Tomatensorten: Einblicke in die Vielfalt und Biodiversität

Biodiversität bei Tomaten

Die Anzahl an Tomatensorten ist beinahe unbegrenzt. [Foto: Lance Cheung]

Die Tomate (Solanum lycopersicum) weist nicht nur bei ihren Synonymen eine enorme Vielfalt auf, sondern auch bei der Unzahl an verschiedenen Sorten. Auch wenn es viele verwundern mag: die Tomate ist ein Paradebeispiel für Biodiversität. Weltweit existieren Experten zu folge über 35.000 Sorten. Alleine die Sortenliste von Wikipedia umfasst derzeit über 23.000 verschiedene Sorten.

Das verwundert einen vermutlich umso mehr, wenn man einen Blick in die Gemüseabteilung unserer hiesigen Supermärkte wirft. Maximal vier unterschiedliche Sorten erscheinen wirklich mickrig im Vergleich zur eigentlichen Vielfalt. Ewige Haltbarkeit und ein uniformes, makelloses Aussehen scheinen wichtiger zu sein als Duft, Aromen und weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Auch wenn es auf den ersten Blick egal sein mag, ob es weltweit vier, 100 oder eben 35.000 Sorten geben mag, ist der Genpool ein wahrer Schatz. Neue Sorten mit natürlichen Resistenzen gegen Krankheiten können aus den alten, teilweise wilden Urformen gezüchtet werden. Gehen die Urformen und andere Tomatensorten verloren, verlieren wir diese wertvolle Möglichkeit. Spätestens dann führt kein Weg mehr um noch mehr Spritzmittel und genveränderte Sorten herum.

Auch wenn es wohl ein unmögliches Unterfangen wäre, das wohl auch Sisyphos abgeschreckt hätte, wollen wir zu mindestens einige Sorten vorstellen, die uns persönlich überzeugen. Qualitativ hochwertiges Saatgut von bewährten und alten Sorten kann man bei einigen Fachleuchten wie Familie Meier aus Leutershausen bestellen.

Felix

Wirtschaftsingenieur und begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich besonderes Obst und Gemüse im eigenen Garten an.
Lieblingsobst: der rotfleischige Pfirsich und die Pluot.
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen.