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Birne ‘Gräfin von Paris’: Befruchter, Erntezeit & Lagerung

Die Winterbirne ‘Gräfin von Paris’ ist weit verbreitet und bei Fachleuten sehr beliebt. Wir verraten Ihnen alles Wichtige über die Birnensorte im heimischen Garten.

Birnensorte Gräfin von Paris
Die Birne ‘Gräfin von Paris’ ist eine anspruchsvolle, aber wohlschmeckende Sorte [Foto: Manfred Ruckszio/ Shutterstock.com]

Die Birne ‘Gräfin von Paris’ besitzt bereits eine lange Verzehr- und Anbautradition. In guten Lagen mit nährstoffreichen Böden überzeugt die sehr anspruchsvolle Birne mit ihrem aromatischen und feinwürzigen Geschmack. Die spätreife Sorte ‘Gräfin von Paris’ kann zudem dadurch überzeugen, dass sie lange lagerfähig ist und als Kleinbaum angepflanzt werden kann.

Birne ‘Gräfin von Paris’: Steckbrief

Synonyme'Comtesse de Paris'
FruchtMittelgroß bis groß, typisch längliche Birnenform
GeschmackSüß, würzig, aromatisch
ErtragRegelmäßig, hoch bis sehr hoch
ErntezeitOktober bis November
GenussreifeMitte November bis Januar
LagerfähigkeitBis Januar, gelegentlich auch noch länger
WuchsMittelstark, gleichmäßig
KlimaWarme und windgeschützte Lagen
Krankheiten und SchädlingeGering anfällig, in manchen Lagen schorfanfällig

Herkunft und Geschichte der Birnensorte ‘Gräfin von Paris’

Die Birne ‘Gräfin von Paris’ wurde um das Jahr 1884 von dem Gärtner William Fourcine in Frankreich aus Wildsämlingen selektiert. 1889 wurde sie dann erstmals in einer französischen Gartenbauzeitschrift erwähnt. Kurze Zeit später war die Sorte durch mehrfache Erwähnung – unter anderem in der deutschen Literatur – auch außerhalb Frankreichs gefragt. Heute ist sie von Europa bis Westasien verbreitet.

Eigenschaften und Geschmack der Birne

Die reifen Birnen der Sorte ‘Gräfin von Paris’ erfreuen mit ihrem süßen, saftigen, zartschmelzenden Geschmack. Auf der Zunge entwickelt sich dieser in Richtung eines feinwürzigen, leicht säuerlichen Abgangs. Die Früchte sind mittelgroß bis groß, länglich und typisch birnen- bis kegelförmig. Stielwärts haben sie oftmals eine Einschnürung und enden mit einer schmalen Kuppe. Die Schale ist grünlich bis gelblich und berostet. Diese kann außerdem etwas rau und mit zahlreichen Schalenpunkten versehen sein. Das Fruchtfleisch der Birne ‘Gräfin von Paris’ ist gelblich weiß und oftmals etwas körnig. Bei ungünstigen – wie etwa zu kühlen – Standorten besteht die Gefahr einer Steinzellenbildung und eines Aromaverlusts an den Birnen.

Früchte der Birnensorte 'Gräfin von Paris'
Die noch jungen Früchte der Birne ‘Gräfin von Paris’ wachsen langsam heran [Foto: Carmen Hauser/ Shutterstock.com]

Birnbaum ‘Gräfin von Paris’ pflanzen und pflegen

Charakteristisch für den Birnbaum ‘Gräfin von Paris’ sind die ausladende, leicht kegel- oder pyramidenförmige Krone und das gleichmäßig erscheinende, kurze Fruchtholz. Bei dieser Birnensorte kann aus einer Vielfalt von Formen gewählt werden: Die ‘Gräfin von Paris’ kann als Halbstamm oder Hochstamm auf Sämlingsunterlagen erzogen werden. Für kleinere Spalierbäume lässt sich auch Quitte, beispielsweise Quitte C, als Unterlage verwenden. Zwischen März bis Oktober kann man den Birnbaum pflanzen.
Im Zeitraum von Januar bis April oder Juni bis August kann man außerdem den Birnbaum schneiden, um weiterhin eine üppige Ernte zu erhalten. Die ‘Gräfin von Paris wächst zwar aufrecht, bildet aber ohne Ihr Zutun bereits eine gut garnierte Krone. Übermäßigen Schnitt sollte man bei dieser Sorte jedoch vermeiden. Ältere Bäume sollten gelegentlich zur Verjüngung stärker geschnitten werden, um neues Fruchtholz zu provozieren.

Die bereits ab April beginnende Blüte der ‘Gräfin von Paris’ verschönert früh Ihren heimischen Garten mit ihrem frühlingshaften Flor. Im Herbst bildet der Birnbaum ‘Gräfin von Paris’ mit seiner leuchtend orangegelben Blattfärbung ebenfalls ein auffallendes Schmuckstück in Ihrem Garten. Wie alle Birnensorten ist auch die ‘Gräfin von Paris’ ein Fremdbefruchter und daher auf die Anwesenheit von Befruchterbirnen in der Nachbarschaft angewiesen. Als ‘Gräfin von Paris’-Befruchter eignen sich bevorzugt andere früh blühende Sorten wie ‘Boscs Flaschenbirne’, ‘Gellerts Butterbirne’, ‘Köstliche aus Charneuex’ , ‘Williams Christ’ und ‘Madame Verté’, eventuell auch ‘Clapps Liebling’, ‘Frühe von Trevoux’, ‘Josefine von Mecheln’ oder ‘Bunte Julibirne’.

Blüte des 'Gräfin von Paris'-Birnbaums
Die weiße Blüte des ‘Gräfin von Paris’-Birnbaums ist schon früh im Jahr zu sehen [Foto: Jack N. Mohr/ Shutterstock.com]

Wenn Sie bei Ihrer Birne ‘Gräfin von Paris’ möglichst hohe Erträge erzielen wollen, eignet sich ein sonniger und windgeschützter Standort. Wichtig ist außerdem ein sehr nährstoffreicher, tiefgründiger Boden, der lehmig, sandig oder auch humos sein kann. Auf sandigen Böden muss bei Trockenheit gegossen werden. Da die Sorte keine Staunässe verträgt, ist auf lehmigen Böden eine tiefgründige Lockerung und Drainage vor der Pflanzung essentiell. In kühlen Obstbaugebieten ist die ‘Gräfin von Paris’ lediglich als Spalier an sonnenzugewandten Hauswänden geeignet. Zur Sicherung der Nährstoffversorgung über den Boden und für eine gute Qualität der Birnen bildet eine gelegentliche Düngung mit einem kaliumreichen Langzeitdünger – beispielsweise unserem Plantura Bio-Universaldünger – eine gute Ergänzung. Das bietet sich gerade auf sandigen und nährstoffarmen Böden an.

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Die Sorte ‘Gräfin von Paris’ ist stark anfällig für die Bakteriose Feuerbrand, die glücklicherweise nur recht selten vorkommt. Auf luftfeuchten Standorten und schweren Böden kann Birnenschorf zum Problem werden. Außerdem neigt sie zur Frostplattenbildung, ist aber sonst recht frosthart.

Birne ‘Gräfin von Paris’: Erntezeit und Lagerung

Die ‘Gräfin von Paris’-Erntezeit beginnt gegen Mitte oder Ende Oktober, gelegentlich auch erst Anfang November. Nun sind die Früchte pflückreif und entfalten nach vier bis sechs Wochen Lagerzeit ihren vollen Geschmack. Unreif geerntete ‘Gräfin von Paris’-Birnen können jedoch im Lager zäh werden. Ihre hohe Lagerfähigkeit bis Januar oder noch darüber hinaus zeichnet die Birnensorte ‘Gräfin von Paris’ besonders aus. Optimal für die Lagerung der Birne ‘Gräfin von Paris’ ist ein kühler, unbeheizter Keller. Stark berostete Früchte sollten möglichst sofort konsumiert oder verarbeitet werden, da sie andernfalls schnell schrumpfen und ungenießbar werden.

Gräfin von Paris'-Birnenkuchen
Die ‘Gräfin von Paris’-Birne eignet sich auch hervorragend für Kuchen [Foto: Flopaganifoto/ Shutterstock.com]

In der Küche ist die Birne ‘Gräfin von Paris’ ein wahres Multitalent, denn mit ihrem ausgeprägten süß-aromatischen Geschmack und leicht würzigen Abgang eignet sie sich sowohl für den Direktverzehr als auch für eine vielseitige Verarbeitung, beispielsweise im Kuchen, als Beilage zu pikanten Gerichten oder zur Konservierung durch Einkochen oder Dörren.

Wenn Sie mehr über die besten altbewährten sowie neuen Birnensorten erfahren wollen, können Sie in unserer Übersicht weiterlesen.

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