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Seidelbast: Die schönsten Sorten, Eigenschaften & Giftigkeit

Niaef
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Ich habe Biologie und Hortikulturelle Wissenschaften studiert. Meine Liebe gilt allen Pflanzen, die wild oder im Garten wachsen und insbesondere denen, die man verspeisen kann. In meiner Freizeit treibt es mich oft in den Wald oder auch in den Stadtpark, wo sich so manche Nutzpflanzen verstecken - man muss nur wissen, welche einen Mehrwert für die Küche haben.
Meinen Sammlertrieb kombiniere ich dann gerne auch mit meinem zweiten Hobby: Dem Kochen!

Lieblingsobst: Feige, Kaki und Felsenbirne
Lieblingsgemüse: Kürbis, Wirsing und Schalotte

Mit seiner zarten Blüte weckt der frühblühende Seidelbast den heimischen Garten aus dem Winterschlaf. Doch so lieblich, wie der Strauch auch sein mag, ist dieses giftige Gehölz mit Vorsicht zu pflanzen.

Daphne mezereum
Mit Duft und Blüte erfreut der Seidelblast jeden Gärtner [Foto: Erkki Makkonen/ Shutterstock.com]

Bereits früh im Jahr erfreut uns der Seidelbast (Daphne) mit seinem Duft und den schönen Blüten. Während er den Bienen im Garten Nahrung bietet, sollten wir die giftige Daphne nur aus der Ferne genießen. Alle Infos zu den schönsten Sorten, Eigenschaften sowie der Giftigkeit des Strauchs stellen wir in diesem Artikel vor.

Seidelbast: Herkunft und Eigenschaften

„Seidelbast“ ist der deutsche Name für die Pflanzengattung Daphne, die der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae) angehörig ist. Ursprünglich entstammt die mehrjährige Pflanze den westlichen Regionen Kleinasiens, des Kaukasus sowie Sibiriens, wo sie in der Natur vermehrt vorzufinden ist. In Deutschland sind zwei Arten beheimatet, zu denen der in den südlichen Regionen verbreitete Rosmarin-Seidelbast (Daphne cneorum) sowie der Echte Seidelbast (Daphne mezereum) gehören. Letzterer ist ebenfalls als Kellerhals oder Gemeiner Seidelbast bekannt. Innerhalb ihrer Verbreitungsgebiete ist Daphne vor allem in Laub- und Laubmischwäldern anzutreffen. Da ihre Ursprungshabitate hinsichtlich des Klimas und der Bodenbeschaffenheit variieren, lässt sich Daphne auch problemlos in viele unserer heimischen Gärten integrieren.

Beeren des Seidelbasts
Die Beeren des Seidelbast sind glänzend rot und sehr giftig [Foto: Dina da/ Shutterstock.com]

Je nach Art handelt es sich bei dem Seidelbast um immer- oder sommergrüne Sträucher. Die Pflanze weist einen aufrechten oder niederliegenden Wuchs auf, wobei sie eine Höhe von bis zu zwei Metern erreicht. Ihr gräulich oder hellbraun gefärbter, holziger Stamm ist entweder kahl oder schwach behaart und leicht verzweigt. Seine Triebe sind auffällig elastisch, gleichmäßig bräunlich und dick. Seine Wurzeln sind eher fleischig und artspezifisch etwas empfindlich, doch auch tiefreichend. Der Seidelbast ist mit länglich-ovalen Blättern bestückt, die hellgrün gefärbt sind, sich leicht einrollen und weißlich umrandet sein können. Während seiner frühen Blütezeit von März bis Mai entwickelt der Seidelbast weiße, dunkel- oder hellrosa, trichterförmige Blüten, die sich anschließend zwischen Juli und August zu intensiv rot, gelb oder schwarz gefärbten Beeren entwickeln. Als Frühblüher dient der Seidelbast zahlreichen Bienen, anderen Insekten sowie Vögeln als reiche Nahrungsquelle. Mit einem intensiven Duft erfreuen Daphnes Blüten unsere Sinne. Einige Zuchtsorten blühen erst später im Jahr, bis in den Oktober hinein.

Blüte des Seidelbasts
Typisch für Daphne sind ihre dicht stehenden Blüten mit den länglichen Blättern [Foto: Tom Cardrick/ Shutterstock.com]

Tipp: Weil alle Teile der Daphne giftig sind, ist es ratsam, bei Pflanzung und Pflege Handschuhe zu tragen.

Die schönsten Arten und Sorten: Rosmarin-Seidelbast und Co

Bei vielen im Handel erhältlichen Seidelbast-Sorten handelt es sich um Hybride, die aus unterschiedlichen Arten gezüchtet worden sind. Doch auch heimische Varianten kann man finden. Hier stellen wir Ihnen die schönsten Daphne-Sorten und -Arten vor.

  • Echter Seidelbast (Daphne mezereum): Daphne mezereum erreicht eine Höhe zwischen 60 – 100 cm. Von Februar bis April treibt sie rosa-rote Blüten aus. Ihre graugrünen, lanzettlichen Blätter verfärben sich im Herbst. Diese Art ist auch in Deutschland beheimatet und wächst auf kalkhaltigem, humusreichem Boden.
Rosa Blüten des Seidelbasts
In der Natur lässt sich D. mezereum an seiner rosa Blüte erkennen [Foto: Dziajda/ Shutterstock.com]
  • Lorbeer-Seidelbast (Daphne laureola): Der Lorbeer-Seidelbast wächst 50 – 120 cm hoch. Zwischen Februar bis Mai entwickelt er grünlich-gelbe Blüten. Die immergrünen, ledrigen Blätter besitzen eine dunkelgrüne Färbung. Die in Deutschland heimische Art bevorzugt einen kalkhaltigen und humosen Boden.
Seidelbast-Sorte Lorbeer
Die lorbeerähnlichen Blätter verleihen Daphne laureola ihren Namen [Foto: krolya25/ Shutterstock.com]
  • Rosmarin-Seidelbast (Daphne cneorum): Dieser niedrigwachsende Seidelbast erreicht eine Wuchshöhe zwischen 20 und 40 cm. Von April bis Mai bildet die Art rosarote Blüten aus. Die dunkelgrünen, ganzrandigen Blätter weisen eine ledrige Struktur auf. Anders als D. mezereum gedeiht der Rosmarin-Seidelbast gut auf kalkhaltigen, nährstoffarmen und steinigen Böden.
Seidelbast-Sorte Rosmarin
Der Rosmarin-Seidelbast lässt sich auch zur Begrünung von kargen Mauern einsetzen [Foto: John R Martin/ Shutterstock.com]
  • Daphne x burkwoodii ‘Somerset’ (Daphne caucasica x Daphne cneorum): Diese Sorte erreicht eine Höhe von 100 – 150 cm. Zwischen Mai und Juni entwickelt sie hell- bis purpurrosa Blüten. Im Herbst wirft ‘Somerset’ ihre tiefgrünen Blätter ab. Der Strauch gedeiht am besten auf tiefgründigen, humusarmen Mineralböden.
  • Daphne mezereum ‘Alba’: ‘Alba’ wird 80 – 120 cm hoch. Im März bildet sie weiße Blüten und im Herbst wirft sie ihr mittelgrünes Laub ab. Die Art bevorzugt einen humusreichen Boden mit leicht alkalischem pH-Wert.
Weißer Seidelbast
Der weiß-blühende Seidelbast ist eine beliebte Sorte [Foto: Edita Medeina/ Shutterstock.com]
  • Daphne x napolitana ‘Meon’ (Daphne cneorum x Daphne sericea): ‘Meon’ wächst 30 – 40 cm hoch. Während seiner langen Blütezeit zwischen Mai und September entwickelt er rosafarbene Blüten. Seine grünen Blätter bleiben auch im Winter erhalten. Die Pflanze bevorzugt einen neutralen Boden-pH-Wert.
  • Daphne x transatlantica ‘Pink Eternal Fragrance’ (Daphne caucasica x Daphne collina): Dieses Exemplar weist eine mittelhohe Wuchshöhe zwischen 60 und 100 cm auf. Über seine späte Blütezeit von Juni bis Oktober hinweg wechselt seine Blütenfarbe von Rosa zu Weiß. Seine grünen Blätter sind wintergrün und er gedeiht auf nährstoffreichem Substrat.
Seidelbast im Garten
Je nach Seidelbast-Sorte können die Blüten variieren [Foto: Lijuan Guo/ Shutterstock.com]

Seidelbast pflanzen

Der blüheifrige Seidelbast lässt sich sowohl im Topf als auch ins Beet pflanzen. Je nach Art wächst er gut an einem schattigen bis halbschattigen, trockenen bis frischen Standort, und zwar am besten auf gut durchlässigen Mineralböden. Obwohl der Strauch robust ist, empfiehlt es sich, ihn an einen geschützten Ort zu setzen sowie unbedingt Staunässe und somit Wurzelfäulnis zu vermeiden. Schwere, tonhaltige Böden werden zusätzlich mit etwa 30 % Kies oder Sand gemischt. Neben einer guten Drainage ist ein humusreiches Substrat wichtig, das einen neutralen bis hohen pH-Wert aufweisen sollte. Als Erde für die Topfkultur eignet sich beispielsweise unsere Plantura Bio-Komposterde. Dieses torffreie Substrat spendet mit seinem hohen und langfristig wirksamen Düngergehalt ausreichend Nährstoffe und unterstützt den Strauch dadurch in seiner Wurzel- und Blütenbildung. Mit seinem neutralen pH-Wert von 6,9 bietet unser Substrat eine optimale Entwicklungsgrundlage für Ihre Daphne. Alternativ kann der pH-Wert der Erde durch das Beimengen von etwas Gartenkalk erhöht werden.
Je nach Vorliebe der gepflanzten Art sollte das Substrat wie erwähnt mit mehr oder weniger Kies oder Sand aufgelockert und drainiert werden. Um Staunässe entgegenzuwirken, wird die Kübelbasis mit einer Schicht aus Blähton oder Kies ausgelegt.

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Am besten pflanzt man den Seidelbast im Frühjahr, im Mai oder während des Herbstes, doch spätestens im Oktober. Dies sollte zum Ende der Gartensaison hin immer vor dem ersten Frost erfolgen – beziehungsweise zum Saisonbeginn im Frühjahr nach den letzten Frösten. Aufgrund seines breiten Wuchses empfiehlt es sich, in Abständen von 50 bis 70 cm zu pflanzen und pro Kübel nur einen Strauch zu setzen. Hierfür geht man wie folgt vor:

  • Den freien Wurzelballen des Strauchs in einem Eimer mit Wasser tränken
  • Währenddessen ein Erdloch ausheben, das mindestens 1,5-mal so breit wie der Wurzelballen und 60 cm tief ist
  • Für die Topfkultur ein Gefäß verwenden, das diese Bedingungen erfüllt
  • Den Strauch dem Wasser entnehmen, in das Loch setzen und mit einem geeigneten Substrat füllen – achtsam mit den fleischigen Wurzeln umgehen
  • Anschließend angießen und mit einer etwa 8 cm dicken Mulchschicht bedecken
Seidelbast im Topf
Daphne kann sowohl ins Beet als auch in den Topf gepflanzt werden [Foto: Paul Maguire/ Shutterstock.com]

Pflege des Seidelbasts

Abhängig davon, ob es sich um eine Topf- oder Beetkultur handelt, sind bei der Pflege des Seidelbasts einige Maßnahmen zu ergreifen: In der Regel muss der adulte Freilandstrauch nur wenig gegossen werden, sofern es genügend regnet. Zur heißen Jahreszeit ist seine Erde wiederum feucht zu halten. Die Topfpflanze, die keinen Zugang zum Grundwasser hat, benötigt rund um das Jahr auch öfter Zuwendung in Form von Gießwasser. Hierfür sollte zur Gießkanne gegriffen werden, sobald sich die obersten 2 cm des Substrats trocken anfühlen. Wässern Sie nicht zu viel und vermeiden Sie unbedingt Staunässe – Wasser im Untersetzer sollte also bald abgegossen werden. Frisch gepflanzten Kulturen oder Jungpflanzen sollten bis zur Bewurzelung regelmäßig gegossen werden. Am besten gießt man abends und morgens, um eine Verdunstung des Wassers bei starker Hitze zu verhindern.

Pflege des Seidelbasts
Der Seidelbast sollte vor allem bei hoher Außentemperatur stets gegossen werden [Foto: AndikRizz/ Shutterstock.com]

Mit ihren langen Wurzeln gelangt Daphne problemlos an genügend Bodennährstoffe, sodass für den Strauch im Freiland kein Dünger vonnöten ist. Je nach Art sollte der Seidelbast im Topf allerdings gedüngt werden, da die Nahrung im Topf nur beschränkt vorrätig und deshalb schnell aufgebraucht ist. Hierbei ist zu beachten, dass beispielsweise der genügsame Rosmarin-Seidelbast nicht gedüngt werden sollte, da er zu viele Nährstoffe im Boden weder benötigt noch gut verträgt. Nährstoffliebende Arten wie D. mezereum profitieren dagegen von Dünger. Diese Pflanzen sollten zwischen März und Juli gedüngt werden. Hierfür eignet sich beispielsweise unser Plantura Bio-Blumendünger. Dieser vornehmlich organische Granulatdünger enthält genug Stickstoff und Phosphor, um einen stattlichen Zuwachs und eine reiche Blüte zu ermöglichen.

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In der Regel bedarf Daphne keines regelmäßigen Rückschnitts. Es empfiehlt sich dennoch, einen Schnitt zum Erhalt der Strauchform und Gesundheit durchzuführen. Auch wenn das Exemplar nur noch vermindert oder gar nicht mehr blüht, hilft häufig ein Verjüngungsschnitt. Dieser beugt gleichzeitig einer frühzeitigen Verkahlung vor. Ein Rückschnitt sollte unmittelbar nach der Blüte erfolgen. Ein Formschnitt darf noch ein zweites Mal im Herbst – nach dem Blattabwurf – erledigt werden. Ziehen Sie in jedem Fall zunächst Handschuhe an, um sich vor dem Gift des Seidelbasts zu schützen.

Für den Formschnitt:

  • Triebe um etwa ein Drittel zurückschneiden
  • Abgestorbene und kranke Zweige komplett entfernen

Für den Verjüngungsschnitt:

  • Den Strauch alle 2 – 3 Jahre etwas tiefer zurückschneiden
  • Hierbei die Gartenschere an der Triebbasis ansetzen
Rückschnitt des Seidelbasts
Um die nächste Blüte des Seidelbasts zu fördern, hilft ein Rückschnitt [Foto: LifeisticAC/ Shutterstock.com]

Tipp: Schneiden Sie nicht in das älteste Holz hinein, da der Strauch nur gering schnittverträglich ist und nicht wieder gut austreibt.

Ist Seidelbast winterhart?

Als ursprüngliche Gebirgspflanze ist der Seidelbast auch bei uns winterhart. Je nach Art toleriert er Niedrigtemperaturen von bis zu – 30 °C, weshalb er in unseren Breitengraden in der Regel keinen Frostschutz benötigt. Dennoch gibt es Arten wie Daphne odora, die nur als mäßig winterhart gelten. In diesem Fall kann als Winterschutz der Boden um die Pflanzenbasis mit Reisig bedeckt werden. Achten Sie zudem darauf, den Strauch nicht nach Ende Juli und nicht zu stark zu düngen, denn zu hohe oder zu späte Düngergaben würden seine Winterhärte mindern.

Vermehrung

Seidelbast lässt sich auf verschiedene Weise vermehren. Nicht alle Seidelbast-Arten und -Sorten setzen in unseren Breiten Samen an – dies gelingt am besten bei den heimischen Seidelbast-Arten. Die Stecklings-Vermehrung ist eine Methode für Fortgeschrittene, denn der Seidelbast ist sehr empfindlich und bildet nicht leicht neue Wurzeln.

Giftige Beeren des Seidelbasts
Aus den roten Beeren können eigene Samen zur Anzucht gewonnen werden [Foto: Mariusz S. Jurgielewicz/ Shutterstock.com]

Samen können auch dem eigenen Strauch entstammen, indem man sie den reifen Beeren entnimmt und abwäscht. Aufgrund der Giftigkeit der Pflanze, sollte dies nur mit Handschuhen durchgeführt werden. Da es sich bei den Samen um Kaltkeimer handelt, müssen sie vor der Keimung stratifiziert werden. Hierfür wird die Saat bereits während der Wintermonate direkt im Beet ausgebracht, damit sie zum kommenden Frühjahr keimt. Bis zur Keimung sollten die Samen stets feucht gehalten werden.
Alternativ kann die Saat in kleinen Töpfchen angezogen werden. Dafür wird die Stratifikation durchgeführt, indem man die Samen für 6 bis 8 Wochen im Kühlschrank auf einem feuchten Tuch lagert. Danach werden sie in kleinen Töpfen etwa 1 cm tief in eine geeignete Anzuchterde gedrückt und an einem halbschattigen Ort bei 20 bis 25 ° C aufgestellt. Die Erde sollte immer feucht gehalten werden. Wenn sich etwa zwei Blattpaare gebildet haben, wird die Jungpflanze dann pikiert.

Daphne lässt sich auch über Stecklinge vermehren. Dies gelingt allerdings nur mit halbreifen, gesunden Terminaltrieben, also den jüngsten Enden des Strauches. Dazu schneidet man die Stecklinge im Herbst zwischen September und November und desinfiziert den gesamten Steckling sowie die Stecklingserde vor der Verwendung. Verwenden Sie ein Hormon-Pulver zur Bewurzelung und achten Sie auf ein sehr durchlässiges Stecklingssubstrat. Bei eher hoher Luftfeuchtigkeit und kühlen 12 bis 16 °C bewurzeln die Stecklinge nur langsam. Nach der Bewurzelung ist es wichtig, die jungen Initialwurzeln beim Umtopfen nicht zu verletzten – damit Ihre Mühen später nicht vergebens waren.

Ist Seidelbast giftig?

Alle Pflanzenteile des Seidelbasts sind sehr giftig für Menschen, Hunde sowie Katzen. Der Kontakt mit dem Strauch kann zu starken Irritationen der Haut führen. So verursacht das Gift des Seidelbasts Rötungen, Juckreiz und Ekzeme. Ein Verzehr von 10 bis 12 Beeren kann bereits tödlich sein, weshalb insbesondere Kinder von der Pflanze ferngehalten werden müssen.

Giftiger Seidelbast
Kinder sollten vor dem Seidelbast gewarnt werden [Foto: FotoHelin/ Shutterstock.com]

Wer sich seinen Garten mit Kindern, Hunden oder Katzen teilt, sollte sich gut überlegen, ob er sich einen Seidelbast ins Beet pflanzt. Doch nicht nur das Gift des Seidelbasts gibt zu bedenken – in einem weiteren Artikel bekommen Sie eine ganze Liste giftiger Pflanzen vorgestellt.