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Tomate ˈRuthjeˈ: Anbau & Pflege im eigenen Garten

Die Tomatensorte ˈRuthjeˈ ist eine neue, biologisch-dynamische Züchtung aus diesem Jahrtausend. Wir stellen die Stabtomate vor und geben Tipps zum Anbau.

Ruthje-Tomaten an der Pflanze
Die Tomatensorte ˈRuthjeˈ trägt herzförmige mittelgroße Früchte

Nicht nur alte Tomatensorten überzeugen den Hobbygärtner, auch neuere Sorten aus diesem Jahrtausend begeistern Tomaten-Liebhaber. In diesem Steckbrief erfahren Sie alles zur jungen, deutschen Tomatensorte ˈRuthjeˈ, ihren Eigenschaften und den Anbau der Tomate.

Tomate ˈRuthjeˈ: Herkunft und Geschichte

Die Tomatensorte ˈRuthjeˈ ist eine aus biologisch-dynamischer Züchtung entstandene Variation von Ulrike Behrendt aus der Oldendorfer Saatzucht in Holste. Die Eltern dieser Sorte sind eine samenfeste Cocktailtomate und eine Hybrid-Salattomate, die im Jahre 1996 gekreuzt wurden. Die Nachkommen wurden bis zur Veröffentlichung der Sorte ˈRuthjeˈ im Jahre 2008 selektiert und in ihren Eigenschaften stabilisiert.

Eigenschaften und Geschmack der Tomatensorte ˈRuthjeˈ

Die Wuchshöhe der Ruthje-Tomate beträgt an die zwei Meter. Die Stabtomate bildet kräftige Pflanzen und Triebe aus, an denen sich rasch zahlreiche Blüten in Trauben bilden. Die daraus entstehenden Früchte werden etwa 3 – 5 cm groß und erreichen ein Gewicht von 40 – 50 Gramm. Sie haben eine leichte Herzform mit Spitze und eine bei Vollreife tiefrote Fruchtfarbe. Bereits ab Mitte bis Ende Juli reifen die ersten Tomaten dieser frühreifen Sorte und lassen sich kontinuierlich bis in den Oktober hinein ernten. ˈRuthjeˈ ist eine ertragsstarke Pflanze und begeistert mit dem fruchtigen und sehr süßen Geschmack ihrer Früchte. Die Tomate ˈRuthjeˈ ist samenfest und kann daher aus ihren eigenen Samen wieder vermehrt werden. Eine genaue Anleitung zum Tomatensamen selbst gewinnen finden Sie in unserem Spezialartikel.

Ruthje-Tomaten am Strauch
Auch im Freiland gedeihen die vielen Früchte von ˈRuthjeˈ gut und reifen bereits ab Ende Juli

ˈRuthjeˈ: Tipps zum Anbau in Gewächshaus und Freiland

Die deutsche Züchtung gilt als robuste Tomatensorte für den geschützten Anbau. Einige Erfahrungen mit Ruthje-Tomaten zeigen jedoch, dass sie sich auch ohne Schutz im Freiland gut kultivieren lässt. Im Vergleich zu anderen Sorten zeigt sie sich hier in feuchten Sommern vergleichsweise robust gegenüber der Tomaten-Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans). Insgesamt eignet sich diese Sorte bestens für den Anbau im Gewächshaus, auf dem Balkon und im Freiland. In guten Jahren zeigt die Tomatensorte auch ganz ohne Regenschutz reiche Erträge und eine hohe Krankheitstoleranz.
Ab Anfang Mai können Sie Ruthje-Tomaten ins Gewächshaus pflanzen, ab Mitte Mai, nach den letzten Frösten, ins Freie oder in Pflanzgefäße.

Für die Topfkultur auf Terrasse und Balkon ist die Verwendung einer nährstoffreichen Pflanzerde wie unserer Plantura Tomaten- & Gemüseerde in Bio-Qualität empfehlenswert. Die darin enthaltenen Nährstoffe sind an die Bedürfnisse von Tomaten und anderen Gemüsearten angepasst und versorgen sie in der ersten Zeit nach der Pflanzung optimal.
Bei der Pflanzung sollten Sie die jungen Tomatenpflanzen so tief setzen, dass nur noch die Hälfte bis ein Drittel der Pflanze herausschauen. Entfernen Sie die nun zu tief sitzenden Blätter und befüllen Sie das Pflanzloch oder den Topf mit Substrat. Entlang des unterirdisch sitzenden Stiels bilden sich im Laufe des Sommers zahlreiche neue Wurzeln. Diese geben der Pflanze einerseits Halt und verbessern andererseits die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.
Stützen Sie nach der Pflanzung die ˈRuthjeˈ mit einem Stab und wässern Sie kräftig.

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Tomate ˈRuthjeˈ: Pflege der Stabtomate

Die Stabtomate ‘Ruthje’ kann aufgrund ihrer kräftigen Triebe und kleinen Früchte gut wie eine Cocktailtomate mit bis zu vier Haupttrieben gezogen werden. Belassen Sie hierzu drei tiefsitzende Seitentriebe an der Pflanze, und entfernen Sie alle weiteren Achseltriebe regelmäßig. Bald schon sollten die unteren Triebe genau wie der Haupttrieb gut gestützt und angebunden werden.

Ab Mitte Mai bis Juni beginnt die Blüte- und Fruchtbildungszeit der ˈRuthjeˈ. In dieser Zeit steigt der Nährstoffbedarf stark an und die erste Düngung sollte erfolgen. Ein organischer Flüssigdünger wie unser Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger wirkt schnell und verlustarm direkt an den Wurzeln. Er wird etwa einmal wöchentlich in einer Dosierung von 15 – 25 ml je 5 l zum Gießwasser gegeben und beim Wässern ausgebracht. Wie alle Tomatenpflanzen ist auch die ‘Ruthje’ auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen. Gießen Sie ihre Pflanzen vor allem am Morgen, damit das Wasser möglichst effizient genutzt werden kann.

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Ernte und Verwendung von Ruthje-Tomaten

Bereits ab Mitte bis Ende Juli können die ersten herzförmigen Früchte der Tomatensorte ˈRuthjeˈ geerntet werden – sie gehört somit zu den frühesten Sorten im Garten. Die zuckersüßen Früchte eignen sich aufgrund ihrer handlichen Größe ideal als Naschtomate direkt vom Strauch oder aufgeschnitten in Salaten. Eingekocht als Ketchup oder Soße kommt der fruchtige Geschmack besonders zur Geltung. Einmal geerntete Früchte halten sich lange frisch und reifen nach Ende der Saison noch gut nach. Weitere Tipps zum Haltbar machen von Tomaten erhalten Sie in unserem Spezialartikel.

Eine weitere robuste und samenfeste Variante, die sich auch ideal für Anfänger eignet, ist die Tomatensorte ˈBlack Plumˈ. Wir stellen die Eiertomate im Portrait vor und zeigen, wie der Anbau gelingt.

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