Chilisorten im Überblick: milde & feurig-scharfe Sorten

Jalapeno, Tabasco, Cayenne und Habanero sind bekannte Sorten. Die besten Chilisorten von mild & fruchtig bis feurig-scharf finden Sie hier.

Chili Sortenvielfalt grün gelb rot

Bei Chilis gibt es eine riesige Auswahl von mild bis höllisch scharf [Foto: John Winkelman]

Weltweit existieren laut Experten 3000 bis 4000 verschiedene Chilisorten. Diese enorme Anzahl verteilt sich auf etwa 35 verschiedene Arten. Denn sowohl Paprika als auch Chili gehören zu der Gattung Capsicum, welche sich in über 35 Arten aufteilt. Zu den bekanntesten zählen:

  • Capsicum annuum: Am meisten verbreitete Art zu der süß-milde Gemüsepaprikasorten wie Blockpaprika ebenso gehören, wie kleine und feurigscharfe Tepin.
  • Capsicum baccatum: Eine besonders in Mittel- und Südamerika beliebte Chiliart, die durch ihr besonders fruchtiges Aroma bekannt ist. Eine der bekannteren Sorten von C. baccatum ist Lemon Drop.
  • Capsicum chinense: Zwar kommt diese Chiliart, nicht wie fälschlicherweise angenommen aus China, jedoch zählen die Sorten dieser Art zu den schärfsten. Bekannte Sorten sind Habanero oder Bhut Jolokia.
  • Capsicum frutescens: Hier sind sich Pflanzenwissenschaftler nach wie vor noch nicht sicher, ob es sich um eine eigenständige Chiliart handelt. Früchte von C. frutescens sind stets sehr scharf, was den meisten durch die Sorte Tabasco schon aufgefallen sein dürfte.
  • Weitere, aber eher unbedeutende Chiliarten sind Capsicum buforum, C. cardenasii, C. eximium, C. pereirae und C. tovarii.

In unserem Artikel stellen wir die besten, schmackhaftesten und schärfsten Chilis der vier Hauptarten vor. Fehlt Ihre Lieblingssorte? Dann schicken Sie uns doch eine kurze Beschreibung und einige Bilder per Email zu.

Capsicum annuum: die am weitesten verbreitete Art

Die Art Capsicum annuum ist die am weitesten verbreitete Chiliart. Zu ihr zählen süße Gemüsepaprika ebenso wie sehr scharfe Chili. In der Literatur wird ab und an behauptet, dass C. annuum einjährig wäre, was schlicht falsch ist. Zu den beliebtesten Sorten zählen:

  • Aconcagua: Diese roten, dickfleischigen Chilis vom Cubanelle-Typ zeichnen sich durch ihre aromatische Süße aus. Diese Sorte ist besonders in Salaten oder zum direkten Verzehr sehr beliebt.
  • Anaheim: Diese dickfleischige Chili gehört zu den beliebtesten Sorten und das nicht nur in ihrer Namensgeber-Stadt Anaheim/Kalifornien. Die hängenden Früchte kann man sowohl grün als auch rot ernten und vielseitig verwenden: Grillen, Füllen, frisch Verzehren uvm.
  • De Arbol: Aufgrund ihres baumartigen und holzigen Wuchses wird diese Chili oft als „Tree-Pepper“ bezeichnet. Die dünnwandigen, leicht gebrochenen Früchte färben sich zur Reife von Grün nach Rot und haben nach dem Trocknen ein leicht rauchiges Aroma.
  • Black Namaqualand: Die buschig-kompakte Sorte trägt aufrechte, tropfenförmige, eher dünnwandige Früchte, welche sich von Schwarz nach Rot färben. Auch die dunkelvioletten Blüten und Triebe machen diese Chili ansprechend dekorativ. Neben dem Würzen ist sie auch eine ideale Topfpflanze.
  • Bolivian Rainbow: Diese Chili ist aufgrund ihrer dunkelvioletten Blätter und der weißen Blüten mit violetter Umrandung eine beliebte Zimmerpflanze. Die kleinen, aufrechten Früchte färben sich von Violett nach Orange-rot, haben aber leider ein eher schwaches Aroma.
  • Bonsai-Chili: Diese Mini-Chili findet überall einen Platz! Die kleinen roten Früchte werden gerne als Ersatz für Thai-Chili verwendet.
  • Bulgarian Carrot: Diese Sorte trägt viele dickfleischige und karottenförmige Früchte. Die Chilis sind durch ihre gute Schärfe und dem süßen Aroma besonders beliebt in Chutneys, Saucen und Salsas. Gleichzeitig färben sich diese leuchtend orange.
  • Cascabel: Den Name „Rassel“ bekam diese Sorte aufgrund ihrer rund-ovalen Form und dem rasselnden Geräusch der getrockneten Früchte. Die kleinen roten Früchte haben ein süßes Aroma mit angenehmer Schärfe.
  • Cayenne: Diese Sorte zeichnet sich durch ihre beißende Schärfe mit leicht rauchigem Aroma aus und ist vor allem als Cayenne-Pfeffer bekannt. Die dünnwandigen Früchte sind länglich, leicht gebogen und färben sich von Grün nach Rot.
  • Cayenne Golden: Diese Chilis sind breiter als die normale Cayenne und leuchtend gelb gefärbt. In Schärfe und Aroma sind sich die beiden Sorten sehr ähnlich.
  • Chilhuacle Negro: Diese Sorte trägt blockförmige bis konische Chilis, die braun gefärbt und wegen ihres rauchigen Aromas sehr beliebt in Gewürzpasten oder Moles sind. Die Pflanze ist zudem resistent gegen den Tabak-Mosaik-Virus.
  • Corno di Toro: Die leicht gebogenen Spitzpaprika erinnern in ihrer Form an ein Stierhorn. Die dickfleischigen Früchte eignen sich hervorragend für Salate und Salsas oder zum Füllen, Braten, Einlegen uvm.
  • Elephant: Diese Sorte trägt dickfleischige, spitzkegelige Früchte, die mit grauen Rissen durchdrungen sind. Durch die Ähnlichkeit mit einem Elefantenrüssel bekam die eigentlich rote Chili ihren Namen.
  • Ferenc Tender: Diese dickfleischigen und zipfelmützenförmigen Gemüsepaprika ist durch ihr saftiges Aroma sehr beliebt in Salten und Salsas oder zum Füllen und Grillen.
  • Feuerküsschen: Diese kompakte Zierchili trägt konisch bis ovale Früchtchen mit drei verschiedenen Fruchtfarben.
  • Firecracker: Diese kleinwüchsige Sorte ist auch gut für die Kultur im Topf geeignet. Die länglichen Früchte können von Gelb-grün mit violetter Maserung über Orange nach Rot gefärbt sein.
  • Fish Pepper: Die grün-weiß gestreiften nach rot gefärbten Chilis werden gerne zum Verfeinern von Fischgerichten verwendet. Durch ihren kompakten Wuchs eignet sich diese sehr dekorative Sorte auch gut für die Topfkultur.
  • Fluorescent: Diese ausgesprochen dekorative Sorte trägt nicht nur schwarz-violette Chilis, auch ihr Laub und die Blüten sind dunkel-violett gefärbt. Die Früchte färben sich zur Reife tiefrot und haben ein scharfes Aroma.
  • Fresno: Auch bei dieser Sorte steht vor allem der Zierwert im Vordergrund. Die weißen Blüten sind violett umrahmt und die Staub- und Fruchtblätter (teilweise sogar  der Spross) sind violett gefärbt. Die konischen grünen Früchte bestechen durch ihre violette Maserung und färben sich zur Reife rot.
  • Hungarian Black: Diese Sorte ist eng mit den Jalapenos verwandt und trägt konische, dickfleischige Chilis, die sich von Schwarz nach Rot mit teilweise schwarzen Flecken färbt. Auch das Aroma ist ähnlich der Jalapeno. Ihre violetten Blüten und die Maserung von Laub und Trieben haben einen hohen Zierwert.
  • Jalapeno: Eine der bekanntesten und beliebtesten Chilisorten! Die fleischigen, saftigen Früchte sind spitz zulaufend und färben sich von grün nach rot mit schwarzen Flecken und Rissen. Ihr tolles Aroma macht sie beliebt in Salsas oder zum Füllen, Braten/Grillen oder Einlegen.
  • Kitchen Pepper: Die gewellten mützenförmigen Früchte mit teilweise eingedrückter Spitze eignen sich hervorragend zur Pulverproduktion. Ihre ausgeprägte, aber angenehme Schärfe ist als Würze aus keiner Küche wegzudenken.
  • Laterna de Foc: Die länglich spitz zulaufenden Chilis haben sowohl im Aussehen als auch im Aroma starke Ähnlichkeit mit Cayenne.
  • Purple Cayenne: Die unreifen, schwarz-violetten Früchte und die auffälligen Blüten sind ein richtiger Blickfang! In Salsas geben die länglich spitz zulaufenden Chilis die nötige Schärfe.
jalapeno grün ernte

Eine der bekanntesten und beliebtesten Chilisorten ist die Jalapeno [Foto: Tim Evanson]

  • Medusa: Der Naschzipfel trägt viele kleine Früchte ohne Schärfe. Die süßen Früchte sind daher bestens zum Frischverzehr geeignet. Die kompakte Wuchsform und der hohe Zierwert machen diese Sorte zur idealen Zimmerpflanze.
  • Mulato: Diese milde Spitzpaprika hat ein ausgezeichnetes rauchiges Aroma und wird gerne zum Füllen oder in Schokoladen-Speisen verwendet.
  • Mushroom Red/Yellow: Die dünnwandigen Chilis sind pilzartig geformt und entwickeln eine ausgeprägte Schärfe. Sie eignen sich gut zur Herstellung von Saucen und Salsas oder zum Füllen.
  • NuMex Big Jim: Die Sorte trägt extrem große, bis 100g schwere Früchte und hält damit den Weltrekord.
  • Pequin: Diese Sorte trägt zahlreiche kleine, konisch geformte Früchte. Durch ihre Schärfe und dem süßen Paprikaaroma sind die Chilis beliebt in Saucen, Suppen, Salsas und als Gewürz.
  • Peter Pepper: Der Hingucker schlechthin! Die Sorte ist auch als Penis Pepper bekannt und die schrumpelige Fruchtform lässt erahnen warum. Die leicht scharfen Chilis eignen sich für Saucen und zum Würzen.
  • Pimiento de Padron: Diese Sorte hat längliche, verschieden förmige Früchte und auch die Schärfe variiert stark unter den Chilis.
  • Purple Marconi: Diese Sorte trägt saftige, violette Chilis in Blockform. Die dickfleischigen Früchte zeichnen sich durch ihre Süße und geringe Schärfe aus. Sie sind deshalb sehr beliebt in Salaten, Salsas oder gefüllt.
  • Purple Tiger: Nicht nur die schwarz-violetten Chilis, sondern auch die dreifarbigen Blätter machen diese Sorte zu einem wahren Hingucker. Auf dem dunkelgrünen Grund entsteht eine großflächige Violettfärbung mit weißer Panaschierung.
  • Royal Black: Diese außergewöhnliche Zierchili trägt länglich ovale Früchte und sowohl die Pflanze selbst als auch die Chilis sind wunderschön dunkelviolett/schwarz gefärbt. Auch problemlos als Topfkultur anzubauen.
  • Santa Fe Grande: Die Sorte trägt viele dickfleischige Früchte mit leichter Schärfe und einem guten Aroma. Zur Reife färben sich die grünlich-gelben Chilis leuchtend rot. Sie werden vor allem zu Salsas verarbeitet oder gefüllt und zu Salaten serviert.
  • Sarit Gat: Diese ertragreiche Sorte trägt sehr viele knallgelbe Chilis mit angenehmer Schärfe.
  • Serrano: Die länglichen, leuchtend roten und saftigen Chilis eignen sich durch ihr süßes Aroma am besten frisch direkt zum Verzehr.
  • Sweet Banana: Namensgebend ist die länglich-gebogene Bananenform der Früchte. Die schärfefreien Chilis haben ein herrlich süßes Aroma und sind beliebt in Salaten, Salsas oder zum Einlegen.
  • Sweet Chocolate: Diese Sorte trägt längliche, teilweise auch spitz zulaufende Früchte. Die dickfleischigen Chilis zeichnen sich durch ihre Süße und schokoladenbraune Färbung aus.
  • Tepin: Diese kleinen, erbsenförmigen Chilis sind außerordentlich scharf. Fast alle heute gängigen Chili- und Paprikasorten sollen Züchtungen  der Tepin sein.
  • Thai Orange: Diese extrem ertragreiche Sorte eignet sich auch hervorragend als dekorative Topfpflanze. Die schmalen, länglichen Früchte färben sich zur Reife leuchtend Gelb und dürfen in keinem gelben Thai-Curry fehlen. Vor allem das blumige Aroma und die intensive, nachhaltige Schärfe der Chili machen sie zu einer sehr beliebten Sorte.
  • Turuncu Spiral: Die langen spiralförmigen Chilis fallen durch ihre leuchtend orangene Farbe auf. Die Schärfe ist sehr angenehm.

Capsicum baccatum: Art mit besonders fruchtigem Aroma

Capsicum baccatum ist besonders in Mittel- und Südamerika beliebt. Die Art sticht durch ein besonders fruchtiges Aroma hervor. Entgegen der gängigen Annahme, sind nicht alle Früchte von C. baccatum klein und beerenförmig. Will man Sorten dieser Art bei uns anbauen, sollte man die Samen bereits sehr früh anziehen, da C. baccatum sehr lange zum Reifen braucht.

  • Aji Pineapple: Der Name ist Programm! Diese Chili hat ein hervorragendes Ananasaroma und ist damit sehr beliebt in fruchtigen Saucen oder Salsas. Die kleinen spitz zulaufenden Früchte sind dünnfleischig und auch ein Anbau im Topf ist problemlos möglich.
  • Bishops Crown: Die roten, dickfleischigen Früchte sind wie eine Bischofsmütze geformt und äußerst aromatisch im Geschmack, aber mit deutlichen Schärfeunterschieden zwischen den Früchten.
  • Lemon Drop: Die tropfenförmigen länglichen Chili sind zitronengelb gefärbt und auch ihr Aroma schmeckt fabelhaft nach Limone.
  • Rainforest: Die eher kleinen, tropfenförmigen Früchte sind an der Spitze leicht gefaltet und färben sich von hellgrün zur Reife hin rot. Das spritzige Zitrusaroma harmoniert hervorragend mit der Schärfe und kommt in Salsas besonders gut zur Geltung.

Capsicum chinense: Chilis von fruchtig bis höllisch-scharf

Zwar stammt die Sorte nicht aus China, wie der Namen eigentlich vermuten lässt. Jedoch gehören einige der schärfsten Chilisorten (Carolina Reaper, Trinidad Moruga Scorpion, Bhut Jolokia) zu dieser Art. C. chinense ist für ihr fruchtiges Aroma bekannt. Will man dieses genießen, müssen die Chilischoten schonend zubereitet werden. Wem die Schärfe von Habanero und Co zu scharf sein sollte, kann auch zu der sehr milden Sorte Ají Dulce greifen.

  • 7 Pod SR Strain: Eine der schärfsten Chilis der Welt, aber trotzdem sehr aromatisch. Die spitz zulaufenden Früchte haben eine eingestülpte Spitze und eine raue Oberfläche. Die anfangs grünen Chilis färben sich zur Reife hin kräftig rot und werden zu Soßen verarbeitet.
  • Aji Dulce Amarillo: Eine saftige Chili mit intensiven Chinense-Aroma und wenig Schärfe. Die langen, gefalteten Früchte sind orange-gelb gefärbt und besonders beliebt zum Frischverzehr oder für Salsas und im Salat.
  • Aji Panca: Diese Chilis zeichnen sich durch ihr rauchiges Aroma aus und sind somit beliebt für Moles. Die Früchte sind dünnfleischig und durch ihre braune Färbung auch als „Aji Brown“ bekannt.
  • Bhut Jolokia: Diese Sorte hält derzeit den Schärfe-Weltrekord! Mit über 1 Million Scoville haben sich die faltigen, spitz zulaufenden Früchte mit unregelmäßiger Oberfläche die Namen Ghost Pepper / Bhut Jolokia = Geisterchili, Bih Jolokia = Giftchili, Raja chilli = König der Chilis mehr als verdient.
  • Bolivian Bumpy: Diese Chili ist eine Kreuzung aus „Bolivian Rainbow“ x „Yellow Bumpy“ und haben ein herrlich fruchtiges Aroma. Die Früchte sind relativ dünnfleischig und hängen laternenförmig herab. Durch die Sonnenstrahlen bekommen die gelben Chilis ihre violett-bräunliche Schattierungen.
  • Bahamian: Diese Sorte trägt länglich, stumpf zulaufende und dickfleischige Früchte. Die gelblich-grünen bis zu orange-roten, aufrecht wachsenden Chilis sind saftig und aromatisch scharf.
  • Dorset Naga: Auch diese Sorte gehört zu den schärfsten Chilis der Welt. Die roten Früchte sind leicht gefaltet, spitz zulaufend und werden meist für Saucen, Salsas oder zum Würzen verwendet.
  • Fatalii: Die faltigen und spitz zulaufenden Früchte zählen zu den sehr scharfen Vertretern dieser Gattung. Die dickfleischigen, gelben Früchte werden gern zu Hot-Sauces verarbeitet.
  • Goronong: Diese Sorte trägt unregelmäßig gefaltete Früchte, die stark gewellt sind und an einen Sack erinnern. Die relativ dünnfleischigen orangenen Chilis haben ein ausgesprochen gutes Aroma und werden gern für Saucen verwendet.
  • Habanero Chocolate: Die schokoladenbraun gefärbten Chilis sind relativ dünnfleischig und gefaltet. Diese sehr scharfe Habanero hat viel Aroma und ist beliebt in Saucen, Salsas und zum Würzen.
  • Habanero Mustard: Die senffarbenen Früchte sind dickfleischig und stark gefaltet. Sie ist eine sehr saftige und fruchtige Variante der Habanero.
  • Habanero Orange: Diese Sorte gehört zu den schärfsten aller Chilis und hat trotzdem ein außerordentlich fruchtiges Aroma! Die Früchte sind lampionartig gefaltet leuchtend orange zur Reife.
  • Habanero Peach: Die pfirsichfarbenen Chilis sind dünnfleischig und leicht gefaltet. Die scharfen Früchte sind beliebt in Saucen und Salsas.
  • Habanero Red: Diese Sorte gehört zu den schärfsten aller Chilis und hat trotzdem ein herrliche fruchtiges Aroma! Die Früchte sind lampionartig gefaltet leuchtend rot zur Reife.
  • Habanero Red Savina: Diese Sorte trug lange den Titel der schärfsten Chili der Welt. Die lampionartigen roten Früchte werden hauptsächlich zu Hot-Saucen verarbeitet.
  • Limon: Diese Sorte liefert einen extrem hohen Ertrag an kleinen tropfenförmigen Chilis, die zitronengelb leuchten. Die aromatisch scharfen Früchte sind beliebt in Saucen und Salsas.
  • Naga Morich: Diese leicht gefaltete, spitz zulaufende Chili ist extrem scharf und eng verwandt mit der Sorte Bhut Jolokia. Die Früchte eignen sich gut in Saucen und Salsas.
  • NuMex Suave Orange: Diese Habanerosorte zeichnet sich durch ihr tolles fruchtiges Aroma aus, aber ohne die beißende Schärfe. Die orangenen milden Früchte sind daher sehr beliebt in Salaten, Salsas, zu Fisch oder zum Einlegen.
  • Peru Scarlet Lantern: Wie der Name schon vermuten lässt, sind die kleinen Chilis laternenförmig und kunterbunt gefärbt. Gleichzeitig sind sie außerordentlich scharf und beliebt in Hot-Sauces und Salsas.
  • Peruvian Long Brown: Diese Sorte trägt lange spitz zulaufende Chilis, die wenig gefaltet und leicht gebogen sind. Die sehr scharfen, braunen Früchte werden meist zu Saucen verarbeitet.
  • Pimenta da Neyde: Diese Sorte gehört zu den Raritäten ihrer Gattung. Denn auch im reifen Zustand sind die länglich-ovalen bis laternenförmigen Chilis mit stumpfer Spitze wunderschön violett gefärbt. Auch die Schärfe ist nicht zu verachten und gibt Saucen den richtigen Kick.
  • Scotch Bonnet Orange: Diese Sorte ist durch ihr fruchtiges Aprikosenaroma bekannt. Ihren Namen bekam sie durch ihre faltige Schottenmützenform. Die Schärfe der saftigen Chilis sollte man dennoch nicht unterschätzen!
  • Trinidad Douglah: Diese Sorte fällt durch ihre gefurchten, faltigen Früchte mit unregelmäßiger Oberfläche und der braunen Färbung auf. Aber auch die Schärfe der Chilis kann problemlos mit der von 7 Pod und Bhut Jolokia mithalten.
  • Sweet Habanero: Diese Variante der Habanero zeichnet sich durch ihr fruchtiges Aroma ohne jegliche Schärfe aus. Die Chilis haben die typisch gefaltete Habaneroform und leuchten ansprechend in sattem Rot.
Scotch Bonnet Chili schottenmützen form orange

Diese Scotch Bonnet ist durch ihr fruchtiges Aprikosenaroma bekannt [Foto: Kurtis Garbutt]

Capsicum frutescens: beliebte Chilis in südostasiatischen Gerichten

Sorten von Capsicum frutescens finden meistens ihren Weg in südostasiatische Gerichte oder in Gewürzmischungen. Die bekannteste Sorte dieser Art ist definitiv Tabasco.

  • Rawit: Diese ertragreiche Sorte trägt kleine, länglich spitz zulaufende Früchte. Durch ihre angenehme Schärfe sind die roten Chilis besonders in der asiatischen Küche sehr beliebt.
  • Tabasco: Diese Chili wird in Louisiana nur für die Herstellung der bekannten Tabasco-Sauce angebaut. Die konisch aufrechten Früchte sind aromatisch und feurig scharf.

Capsicum pubescens: die “behaarte” Art

Die lateinische Bezeichnung „pubescens“ weist auf die Behaarung dieser Art hin. Der Vergleich von Pflanzen dieser Chiliart mit anderen zeigt, dass Capsicum pubescens sich deutlich unterscheidet. Dies zeigt sich nicht nur durch die behaarten Blätter, sondern auch der Wuchs (schnell verholzend, baumartig) verdeutlicht die Unterschiede schnell. Chilipflanzen dieser Art findet man meistens entlang der Westküste von Mittel- und Südamerika.

  • Rocoto Aji Largo: Die Sorte trägt laternenförmige, spitz zulaufende Chilis und das dicke, saftige Fruchtfleisch überzeugt durch ein gutes Aroma. Gleichzeitig besticht die Pflanze durch ihren intensiven Duft.
  • Rocoto Manzano: Apfelförmige „Rocoto“-Sorte mit roten oder orangenen, rundlichen Früchten.

Ein besonderer Dank an die Photographen: John Winkelman, Andy Roberts, Paul Stein, Tim Evanson, M a n u e l,305 Seahill, Danielpikl, Prilfish, Maja Dumat, daryl_mitchell, Forest and Kim Starr, Richard Elzey, erik forsberg und jeffreyw.

Steffi

Die Studentin der Agrarwissenschaften hat sich schon sehr früh für regionale und saisonale Ernährung interessiert. Deswegen versucht sie sich auch im Anbau von Gemüse und Kräutern im eigenen Garten - mit Erfolg. Als begeisterte Hobbyköchin probiert sie gerne neues und exotisches aus.