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Buschwindröschen: Blütezeit, Standort & Giftigkeit

Elisabetta
Elisabetta
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Durch mein Studium der Agrarwissenschaften in Hohenheim konnte ich meine Begeisterung für Pflanzen vertiefen und viel faszinierendes Wissen über die Pflanzenwelt gewinnen. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, denn dort fühle ich mich am wohlsten und komme zur Ruhe. Aus diesem Grund gedeihen auf meinem Balkon neben einer Weinrebe auch viele Sommerblumen und verschiedene Kräuter, an denen ich meine Pflanzenliebe ausleben kann.

Lieblingsobst: Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Spinat, Tomaten

Nach langen Wintermonaten, wenn im Wald die Buschwindröschen blühen, steht der Frühling endlich wieder vor der Tür. Auch im eigenen Garten kann dieser wunderschöne Frühlingsbote unter gewissen Umständen kultiviert werden.

Blühende Buschwindröschen
Wenn das Buschwindröschen blüht, ist der Frühling nicht mehr weit

Die Blüte der Buschwindröschen (Anemone spec.) symbolisiert den Beginn des Frühlings. Die Blütenteppiche der Buschwindröschen leuchten ab März in hellen Farben und erfreuen die Spaziergänger in den Laubwäldern. Im eigenen Garten sind Buschwindröschen ebenfalls wahre Blickfänger und verströmen Frühlingsatmosphäre. Worauf Sie beim Pflanzen dieser schönen Staude achten müssen, erklären wir im Artikel.

Tipp: Es gibt mehrere Arten der Gattung Buschwindröschen, etwa die gelb blühende Anemonoides ranunculoides und die weiß blühende Anemone nemorosa. Es gibt auch eine Naturhybride, Anemone x lipsiensis, die als Buschwindröschen bezeichnet wird, da sie ähnliche Eigenschaften aufweist.

Blühendes Großes Waldwindröschen
Das Große Waldwindröschen gedeiht sowohl unter Bäumen als auch in der Sonne [Foto: lialina/ Shutterstock.com]

Nicht im Frühjahr, sondern im Frühsommer blüht übrigens Anemone sylvestris, eine nahe Verwandte der Buschwindröschen. Ihrer großen, weißen Blüten wegen trägt sie den Trivialnamen „Großes Waldwindröschen“.

Buschwindröschen: Herkunft und Eigenschaften

Das krautig wachsende Buschwindröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist vor allem in West- und Mitteleuropa sowie in Teilen Asiens verbreitet. Während die Bäume noch kein Laub tragen, bildet dieser Frühblüher bereits dichte, meist reinweiße bis hellrosa Blütenteppiche in den Wäldern. Frühjahrsblüher haben besondere Eigenschaften, denn sie überdauern ungünstige Jahreszeiten wie den kalten Winter und den trockenen Sommer mit Hilfe ihrer unterirdischen Speicherorgane. Im Fall der Buschwindröschen sind es ihre Rhizome, die es ihnen unter anderem ermöglichen, einzigartige, breit-horstige bis flächige Blütenteppiche zu bilden. In ihrer kurzen Wachstumsperiode nutzen die Frühjahrsblüher das durch die noch nackten Laubbäume einfallende Sonnenlicht zum schnellen Wachstum. Wenn die Bäume ihr Laub austreiben, endet die Vegetationszeit der Buschwindröschen schon wieder.

Viele Buschwindröschen im Wald
In Laubwäldern bildet das Buschwindröschen einzigartige Blütenteppiche [Foto: Lillian Tveit/ Shutterstock.com]

Mittlerweile gibt es vor allem aus der Gattung der Anemone nemorosa zahlreiche Sorten. Die Blüten bestehen aus 6 bis 8 Blütenblättern in Sternform, welche ein gelbes Staubgefäß in der Mitte umfassen. Zur Blütezeit erfreuen sich Wildbienen und Hummeln an den Pollen des Frühlingsboten. Sobald es regnet oder Nacht wird, schließen sich ihre etwa 4 cm großen Blüten und neigen ihre Köpfe in Richtung Boden. Dies liegt an den Wachstumsbewegungen, da die Außenseite des Blütenblattes bei niedrigen Temperaturen schneller als die Oberseite wächst. Das Buschwindröschen erreicht eine Wuchshöhe von etwa 10 bis 30 cm und die gefiederten Blätter zeigen sich in einem Dunkelgrün.

Wann haben Buschwindröschen Blütezeit?

Zwischen März und Mai blühen die Buschwindröschen. In milden Regionen beginnt die Blütezeit schon im Februar.

Stehen Buschwindröschen unter Naturschutz?

Da das Buschwindröschen unter Naturschutz steht, darf man es weder pflücken oder ausgraben noch darf die Blüte abgeschnitten werden.

Farbenreiche Sortenvielfalt

Die Art Anemone nemorosa ist aufgrund ihrer Blütenfülle und der prächtigen Farbpalette in Blau, Weiß, Rosa und Lila sehr beliebt im Garten. Im Folgenden zeigen wir die schönsten Buschwindröschen-Sorten:

  • Anemone nemorosa ‘Abendhimmel’: Dieses Buschwindröschen hat große, himmelblaue Blüten, die leicht rosa getuscht sind. Die Sorte wird etwa 10 cm hoch.
  • Anemone nemorosa ‘Allenii’: Helle, graublaue Blüten machen diese Sorte aus. Mit einer stattlichen Wuchshöhe von etwa 30 cm ist das Buschwindröschen ‘Alenii’ ein echter Blickfang.
Blau blühendes Buschwindröschen
Graublaue Blüten zieren die Sorte ‘Allenii’ [Foto: Kristine Rad/ Shutterstock.com]
  • Anemone nemorosa ‘Atley ‘: Diese Sorte hat schieferblaue Blüten mit ganz feiner Aderung. Sie erreicht eine Wuchshöhe von etwa 15 cm.
  • Anemone nemorosa ‘Robinsoniana’: Das Buschwindröschen ‘Robinsoniana’ ist eine bekannte und beliebte Sorte. Sie hat helle, violettblaue Blüten und erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 15 cm. Sie ist im Vergleich zu den weißblütigen Varianten eher schwachwüchsig, weniger konkurrenzfähig und bildet so nur selten dichte Bestände.
Buschwindröschen mit lila Blüte
Diese sehr beliebte Sorte erstrahlt in hellen, violett-blauen Blüten [Foto: photoPOU/ Shutterstock.com]
  • Anemone nemorosa ‘Dee Day’: Ihre auffälligen, cremeweißen Blüten sind ein besonderes Merkmal dieser Sorte. Sie erreicht eine Wuchshöhe von etwa 15 cm.
  • Anemone nemorosa ‘Buckland’: Diese Sorte trägt gefüllte Blüten und weist lavendelblaue, helle Blüten mit blassgrauer Unterseite auf. Bei einer Wuchshöhe von etwa 15 cm ist sie äußerst bienenfreundlich, da ihre große Blütenfülle durch Brakteen entsteht und nicht auf Kosten der Fruchtblätter.
  • Anemonoides ranunculoides ‘Frank Waley’: Jene Variante hat helle, gelb leuchtende Blüten und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 5 und 15 cm.
  • Anemone sylvestris ‘Flore Pleno Elise Fellmann’: Bei dieser Sorte handelt es sich um ein gefüllt blühendes Großes Windröschen. Das Buschwindröschen wächst bis zu 35 cm hoch und wird am besten an einen sonnigen, frischen Standort gepflanzt. Weil die Blüten gefüllt sind, ist ‘Flore Pleno Elise Feldmann’ leider nicht bienenfreundlich.

Buschwindröschen pflanzen

Das Buschwindröschen bevorzugt einen Platz, der seinem ursprünglichen Standort im Laubwald ähnelt. Das ist ein halbschattiger Ort unter Gehölzen. Das Buschwindröschen eignet sich hervorragend als Bodendecker, um größere Flächen zu bepflanzen, da es durch seine Rhizome wahre Blütenteppiche bilden kann. Um die Ausbreitung zu begrenzen, können die Ränder abgestochen werden. Der ideale Pflanzabstand zwischen den Buschwindröschen beträgt etwa 20 cm, also können je nach Größe zwischen 15 bis 25 Pflanzen pro Quadratmeter gepflanzt werden.

Äußerst wichtig ist ein lockerer, humusreicher, frischer bis feuchter Standort. Ansonsten ist das Buschwindröschen nicht sehr wählerisch, was die Standortwahl angeht. Vor der Pflanzung kann der Boden mit einer Grabgabel gelockert und das Pflanzloch mit etwas Kompost vermischt werden. Hierfür eignet sich beispielsweise unsere Plantura Bio-Komposterde. Diese besteht zu 60 % aus Kompost, ist vorgedüngt und sorgt somit für ein gesundes Pflanzenwachstum.

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Tipp: Um den Humusgehalt aufrechtzuerhalten, ist es sinnvoll, jedes Jahr im Herbst Rindenhumus, nährstoffarmen Grüngut- oder Reifekompost in den Untergrund einzuarbeiten. So bleibt das Substrat locker, sodass das Buschwindröschen gut in ihm wurzeln kann. Des Weiteren bleibt die Erde frisch und feucht, denn humusreiche Böden haben eine bessere Wasserspeicherkapazität, welche das Buschwindröschen braucht.

Buschwindröschen im Wald
Auch am Naturstandort ist der Boden ständig mit Laubstreu bedeckt [Foto: Mattadi/ Shutterstock.com]

Der beste Zeitpunkt, um Buschwindröschen-Jungpflanzen zu pflanzen, ist nach dem Blüteneinzug im Spätsommer. Denn da können sich die Wurzeln noch ausreichend gut ausbreiten, um das Anwachsen am neuen Standort zu bewältigen und dort auch bald zu blühen. Des Weiteren kann die Frühlingspflanze problemlos über Wurzelrhizome vermehrt werden. Diese können von Ende August bis Oktober in 3 bis 5 cm Tiefe gepflanzt werden.

Blütenteppich aus Buschwindröschen
Über Rhizome kann sich das Buschwindröschen unterirdisch ausbreiten [Foto: IJPhoto/ Shutterstock.com]

Wichtige Pflegemaßnahmen

Einen großen Pflegeaufwand benötigt das Buschwindröschen nicht. Aufgrund des halbschattigen Standortes muss nicht viel gegossen werden. Außerdem ziehen sich die Blätter bereits im Frühsommer, bevor es richtig heiß wird, zurück. Somit benötigt das Buschwindröschen keinen Schnitt. Lediglich für einen Strauß für die Vase kann die Frühlingspflanze geschnitten werden. Bis zum nächsten Frühling überdauert die mehrjährige Staude dank ihrer Rhizome.

Sind Buschwindröschen winterhart?

Die Rhizome des Buschwindröschens können ohne Probleme im Boden überwintern und Temperaturen bis zu -28 °C trotzen.

Weiß blühendes Buschwindröschen
Das filigran wirkende Buschwindröschen ist sehr robust [Foto: Klara Bakalarova/ Shutterstock.com]

Sind Buschwindröschen giftig?

Ja, wie alle Hahnenfußgewächse ist auch das Buschwindröschen in sämtlichen Teilen giftig für Hunde, Katzen und Menschen. Bei Berührung mit dem Pflanzensaft kann es zu Juckreiz, Rötungen und Blasenbildung kommen. Im Falle des Verschluckens von Pflanzenteilen drohen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit. Im schlimmsten Fall wird das zentrale Nervensystem geschädigt, was eine Lähmung zur Folge hat.

Neben dem wunderschönen Buschwindröschen gibt es noch weitere prachtvolle Frühlingsblumen wie die Kronen-Anemone (Anemone coronaria), welche ebenfalls zur Gattung der Windröschen (Anemone) gehört.