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Romatomate: Anbau & Pflege der italienischen Stabtomate

Romatomaten sind häufig bei uns im Supermarkt anzutreffen. Hier finden Sie alle Informationen, die Sie benötigen, um in Ihrem eigenen Garten Romatomaten zu pflanzen.

Tomaten der Sorte Roma
Die eiförmigen Tomaten der ’Roma VF’ wachsen an langen Rispen [Foto: Ion Sebastian/ Shutterstock.com]

Romatomaten werden aufgrund ihrer Form auch als Flaschen- oder Eiertomaten bezeichnet. Wir stellen die besten Sorten des Roma-Typs vor und erläutern Ihnen die Kultivierung und Verwendung der beliebten Tomatenart.

Herkunft und Geschichte der Romatomaten

Die ursprüngliche Tomatensorte ‘Roma‘ entstand in den 1950er Jahren durch eine Kreuzung von ‘San Marzano’, ‘Pan American’ und ‘Red Top’. Sie wurde in Maryland an der Plant Industry Station Beltsville selektiert und auf den Markt gebracht. Heutzutage bezeichnet man alle pflaumen- bis eierförmigen Tomatensorten als Romatomate. Sie erfreuen sich besonderer Beliebtheit im Supermarkt, wo sie oft als ganze Rispe angeboten werden. Die Sorte ‘Roma‘ findet man dort allerdings nicht mehr, sie wurde von krankheitsresistenteren Hybriden mit größerem Ertrag abgelöst.

Geschmack und Eigenschaften

Romatomaten werden normalerweise nicht besonders hoch, im Schnitt erreichen sie etwa 160 Zentimeter an Höhe. Im Allgemeinen verhalten sie sich wie Stabtomaten, ihre Früchte sind mittelgroß, etwa 50 bis 100 Gramm schwer und eiförmig bis länglich-flaschenförmig. Im Inneren der Romatomate befinden sich meist wenige Samen und sehr viel Fruchtfleisch. Ihr Geschmack rangiert zwischen mild, süßlich und würzig-fruchtig. Die meisten Sorten der Romatomaten sind samenfest und somit aus eigenen Samen vermehrbar – bis auf solche mit der Zusatzbezeichnung „F1“, was Hybridsorten bezeichnet.

Gestreifte Romatomate
Die Früchte der ’Striped Roman’ sind orange-rot geflammt[Foto: Lerner Vadim/ Shutterstock.com]

Die besten Romatomaten-Sorten

  • ‘Marzino F1‘ ist eine Mini-Romatomate. Ihre knallroten Früchte werden etwa drei Zentimeter lang und schmecken süß. Sie eignen sich am besten als Naschtomate, anders als die normalen Romatomaten.
  • ’Roma VF‘ ist eine krankheitsresistente Variante der ursprünglichen Romatomate. Die Buchstaben nach dem Namen deuten auf die Resistenz gegenüber den pilzlichen Erregern Verticillium und Fusarium hin. Die ‘Roma VF‘ wächst als Buschtomate eher klein und kompakt.
  • Die ‘Striped Roman‘ gehört zu den Flaschentomaten, denn sie ist deutlich länger als breit. Bei ihr handelt es sich um eine Verarbeitungstomate mit wenigen Samen und viel Fruchtfleisch. Die reifen Früchte sind außen orange-rot geflammt und schmecken süß und tomatig.
  • ‘Ukrainian Purple‘ ist eine dunkelrot-bräunliche Eiertomate mit Ursprung in der Ukraine. Sie eignet sich gut als kältetolerante Freilandtomate und trägt ab Ende Juli viele würzig-fruchtige und süße Früchte.
  • ‘Old Ivory Egg‘ ist eine der seltenen hellgelben Eiertomaten. Sie schmeckt vorwiegend fruchtig und süß – wie die meisten gelben Tomatensorten. Diese Sorte sollte geschützt unter einem Regendach stehen, da ihre Früchte leicht aufplatzen.

Romatomaten pflanzen: So geht’s

Romatomaten können im Gewächshaus, aber auch im Freiland und im Topf kultiviert werden. Die meisten Sorten sind krankheitsrobust und eignen sich daher auch für den ungeschützten Anbau. Ab Mitte Mai pflanzen Sie die Romatomate nach draußen oder bereits ab Anfang Mai ins Gewächshaus. Bei der Pflanzung können Sie an jedem Standort Ihre Jungpflanzen in ein spezielles Substrat, beispielsweise in unsere Plantura Bio-Tomaten-und Gemüseerde, setzen. Der hohe Kompostgehalt fördert die Wurzelbildung, wirkt wasserspeichernd und somit als klimafreundlicher Torf-Ersatz. Nach der Pflanzung drücken Sie die Erde um die Jungpflanze leicht an und wässern die Erde kräftig. Nun kann auch direkt ein Stab aus Metall oder Holz zum Anbinden neben die Tomatenpflanze gesteckt werden.

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Tomatensorte ‘Roma’ richtig pflegen

Besonders im Freiland und im Gewächshaus sollten Sie auf das richtige Gießen und Mulchen bei Tomaten achten. Mit einer pflanzlichen Mulchschicht sparen Sie besonders im Hochsommer große Mengen an Gießwasser und schützen den Boden vor Austrocknung. Mit einer Düngung Anfang Juni versorgen Sie die entstehenden Früchte an Ihrer Tomatenpflanze mit essentiellen Nährstoffen. Ein organischer Langzeitdünger, wie unser Plantura Bio-Tomatendünger, wird langsam von den Bodenorganismen zersetzt und über einen Zeitraum von zwei Monaten in pflanzenverfügbare Nährstoffe umgesetzt. Mit nur einer Nachdüngung versorgen Sie Ihre Romatomaten auf diese Weise bis zum Saisonende nachhaltig und schonend. Tomaten vom Typ ‘Roma’ können gut mit zwei oder drei Trieben gezogen werden. Dabei bleiben tiefsitzende Seitentriebe stehen, alle anderen werden entfernt. Das Ausgeizen der Tomaten muss alle paar Wochen wiederholt werden.

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Erntezeit und Verwendung

Die Romatomaten eignen sich mit ihrem dichten Fruchtfleisch und den wenigen Samen ideal zur Verarbeitung. Aufstriche sowie Ketchup und andere Soßen profitieren vom geringen Wassergehalt dieses Tomatentyps. Die fruchtig-würzigen Tomaten schmecken aber auch frisch aufs Brot und im Salat sehr gut.

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