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Brandywine-Tomate: Die Fleischtomate im Garten anbauen

Die Tomatensorte ‘Brandywine’ besticht durch ihre großen, saftigen Früchte. Alles, was man über den Anbau der Brandywine-Tomate wissen sollte, erfahren Sie in unserer Übersicht.

Brandywine-Tomaten in Rot an Rispe
Die Sortenreihe ‘Brandywine’ umfasst meist große, gerippte Fleischtomaten [Foto: PosiNote/ Shutterstock.com]

Bei der großen Familie der Brandywine-Tomaten ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei, denn es gibt sie in allen erdenklichen Farben und sogar als Kirschtomaten-Variante. Hier finden Sie  die besten Sorten der ‘Brandywine’ sowie Tipps zum erfolgreichen Anbau der aromatischen Früchte.

Brandywine-Tomate: Herkunft und Geschichte

Die Herkunft der Brandywine ist nur schwammig überliefert. Sie stammt aus den USA und gelangte im Jahre 1982 in die Hände der Seed Savers Exchange Association. Ein Gärtner aus Ohio namens Ben Quisenberry hatte sie von Dorris Sudduth Hill erhalten. Laut ihren Angaben war die Fleischtomate Brandywine seit 80 Jahren in ihrer Familie angebaut und weitergegeben worden. Ob sie aus einer kommerziellen Sorte selektiert wurde oder als eine gänzlich neue Sorte auftritt, ist bis heute nicht geklärt. Seit den 1980er Jahren entstanden dann viele Farbvarianten der ursprünglich pinken Brandywine.

Brandywine-Tomate: Die besten Sorten

Die Brandywine-Familie bekam im Laufe der Jahre immer wieder neue Mitglieder. Wir stellen Ihnen die besten Sorten dieser schmackhaften Tomatenvariante vor. Die ursprüngliche Farbvariante wird heute übrigens als ‘Brandywine Pink’ bezeichnet.

  • ‘Brandywine Pink’ ist die Ursprungsform aus den USA. Mit 700 Gramm sind die Früchte echte Schwergewichte. Das Laub ist kartoffelblättrig, die Tomaten außen wie innen dunkelrosa. Sehr fruchtiges und aromatisches Aroma, bei Reife weiche, schmelzende Konsistenz des Fruchtfleischs.
  • ‘Brandywine Red’ ist eine knallrote Fleischtomate mit normal-blättrigem Laub und kleineren Früchten als die der pinken Variante. Die etwa 250 Gramm schweren Früchte reifen ab August und überzeugen mit ihrem fruchtigen Geschmack.
  • ‘Brandywine Yellow’ ist die sonnengelbe Variante dieser Familie. Auch sie trägt kartoffelähnliches Blattwerk und bildet bis zu 800 Gramm schwere Früchte mit fruchtig-süßem Geschmack und viel Aroma aus.
  • ‘Brandywine Apricot’ erinnert mit ihrer Farbe an eine Kakifrucht. Die im Schnitt 400 Gramm schweren Fleischtomaten färben sich bei der Reife orange mit einem rötlichen Stich. Das Fruchtfleisch ist dick, saftig und schmelzend, der Geschmack aromatisch und köstlich.
  • ‘Brandywine Purple’ entstand aus einer Kreuzung der ‘Brandywine’ mit der Sorte ‘Marizol Purple’ und kam 1998 auf den Markt. Die Farbe ist dunkelpink bis leicht violett. Die Pflanzen sind kartoffelblättrig.
  • ‘Brandywine Black’ ist eine kartoffelblättrige, spätreifende, dunkelrot bis bräunliche Fleischtomate. Die Früchte sind etwas kleiner und leichter als bei anderen ‘Brandywine’-Sorten, im Schnitt erreichen sie 350 Gramm. Der Geschmack ist typisch für dunkle Tomaten: würzig, süß und fruchtig.
  • ‘Brandywine Cherry’ ist eine relativ neue Sorte aus dem Jahr 1998, die die Fleischtomaten-Serie der Brandywine um eine pinke, kleinfrüchtige, aber auch wunderbar aromatische Variante ergänzt.
Black-Brandywine-Tomaten geerntet
Die ‘Brandywine Black’ ist eine dunkle Variante der Ursprungssorte [Foto: Oleg Mayorov/ Shutterstock.com]

Eigenschaften und Geschmack der Tomate Brandywine

Im Allgemeinen bilden alle Brandywine-Tomaten große, gerippte und plattrunde Früchte aus und zählen mit Ausnahme der ‘Brandywine Cherry’ zu den Fleischtomaten. Das Laub ist oft kartoffelblättrig und die Samen keimen früh. Die Pflanzen erreichen etwa 160 bis 180 Zentimeter Höhe. Das Aroma der ‘Brandywine’-Sorten ist berühmt, ihr Geschmack ist einmalig köstlich, oft fruchtig und süß, aber auch würzig. Alle Brandywine-Tomaten sind samenfest und können im nächsten Jahr aus den eigenen Samen wieder ausgesät werden.

Brandywine-Tomaten pflanzen und pflegen: Darauf sollte man achten

Brandywine-Tomaten sind recht robust und wenig anfällig für Krankheiten. Im Gewächshaus und im Freiland wachsen sie besonders gut. Im Freien freuen sie sich über einen Regenschutz, da die weiche Haut der großen Früchte bei ungleichmäßiger Wasserversorgung leicht aufplatzt. Ab Anfang Mai darf die Brandywine ins Gewächshaus wandern. Ins Freiland sollte man die Tomaten allerdings erst nach den Eisheiligen setzen. Zur Pflanzung heben Sie ein tiefes Loch aus und setzen Ihre Jungpflanzen hinein. Füllen Sie das Loch anschließend mit einem nährstoffreichen Substrat, wie unserer Plantura Bio-Tomaten- und Gemüseerde. Sie stellt für die Anfangszeit alle notwendigen Minerale und Nährstoffe für das Wachstum und die Blüte der Brandywine bereit. Nach der Pflanzung sollte ordentlich angegossen werden.

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Die Brandywine sollte mit einem, maximal zwei Trieben gezogen werden. Hierfür brechen Sie die Seitentriebe frühzeitig aus. Eine genaue Anleitung und weitere Tipps zum Ausgeizen von Tomaten haben wir für Sie in einem eigenen Artikel zusammengestellt. Aufgrund ihrer schweren Früchte sollten die Pflanzen der Brandywine immer gut gestützt und angebunden werden. Ab Juni empfehlen wir eine organische Düngung, um den Nachschub an Nährstoffen für die Fruchtbildung sicherzustellen. Wir empfehlen dazu unseren Plantura Bio-Tomatendünger, der hauptsächlich aus Pflanzenmaterialien besteht und langfristig und gleichmäßig wirkt. Das Granulat wird oberflächlich in den Boden um die Pflanzen eingearbeitet. Gleichmäßiges Wässern unterstützt die Freisetzung der Nährstoffe durch die Bodenorganismen.

Brandywine-Tomaten ernten und verwenden

Brandywine-Tomaten werden klassischerweise frisch in Scheiben auf Brot und Burger gegessen. Aufgrund ihres großartigen Geschmacks schaffen sie es nur selten vom Garten in die Küche und werden am liebsten gleich frisch verzehrt. Die großen Fleischtomaten eignen sich aber auch sehr gut für Suppen und Soßen.

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Müssen Tomaten eigentlich immer ins Gewächshaus? Was sind die Vorteile und worauf sollte man beim Kauf eines Glashauses achten? Zum Tomatenanbau in Gewächshäusern und Folientunneln erfahren Sie hier in unserem Artikel mehr.

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