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Tomate ‘Datterino’: Anbau, Ernte & Verwendung

Die Tomatensorte ˈDatterinoˈ trägt viele kleine, dattelförmige rote Früchte. Woher die Sorte stammt und wie man sie anbaut, pflegt und verwendet, erfahren Sie hier.

Tomaten Sorte Datterino
Die Tomatensorte ˈDatterinoˈ bildet viele ovalrunde Früchte aus und kann bereits ab Juli beerntet werden [Foto: barmalini/ Shutterstock.com]

An langen Rispen hängen die rot glänzenden kleinen Früchte der Sorte ˈDatterinoˈ. In diesem Tomatenportrait stellen wir Ihnen die Snacktomate vor und geben Tipps zum Anbau.

Tomate ˈDatterinoˈ: Herkunft und Geschichte

Die rote Datteltomate stammt ursprünglich aus Sizilien und wird besonders in Italien sehr gerne angebaut. Es gibt regional unterschiedliche Datterino-Tomaten, die alle eine dattelähnliche Form und einen süßen Geschmack besitzen. Genau das bedeutet auch der Name, nämlich „kleine Dattel“. Es gibt mittlerweile auch einige Datterino-Hybridsorten, die dann den Namenszusatz „F1“ tragen und nicht samenfest sind. Hierzu kommen auch grün-rot getigerte Sorten wie die ˈDatterino Tigrato F1ˈ.

Geschmack und Eigenschaften der Datteltomate

Datterino-Tomaten wachsen als Stabtomate unbegrenzt in die Höhe und werden etwa 1,80 Meter hoch. Sie verzweigen sich nur wenig und setzen dafür viele Rispen mit typisch gelben Tomatenblüten an. Die Früchte entstehen nach der Blüte an langen Rispen und erreichen bei Reife eine Länge von 4 bis 5 Zentimetern und 20 bis 30 Gramm Gewicht. Die Sorte reift früh und produziert ab Juli viele knallrote und glänzende Datteltomaten. Der Geschmack der ˈDatterinoˈ ist dabei aromatisch und äußerst süß, was sie zu einer beliebten Tomatensorte für Kinder und alle anderen Naschkatzen macht. Die klassische Datterino-Tomate ist samenfest und kann aus ihren eigenen Samen vermehrt werden. Hybridsorten wie die ˈDatterino Tigrato F1ˈ können allerdings nicht über ihr Saatgut weiter vermehrt, sondern müssen immer wieder neu gekauft werden.

Datterino-Tomaten
Eine farbenfroher Nachkomme der ˈDatterinoˈ ist die ˈDatterino Tigrato F1ˈ [Foto: luca pbl/ Shutterstock.com]

Anbau und Pflege der Datterino-Tomate

Die ˈDatterinoˈ gedeiht im Gewächshaus, Freiland und auch in Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse. Ein Regenschutz im Freiland verhindert effektiv viele Tomatenkrankheiten, beispielsweise Grauschimmel (Botrytis cinerea), und das Aufplatzen der Früchte durch eine unregelmäßige Wasserversorgung. Im Gewächshaus werden Jungpflanzen der ˈDatterinoˈ bereits Anfang Mai, im Freiland und für den Kübelanbau erst nach den Eisheiligen Mitte Mai gesetzt. Für die Topfkultur empfehlen wir die Verwendung einer nährstoffreichen Pflanzerde wie unserer Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzerden kommt sie ganz ohne den klimaschädlich abgebauten Torf aus und speichert Feuchtigkeit über den hohen Kompostgehalt. Gleichzeitig sind hier bereits viele wichtige Nährstoffe enthalten, die Ihre Jungpflanzen in der ersten Zeit nach der Pflanzung versorgen. Wählen Sie ein mindestens 10 l fassendes Pflanzgefäß und befüllen Sie es zur Hälfte mit Erde. Im Freiland und Gewächshaus heben Sie ein tiefes Loch im Boden aus. Die Jungpflanze der ˈDatterinoˈ wird hineingesetzt, zu tief sitzende Blätter werden entfernt. Füllen Sie nun mit Substrat auf, drücken Sie rund um die Pflanze herum leicht an und wässern Sie anschließend kräftig. Direkt bei der Pflanzung sollte auch ein Holz- oder Metallstab zum Stützen der Tomatenpflanze hinzugesteckt werden.

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Die erste Tomatendüngung sollte ab Juni erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt sind die in der Erde enthaltenen Nährstoffe langsam aber sicher aufgebraucht und die kräftezehrende Blütezeit mit anschließender Fruchtbildung beginnt. Ein organischer Flüssigdünger, wie unser Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger, vereinfacht das Düngen deutlich. Er wird in einer Dosierung von 15 bis 25 ml je 5 l etwa einmal wöchentlich mit ins Gießwasser gegeben und beim Gießen ausgebracht. Die enthaltenen Nährstoffe gelangen direkt an die Pflanzenwurzeln und können schnell aufgenommen werden. Auch akute Mangelsymptome – wie eine Gelbfärbung der unteren Blätter durch Stickstoffmangel – können somit einfach behoben werden.

ˈDatterinoˈ verzweigt sich zwar nicht so stark wie andere Sorten, das Ausgeizen der Tomaten ist hier dennoch ein Thema. Zunächst lässt sich ˈDatterinoˈ auch sehr gut mit drei bis vier Trieben ziehen. Hierfür bleiben tiefstehende Seitentriebe an der Pflanze, darüberstehende werden aus den Blattachseln entfernt. So entstehen weitere Triebe, an denen sich Blüten und schließlich süße Datteltomaten bilden.

Tipp: Eine Mulchdecke aus pflanzlichen Materialien wie Rasenschnitt oder Laub im Beet beziehungsweise im Topf verringert im Sommer die Verdunstung deutlich und spart im Hochsommer literweise Wasser ein.

‘Datterino’ ernten und verwenden

Von Juli bis Oktober dauert die Erntezeit der reichlich tragenden Datterino-Tomate an. Die kleinen, süßen Früchte bleiben auch bei Vollreife recht fest und eignen sich daher ideal für die Brotzeitdose als Snack zwischendurch. Am liebsten nascht man die ˈDatterinoˈ allerdings direkt vom Strauch – kaum eine Frucht schafft es überhaupt bis in die Küche.

Die Datteltomate kann auch gut getrocknet und so für die kalte Jahreszeit haltbar gemacht werden. Hierfür halbieren Sie die Früchte und trocknen sie im Dörrapparat oder im Backofen bei 60 bis 70 °C für einige Stunden. Anschließend sollten Sie die getrockneten Tomaten luftdicht und trocken aufbewahren.

Datteltomaten liegen voll im Trend, tragen sie doch meist viele handliche und aromatisch-süße Früchte. Es gibt sie in allen erdenklichen Farben, von Rot über Orange, Gelb und sogar bis hin zu Violett. Wir stellen Ihnen die hübsch gefärbte, dattelförmige Tomatensorte ˈIndigo Kumquatˈ im Portrait vor.

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