Die besten Beerensorten für Ihren Garten

Wir stellen Ihnen die besten Sorten von Himbeeren, Brombeeren, Johannis-beeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Cranberries und Preiselbeeren vor.

Beerensträucher sind in den meisten Nutzgärten zu finden. Himbeeren und Brombeeren brauchen zwar teils relativ viel Platz, doch diesen gönnt man ihnen auch gerne. Als Dank gibt es schließlich reichlich leckere Früchtchen. Für kleinere Gärten sind Heidelbeersträucher ideal. An Böschungen sind Cranberries oder Heidelbeeren eine hervorragende Alternative zu den klassischen Bodenbedeckern und liefern zusätzlich sehr gesunde Beeren. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die besten Sorten der bereits genannten Beeren sowie von Johannis- und Stachelbeeren vor. Bei unserer Auswahl der Sorten spielte oft der Geschmack die größte Rolle, aber wir haben auch Wert daraufgelegt, keine besonders krankheits- oder frostgefährdeten Sorten zu empfehlen. Und wenn doch, haben wir etwaige Empfindlichkeiten vermerkt. Nachfolgend finden Sie also die besten Beerensorten für Ihren Garten.

Himbeeren

Bei der Anschaffung einer Himbeerpflanze steht immer die Wahl zwischen Sommer- und Herbstsorten an. Es gibt einige Unterschiede zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren. Einer davon ist der Geschmack, der unserer Meinung nach bei den meisten Sommersorten besser ist. Aus diesem Grund sind mit einer Ausnahme – der gelben Herbsthimbeere ‚Golden Everest‘ –  fast alle unserer ‚besten Himbeersorten‘ Sommerhimbeeren. Herbsthimbeersorten sind allerdings weniger krankheitsanfällig. Wenn Sie also bereits Probleme mit Himbeeren hatten, nehmen Sie lieber einen kleinen geschmacklichen Kompromiss in Kauf und suchen Sie sich eine gute Herbsthimbeersorte aus.

Rote Himbeeren am Strauch

Himbeeren bieten die Wahl zwischen Sommer- und Herbstsorten [Foto: giedre vaitekune/ Shutterstock.com]

Himboqueen‘: Sehr ertragreiche Himbeere mit sehr großen, sehr gut schmeckenden, süßlichen Früchten; starke Wüchsigkeit; nur für große Gärten empfehlenswert; sehr empfindlich auf Wurzelsterben und Virosen.

Meeker‘: Sehr aromatische Sorte; mittelgroße, schöne Früchte mit guter Haltbarkeit; starkes Jungtriebwachstum; widerstandfähig gegen Krankheiten; häufig angebaute Sorte mit hoher Anfälligkeit gegenüber Frost und Austrocknung; nur an geschützten Standorten zu empfehlen.

Rubaca‘: Guter, süßlich-aromatischer Geschmack und hoher Ertrag; mittelgroße, eher weiche, mittelsaftige Früchte; sehr robust und frosthart; widerstandsfähig gegen Wurzelkrankheiten.

Himbostar‘: Wenig krankheitsanfällige Sorte; bei ausreichend Niederschlag oder Bewässerung guter Ertrag; leuchtend rote, mittelgroße Beeren mit viel Saft; süßlicher, sehr aromatischer Geschmack; leicht anfällig für Grauschimmel.

Golden Queen‘: Gelbe Sommerhimbeere mit mittelgroßen, runden, sehr wohlschmeckenden Früchten; ertragreich mit außerordentlich langer Erntedauer; relativ robuste, gesunde Pflanze.

Golden Everest‘: Mittelfrüh reifende gelbe Herbsthimbeere mit großen Beeren; süß und sehr aromatisch; gute Frosthärte und auch sonst widerstandsfähig.

Golden Everest Himbeere gelb am Strauch

Es müssen nicht immer rote Himbeeren sein [Foto: Igor Normann/ Shutterstock.com]

Brombeeren

Bei den Brombeeren sind die unbestachelten beziehungsweise oft auch fälschlicherweise dornenlos genannte Sorten oft die Beliebteren. Der Geschmack dieser Sorten, die eben auf Stachellosigkeit und nicht auf Geschmack selektiert wurden, hat früher oft zu wünschen übriggelassen. Mittlerweile gibt es aber auch schon stachellose Sorten (z.B. ‚Waldo‘, ‚Loch Ness‘, ‚Navaho‘), die geschmacklich ohne Probleme mit den anderen mithalten können.

Waldo Brombeere von Hand gepflückt

Die Sorte ‚Waldo‘ ist unbestachelt [Foto: Eag1eEyes/ Shutterstock.com]

Silvan‘: Sehr frühe, schwachwüchsige Sorte; sehr große, sehr gute schmeckende Beeren; hohe Frostfestigkeit, dafür sehr anfällig für Rankenkrankheit.

Waldo‘: Ertragreiche, sehr frühreife Sorte mit langer Ernteperiode; große, sehr geschmackvolle Früchte mit sehr kleinen Samen; stachellos; mittelstark, kompakt wachsend, kann also etwas enger gepflanzt werden.

Loch Ness‘ bzw. ‚Nessy‘: Ab Anfang/Mitte Juli reifend; mittelstark wachsende, stachellose Ruten; sehr große, feste Beeren; aromatischer, süß- säuerlicher Geschmack.

Theodor Reimers‘: Altbewährte, sehr ertragreiche Sorte; ab Ende Juli reifend; stachelige, sehr lange, frostempfindliche Ranken; sehr süße, aromatische und saftige, allerdings etwas kleinere Beeren; anspruchslos den Boden betreffend.

Navaho‘: Ebenfalls spät reifende Sorte; große, feste Früchte mit sehr aromatischem, süß- säuerlichem Geschmack; vielleicht die aromatischste unter den stachellosen Brombeeren; sehr stark aufrecht wachsende, lange Ruten; robuste Sorte.

Navaho Brombeere am Strauch

‚Navaho‘ ist eine stachellose Sorte, die trotzdem sehr aromatisch ist [Foto: corners74/ Shutterstock.com]

Heidelbeeren/Blaubeeren

Während Himbeeren, Johannisbeeren und Co. schon recht lange in unseren heimischen Gärten wachsen, begnügte man sich bei den Heidelbeeren beziehungsweise Blaubeeren lange mit dem Sammeln im Wald. Mittlerweile werden die Kulturheidelbeeren jedoch auch immer beliebter. Sie sind zwar nicht ganz so aromatisch wie die wilden Sorten, aber ihre Größe und Knackigkeit machen sie trotzdem zu einem wundervollen Geschmackserlebnis.

Heidelbeeren am Busch

Kulturheidelbeeren werden immer beliebter [Foto: Likee68/ Shutterstock.com]

Duke‘: Sehr reich tragende, frühreifende (ab Anfang Juli) Sorte; große, feste Früchte mit sehr gutem, aromatischem Geschmack; dichter Wuchs; sehr frosthart.

Denise Blue‘: Optisch ansprechende Pflanze mit großen, festen, sehr geschmackvollen und aromatischen Früchten; mittelmäßig ertragreich.

Legacy‘: Mittelmäßig ertragreiche Sorte; mittelgroße, feste, sehr geschmackvolle Früchte; resistent gegen Grauschimmel und Anthraknose-Fruchtfäule.

Darrow‘: Geschmacklich sehr gute, spätreifende (ab etwa Mitte August) Sorte; sehr große, feste Früchte; leicht säuerlicher Geschmack; großwüchsig.

Duke Heidelbeeren Busch

‚Duke‘ ist eine sehr ertragreiche Heidelbeer-Sorte [Foto: Aprilflower7/ Shutterstock.com]

Johannisbeeren

Während rote Johannisbeeren höhere Gehalte an Fruchtsäuren aufweisen als weiße und schwarze und dadurch säuerlicher schmecken, sind weiße Johannisbeeren etwas milder und süßer. Schwarze Johannisbeeren, die übrigens einer anderen Pflanzenart angehören, sind dagegen ziemlich herb. Sie werden deshalb nur selten frisch und häufiger in Form von Gelee, Säften oder Likör verzehrt. Das ist eigentlich schade, wenn man bedenkt, dass schwarze Johannisbeeren fünfmal so reich an Vitamin C sind wie rote oder weiße Johannisbeeren.

Jonkheer van Tets‘: Altbewährte, frühreifende (ab Mitte Juni), rote Johannisbeere; starkwüchsig und reich tragend; saftige, aromatische, große Beeren; möglicherweise die Früchte mit dem besten Geschmack unter den roten Johannisbeeren; anspruchsvoll bezüglich des Standorts; nicht für niederschlagsreiche Regionen zu empfehlen, sonst steigt der Krankheitsdruck; gut zur Heckenerziehung geeignet; frostgefährdet.

Johannisbeeren am Strauch

‚Jonkheer van Tets‘ ist eine altbewährte Johannisbeer-Sorte [Foto: Evgeny Smolsky/ Shutterstock.com]

Rolan‘: Robuste, gesunde Sorte mit großen, hellroten, festen Beeren; säuerlich-aromatischer Geschmack; mittelstark wüchsig; bei fehlendem oder nicht ausreichendem Schnitt neigt ‚Rolan‘ zu schwachem Wuchs; gut geeignet für niederschlagsreichere Standorte; neigt zu Verrieselung.

Hinweis: Unter Verrieselung versteht man eine physiologische Störung, bei der aus einigen Blüten aufgrund unterschiedlicher Ursachen keine Beeren entstehen. Das ist allerdings nur optisch von Bedeutung, da dann einige Beeren an der Traube fehlen. Verrieselung hat keinen Einfluss auf Geschmack und Qualität.

Rotet‘: Mittelspäte Sorte mit regenfesten roten Beeren; säuerlicher, sehr aromatischer Geschmack; hohe Erträge; sehr stark wachsend; durch frühe Blüte etwas frostgefährdet, sonst robust und nicht verrieselungsgefährdet; resistent gegen Blattfallkrankheit.

Vit Jätte‘: Reich tragende, weiße Johannisbeere mit großen, gelben Beeren; mild-süßer, hervorragender Geschmack; mittelstark wüchsig; etwas anfällig für Mehltau.

Primus‘: Weiße, schwachwüchsige Johannisbeere; mittel bis spätreifend; kleine, weiß-gelbliche Früchte; viele Samen in den Früchten; süßer, sehr aromatischer Geschmack; ertragreich.

Weiße Johannisbeeren

Weiße Johannisbeeren sind etwas milder und süßer im Geschmack [Foto: valipatov/ Shutterstock.com]

Bona‘: Frühreifende, schwarze Johannisbeere mit großen Früchten; hervorragender Geschmack; sehr kurze Traube; mittelstark wüchsig; mehltau-tolerant.

Ometa‘: Ebenfalls schwarze, mittelspäte bis späte Johannisbeersorte; große, aromatische und äußerst geschmackvolle Früchte; starker, aufrechter Wuchs; reich tragend; relativ robuste Pflanze.

Schwarze Johannisbeeren am Strauch

Schwarze Johannisbeer-Sorten schmecken eher herb [Foto: heleyro/ Shutterstock.com]

Viele weitere Johannisbeersorten beschreiben wir in unserem Johannisbeer-Sortenartikel.

Stachelbeeren

Im Erwerbsanbau haben die Stachelbeeren nie richtig viel Aufmerksamkeit gefunden und sind deshalb im Handel auch nicht überall zu bekommen. Umso wichtiger ist für Stachelbeer-Liebhaber der Anbau der sauren Früchte im eigenen Hausgarten. Diese beiden sind unsere Lieblingsstachelbeeren:

Hönings Früheste‘: Sehr früh reifende, grüne Stachelbeere; starkwüchsig; mittelgroße, weiche Früchte; hervorragender Geschmack.

Rolonda‘: Spätreifende, rote Stachelbeere mit kleinen, dunklen, sehr gut schmeckenden Beeren; mittelstark wüchsig; widerstandfähig gegen Mehltau.

Stachelbeeren am Busch

Stachelbeeren werden bisher fast nur für den Eigenbedarf angebaut [Foto: Eva Bianca/ Shutterstock.com]

Cranberries

Cranberries stammen aus Nordamerika und bilden Ranken bis zu einer Höhe von 25 cm. Sie machen optisch einiges her und eignen sich aus diesem Grund auch ideal als Bodenbedecker.

Early Black‘: Frühreifende Sorte mit mittelgroßen, dunkelroten bis leicht schwärzlichen Beeren; sehr aromatische Früchte; sehr frosthart.

Bergman‘: Reich tragende Sorte mit mittelgroßen, dunkelroten Früchten; wächst flach und bildet viel Laub; ideal als Bodenbedecker geeignet.

Stevens‘: Diese Sorte empfehlen wir für trockenere Böden und raueres Klima; wächst zügig und ist sehr ertragreich.

Cranberry Busch Garten

Die nordamerikanischen Cranberries erfreuen sich bei uns immer größerer Beliebtheit [Foto: YMHhappyfamily/ Shutterstock.com]

Preiselbeeren

Preiselbeeren kennen viele Menschen nur aus dem Glas. Doch nicht nur geschmacklich überzeugen die Preiselbeeren. Auch optisch sind die knallroten Beeren neben den kleinen, dunkelgrünen Blättern ein Hingucker. Ebenso wie Cranberries können Preiselbeeren auch als Bodenbedecker dienen. Wer demnächst seine eigenen Preiselbeeren einkochen mag, dem empfehlen wir folgende Sorten:

Koralle‘: Runde, mittelrote Beeren; Triebe sind stark verzweigt und werden ca. 30 cm hoch; gut geeignet für Pflanztröge.

‚Sussi‘: Ungefähr 15 bis 25 cm hoch wachsend; große, runde, dunkelrote Beeren.

Preiselbeeren Garten Bodendecker

Preiselbeeren sind auch als Bodendecker ein Hingucker

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
  • Cuxin organischer Spezialdünger Beeren: Ideale Nährstoffzusammensetzung mit Langzeitwirkung für Beerensträucher, Erdbeeren und Obstbäume. Die Kaliumbetonung sorgt für saftige und aromatische Beeren und Obst.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen