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Neemöl zur Schädlingsbekämpfung: Anwendung gegen Blattläuse & Co.

Natalie
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Als Berlinerin bin ich ein richtiges Stadtkind, jedoch hatte ich das Glück, mit dem Garten meiner Großeltern in Brandenburg und dem Kleingarten meiner Eltern in Berlin aufzuwachsen. Meiner Begeisterung für die Pflanzenwelt gehe ich mit dem Studium der Gartenbaulichen Phytotechnologie in Berlin nach und nutze meinen eigenen Balkon für die verschiedensten gärtnerischen Experimente. Außerdem liegt mir das Stadtgrün besonders am Herzen.

Lieblingsobst: Erdbeere, Heidelbeere und Apfel
Lieblingsgemüse: Gurke, Kartoffel, Tomate und Pak Choi

Wer Pflanzenschädlinge wie Blattläuse, Kartoffelkäfer und Co. auf natürliche Art und Weise bekämpfen möchte, kommt an Neemöl kaum vorbei. Wie das vielseitige Mittel wirkt und wie Sie es richtig einsetzen, erfahren Sie hier.

Schädlingsbekämpfung mit Neemöl
Aus den Samen des Neembaums wird das wertvolle Öl gewonnen [Foto: Ninetechno/ Shutterstock.com]

Das Öl des Neembaums kann vielseitig eingesetzt werden. Äußerst großes Potential zeigt die Anwendung als Pflanzenschutzmittel. Wir geben Ihnen spannende Hintergrundinformationen und erläutern, wie Sie Neemöl in Ihrem Garten oder in der Wohnung einsetzen können.

Gegen welche Schädlinge wird Neemöl eingesetzt?

Pflanzenschutzmittel, die Neem enthalten, werden vor allem gegen Insekten eingesetzt, die Nutz- oder Zierpflanzen durch Beißen oder Saugen schädigen.

Besonders gut wirkt es bei beißenden Insekten, da es über die Fraßtätigkeit aufgenommen wird. Das im Neemöl enthaltende Azadirachtin wirkt durch den bitteren Geschmack hemmend auf den Schädlingsfraß und stört die Häutung der Larven. Diese können sich folglich nicht fertig entwickeln und fortpflanzen. Neem hat ein weites Wirkungsspektrum.

Es wird beispielsweise gegen folgende Insekten eingesetzt:

  • Käfer (Coleoptera) wie Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) oder Rüsselkäfer (Curculionidae)
  • Gleichflügler (Homoptera), darunter Blattläuse (Aphidoidea) und Zikaden (Auchenorrhyncha)
  • Zweiflügler (Diptera) wie verschiedene Fliegen oder Trauermücken (Sciaridae)
  • Schmetterlinge (Lepidoptera), also auch Schädlinge wie der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis)
  • Thripse (Thysanoptera)
Neemöl bei Blattläusen
Bei Blattläusen führen Neemöl-Präparate zum Saug-Stopp [Foto: CatherineLProd/ Shutterstock.com]

Auf Neemöl basierende Pflanzenschutzmittel wie unser Plantura Bio-Schädlingsfrei Neem sorgen dafür, dass die Schädlinge letztendlich vollständig von der Pflanze verschwinden, da sie sich nicht mehr weiterentwickeln oder fortpflanzen können. Das Mittel kann in der Wohnung, im Gewächshaus und im Freiland angewendet werden und hilft so dabei, eine Vielzahl Ihrer Pflanzen vor Schadinsekten zu schützen.

Schädlingsfrei Neem
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Neemöl zur Schädlingsbekämpfung: Wirkung

In erster Linie wirkt Azadirachtin aus Neemöl auf die Larvenstadien durch eine verringerte Produktion des Hormons Ecdyson, das für die Häutung der Larven wichtig ist. Dadurch wird die Metamorphose gestört oder verzögert und es entstehen keine adulten Insekten mehr. Die Insekten sterben entweder ab, werden geschädigt oder können sich nicht mehr fortpflanzen. Bei erwachsenen Schädlingen bewirkt Neem eine Hemmung der Fraßtätigkeit. Das Absterben geschieht nicht sofort, jedoch tritt der Fraß-Stopp relativ schnell ein. Da diese Hormone im Insektenreich sehr weit verbreitet sind, ist Azadirachtin beziehungsweise Neem nicht spezifisch, sondern breit wirksam.

Wirkung des Neemöls gegen Kartoffelkäfer
Kartoffelkäfer und ihre Larven werden durch Neem in ihrer Fraßtätigkeit gestoppt [Foto: Nataliia Maksymenko/ Shutterstock.com]

Folgende Effekte von Neemöl können an Insekten beobachtet werden:

  • Fraßhemmung
  • Fraßabschreckung
  • Häutungs- und Verpuppungsstörungen
  • Störung bei der Eiablage
  • Verringerte Fortpflanzungsfähigkeit

Da die Wirkstoffe des Neemöls von den Pflanzen aufgenommen werden, können auch Insekten erfasst werden, die nicht direkt mit dem Mittel in Kontakt kommen, sondern die an dem Gewächs fressen oder in einem Blatt oder der Wurzel minieren. Minieren bedeutet, dass ein Insekt im Inneren eines Blattes frisst und dadurch „Minen“ erzeugt. Die Aufnahme des Wirkstoffes erfolgt teilsystemisch, also verteilt es sich nicht in der ganzen Pflanze, sondern nur in der unmittelbaren Nähe der besprühten Pflanzenteile.

Neemöl wird auf Pflanze gesprüht
Die Emulsion kann dann auf die befallene Pflanze gesprüht werden [Foto: NinaMalyna/ Shutterstock.com]

Tipp: Präparate auf Basis von Neemöl wirken zuverlässig gegen Pflanzenläuse wie Blattläuse oder Weiße Fliegen.

Neemöl als Pflanzenschutz

Wichtig: Das Anwenden von eigens gemischten Präparaten aus Neemöl als Pflanzenschutzmittel ist nicht erlaubt. In der EU sind nur Mittel zur Anwendung freigegeben, die geprüft wurden und eine Zulassung erhalten haben. Bei rechtswidrigem Handeln droht ein empfindliches Bußgeld. Dasselbe gilt für die Verwendung von Essig, Rapsöl oder Schmierseife an Pflanzen. Wenn Sie das Öl des Neembaums nutzen möchten, empfehlen wir Ihnen ein zugelassenes Mittel auf Basis von Neemöl.

Unser Plantura Schädlingsfrei Neem basiert auf dem hochwirksamen Neemöl und ist für den Einsatz im Garten und Innenräumen oder Gewächshäusern zugelassen. Das Mittel ist so konzipiert, dass Sie es einfach mit Wasser verdünnen und die Emulsion auf die Pflanze sprühen können. Für eine gleichmäßige Ausbringung eigenen sich zum Beispiel handliche Feinsprüher, wie der Gloria Hobby 05 FLEX, oder Drucksprühgeräte, wie der Gloria prima 3. Das rein pflanzliche Mittel sorgt dafür, dass die Schädlinge schnell aufhören, Ihren Gewächsen zu schaden und anschließend vollständig von dem Befallsort verschwinden. Sie können Schädlingsfrei Neem sowohl in Ihrer Wohnung als auch im Freiland anwenden. Das Mittel kann gegen verschiedene saugende, beißende und blattminierende Schädlinge eingesetzt werden und ist nicht bienengefährlich. Bitte achten Sie darauf, dass Sie unser Bio-Schädlingsfrei Neem genau nach Vorgabe in der Anwendungsempfehlung dosieren und verwenden. Lesen Sie vor Gebrauch den Beipackzettel.

Trauermückenbekämpfung durch Neemöl
Trauermücken können ebenfalls erfolgreich mit Neem bekämpft werden [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Nicht nur als Spritzmischung kann Neem verwendet werden, es kann auch über das Gießwasser verabreicht werden. So ist es zum Beispiel möglich, mit Neemöl Trauermücken zu bekämpfen. Unser hochwirksames Plantura Trauermückenfrei Neem wird als Gießanwendung ausgebracht und sorgt dafür, dass die Larven der Trauermücken ihre Fraßtätigkeit an den Pflanzenwurzeln stoppen. Denn diese sind die wahren Übeltäter. Die Larven sterben ab und können sich somit auch nicht mehr zu adulten Tieren entwickeln. So werden Sie zusätzlich die lästigen kleinen Fliegen los.

Trauermückenfrei Neem
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Außerdem kann Neem als Pulver verwendet werden, das ebenso einfach zu erwerben ist wie Neemöl. Rückstände bei der Ölproduktion – der Neemkuchen – können getrocknet und zu Pulver oder Pellets verarbeitet werden. Diese Produkte werden in den Boden eingearbeitet und erzielen eine Verbesserung, denn der Neemkuchen ist ein wertvoller Dünger und kann pflanzenschädigende Nematoden bekämpfen.

Neem Pulver weiße Schale
Neem kann auch als Pulver verwendet werden [Foto: espies/ Shutterstock.com]

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit von Neem ist das Neemschrot. Das Schrot besteht aus den ganzen Samen des Neembaumes, die zerkleinert werden. Wie Sie Neemschrot richtig anwenden, erfahren Sie in unserem Artikel.

Mögliche Nebenwirkungen von Neemöl als Pflanzenschutzmittel

Das vielseitige Öl des Niembaums bringt eine Menge Vorteile mit sich, doch wie jedes Mittel hat auch Neemöl potenzielle Nebenwirkungen. Einige Pflanzen reagieren empfindlich auf das Mittel und verlieren ihre Blätter durch phytotoxische Reaktionen. Im Beipackzettel unseres Neem Schädlingsfrei haben wir diese Spezialfälle für Sie aufgelistet, damit Sie nicht versehentlich Ihre Schützlinge schädigen, statt sie zu kurieren. Insgesamt sind aufbereitete Neem-Präparate besser pflanzenverträglich als pures Neem-Öl. Dass Neemöl so vielen lästigen Schädlingen den Garaus macht, ist praktisch, jedoch kann das Neemöl Schädling und Nützling nicht auseinanderhalten. Empfindlich reagieren beispielsweise Nützlinge wie Brackwespen (Aphidius rhopalosiphi), Florfliegen (Chrysoperla carnea) oder Raubmilben (Amblyseius cucumeris) reagieren. Deswegen ist es ungemein wichtig, dass Neem-Präparate nur nach der Anwendungsempfehlung in der Packungsbeilage verwendet werden, um diese Gefahr so gering wie möglich zu halten.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Neemöl

Nicht nur im biologischen Pflanzenschutz findet Neemöl Anwendung. Die Inhaltsstoffe des Multitalents können auch bei unseren Haustieren zum Einsatz kommen. Das Neemöl wird unter anderem zur Behandlung von Wunden oder zur Insektenabwehr verwendet. Wie Sie Neemöl bei Hunden und Pferden einsetzen, erklären wir Ihnen in unserem Artikel. Neben unseren Pflanzen und Tieren profitieren auch wir Menschen von den Wirkstoffen des Öls. Welche positiven Effekte Neemöl auf Ihre Haut hat, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Wichtig: Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wird Neemöl als unbedenklich für Katzen eingestuft. Doch wissenschaftliche Studien zeigten, dass die Neemöl-Behandlung bei einzelnen Tieren zu mehr oder weniger starkem Unwohlsein und klinischen Symptomen wie Zittern und Krämpfen führen kann. Wenden Sie Neemöl daher nur in Rücksprache mit Ihrem Tierarzt an Ihren Katzen an.

Ist Neemöl noch nicht das Richtige für Sie? In diesem Artikel stellen wir Ihnen 10 Hausmittel gegen Schädlinge im Garten vor.