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Johannisbeertomate: Pflanzen, vermehren & die besten Sorten

Wie schmecken Johannisbeertomaten? Was muss man beim Pflanzen und Pflegen beachten? Gibt es auch gelbe Johannisbeertomaten? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die besondere Tomatensorte.

Rote Johannisbeertomaten an Strauch
Die kleinen Johannisbeertomaten gibt es in Rot und Gelb [Foto: Taropy/ Shutterstock.com]

Die winzig kleinen Johannisbeertomaten sind seit Jahren eine Lieblingssorte in Hausgärten und auf Balkonen. Wir stellen Ihnen die frühe und ertragreiche Tomatensorte vor.

Johannisbeertomate: Herkunft und Geschichte

Die Johannisbeertomate (Lycopersicon pimpinellifolium) stammt direkt von den Wildtomaten in Peru und Ecuador ab und ist nur entfernt mit unserer Kulturtomate (Lycopersicon esculentum) verwandt. Sie wurden auf Geschmack und nicht auf größere Früchte gezüchtet wie all unsere anderen Sorten. Manche Sorten sind allerdings auch kaum züchterisch verändert worden. Wildtomaten zeichnen sich durch ihre zahlreichen, sehr kleinen Früchte sowie ihren stark verzweigten, buschigen Wuchs aus. Das trifft auch auf die Johannisbeertomaten zu.

Eigenschaften und Geschmack der Johannisbeertomate

Johannisbeertomaten findet man unter den gelben Tomatensorten, am bekanntesten sind allerdings die roten Sorten. Johannisbeertomaten wachsen stark in die Breite, sie erreichen eine Höhe von etwa 1,5 Metern und eine Breite von einem Meter. Die Pflanzen besitzen zierlich gefiedertes Laub und bringen ab Mitte Juli unzählige kleine, runde Tomaten hervor. Die Früchte erreichen maximal einen Zentimeter Durchmesser und bilden im Inneren viele Samen. Der Geschmack der Johannisbeertomate ist als süß-säuerlich und würzig bis tomatig beschreibbar.

Die Johannisbeertomaten sind samenfest, von den Früchten lassen sich Samen für die Anzucht im nächsten Jahr gewinnen. Die Wildtomate geht aber auch im Garten wild auf. Wenn zum Beispiel Früchte auf dem Kompost gelandet sind, gehen oft viele kleine Pflänzchen im folgenden Frühjahr auf. Auf diese Weise lässt sich die Johannisbeertomate auch ohne großen Aufwand leicht vermehren.

Reife, rote Johannisbeertomaten
Die roten Johannisbeertomaten sind am bekanntesten [Foto: Taropy/ Shutterstock.com]

Die besten Sorten der Johannisbeertomaten

Auch bei den winzigen Johannisbeertomaten gibt es unterschiedliche Sorten. Wir stellen Ihnen die besten gelben und roten Sorten vor.

Rote Johannisbeertomaten

Die rote Johannisbeertomate, auch ‘Red Currant’ genannt, ist der Klassiker der winzigen Tomaten. Die Früchte bringen etwa drei Gramm auf die Waage und reifen sehr früh an den kompakten Pflanzen. Eine noch kleinere Sorte der Johannisbeertomaten ist die winzige, schmackhafte Tomate ‘Spoon’ (englisch für „Löffel“). Die erbsengroßen, tiefroten Früchte passen zu mehreren auf einen Löffel, daher der Name. Die saftigen Minitomaten haben eine fast platzfeste Haut und können als Pflanzen sehr groß werden.

Gelbe Johannisbeertomaten

Die ‘Golden Currant‘ wächst ähnlich üppig wie die roten Sorten und erfreut ab Mitte Juli mit vielen sonnengelben, süßen Früchten. Sie ist unkompliziert und pflegeleicht, braucht aber Platz in der Breite. Die Sorte ‘Gold Rush‘ zeichnet sich vor allem durch ihre langen Rispen mit unzähligen kleinen orange-gelben Früchten aus. Sie reift im Herbst auf der warmen Fensterbank gut nach.

Alle genannten Sorten sind kaum anfällig für Krankheiten wie Krautfäule und eignen sich daher auch für den Anbau im Freiland.

Gelbe Johannisbeertomaten in Schale
Die Sorte ‘Golden Currant’ bringt Unmengen kleiner gelber Früchte hervor [Foto: ER_09/ Shutterstock.com]

Johannisbeertomaten pflanzen und pflegen

Johannisbeertomaten sind bezüglich des Standorts sehr anpassungsfähig und können im Gewächshaus, auf dem Balkon oder auch im Freiland angebaut werden. Durch den kompakten Wuchs der Johannisbeertomaten sind sie ideal für die Haltung im Topf oder auch in Ampeln geeignet. Die Wildtomate ist äußerst wüchsig und muss nicht ausgegeizt werden. Man lässt sie am besten einfach wuchern, denn sie trägt auch an allen Seitentrieben Früchte. Bei Ampeln und Töpfen ist die Auswahl der Erde entscheidend, um die Pflanzen gesund und ertragreich zu halten. Befüllen Sie bei der Pflanzung ab Mitte Mai die Pflanzgefäße mit einer speziellen Tomatenerde – wie unserer Plantura Bio-Tomatenerde – und setzen Sie die Jungpflanzen tief hinein. Die enthaltenen Nährstoffe ermöglichen den Johannisbeertomaten einen guten Start in den Sommer und fördern die Blütenbildung.

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In herabhängenden Ampeln und Töpfen nehmen die Pflanzen schnell viel Platz ein und beginnen rasch mit der Fruchtbildung. Ab diesem Zeitpunkt benötigen die Johannisbeertomaten zusätzliche Nährstoffe, um die vielen Früchte zu ernähren. Unser Plantura Bio-Tomaten-Flüssigdünger lässt sich ganz einfach alle ein bis zwei Wochen mit dem Gießwasser düngen.

Johannisbeertomaten ernten und verwenden

Die vielen winzigen Früchte der Johannisbeertomaten bieten sich hervorragend zum Frischverzehr direkt von der Pflanze an. Als Ganzes in Salaten bilden sie einen hübschen Blickfang und ein echtes Geschmackserlebnis. Bei der Masse an Früchte lohnt sich auch das Haltbarmachen durch Trocknen. Hierfür halbieren Sie die kleinen Früchte und dörren sie im Ofen bei geringer Hitze. So lassen sich die schmackhaften Tomaten auch noch im Winter genießen.

Möchten Sie die Johannisbeertomaten oder andere schmackhafte Sorten auf Ihrem Balkon anbauen? Wir liefern Tipps und Tricks, wie Sie Tomaten auf dem Balkon anbauen und reichlich Früchte ernten können.

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