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RAF-Tomate: Anbau & Pflege

Die RAF-Tomate ist dank Ihrer besonderen Anbauweise eine wahrhaft ungewöhnliche Sorte. In diesem Artikel finden Sie alles, was Sie über die Tomatensorte ‘RAF’ wissen müssen.

RAF Tomate
Die ‘RAF‘ wird halbreif als Delikatesse klassischerweise mit Salz gereicht [Foto: Evgeniia Trushkova/ Shutterstock.com]

Tomatensorte ‘RAF’: Herkunft und Geschichte

Die ‘RAF‘, eine Abkürzung für „Resiste à Fusarium“, entstand bei der französischen Firma Clause in Valence im Jahre 1961. Ihr Name verweist auf die Resistenz gegenüber Wurzelfäule, ausgelöst durch Fusarium-Pilze. Angeblich entstand sie aus einer Kreuzung mit einer ‘Marmande-Tomate‘ und diversen resistenten amerikanischen Sorten. Im Jahr 1967 wurde die ‘RAF‘ als Sorte ins Register aufgenommen und trat damit ihren Siegeszug in den kommerziellen Gewächshäusern Spaniens an. Bis in die 1990er Jahre wurde die ‘RAF‘ in Alicante, Murcia und Almeria für die Supermärkte Europas angebaut. Sogar die noch grünen oder nur halbreifen Tomaten wurden als aromatische Delikatessen und „Salztomaten“ angepriesen. Ihren aromatischen Geschmack soll sie nämlich angeblich von den salzhaltigen Böden im Anbaugebiet oder den Wässern mit salzigem Wasser erhalten. Schließlich wurde die ‘RAF‘ von ertragreicheren und krankheitsresistenteren Hybridsorten abgelöst und wird heutzutage nunmehr in Hausgärten von Tomatenliebhabern kultiviert.

Eigenschaften und Geschmack

Die ‘RAF‘ ist eine kleinwüchsige Buschtomate, denn sie erreicht nicht viel mehr als einen Meter Höhe. Die großen, plattrunden und oft stark gerippten Früchte können bis zu 300 Gramm auf die Waage bringen und verfärben sich bei Reife tiefrot. Als spätreife Sorte kann sie bei uns erst ab Ende August geerntet werden. Der Geschmack der ‘RAF‘ ist würzig und fruchtig, ähnlich wie bei den ‘Marmande‘-Sorten. Die ‘RAF‘ ist eine samenfeste Sorte, was bedeutet, dass sie aus ihren eigenen Samen wieder vermehrt werden kann.

Fleischtomate der Sorte RAF
Die ’RAF’-Tomate bildet große gerippte Früchte aus [Foto: benjasanz/ Shutterstock.com]

RAF-Tomate: Anbau in Freiland und Kübel

Die ‘RAF‘ eignet sich für den Anbau im Gewächshaus, aber auch im Freiland und Kübel. Die robusten und krankheitstoleranten Pflanzen freuen sich im Freien allerdings über einen Regenschutz. Denn auch sie sind nicht gegen die Kraut- und Braunfäule bei Tomaten gefeit. Ab Mitte Mai darf die kleinwüchsige Sorte ins Freie und in den Kübel gepflanzt werden. Mit einer speziellen Erde, wie unserer Plantura Bio-Tomatenerde, schaffen Sie für die Jungpflanze optimale Bedingungen für eine ertragreiche Saison. Die enthaltenen Nährstoffe versorgen die ‘RAF‘ die ersten paar Wochen mit allem Nötigen.

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Pflege der RAF-Tomate

Nach der Pflanzung sollte man die Tomaten richtig gießen und mulchen, egal ob im Gewächshaus, im Freiland oder im Topf. Eine Mulchschicht verringert die Verdunstung und spart so ordentlich Wasser ein. Die kleinwüchsige ‘RAF‘-Tomate sollte aufgrund ihrer großen Früchte mit maximal zwei Trieben gezogen werden. Hierfür geizt man alle Seitentriebe bis auf einen der tief stehenden aus. Das Ausgeizen der Tomaten muss alle paar Wochen wiederholt werden.

Ab Juni freut sich die ‘RAF‘ wie alle anderen Tomatensorten über eine erste Düngung. Besonders für die Düngung von Balkontomaten empfehlen wir einen organischen Flüssigdünger, wie unseren Plantura Bio-Tomaten- und Gemüsedünger. Er kann etwa einmal wöchentlich zusammen mit dem Gießwasser ausgebracht werden. Der hohe Kaliumgehalt unterstützt die Fruchtreife und Qualität der Tomaten. Mit Salzwasser sollten die Tomatenpflanzen der Sorte ‘RAF‘ nicht gegossen werden. Der hohe Salzgehalt kann nicht nur die Wurzeln schädigen, sondern auch die Wasseraufnahme verhindern, was auf Dauer zur Welke der Pflanzen führt. Ihren guten Geschmack bildet die ‘RAF‘ auch und besonders mithilfe einer ausgeglichenen, gleichmäßigen Düngung und Bewässerung sowie durch viel Wärme und Sonnenlicht.

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Tomate ‘RAF’ ernten und verwenden

Die ’RAF’-Tomate eignet sich für den Rohverzehr, aber auch zum Verkochen und Haltbarmachen für die kalte Jahreszeit. Unreif sollte die ‘RAF‘ nur gekocht verzehrt werden! Das enthaltene giftige Alkaloid Solanin, das natürlicherweise in Auberginen, grünen Tomaten und auch in grünen Teilen von Kartoffeln vorkommt, kann Magenkrämpfe verursachen. Bei zunehmender Reife wird es abgebaut und halbreife, nicht mehr grüne Früchte können somit bedenkenlos genossen werden. Am besten schmeckt die ‘RAF‘ jedoch einfach mit etwas Olivenöl und Meersalz.

Tomaten düngen kann bei der Vielfalt an Düngemitteln ganz schön verwirrend sein. Und wie oft und wie viel soll eigentlich gedüngt werden? Wir beantworten alle Fragen zum Düngen von Tomaten in unserem Spezialartikel.

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