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Gellerts Butterbirne: Befruchter, Geschmack & Ernte

‘Gellerts Butterbirne’ ist eine historische Birnensorte aus Frankreich, die auch heute noch sehr beliebt ist. Die Butterbirne ist eine robuste Sorte mit zart schmelzenden, aromatischen Früchten.

Gellerts Butterbirne aufgeschnitten
Gellerts Butterbirne bietet ein feines Aroma [Foto: D. Pimborough/ Shutterstock.com]

Sie suchen nach einem kräftigen Birnbaum für Ihren Garten? Dann sind Sie bei der Sorte ‘Gellerts Butterbirne’ genau richtig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Birnensorte richtig kultivieren und welche Besonderheiten die Früchte auszeichnen.

‘Gellerts Butterbirne’: Geschichte und Herkunft

Die Kulturbirne Pyrus communis ˈGellerts Butterbirneˈ ist eine alte Birnensorte, die sich großer Beliebtheit erfreut. Die Sorte wurde erstmals um das Jahr 1820 von M. Bonnet in Frankreich kultiviert. Unter dem Namen ˈBeurré Hardyˈ kam sie bald darauf auf den Markt. Daher wird ‘Gellerts Butterbirne’ teilweise auch heute noch unter dem Namen ˈBeurré Hardyˈ gehandelt. Erst bei der Markteinführung in Deutschland bekam die Sorte den Namen ˈGellerts Butterbirneˈ oder auch nur ˈGellertsˈ.

Eigenschaften und Geschmack von ‘Gellerts Butterbirne’

Die Früchte der Butterbirne sind mittelgroße bis große Tafelbirnen in abgestumpfter Kegelform. Die äußere Erscheinung ist durch eine feine Berostung, die meist die gesamte Frucht überzieht, geprägt. Die Schale ist eher derb und rau, was beim Verzehr stören kann. Die Grundfarbe der Birnen ist grünlich-ockergelb. An der Sonnenseite bilden die Früchte eine orangebraune Färbung aus. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, sehr saftig schmelzend und erfrischend mit feiner Säure – nicht umsonst gilt ‘Gellerts Butterbirne’ als eine der besten Tafelbirnen.

Birnen der Sorte Gellerts Butterbirne
Gut erkennbar ist die Sorte an der gleichmäßigen Berostung [Foto: D. Pimborough/ Shutterstock.com]

Tipps zu Anbau und Pflege von ‘Gellerts Butterbirne’

Die Sorte ‘Gellerts Butterbirne’ zeigt einen sehr starken Wuchs. Diese Eigenschaft kann mit einer schwachwüchsigeren Unterlage etwas gemäßigt werden. Trotzdem eignet sich die Sorte weniger für Spalieranbau, sondern eher gut für Hochstämme in einem großzügigen Garten oder auf einer Streuobstwiese. Der Baum erreicht auf eigener Wurzel oder auf Sämlingsunterlagen eine Wuchshöhe von weit über 5 Metern und bildet eine aufrechte, später seitlich überhängende Krone.

‘Gellerts Butterbirne’ lässt sich allerdings gut auf Quittenunterlagen veredeln, sodass ein stark reduzierter Wuchs und ein erhöhter Ertrag pro Baum erreicht wird. Auf diese Weise kann die Birne auch in kleinere Gärten einziehen. Geeignete Quittenunterlagen sind ′Quitte C′, ′Quitte Sydow′ und ′Quitte A′. Doch auch mit schwachwüchsigen Birnenunterlagen lässt sich schon ein geminderter Wuchs erreichen: Besonders zu nennen ist hier die Unterlage ′Pyrodwarf′.

Tipp: Die jeweiligen Unterlagen haben auch Auswirkungen auf die Eigenschaften der Sorte: Auf Quittenunterlagen ist die ′Gellerts′ beispielsweise anfälliger für Frost und Kalk.

′Gellerts Butterbirne′ wird allgemein als eine robuste Sorte gegenüber Krankheiten, vor allem gegenüber Holzfrost, beschrieben. Sie ist auch anspruchslos, was ihren Standort angeht. Bloß windige Lagen und zu flachgründige oder trockene Böden verträgt sie nicht gut.

Die Blüte von ‘Gellerts Butterbirne’ ist früh bis mittelfrüh, aber recht tolerant gegenüber Spätfrösten. Aus diesem Grund schwanken die Erträge von Jahr zu Jahr nicht stark – es sei denn, ein zu schlechter Standort provoziert dies. Es wird reichlich Pollen produziert, was Bienen und anderen Birnenbäumen in der Nähe zugutekommt. Gute Befruchter für ′Gellerts Butterbirne′ wiederum sind zum Beispiel ‘Bosc’s Flaschenbirne‘, ‘Clapps Liebling’, ‘Gute Luise’und ‘Köstliche aus Charneu’.

Aufgrund des sehr starken Wuchses ist es wichtig, dass ′Gellerts Butterbirne′ jährlich und nur zurückhaltend geschnitten wird. Ein radikaler Schnitt provoziert starkes Wachstum, senkt die Erträge und sorgt für schwankende Ernten in den kommenden Jahren (Alternanz). Gerade auf schwachen Unterlagen und bei alten, vergreisten Bäumen allerdings kann es der straff aufrecht wachsenden Birne an Verzweigungen und Fruchtholz mangeln, sodass durch einen etwas stärkeren Schnitt Verzweigungen angeregt werden sollten. ′Gellerts Butterbirne′ ist anfällig für Schorf, viröse Steinfrüchtigkeit und Obstbaumkrebs.

Birnensorte ‘Gellerts Butterbirne‘ ernten und verwenden

Die leckeren Früchte von ‘Gellerts Butterbirne’ können ab Anfang bis Mitte September geerntet werden, wenn sie noch fest sind. Verzehrbereit sind sie dann nach eins bis zwei Wochen, denn nur nachgereifte Birnen dieser Sorte zeigen ihr volles Aroma. Bis Ende Oktober sollten alle Birnen verzehrt oder verarbeitet sein, denn ′Gellerts Butterbirne′ lässt sich leider nicht lange lagern.

Um die Lagerungszeit der Birnen zu verlängern, ist es möglich, sie früher – also bereits Ende August – zu ernten. So bleiben sie zwar länger frisch, haben aber einen schlechteren Geschmack. Die ‘Gellerts’ lässt sich zudem sehr gut zum Backen oder Einkochen verwenden.

Eine der am häufigsten angebauten Birnensorten in Deutschland ist die Birne Alexander Lucas‘. Im Spezialartikel erfahren Sie mehr über diese alte Sorte, die hervorragende Früchte bietet.

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