohne Feuchtigkeit können die Nährstoffe aus der Düngug nicht freigesetzt und auch nicht aufgenommen werden. Wie Sie das Bewässern des Rasens im Sommer wassersparend gestalten, erfahren Sie in unserem Beitrag.

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